Tamina (Fluss)

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Tamina
Mündung der Tamina in den Rhein

Mündung der Tamina in den Rhein

Daten
Gewässerkennzahl CH: 337
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle unterhalb des Piz Sardona
46° 54′ 42″ N, 9° 15′ 33″ O
Quellhöhe ca. 2680 m ü. M.[1]
Mündung in Bad Ragaz in den RheinKoordinaten: 47° 0′ 36″ N, 9° 30′ 34″ O; CH1903: 757452 / 208633
47° 0′ 36″ N, 9° 30′ 34″ O
Mündungshöhe 496 m ü. M.[1]
Höhenunterschied ca. 2184 m
Sohlgefälle ca. 73 ‰
Länge 30 km[2]
Einzugsgebiet 155,5 km²[1]
Abfluss am Pegel Mündung[3]
AEo: 155,5 km²
MQ
Mq
5,74 m³/s
36,9 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Zanaibach
Rechte Nebenflüsse Görbsbach, Bergbach
Durchflossene Stauseen Gigerwaldsee, Mapraggsee
Gemeinden Pfäfers, Bad Ragaz
Tamina (Fluss) (Schweiz)
Quelle
Quelle
Mündung
Mündung
Quelle- und Mündungsort der Tamina

Die Tamina ist ein etwa 30 km langer Fluss im Kanton St. Gallen. Sie ist ein linker und südsüdwestlicher Zufluss des Rheins.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus mehreren Gebirgsbächen entsteht die Tamina an der Ostflanke des Piz Sardona (3056 m). Ihr Wasser stammt unter anderem aus dem Sardonagletscher und dem Chline Gletscher, beide auf über 2'600 Metern Seehöhe. Sie sammelt sich in der Nähe der Sardonahütte und fliesst von West nach Ost durch das ganze Calfeisental. Sie versorgt bei St. Martin den Gigerwaldsee mit Frischwasser und entwässert diesen.

In Vättis mündet das Calfeisental in das Taminatal. Hier nimmt die Tamina den Görbsbach auf, der aus südlicher Richtung vom Kunkelspass (Kanton Graubünden) her fliesst. Ab Vättis fliesst das Flüsschen im nach Nordosten ausgerichteten Taminatal bis zum Mapraggsee, ein Speichersee der Kraftwerke Sarganserland. Wenig später durchquert es die bis zu 200 m tiefe Taminaschlucht. An deren Ausgang vereinigt sich die Tamina bei Bad Ragaz nach 30 Kilometern Gesamtlänge mit dem Rhein.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Tamina ist 147,82 km² groß und besteht zu 32,0 % aus Bestockter Fläche, zu 27,9 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 36,0 % aus Unproduktiver Fläche und zu 1,9 % aus Gewässeroberflächen.

Die Mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 1802 m ü. M., die Minimale Höhe liegt bei 500 m ü. M. und die Maximale Höhe bei 3236 m ü. M.[4]

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chli Gletscher Bach (links), 2,3 km, 2,14 km²
  • Tüfelsruns (links), 1,5 km
  • Gamserälplibach (links), 2,4 km, 17,68 km², 0,94 m³/s
  • Vorderer Plattenbach (links), 2,7 km, 2,31 km²
  • Tristelbach (rechts)
  • Ammannstobel(bach) (links), 2,0 km
  • Schräabach (rechts), 1,5 km, 1,71 km²
  • Malanserbach (links), 2,3 km, 1,24 km²
  • Parlibach (rechts), 1,9 km, 1,33 km²
  • Tellerbach (links), 3,1 km, 3,65 km², 0,15 m³/s
  • Ebenensandbach (rechts)
  • Fluetobel(bach) (rechts)
  • Hochbach (links)
  • Zeigertobel(bach) (rechts)
  • Tersolbach (links)
  • Görbsbach (rechts)
  • Chrüzbach (links)
  • Radeinbach (links)
  • Saubach (links)
  • Läuibach (links)
  • Zanaibach (links)
  • Oberbach (links)
  • Chappelibach (links)
  • Zanuzbach (links)
  • Balenbach (links)
  • Bergbach (rechts)

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orte am Flusslauf von der Quelle zur Mündung sind:

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Mündung der Tamina in den Rhein beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 5,59 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist nival alpin[5] und ihre Abflussvariabilität[6] beträgt 18.

Die Abflussmenge der Tamina schwankt im Laufe des Jahres relativ stark. Die höchsten Wasserstände wurden für die Monate Mai und Juni ermittelt. Ihren Höchststand erreicht die Abflussmenge mit 13,04 m³/s im Juni. Danach geht die Schüttung Monat für Monat merklich zurück und erreicht ihren niedrigsten Stand im Januar mit 1,75 m³/s, um zunächst recht langsam, ab April dann recht zügig anzusteigen.

Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) der Tamina in m³/s[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Auswertungen zum Gewässernetz. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 10. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30km).
  3. Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 31. Oktober 2015.
  4. a b Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Tamina
  5. „Versteckt hinter den Mittelwerten“ – die Variabilität des Abflussregimes, S. 7
  6. Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.