Groß Grönau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Groß Grönau
Groß Grönau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Groß Grönau hervorgehoben
53.80027777777810.7538888888897Koordinaten: 53° 48′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Lauenburgische Seen
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 4,9 km²
Einwohner: 3595 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 734 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23627
Vorwahl: 04509
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 041
Adresse der Amtsverwaltung: Fünfhausen 1
23909 Ratzeburg
Webpräsenz: www.gemeindegrossgroenau.de
Bürgermeister: Eckhard Graf (SPD)
Lage der Gemeinde Groß Grönau im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Über dieses Bild

Groß Grönau ist eine Gemeinde im nördlichen Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Sie grenzt im Norden und Westen unmittelbar an den Lübecker Stadtteil St. Jürgen und bildet mit Lübeck eine Agglomeration. Im Ort gibt es eine Außenstelle des Amtsverwaltung des Amtes Lauenburgische Seen.

Geographie[Bearbeiten]

Die östliche Gemeindegrenze bildet die Wakenitz, die gleichzeitig an ihrem Ostufer Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern ist. Entlang der Wakenitz verläuft der Drägerweg als Wanderweg von Lübeck nach Rothenhusen am Ratzeburger See.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde bereits im Jahr 1230 erstmals erwähnt. Im 17. Jahrhundert machte der von 1665-66 regierende Herzog Franz Erdmann von Sachsen-Lauenburg den Ort kurzzeitig zur Residenz.

Politik[Bearbeiten]

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung haben CDU und SPD seit der Kommunalwahl 2013 je 8 Sitze und die FDP einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot mit von Silber und Schwarz zwölfmal gestücktem Bord eine silberne heraldische Lilie.“[2]

Der gestückte Bord ist dem Wappen des Kreises Herzogtum Lauenburg entnommen. Die Lilie ist das Wappenzeichen der ersten nachweisbaren Besitzer des Ortes, der Adelsfamilie Gronowe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Groß Grönau stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Groß Grönau ist bereits 1230 im Ratzeburger Zehntregister als Kirchdorf erwähnt. Der Chor der St. Willehadkirche stammt aus der Zeit um 1250, das jüngere Kirchenschiff etwa von 1330 und der Turm neueren Datums von nach dem Jahr 1700. In der Kirche befindet sich ein Taufstein aus dem 13. Jahrhundert, eine von Herzog Franz Erdmann 1664 gestiftete Kanzel. Der Altar ist aus dem Jahr 1730. Das Gehäuse der Orgel stammt aus der 1806 abgerissenen Kirche des Johannisklosters in Lübeck.

In Klein Grönau, das als Ortsteil zum Lübecker Stadtteil Lübeck-St. Jürgen gehört, befindet sich eine backsteingotische Hospitalanlage der Stadt Lübeck. Diese besteht aus der 1409 geweihten Siechenkapelle mit einer 1659 von Cordt Kleimann in Lübeck gegossenen Glocke, dem Siechenhaus und einer Hofanlage. Das Siechenhaus wurde mit Mitteln des im Jahr 1477 verstorbenen Lübecker Bürgermeisters Andreas Geverdes 1480 als Armenhaus für zwölf Bewohner gebaut. Hierher gelangte der gotische Hochaltar aus der Lübecker Aegidienkirche, der als Grönauer Altar heute im St.-Annen-Museum in Lübeck ausgestellt ist. Allein die später gefertigte Predella zu diesem Altar verblieb in der Grönauer Kapelle.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Alte Salzstraße (Landesstraße 331) zieht sich in Nord-Süd-Richtung durch den Ort. Im Süden liegt die Anschlussstelle Groß Sarau der Bundesautobahn 20. Westlich liegt der Flughafen Blankensee der Hansestadt Lübeck. Außerdem liegt im Norden von Groß Grönau nahe an der Waldgrenze die „Waldschule“, sie ist die einzige Grundschule Groß Grönaus und hat 4 A- und B-Klassen.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Groß Grönau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein