Bahnhof Frankfurt (Main) Konstablerwache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frankfurt (Main) Konstablerwache
Schnellbahnknoten Konstablerwache.png
Plan des Schnellbahnknotens
Daten
Kategorie 3
Betriebsart Tunnelbahnhof
Bahnsteiggleise
Reisende 191.000 täglich
Abkürzung FKON
IBNR 8004429
Eröffnung 1974
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Frankfurt am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 6′ 53″ N, 8° 41′ 11″ O50.1147222222228.6863888888889Koordinaten: 50° 6′ 53″ N, 8° 41′ 11″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i7i11i12i13i15i16i16i18i19

Der Bahnhof Frankfurt (Main) Konstablerwache ist mit 191.000 Fahrgästen pro Tag nach dem Hauptbahnhof (ca. 350.000 Fahrgäste) und vor dem Bahnhof Hauptwache (ca. 180.000 Fahrgäste) der am meisten frequentierte Bahnhof in Frankfurt am Main. Er liegt am östlichen Ende der Einkaufsmeile Zeil unter dem gleichnamigen Platz und wird von den S-Bahn-Linien S1–S6, S8 und S9 sowie den U-Bahn-Linien U4–U7 angefahren. Zusätzlich verkehrt auf Straßenniveau Frankfurts längste Straßenbahnlinie, die 12, und seit Dezember 2011 die Linie 18. Der Bahnhof Konstablerwache ist zudem der zentrale Knotenpunkt für alle Nachtbuslinien.

Geschichte[Bearbeiten]

Die D-Ebene mit Gleis 3 für die S-Bahn (rechts) und dem Gleis 4 für die U-Bahn (links)

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Konstablerwache einer der zentralen Knotenpunkte der Frankfurter Straßenbahn. Der heutige Tiefbahnhof wurde zu Beginn der 1970er Jahre errichtet und ab 1974 von der Stadtbahnlinie B1 befahren. Die übrigen Teile der Station waren damals bereits im Rohbau miterrichtet worden, auch ein Abschnitt eines geplanten aber nie realisierten Zeil-Straßentunnels wurde miterrichtet. 1983 erfolgte die Eröffnung des Zeiltunnels, die seit 1978 an der Hauptwache endenden S-Bahn-Linien wurden bis zur Konstablerwache verlängert. Voll in Betrieb genommen wurde der Schnellbahnknoten im Jahr 1986 mit der Eröffnung der U-Bahn-Linien U6 und U7 (C-Strecke).

Nachdem die Straßenbahn 1978 vollständig von der Konstablerwache verschwunden war und zeitweise in der Großen Friedberger Straße endete, wurde 1999 die erste Neubaustrecke seit Beginn des U-Bahn-Baus über die Kurt-Schumacher- und Konrad-Adenauer-Straße eingeweiht. Die Strecke wird von der Linie 12 befahren, die anschließend auf die Altstadtstrecke übergeht. Seit dem 11. Dezember 2011 verkehrt zusätzlich zur Linie 12 die neu installierte Linie 18 über die Konstablerwache. Sie verbindet Sachsenhausen (Lokalbahnhof) mit der zu Preungesheim gehörenden, neu entstehenden Siedlung Frankfurter Bogen (Gravensteiner Platz).

Aufbau[Bearbeiten]

Wie auch die Station Hauptwache verfügt die Station Konstablerwache über eine weitläufige Verteilerebene, genannt B-Ebene. Neben dem eigentlichen Zweck des Zugangs zu den Bahnsteigen dient sie vor allem auch als Einkaufspassage und Straßenunterführung. Hier befindet sich auch als Bauvorleistung ein Abschnitt eines geplanten Straßentunnels in Nord-Süd-Richtung, der allerdings nie realisiert wurde.

Gleise[Bearbeiten]

Station Konstablerwache, C-Ebene, U-Bahnsteig B-Strecke, Richtung Bockenheimer Warte (Gleis 2)/Hauptbahnhof (Gleis 3)
Gleisplan(C-Ebene)
               
Richtung Musterschule U5Frankfurt U5.svg
BSicon utvSTRa.svgBSicon .svgBSicon .svg
               
Richtung Merianplatz(doppelstöckiger Tunnel) U4Frankfurt U4.svg
               
BSicon utSTR+BSl.svgBSicon utSTR+BSr.svgBSicon utSTR+BSl.svg
KonstablerwacheU4Frankfurt U4.svgU5Frankfurt U5.svg
BSicon utKRWl.svgBSicon utKRWg+r.svgBSicon utSTR.svg
BSicon .svgBSicon utKRWgl.svgBSicon utKRWg+r.svg
               
Richtung Dom/Römer U4Frankfurt U4.svgU5Frankfurt U5.svg

Eine Etage tiefer, in der C-Ebene, liegt die dreigleisige Station der U-Bahn-Linien U4 und U5. Das westliche Gleis (Gleis 3) wird von der Linie U5 in Richtung Hauptbahnhof befahren, das mittlere Gleis (Gleis 2) dient der Linie U4 in Richtung Bockenheimer Warte. Das östliche Gleis (Gleis 1) wird von beiden Linien in Richtung Preungesheim (U5) bzw. Seckbacher Landstraße/Enkheim (U4) gemeinsam befahren.

Gleisplan(D-Ebene)
               
Richtung Hauptwache S1Frankfurt S1.svgS2Frankfurt S2.svgS3Frankfurt S3.svgS4Frankfurt S4.svgS5Frankfurt S5.svgS6Frankfurt S6.svgS8Frankfurt S8.svgS9Frankfurt S9.svgU6Frankfurt U6.svgU7Frankfurt U7.svg
               
            
            
KonstablerwacheS1Frankfurt S1.svgS2Frankfurt S2.svgS3Frankfurt S3.svgS4Frankfurt S4.svgS5Frankfurt S5.svgS6Frankfurt S6.svgS8Frankfurt S8.svgS9Frankfurt S9.svg
            
            
KonstablerwacheU6Frankfurt U6.svgU7Frankfurt U7.svg
            
               
               
                  
vom Zoo U6Frankfurt U6.svgU7Frankfurt U7.svg
                  
zum Zoo U6Frankfurt U6.svgU7Frankfurt U7.svg
                  
Richtung Ostendstraße S1Frankfurt S1.svgS2Frankfurt S2.svgS3Frankfurt S3.svgS4Frankfurt S4.svgS5Frankfurt S5.svgS6Frankfurt S6.svgS8Frankfurt S8.svgS9Frankfurt S9.svg

Darunter, in der so genannten D-Ebene, verkehren die S-Bahnen sowie die U-Bahn-Linien U6 und U7. S-Bahn und U-Bahn teilen sich dabei zwei Inselbahnsteige, so dass am gleichen Bahnsteig von der S-Bahn in die U-Bahn und umgekehrt umgestiegen werden kann. Die beiden äußeren Gleise (Gleise 1 & 4) werden dabei von der U-Bahn benutzt, die beiden inneren (Gleise 2 & 3) von der S-Bahn.

U6 auf Gleis 4 in der D-Ebene auf dem Weg nach Praunheim (2009)

Kunstwerk „Reise in Raum und Zeit“[Bearbeiten]

Goethe und die Brüder Lumière, Teil des Werkes „Reise in Raum und Zeit“ der CitéCréation

Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft von Frankfurt und Lyon erstellte die französische Künstlergruppe CitéCréation 2010 gemeinsam mit ihrer Potsdamer Tochterfirma CreativeStadt ein großflächiges Kunstwerk im U-Bahnhof. Unter dem Thema „Reise in Raum und Zeit“ entstanden auf 500 Quadratmetern der Stationswand mehrere illusionistische Kunstwerke. Sie zeigen verschiedene Motive aus beiden Städten, die mit einem fiktiven Verkehrsmittel verbunden sind. Das Werk wurde am 11. Juni 2010 in Anwesenheit des Lyoner Oberbürgermeisters Gérard Collomb und des Stadtrats Volker Stein enthüllt.[1][2]

„Ein Augenblick der Zeitreise in einer fiktiven U-Bahn, eine durch Lichttechnik in Szene gesetzte optische Illusion. […] Das Bild "Reise in Raum und Zeit" in der Frankfurter U-Bahn Konstablerwache zeigt die Börsen beider Städte, das Frankfurter Museumsuferfest und das Lichterfest, das Lyon im Dezember verzaubert. Am Bahnsteig warten die Brüder Lumière und Goethe. Ach ja, die Sponsoren aus beiden Städten sitzen im Zug.“

Petra Sparrer: Lyon spiegelt seine Seele an der Hauswand. In: die tageszeitung, 10. November 2010.[3]
U-Bahn Frankfurt
Vorherige Station Linie Nächste Station
Merianplatz
← Enkheim/Seckbacher Ldstr.
U4 Dom/Römer
Bockenheimer Warte →
Musterschule
← Preungesheim
U5 Dom/Römer
Hauptbahnhof →
Hauptwache
← Praunheim Heerstraße
U6 Zoo
Ostbahnhof →
Hauptwache
← Hausen
U5 Zoo
Enkheim →
S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Hauptwache
← Wiesbaden Hbf
S1 Ostendstraße
Rödermark-Ober-Roden →
Hauptwache
← Niedernhausen
S2 Ostendstraße
Dietzenbach Bahnhof →
Hauptwache
← Bad Soden (Taunus)
S3 Ostendstraße
Darmstadt Hbf →
Hauptwache
← Kronberg (Taunus)
S4 Ostendstraße
Langen →
Hauptwache
← Friedrichsdorf (Taunus)
S5 Ostendstraße
Südbahnhof →
Hauptwache
← Friedberg (Hessen)
S6 Ostendstraße
Südbahnhof →
Hauptwache
← Wiesbaden Hbf
S8 Ostendstraße
Hanau Hbf →
Hauptwache
← Wiesbaden Hbf
S9 Ostendstraße
Hanau Hbf →

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Frankfurt (Main) Konstablerwache – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main: Wandgemälde verschönert die Station „Konstablerwache“. 11. Juni 2010.
  2. Cité Création, Bilder der „Reise in Raum und Zeit“ im Frankfurter U-Bahnhof Konstablerwache am Tag der Einweihung, 11. Juni 2010.
  3. Petra Sparrer: Lyon spiegelt seine Seele an der Hauswand. Rund 180 bemalte Hauswände machen Frankreichs drittgrößte Stadt zu einer Open-Air-Galerie. Die Lyoner Gruppe Cité de la Création und ihre Idee. In: die tageszeitung, 10. November 2010.