Cosenza

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt eine italienische Gemeinde. Zum italienischen Geistlichen, Erzbischof von Capua und Kardinal siehe Giuseppe Cosenza.
Cosenza
Wappen
Cosenza (Italien)
Cosenza
Staat: Italien
Region: Kalabrien
Provinz: Cosenza (CS)
Koordinaten: 39° 18′ N, 16° 15′ O39.316.25238Koordinaten: 39° 18′ 0″ N, 16° 15′ 0″ O
Höhe: 238 m s.l.m.
Fläche: 37 km²
Einwohner: 69.065 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.867 Einw./km²
Stadtviertel Borgo Partenope, Donnici, Sant'Ippolito
Angrenzende Gemeinden Aprigliano, Casole Bruzio, Castrolibero, Dipignano, Mendicino, Paterno Calabro, Pedace, Piane Crati, Pietrafitta, Rende, Rovito, Trenta, Zumpano
Postleitzahl: 87100
Vorwahl: 0984
ISTAT-Nummer: 078045
Volksbezeichnung: Cosentini
Schutzpatron: Madonna del Pilerio
Website: Cosenza
Das Stadttheater in Cosenza
Der Dom in Cosenza
Cosenza – Castello Svevo

Cosenza (lateinisch Consentia) ist die Hauptstadt und kulturelle Metropole der gleichnamigen Provinz in der Region Kalabrien in Italien mit 69.065 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012).

Geografie[Bearbeiten]

Cosenza liegt am Zusammenfluss von Crati und Busento in 238 m Höhe am Fuße des Sila-Gebirges.

Die Entfernung nach Catanzaro beträgt 95 km und nach Neapel 315 km.

Die Nachbargemeinden sind Aprigliano, Casole Bruzio, Castrolibero, Dipignano, Mendicino, Paterno Calabro, Pedace, Piane Crati, Pietrafitta, Rende, Rovito, Trenta und Zumpano.

Geschichte[Bearbeiten]

Cosenza wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. durch den Volksstamm der Bruttier (Bruttii) gegründet. Im Zweiten Punischen Krieg fiel die Stadt 204 v. Chr. an Rom und entwickelte sich zu einem Wirtschaftszentrum an der Via Popilia.

Im Jahre 410 soll Alarich I., der König der Westgoten, nach der Plünderung Roms in Cosenza gestorben und mit seiner Beute im Flussbett des Busento begraben worden sein. Das Grab wurde bisher nicht gefunden. August Graf von Platen hat die Ballade 'Das Grab im Busento' 1820 darüber verfasst.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der um 1100 in romanisch-gotischem Stil erbaute Dom birgt das Grabmal des römisch-deutschen Königs und Königs von Sizilien Heinrich (VII.) aus dem Geschlecht der Staufer, der an den Folgen eines Sturzes vom Pferd am 12. Februar 1242 in Martirano verstorben war und hier von seinem Vater Kaiser Friedrich II. bestattet wurde.

Auch eines der beiden Grabmäler der französischen Königin Isabella von Aragon, die auf der Rückreise vom Siebten Kreuzzug am 28. Januar 1271 in Cosenza – ebenfalls an den Folgen eines Sturzes vom Pferd − verstarb und hier teilbestattet wurde, befindet sich im Dom.

Auf einer Anhöhe liegen die Ruinen des vermutlich im 5. Jahrhundert von Byzantinern errichteten und von Friedrich II. umgebauten Castello Svevo.

Sehenswert sind das im Jahr 1887 zu Ehren des Komponisten Alfonso Rendano erbaute Theater, die Stadtbibliothek und das seit 1803 bestehende Cafe Renzelli.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Luca Addante: Cosenza e i cosentini. Un volo lungo tre millenni. Rubbettino Editore, Soveria Mannelli (Catanzaro) 2001, ISBN 88-498-0127-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Cosenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.