Bliestorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bliestorf
Bliestorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bliestorf hervorgehoben
53.77361111111110.60277777777820Koordinaten: 53° 46′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Berkenthin
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 10,35 km²
Einwohner: 643 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23847
Vorwahl: 04501
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 011
Adresse der Amtsverwaltung: Am Schart 16
23919 Berkenthin
Webpräsenz: www.bliestorf.de
Bürgermeister: Rolf Feddern (BWG)
Lage der Gemeinde Bliestorf im Kreis Herzogtum Lauenburg
Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Kreis Segeberg Kreis Stormarn Lübeck Lübeck Albsfelde Alt Mölln Aumühle Bäk Bälau Basedow (Lauenburg) Basthorst Behlendorf Berkenthin Besenthal Bliestorf Bliestorf Börnsen Borstorf Breitenfelde Bröthen Brunsmark Brunstorf Buchholz (Herzogtum Lauenburg) Buchhorst Büchen Dahmker Dalldorf Dassendorf Düchelsdorf Duvensee Einhaus Elmenhorst (Lauenburg) Escheburg Fitzen Fredeburg Fuhlenhagen Geesthacht Giesensdorf Göldenitz Göttin (Lauenburg) Grabau (Lauenburg) Grambek Grinau Groß Boden Groß Disnack Groß Disnack Groß Grönau Groß Pampau Groß Sarau Groß Schenkenberg Grove (Schleswig-Holstein) Gudow Gülzow (Lauenburg) Güster (Lauenburg) Hamfelde (Lauenburg) Hamwarde Harmsdorf (Lauenburg) Havekost (Lauenburg) Hohenhorn Hollenbek Hornbek Horst (Lauenburg) Juliusburg Kankelau Kasseburg Kastorf Kittlitz (Lauenburg) Klein Pampau Klein Zecher Klempau Klinkrade Koberg Köthel (Lauenburg) Kollow Kröppelshagen-Fahrendorf Krüzen Krukow (Lauenburg) Krummesse Kuddewörde Kühsen Kulpin Labenz Labenz Langenlehsten Langenlehsten Lankau Lanze (Lauenburg) Lauenburg/Elbe Lehmrade Linau Lüchow (Lauenburg) Lütau Mechow Möhnsen Mölln Mühlenrade Müssen Mustin (bei Ratzeburg) Niendorf bei Berkenthin Niendorf a. d. St. Nusse Panten Pogeez Poggensee Ratzeburg Ritzerau Römnitz Rondeshagen Roseburg Sachsenwald Sahms Salem (Lauenburg) Sandesneben Schiphorst Schmilau Schnakenbek Schönberg (Lauenburg) Schretstaken Schürensöhlen Schulendorf Schwarzenbek Seedorf (Lauenburg) Siebenbäumen Siebeneichen Sirksfelde Sierksrade Steinhorst (Lauenburg) Sterley Stubben (Lauenburg) Talkau Tramm (Lauenburg) Walksfelde Wangelau Wentorf (Amt Sandesneben) Wentorf bei Hamburg Wiershop Witzeeze Wohltorf Woltersdorf (Lauenburg) Worth Ziethen (Lauenburg)Karte
Über dieses Bild


Bliestorf ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde 1380 in einer Urkunde als „Blystorpe“ zum ersten Mal erwähnt. Der Name bezeichnet das „Dorf des Blizza“, welches ein altslawischer Rufname ist. Der Gutshof und das zugehörige Dorf kamen zeitweise in den Besitz der Hansestadt Lübeck, gelangten aber 1747 wieder an das Herzogtum Lauenburg zurück. 1874 bis 1928 waren Gutshof und das Dorf gemeinderechtlich getrennt. Seit 1888/89 gehört die Gemeinde zum Amt (früher Amtsbezirk) Berkenthin.

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft BWG seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die SPD vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Grün im Dreibergschnitt geteilt, links oben ein grüner rechtsgewendeter Strahl, unten die Frontalansicht eines silbernen Giebelhauses.“[2]

Das silberne Giebelhaus stellt das Gemeindehaus dar, das bis 1864 zu der in Erbfolge vergebenen Bauernvogtstelle gehörte. Der grüne Strahl ist dem Wappen der Ritter von Crummesse entlehnt, die Bliestorf wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gegründet haben. Der Dreiberg und die Farbe Grün nehmen Bezug zum Bliestorfer Wald, der mehr als ein Drittel der Gemarkung bedeckt.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Bliestorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Herrenhaus von Bliestorf

Die Hofanlage „Neu-Bliestorf“ entstand um 1740 und geht auf die Familie von der Sode zurück. Das Herrenhaus wurde 1843 vom Gutsbesitzer und Oberforstmeister August Luis Detlev von Schrader (* 1827, † 1859), der das Gut Ende des 18. Jahrhunderts von der Familie von Rumohr erwarb, im Schweizer Stil erbaut (Fertigstellung ca.1843). Der sogenannte „Alte Hof“ lag an der Bliestorfer Hauptstraße. Der erste urkundlich erwähnte Besitzer der Gutes war die Familie Crummesse. Eine Reihe großer Namen der lübschen und lauenburgischen Geschichte waren im Folgenden Eigentümer des Gutes, unter ihnen Namen wie v. Tode, v. Köhler und v. Wickede, die Bürgermeister der Stadt Lübeck waren. 1910 kaufte der Urgroßvater des derzeitigen Besitzers, Baron Johann Rudolph v. Schröder II. (1852–1938) das Gut.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bliestorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein