Labenz

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Labenz. Labenz ist auch der deutsche Name von Łabędzie und Łebieniec.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Labenz
Labenz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Labenz hervorgehoben
53.70861111111110.52583333333353Koordinaten: 53° 43′ N, 10° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Sandesneben-Nusse
Höhe: 53 m ü. NHN
Fläche: 5,75 km²
Einwohner: 842 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23898
Vorwahl: 04536
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 079
Adresse der Amtsverwaltung: Am Amtsgraben 4
23898 Sandesneben
Webpräsenz: www.labenz.de
Bürgermeister: Ulrich Hardtke
Lage der Gemeinde Labenz im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Labenz ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Die slawische Gründung Labenz (aus der slawischen Sprachenfamilie mit deutscher Beimischung für „Schwan“, „fischreicher Fluss“ oder „hart am Wasser gelegen“) liegt an der alten Handelsstraße Lübeck-Hamburg und wurde 1390 erstmals urkundlich erwähnt. Den Ortsmittelpunkt bildet der Mühlenteich, eine Wasserverbindung zwischen Wehrensteich und dem ehemaligen Duvenseer See. Am Mühlenteich stehen heute die Gebäude der alten Wassermühle, die bis ins 20. Jahrhundert in Betrieb war.

Begünstigt durch die hügelige Lage entstanden mehrere Windmühlen. Die größte, eine fünfflügelige, stand auf der Windmühlenkoppel an der Straße nach Lüchow. Diese jahrhundertelang das Ortsbild und den Ortsnamen prägenden Elemente Windmühle, Wasser und Schwan spiegeln sich im Ortswappen wider, das von der Gemeinde 1996 offiziell eingeführt wurde.

Wie die meisten Dörfer hat auch Labenz in den vergangenen hundert Jahren grundlegende Veränderungen erfahren. Anfangs noch eindeutig landwirtschaftlich geprägt, beherrschten im Jahr 1908 noch 41 Bauernhöfe, 13 Handwerksbetriebe und fünf Gastwirtschaften bei insgesamt 76 Wohnungen mit 416 Einwohnern das Ortsbild. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte eine kontinuierliche Siedlungsentwicklung ein, die ihre Höhepunkte nach der Flüchtlingswelle 1945-1950, nach 1975 sowie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu verzeichnen hatte. Sie machte Labenz zu einem Wohndorf. Die Meierei in Labenz schloss 1972 ihre Pforten und wurde zum Wohnhaus umgebaut. Die Siedlungsaktivitäten werden aus Gründen der übergeordneten Landesplanung zunächst etwa 2004 abgeschlossen sein. Labenz wird dann über 300 Wohnungen verfügen. Derzeit gibt es in Labenz 8 Bauernhöfe, 28 Gewerbebetriebe und eine Gastwirtschaft mit Pensionsbetrieb. Seit 1994 verfügt Labenz über eine zentrale Ortsentwässerung und eine Versorgung mit Erdgas.

Trotz aller baulichen Entwicklung konnten historisch bedeutsame Bauwerke, Zeugnisse des früheren Bauerndorfes, erhalten bzw. restauriert werden. Die alte Schule wurde nach Einstellung des Schulbetriebes in den 1970er Jahren Heimstätte für den Kinderspielkreis, der 1997 im neu errichteten integrativen Kindergarten aufging. Der Kindergarten befindet sich im Gemeindezentrum Labenz, das aus dem Um– und Ausbau der alten Schule entstanden ist.

Im Gemeindezentrum finden zahlreiche Veranstaltungen des Kulturausschusses, der Freiwilligen Feuerwehr, der Wohlfahrtsverbände sowie der örtlichen Parteien und Wählergemeinschaften statt. Das alte Spritzenhaus wurde bis vor kurzem noch von den Jugendlichen des Dorfes als Treffpunkt genutzt.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Von Silber und Blau gespalten. Vorn eine rote Windmühle mit spitzer Kuppel und fünf blauen Flügeln, hinten ein golden bewehrter, kampfbereiter silberner Schwan.“[2]

Das 1995 genehmigte Wappen wurde von Siegbert Herbst aus Bäk entworfen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Labenz stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Douglas Adams' Übersetzer Sven Böttcher verwendete den Ortsnamen Labenz als Nonsenswort in „Der tiefere Sinn des Labenz“.

Seit 2002 ist Labenz auch der Vereinssitz von „Lost Beauties“. Diese Organisation setzt sich für die Erhaltung alter Rosensorten ein. Im April 2007 wurden vor dem Ortseingang die ersten Rosen im L'âge-bleu-Rosenpark gepflanzt, der zur größten Rosensammlung in Norddeutschland werden soll.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Labenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein