École française d’Athènes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Vorderseite der EfA

Die École française d’Athènes (EFA) (deutsch Französische Schule Athen, griechisch Γαλλική Σχολή Αθηνών) ist ein archäologisches Institut Frankreichs in Athen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Institut

Die École française d’Athènes wurde im September 1846 in Athen gegründet und ist damit das älteste ausländische Institut in Griechenland. Das Institut war eingerichtet für die Durchführung des Studiums der Sprache, der Geschichte und der griechischen Altertümer. Wenig später kamen zwei weitere Sektionen hinzu: Beaux-Arts (1859) und Étrangère (1900). Die Reform von 1850 stellt die EFA unter die Leitung der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, Athen. In den 1870er Jahren zählt die EFA endgültig als wissenschaftliches Institut.

Die ersten Unternehmungen auf archäologischem Gebiet stellten Ausgrabungen am Fuße der Akropolis durch Ernest Beule und in Delphi durch Paul Foucart dar. In Makedonien waren 1861 Leon Heuzey und Honore Daumet tätig. Der Louvre wurde erstmals aus Griechenland mit einer Zahl von Funden bedacht. 1874 erhielt die EFA Konkurrenz, als die Athener Zweigstelle des Deutschen Archäologischen Institutes gegründet wurde. Als bedeutende Einrichtung entstand 1875 das der EFA angegliederte Institut de Correspondance Hellénique, das ab 1877 das jährliche Bulletin de Correspondance Hellénique mit den Publikationen seiner Mitglieder herausgibt.

Zum Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert richteten sich die besonderen Interessen der EFA auf die Heiligtümer auf Delos (ab 1873) und in Delphi (1892-1903), sowie auf die antiken Städte von Delos, Argos (1902-1913), Thasos (ab 1911) und Philippi (1914). Der Erste Weltkrieg unterbrach die Tätigkeiten von 1916 bis 1922. Mit Dekret von 1928 wurde das Institut als École française d’Archéologie d’Athènes bezeichnet. Nach finanziell und organisatorisch schwieriger Zeit und einer längeren Unterbrechung infolge des Zweiten Weltkrieges folgten dann die Ausgrabungen in Philippi (ab 1944), in Argos (ab 1952), Dikili Tash, und 1961-1975 und nach 1986 in Mazedonien in Zusammenarbeit mit der Ephoria Kavala. Ein weiteres bedeutendes Ergebnis war die Aufdeckung des Quartier Mu bei Malia (1966-1991), die Ausgrabungen von Gortys auf Kreta (1951-1955) und des nördlichen Viertels von Delos (1963-1968). Die Fortführung der Arbeiten auf Thasos am Bezirk Tor des Silen (1971-1980) und mehrere kleinere Unternehmungen (Lato auf Kreta 1967, Tenos 1973) folgten. Eine Tätigkeit großen Ausmaßes ergab sich 1975 auf Zypern mit den Grabungen in Amathonte.

Im Zuge der strukturellen und administrativen Reform des Jahres 1985 wurde die École um einen Verwaltungs- und einen Wirtschaftsrat erweitert und als neue grundlegende Aufgabe bestimmt, die griechische und byzantinische Antikenforschung auf alle Disziplinen auszuweiten und dabei die verschiedenen Aspekte der hellenistischen, der mittelalterlichen und der modernen Welt zu erfassen.

Direktor ist derzeit Alexandre Farnoux.

[Bearbeiten] Liste der Direktoren

[Bearbeiten] Generalsekretäre

[Bearbeiten] Bibliothekare

  • 1902: Délerot
  • 1903-1906 : C. André
  • 1907: A. Britsch
  • 1907-1908: E. Schulhof
  • 1908-1912: J. Chamonard
  • 1912-1913: P. Cettier

[Bearbeiten] Weblinks

37.98222222222223.737777777778Koordinaten: 37° 58′ 56″ N, 23° 44′ 16″ O

Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen