Verel-de-Montbel

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Verel-de-Montbel
Verel-de-Montbel (Frankreich)
Verel-de-Montbel
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Savoie
Arrondissement Chambéry
Kanton Le Pont-de-Beauvoisin
Gemeindeverband Val Guiers
Koordinaten 45° 33′ N, 5° 43′ OKoordinaten: 45° 33′ N, 5° 43′ O
Höhe 245–600 m
Fläche 3,74 km2
Einwohner 298 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 80 Einw./km2
Postleitzahl 73330
INSEE-Code

Gesamtansicht auf Verel-de-Montbel

Verel-de-Montbel ist eine französische Gemeinde mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Savoie in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Kanton Le Pont-de-Beauvoisin im Arrondissement Chambéry und ist Mitglied im Gemeindeverband Val Guiers.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verel-de-Montbel liegt am Westrand des Départements auf 410 m, etwa 15 km westlich der Präfektur Chambéry, 72 km ostsüdöstlich von Lyon und 41 km nördlich der Stadt Grenoble (Luftlinie). Nachbargemeinden von Verel-de-Montbel sind Rochefort im Norden, Ayn und Dullin im Osten, La Bridoire und Domessin im Süden sowie Belmont-Tramonet und Avressieux im Westen.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fläche des 3,74 km2 großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Avant-Pays savoyard, des von sanften Erhebungen geprägten savoyischen Vorlandes zwischen dem Grenzfluss Guiers und dem Südende der Hauptantiklinalen des Jura. Den Ostrand der Gemeinde bildet eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende, etwa 200 m aufragende Geländestufe, die die Talböden von Rhone und Guiers von der Hochebene trennt, die der Lac d’Aiguebelette östlich der Gemeinde einnimmt. Die Geländestufe ist fast durchgängig von senkrecht aufragenden Felswänden geprägt. Der Bach Tier markiert die Südgrenze der Gemeinde und entwässert zum Guiers hin. Das dreieckig geformte Gemeindegebiet steigt vom Tier zur Geländestufe hin über ein unregelmäßiges Relief an und wird größtenteils landwirtschaftlich genutzt. Waldstücke machen etwa 16 % der Fläche aus.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiler L’Étang

Zu Verel-de-Montbel gehören neben dem eigentlichen Ortskern auch mehrere Weilersiedlungen und Gehöfte, darunter:

  • L’Étang (407 m) im Norden,
  • Bajat (331 m) im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf und seine Pfarrei wurden im Hochmittelalter erstmals im Jahr 1142 als Ecclesia de Sancto Johanne de Verello erwähnt. Der Zusatz „de Montbel“ erschien im 17. und 18. Jahrhundert als Verellum de Montebello, Verel-de-Mont-Bel und Verel Montbel en-Savoie. Im Mittelalter unter der Oberhoheit von Savoyen-Piemont und bis zur Französischen Revolution war Verel-de-Montbel der Mittelpunkt einer kleinen Herrschaft, zu der neben Verel die Nachbardörfer Dullin, La Bridoire und Le Pont-de-Beauvoisin gehörten. Die Herrschaft wurde 1654 zum Marquisat erhoben.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Saint-Jean-Baptiste stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Weiler Bajat finden sich die für das Guiers-Tal typischen Stampflehmhäuser. Zu den Natursehenswürdigkeiten gehören die Felsformationen in der Geländestufe zwischen dem Col de la Crusille und dem Col du Blanchet, ein Naturschutzgebiet unter dem Natura-2000-Netzwerk.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 196
1968 186
1975 164
1982 161
1990 177
1999 228
2006 277
2011 296

Mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014)[3] gehört Verel-de-Montbel zu den kleinen Gemeinden des Département Savoie. Nachdem die Einwohnerzahl während des 19. und 20. Jahrhunderts rückläufig war (1861 wurden noch 522 Einwohner gezählt), wurde seit etwa 1990 wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.[4] Die Ortsbewohner von Verel-de-Montbel heißen auf Französisch Veroillot(e)s.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verel-de-Montbel ist bis heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf, das allem auf Milchproduktion ausgerichtet ist. Daneben gibt es noch einige wenige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung und der benachbarten Départements ihrer Arbeit nachgehen.[5]

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen und ist über Nebenstraßen mit den Nachbarorten verbunden. Eine Departementsstraße führt von Le Pont-de-Beauvoisin nach Novalaise und erklimmt dabei die Geländestufe in mehreren Serpentinen zur Passverbindung Col du Blanchet. Die A43 teilt das Gemeindegebiet in zwei Hälften und passiert das Dorf zwar in direkter Nähe, die nächste Anschlussstelle befindet sich jedoch in rund acht Kilometer Entfernung bei Belmont-Tramonet. Als Flughäfen in der Region kommen Lyon-St-Exupéry (Entfernung 68 km) und Chambéry-Savoie (28 km) in Frage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Verel-de-Montbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daten 2006 von CORINE Land Cover, abrufbar z.B. unter www.statistiques.developpement-durable.gouv.fr.
  2. J. J. Vernier: Dictionnaire topographique du département de la Savoie. Imprimerie Savoisienne, 1896, S. 727 (französisch, online auf BNF [abgerufen am 19. Januar 2014]).
  3. Französisches Statistikinstitut (www.insee.fr)
  4. Verel-de-Montbel – notice communale. In: cassini.ehess.fr. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch, ab 1968 Einwohnerzahlen von INSEE).
  5. Dossier complet zu Verel-de-Montbel. In: INSEE. Abgerufen am 26. April 2015 (französisch).