Auenwald

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Gemeinde Auenwald in Baden-Württemberg. Zur Vegetationsform des Auwaldes siehe Auwald.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Auenwald
Auenwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Auenwald hervorgehoben
48.9369444444449.5008333333333280Koordinaten: 48° 56′ N, 9° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 19,76 km²
Einwohner: 6740 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 341 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71549
Vorwahlen: 07191, 07192 (Trailhof und Rottmannsberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 006
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lippoldsweiler Straße 15
71549 Auenwald
Webpräsenz: www.auenwald.de
Bürgermeister: Karl Ostfalk
Lage der Gemeinde Auenwald im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im Tal Allmersbach im Tal Althütte Auenwald Backnang Backnang Burgstetten Fellbach Großerlach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kaisersbach Kirchberg an der Murr Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Leutenbach (Württemberg) Murrhardt Oppenweiler Plüderhausen Plüderhausen Plüderhausen Rudersberg Schorndorf Schwaikheim Spiegelberg Sulzbach an der Murr Waiblingen Waiblingen Waiblingen Weissach im Tal Welzheim Winnenden Winterbach (Remstal) Aspach (bei Backnang) Berglen Berglen Weinstadt Kernen im Remstal Urbach (Baden-Württemberg) Alfdorf Alfdorf Korb (Württemberg) RemshaldenKarte
Über dieses Bild

Auenwald ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet sich im Teilort Unterbrüden.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Auenwald liegt am östlichen Rand der zum Naturraum Neckarbecken gehörenden Backnanger Bucht gegen den Murrhardter Wald, der einen Teil des Naturraums Schwäbisch-Fränkische Waldberge bildet. Das Gemeindegebiet liegt auf 269 bis 520 Metern Höhe und reicht vom Löss westlich und Gipskeuper östlich des Brüdenbachs (Zufluss zur Murr) über Schilf- und Kieselsandstein am Keuperrand hinauf zum Stubensandstein des Murrhardter Walds, ohne hier Knollenmergel oder Schwarzjura zu erreichen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Auenwald grenzt an Backnang im Nordwesten, Sulzbach an der Murr im Norden, Murrhardt im Nordosten, Althütte im Südosten und Weissach im Tal im Südwesten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Auenwald besteht aus 16 Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern und wurde in den 1970er Jahren aus den vier zuvor selbstständigen Gemeinden Ebersberg, Lippoldsweiler, Oberbrüden und Unterbrüden gebildet.

Zu Ebersberg gehören das Dorf Ebersberg und das Schloss Ebersberg.

Zu Lippoldsweiler gehören das Dorf Lippoldsweiler, die Weiler Däfern und Hohnweiler und das Gehöft Sauerhof.

Zu Oberbrüden gehören das Dorf Oberbrüden, die Weiler Heslachhof, Mittelbrüden, Rottmannsberg, Tiefental, Trailhof, Trailhöfle und Utzenhof und der Wohnplatz Schmollenmühle.

Zu Unterbrüden gehört das Dorf Unterbrüden.

Auf dem Gebiet Hohnweilers liegt die abgegangene Ortschaft Schnarrenberg.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde Ebersberg nach Lippoldsweiler eingemeindet. Am 1. Juli 1971 vereinigten sich dann Lippoldsweiler, Oberbrüden und Unterbrüden zur neuen Gemeinde Auenwald.[3]

Brüden und das heute zu Oberbrüden gehörende Rottmannsberg wurden erstmals 1245 in einer Urkunde von Papst Innozenz IV. erwähnt.

Religionen[Bearbeiten]

Da Schenk von Winterstetten 1654 in Ebersberg die Gegenreformation einführte, ist dieser Ortsteil als einziger bis heute römisch-katholisch geprägt; das Pfarramt neben der Herz-Jesu-Kirche, welche sich auf Gemarkung Lippoldsweiler befindet, ist als Verwaltungssitz der Katholischen Kirchengemeinde Auenwald-Althütte außer für Auenwald auch für die Katholiken der Gemeinde Althütte zuständig. In den übrigen Ortsteilen herrscht die evangelisch-lutherische Konfession vor mit Kirchen in Oberbrüden (Peterskirche), Unterbrüden (Kreuzkirche) und Lippoldsweiler (namenlos). Schließlich gibt es in Lippoldsweiler und Unterbrüden je eine neuapostolische Gemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Auenwald hat 18 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,89 % (2009: 54,75 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgerliche Wählervereinigung Auenwald 50,33 % 9 Sitze 2009: 42,22 %, 8 Sitze
Unabhängige Wählergemeinschaft Auenwald 26,41 % 5 Sitze 2009: 26,04 %, 5 Sitze
Freie Wählervereinigung Auenwald 16,80 % 3 Sitze 2009: 18,66 %, 3 Sitze
SPD 6,46 % 1 Sitz 2009: 13,08 %, 2 Sitze

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen Auenwald und Beaurepaire im Département Isère in der Region Rhône-Alpes, Frankreich.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Seit 1985 finden unter dem Titel Ebersberger Konzerte im gleichnamigen Ortsteil jährlich drei klassische Konzerte statt.

Bauwerke[Bearbeiten]


Bildung[Bearbeiten]

In Lippoldsweiler, Ober- und Unterbrüden besteht jeweils eine Grundschule und mehrere Kindergärten. Weiterführende Schulen können in Weissach im Tal besucht werden.


Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Karl Stolz (1913–2001), geboren in Unterbrüden, Landrat, Präsident des Württembergischen Sparkassen- und Giroverbandes

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Auenwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 508–510.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 446.