Duvensee
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Herzogtum Lauenburg | |
| Amt: | Sandesneben-Nusse | |
| Höhe: | 43 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,4 km² | |
| Einwohner: |
509 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 41 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 23898 | |
| Vorwahl: | 04543 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 53 025 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Am Amtsgraben 4 23898 Sandesneben |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Peter Grell | |
| Lage der Gemeinde Duvensee im Kreis Herzogtum Lauenburg | ||
Duvensee ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Der See ist berühmt für die mittelsteinzeitlichen Fundplätze, genannt "Wohnplätze"[2][3]. Sie gehören zu den wichtigsten Archiven dieser Zeit und geben Aufschluss über die Entwicklung von Ernährung, Handwerk, Siedlungsweise und Landschaftsnutzung zu Beginn des Holozäns Holozän. Unter anderem wurde ein Paddel gefunden Paddel von Duvensee, der zweit älteste Fund eines Paddels weltweit, das etwa 6000 v. Chr. im Einsatz war.[4] Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes Duvense stammt von 1230 aus dem Ratzeburger Zehntregister, einer der ältesten Bauernurkunden Deutschlands. Um 1240 gehörte Duvensee den Herren von Ritzerau. Ab 1300 nannte sich ein Zweig derer von Ritzerau „von Duvense“. Das Wappen des Gerlactus von Duvense von 1336 wurde zum Teil in das Gemeindewappen übernommen. 1359 erfolgte die letzte urkundliche Erwähnung derer von Duvense. Danach wurde Duvensee zum Handelsobjekt und mehrmals verpfändet und verkauft. Ab Anfang 1400 gehörte eine Hälfte des Dorfes und des Sees fest der Hansestadt Lübeck, während die andere Hälfte weiterhin den Herzögen von Lauenburg gehörte.
Die Grenzen waren sehr undurchsichtig, da einfach sechs Bauernstellen an Lübeck abgetreten wurden. So konnte es geschehen, dass bei Mord innerhalb eines Hauses Lübeck zuständig war, fiel der Tote aber mit dem Kopf auf die Straße, ging es vor das Lauenburger Gericht. Ein Grenzstreit über das Jagdrecht in Duvensee zwischen Lübeck und dem Herzogtum ging zwischen 1565 und 1591 bis vor das Reichskammergericht in Speyer.
350 Jahre war Duvensee ein geteiltes Dorf mit zwei Bürgermeistern und zwei Gastwirten, wobei jeder nur Branntwein und Bier an seine Untertanen verkaufen durfte. Erst durch den Vergleich von 1747 wurde der Lübecker Teil zurückgegeben und ganz Duvensee ging mit dem Amt Steinhorst an Hannover über. 1780 wurde die Verkoppelung durchgeführt, die Acker-, Wiesen- und Waldflächen neu aufgeteilt, zu größeren Feldern zusammengefasst und begradigt. Um mehr Wiesenland zu haben und den Torfstich auf dem Moor zu ermöglichen, begann 1773 die erste Trockenlegung des Duven-Sees durch den Bau eines Kanals zum Bergrader Teichbach. Die endgültige Trockenlegung geschah 1850 durch Vertiefung des Kanals. Das Dorf besteht aus vier Vollhufen, einer Dreiviertelhufe, neun Halbhufen, drei Mittelkätnern, sechs Kleinkätnern und neun Anbauern.
1925 wurden bei Ausgrabungen im angrenzenden Moor Jagdgeräte aus dem Mesolithikum gefunden. Aufgrund des Fundortes werden derartige Gegenstände der Duvensee-Gruppe zugeordnet.
Die Gemeinde Bergrade wurde am 1. April 1939 nach Duvensee eingegliedert. Duvensee war bis 1948 Sitz des gleichnamigen Amtes.
Politik [Bearbeiten]
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „Unter einer erhöhten, gestürzten blauen Spitze, die mit einer nach links fliegenden silbernen Taube belegt ist, von Silber und Rot siebenfach schräg geschacht.“[5]
Sonstiges [Bearbeiten]
Duvensee wurde 2005 beim Kreis-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Kreissieger. Beim schleswig-holsteinischen Landeswettbewerb 2006 wurde die Gemeinde mit dem 1. Platz gewürdigt. 2007 erfolgte die Auszeichnung mit einer Silbermedaille im Bundeswettbewerb.[6]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Daniela Holst: Hazelnut economy of early Holocene hunteregatherers: a case study from Mesolithic Duvensee, northern Germany. In: Journal of Archaeological Science 37, 2010, S. 2871-2880
- ↑ Daniela Holst: Eine einzige Nuss rappelt nicht im Sacke. Subsistenzstrategien in der Mittelsteinzeit. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Urgeschichte 18, Tübingen 2009, S. 11-38. (PDF; 1,2 MB)
- ↑ Als ältestes Paddel gilt das Paddel von Star Carr in Großbritannien.
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ www.duvensee.de
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