Katholisches Institut von Toulouse

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Universitas Studii Tolosana
Institut Catholique de Toulouse (ICT)
Gründung 1876
Trägerschaft Katholische Kirche
Ort Toulouse, Frankreich
Rektor P. Luc-Thomas Somme o.p.
Website ict-toulouse.asso.fr/

Das Katholische Institut von Toulouse (frz.: Institut Catholique de Toulouse, ICT; lat.: Universitas Studii Tolosana) ist eine von fünf Katholischen Universitäten in Frankreich.

Geschichte[Bearbeiten]

Institut Catholique de Toulouse, Eingang an der Rue de la Fonderie

Im entfernten Sinne ist das Katholische Institut von Toulouse die Nachfolgerin der 1229 gegründeten Universität Toulouse. Am 12. April 1229 unterzeichneten König Ludwig IX. und Graf Raimond VII. von Toulouse nach Abschluss des Albigenserkreuzzuges einen Friedensvertrag, somit war der Weg zur Errichtung einer Universität geebnet. Infolge der Französischen Revolution wurde der Universitätsbetrieb, nach mehr als fünfhundert Jahren Lehrtätigkeit, am 15. September 1793, eingestellt. Erst mit dem Gesetz vom 12. Juli 1875, in dem die Errichtung von privaten Hochschulen gestattet wurde, wird die Katholische Universität, mit der Unterstützung des französischen Episkopats, neu eröffnet. Ein Gesetz aus dem Jahre 1880 entzog den privaten Universitäten das Recht, sich als Universität zu bezeichnen, seit dieser Zeit trägt sie den Namen „Institut Catholique de Toulouse“.[1]

Ziele des Instituts[Bearbeiten]

Das Institut ist eine kanonische, somit dem Kirchenrecht unterliegende, Bildungseinrichtung und heißt deshalb auch nach diesem Gesetz „Universitas Studii Tolosana“, dieses entspricht einem Universitätsstatus. Darüber hinaus können staatlich anerkannte Abschlüsse in den Fächern Jura, Geschichte, Literatur und Psychologie abgelegt werden. Daneben gibt es noch weitere Bachelor und Masterprogramme. [2]

Katholisch-theologische Fakultät[Bearbeiten]

Die katholisch-theologische Fakultät ist die älteste Fakultät des ICT. Die Priesteramtskandidaten der südfranzösischen Bistümer, die im Priesterseminar St. Cyprien des Erzbistums Toulouse leben und viele Ordenschristen absolvieren dort ihr Theologiestudium. Darüber hinaus bietet die Fakultät den Abschluss der Licence Canonique. Dieser Aufbaustudiengang wird auch von ausländischen Priestern belegt. Mit den eigenständigen, aber in Partnerschaft angeschlossenen, Instituten „Institut für Geisteswissenschaften, Theologie und Religionslehre“ (Institut de Science et de Théologie des Religions (ISTR)) und dem „Institut für Religion und pastorale Fragen“ (Institut d'Études Religieuses et Pastorales (IERP)), setzt das Katholische Institut Toulouse Schwerpunkte. Besonders letzteres bietet vielen engagierten Laien die Möglichkeit der zertifizierten Fort- und Weiterbildung.[3]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Heiliger Dominikus von Caleruega

Zu den allgemeinen Einrichtungen gehören drei Aulen mit audiovisueller Ausstattung und einem angeschlossenen Restaurant mit über 200 Sitzplätzen. Weiterhin verfügt das Institut über mehrere Sitzungsräume für 10–60 Personen. Zu den besonderen Einrichtungen zählen die Kapelle St. Claire und ein bemerkenswertes archäologisches Museum. Auf dem Institutsgelände befindet sich das Haus des Pierre Seilhan, der die ersten Gefährten des Heiligen Dominikus von Caleruega (Domingo von Guzmán) aufnahm. 1215 wurde in Toulouse der Diözesan-Predigerorden (später Dominikaner) gegründet. Heute befindet sich dort ein kleines Museum, dass die Geschichte des Dominikanerordens erklärt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Organisation[Bearbeiten]

Die katholisch-theologische Fakultät gibt die theologische Zeitschrift Bulletin de littérature ecclésiastique heraus.

Fakultäten[Bearbeiten]

Institute[Bearbeiten]

  • Institut für Sprachen und französische Kultur einschließlich Französisch für ausländische Studenten
  • Institut für sakrale Musik
  • Institut für religiöse Künste
  • Institut für Geisteswissenschaften, Theologie und Religionslehre (ISTR)
  • Institut für Religion und pastorale Fragen (IERP)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Institut catholique de Toulouse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Histoire de l'ICT - De l'Université médiévale à l'Institut Catholique. In: Website des ICT. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  2. Diplômes. In: Website des ICT. Abgerufen am 18. Oktober 2013.
  3. Certificat d'études religieuses et pastorales 1er degré. In: Website des ICT. Abgerufen am 18. Oktober 2013.

43.5953841.443015Koordinaten: 43° 35′ 43″ N, 1° 26′ 35″ O