Dassendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dassendorf
Dassendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dassendorf hervorgehoben
53.492510.37583333333355Koordinaten: 53° 30′ N, 10° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Hohe Elbgeest
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 7,95 km²
Einwohner: 3170 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 399 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21521
Vorwahl: 04104
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 023
Adresse der Amtsverwaltung: Christa-Höppner-Platz 1
21521 Dassendorf
Webpräsenz: www.dassendorf.de
Bürgermeisterin: Martina Falkenberg (SPD)
Lage der Gemeinde Dassendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Dassendorf ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde liegt südlich des Sachsenwaldes östlich von Hamburg. Sie ist Verwaltungssitz des Amtes Hohe Elbgeest.

Geschichte[Bearbeiten]

„Riesenbett“ (Langbett LA773)

Von frühgeschichtlicher Besiedlung des Bereichs um Dassendorf zeugen „Riesenbetten“ (Hünengräber) am Nordrand des Orts, die Straße „Am Riesenbett“ weist hierauf noch heute hin.

Der Ort wurde im Jahr 1334 erstmals urkundlich erwähnt und war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt. Der im Osten liegende alte Dorfkern weist die gebietstypische Rundlingsstruktur auf.

Bereits in den 1920er Jahren begannen Bewohner der benachbarten Städte, vor allem Hamburgs, mit der Errichtung von Wochenendhäusern in der sogenannten „Waldsiedlung“ im Westen des Gemeindegebiets. Aufgrund der Schäden durch die alliierten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zogen zahlreiche Ausgebombte dauerhaft in ihre Lauben, bauten sie aus und errichteten zusätzliche. Dadurch dehnte sich die Waldsiedlung weiter aus und bildet heute den Siedlungsschwerpunkt des Ortes.

Nicht zuletzt den Zeitumständen der Entstehung der Waldsiedlung ist es geschuldet, dass die Wasserversorgung im Ort durch private, meistenteils hauseigene Brunnen erfolgte. Zahlreiche Quellen machten dies möglich; Belege finden sich auch hier in einigen Straßennamen (Bornweg, Quellenweg, Schlangenkoppel). Erst Ende des 20. Jahrhunderts wurde eine zentrale Wasserversorgung gebaut.

1995 wurde der Sitz des Amtes Geesthacht-Land von Geesthacht nach Dassendorf verlegt und das Amt in Amt Hohe Elbgeest umbenannt.

Dassendorf Dorfkern (Rundling)

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 neun Sitze, die CDU hat fünf und die Wählergemeinschaft GUD zwei Sitze und Bündnis 90/ Die Grünen zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Schwarz und Gold. Vorn übereinander drei auswärts weisende Eichenblätter, hinten eine umgewendete Wolfsangel in verwechselten Farben.“[2]

Die Spaltung des Wappens bezieht sich auf die beiden Ortsteile von Dassendorf. Die Eichenblätter stehen für den aus der Waldsiedlung hervorgegangenen Ortsteil und die Wolfsangel für das alte Dorf. Die Familie Uhrbrock, von 1593 bis 1876 Inhaber der Bauernvogtstelle in Dassendorf, nutzte diese Wappenfigur als Haus- und Hofmarke.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Kreuzung zwischen den Bundesstraßen 207 und 404.

Es gibt eine regelmäßige Busverbindung. Die HVV-Buslinie 8810 verkehrt zwischen Lübeck-Mölln-Schwarzenbek-Bergedorf.

Außerdem gibt es eine Busverbindung zwischen Aumühle (Krabbenkamp) und Geesthacht. Diese wird jedoch nur wochentags befahren. Eine Ausweitung ist erfolgt, da viele Pendler von Dassendorf mit dem Auto nach Aumühle fuhren, um dann von dort mit der S-Bahn nach Hamburg zu gelangen.

Die nächsten Autobahnen sind die Bundesautobahn 25, die ca. 7 km entfernt ist, die Bundesautobahn 24 (15 km) und die Bundesautobahn 1 (17 km).

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Dezember 1960 wurde der in Dassendorf unter dem Namen Karl Neumann lebende und auf dem Gut des Otto Fürst von Bismarck arbeitende Richard Baer, der letzte Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz, verhaftet[3].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dassendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Pendas, David (2006) The Frankfurt Auschwitz Trial, 1963-1965: Genocide, History and the Limits of the Law. Cambridge University Press, p. 48. ISBN 9780521127981