Hohenhorn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hohenhorn
Hohenhorn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hohenhorn hervorgehoben
53.477510.36861111111168Koordinaten: 53° 29′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Hohe Elbgeest
Höhe: 68 m ü. NHN
Fläche: 6,93 km²
Einwohner: 529 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21526
Vorwahl: 04152
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 053
Adresse der Amtsverwaltung: Christa-Höppner-Platz 1
21521 Dassendorf
Webpräsenz: www.hohenhorn.de
Bürgermeister: Hanna Putfarken (AABWH)
Lage der Gemeinde Hohenhorn im Kreis Herzogtum Lauenburg
Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Kreis Segeberg Kreis Stormarn Lübeck Lübeck Albsfelde Alt Mölln Aumühle Bäk Bälau Basedow (Lauenburg) Basthorst Behlendorf Berkenthin Besenthal Bliestorf Bliestorf Börnsen Borstorf Breitenfelde Bröthen Brunsmark Brunstorf Buchholz (Herzogtum Lauenburg) Buchhorst Büchen Dahmker Dalldorf Dassendorf Düchelsdorf Duvensee Einhaus Elmenhorst (Lauenburg) Escheburg Fitzen Fredeburg Fuhlenhagen Geesthacht Giesensdorf Göldenitz Göttin (Lauenburg) Grabau (Lauenburg) Grambek Grinau Groß Boden Groß Disnack Groß Disnack Groß Grönau Groß Pampau Groß Sarau Groß Schenkenberg Grove (Schleswig-Holstein) Gudow Gülzow (Lauenburg) Güster (Lauenburg) Hamfelde (Lauenburg) Hamwarde Harmsdorf (Lauenburg) Havekost (Lauenburg) Hohenhorn Hollenbek Hornbek Horst (Lauenburg) Juliusburg Kankelau Kasseburg Kastorf Kittlitz (Lauenburg) Klein Pampau Klein Zecher Klempau Klinkrade Koberg Köthel (Lauenburg) Kollow Kröppelshagen-Fahrendorf Krüzen Krukow (Lauenburg) Krummesse Kuddewörde Kühsen Kulpin Labenz Labenz Langenlehsten Langenlehsten Lankau Lanze (Lauenburg) Lauenburg/Elbe Lehmrade Linau Lüchow (Lauenburg) Lütau Mechow Möhnsen Mölln Mühlenrade Müssen Mustin (bei Ratzeburg) Niendorf bei Berkenthin Niendorf a. d. St. Nusse Panten Pogeez Poggensee Ratzeburg Ritzerau Römnitz Rondeshagen Roseburg Sachsenwald Sahms Salem (Lauenburg) Sandesneben Schiphorst Schmilau Schnakenbek Schönberg (Lauenburg) Schretstaken Schürensöhlen Schulendorf Schwarzenbek Seedorf (Lauenburg) Siebenbäumen Siebeneichen Sirksfelde Sierksrade Steinhorst (Lauenburg) Sterley Stubben (Lauenburg) Talkau Tramm (Lauenburg) Walksfelde Wangelau Wentorf (Amt Sandesneben) Wentorf bei Hamburg Wiershop Witzeeze Wohltorf Woltersdorf (Lauenburg) Worth Ziethen (Lauenburg)Karte
Über dieses Bild

Hohenhorn ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein östlich von Hamburg. Die Ortschaft Drumshorn liegt im Gemeindegebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wird im Ratzeburger Zehntregister von 1230 mit der lateinischen Bezeichnung „ad cornu“ erstmals urkundlich erwähnt. Die mittelniederdeutsche Entsprechung des Ortsnamens lautet „Horn“, „tom Horne“. Der Flurname Horn bezeichnet einen Vorsprung oder eine Erhebung im Gelände. In jüngerer Zeit setzte sich die Bezeichnung Hohenhorn (niederdt. ,,Hogen Horn“) durch.[2]

Die Forschung geht aufgrund onomastischer Untersuchungen und archäologischer Funde davon aus, dass Hohenhorn mit Geesthacht, Hamwarde, Wiershop, Worth und Börnsen zu einem Ausläufer des altsächsischen Siedlungsgebietes gehört und deshalb bereits um das Jahr 1000 während einer Ausbauperiode im bis dahin nicht kontinuierlich bewohntem Grenzgebiet zwischen den Sachsen und Slawen entstanden sein könnte.[3] Problematisch an dieser Einschätzung ist jedoch die heute noch erkennbare Angerform des Dorfes. Bei dieser handelt es sich um eine typische Planform der Kolonisationszeit des 12. Jahrhunderts.[4] Deshalb vertritt der ehemalige Kreisarchivar William Boehart die These, die Siedlung sei erst im 12. Jahrhundert durch Siedler aus dem Raum südlich der Elbe und Westfalen entstanden. Die Möglichkeit einer späteren Überformung wird dabei nicht erwogen.[5]

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gehörte Hohenhorn zum Kirchspiel Geesthacht (Hachede). Nach 1335 entstand mit der Einrichtung der Nikolaipfarre vorübergehend auch eine eigene Kapelle, die jedoch bereits 1489 wieder eingegangen war.[6] Im Jahre 1598 wurde das eigene Kirchspiel Hohenhorn gegründet, in das die Dörfer Besenhorst, Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen, Wentorf und Wohltorf eingegliedert wurden. Später kam das um 1600 errichtete Vorwerk Fahrendorf hinzu.[7]

1889 entstand das Amt Hohenhorn mit Sitz in Hohenhorn. Von hier wurden die Dörfer Hohenhorn, Börnsen, Escheburg und Kröppelshagen-Fahrendorf verwaltet. Die englische Militärregierung löste das Amt im Juni 1945 auf. Bis 1948 gehörte Hohenhorn dann zur Bezirksbürgermeisterei Geesthacht, aus der im gleichen Jahr das Amt Geesthacht-Land hervorging, das heutige Amt Hohe Elbgeest.[8]

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft AABWH seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 sechs Sitze und stellt die Bürgermeisterin, die Wählergemeinschaft HW hat zwei und die CDU einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold auf einem erhöhten grünen Berg, dieser belegt mit einem linksgewendeten, räderlosen goldenen Pflug, der schwarze, von schwarzen Feldsteinmauern flankierte Gedenkstein der Verkoppelung von 1785, darüber zwei aufrechte, auswärts geneigte grüne Lindenblätter.“[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Hohenhorn stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hohenhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hohenhorn 1230-1980. Die Geschichte des Kirchdorfes Hohenhorn und seiner Kirchspieldörfer anläßlich der 750-Jahrfeier am 15. Juni 1980, Ev.-Luth.-Kirchengemeinde Hohenhorn, Hamburg 1980.
  3. Wolfgang Prange: Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter (= Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins. Bd. 41). Wachholtz, Neumünster 1960, ISSN 0173-0940 S. 140-142, der allerdings darauf hinweist, dass eine genaue Datierung nicht möglich ist und das Dorf noch wesentlich älter sein könnte.
  4. Wolfgang Prange: Siedlungsgeschichte des Landes Lauenburg im Mittelalter, Quellen und Forschungen zur Geschichte Schleswig-Holsteins, Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte (Hrsg.), Bd. 41, Neumünster (1960), S. 186 f.
  5. William Boehart: 777 Jahre Hohenhorn-ein historischer Überblick. in: Klaus-Peter Jürgens: 777 Jahre Hohenhorn. Chronik 1230 bis 2007. Selbstverlag, Hohenhorn 2007. (weblink)
  6. F. Voigt: Die Kirche zu Geesthacht am Ende des 16. Jahrhunderts. in: Mitteilungen des Vereins für Hamburgische Geschichte. Bd. 9 (1887), S. 22f.
  7. Hohenhorn 1230-1980. Die Geschichte des Kirchdorfes Hohenhorn und seiner Kirchspieldörfer anläßlich der 750-Jahrfeier am 15. Juni 1980, Ev.-Luth.-Kirchengemeinde Hohenhorn, Hamburg 1980.
  8. Klaus-Peter Jürgens: 777 Jahre Hohenhorn. Chronik 1230 bis 2007. (2007)
  9. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
Blick auf Hohenhorn