Der Schwarm

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Der Schwarm, erschienen 2004, ist der sechste und erfolgreichste Roman des deutschen Schriftstellers Frank Schätzing. Thema des Science-Fiction-Thrillers ist die existenzielle Bedrohung der Menschheit durch eine unbekannte, intelligente maritime Lebensform.

Gattung und Aufbau[Bearbeiten]

Das Buch Der Schwarm gehört der Gattung des Montageromans an. Der Text ist aus fünf „Teilen“, einem „Prolog“ und einem „Epilog“ zusammengesetzt. Montiert werden Passagen, in denen die Handlung (s.u.) vorangetrieben wird, mit Erörterungen teils der Protagonisten, teils des allwissenden Erzählers. Es überwiegt allerdings die Erzähltechnik der erlebten Rede. In den Text werden auch unkommentierte Zitate und fiktive Texte, die Protagonisten geschrieben haben sollen, hineinmontiert. Um Montagen handelt es sich insofern, als verschiedene Textteile durch harte Schnitte (wie im Film) voneinander getrennt sind. Schätzing verhindert durch Zwischenüberschriften mit Datums- und Ortsangaben und Leerzeilen, dass ein Leser angesichts der häufigen raschen Orts- und Themenwechsel den Überblick verliert.

Der Ablauf der Darstellung ist chronologisch. Durch Datumsangaben in Zwischenüberschriften (ohne Angabe des jeweiligen Jahres) wird der Leser über den Ablauf der Zeit informiert. Die Handlung beginnt am 14. Januar und endet am 15. August des gleichen Jahres. Der Roman endet mit einem Epilog, der am ersten Jahrestag des folgenden Jahres datiert ist. Aus Aussagen über reale historische Ereignisse lässt sich schließen, dass das Geschehen in der Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, also dem realen Entstehungszeitraum des Romans, spielen soll.

Handlung[Bearbeiten]

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Im Prolog und dem „Ersten Teil“ des Romans sehen sich Menschen in aller Welt an verschiedenen Schauplätzen zunehmend Angriffen aus dem Meer ausgesetzt, vor allem durch Meerestiere, die plötzlich gehäuft abnormes Verhalten zeigen. Zunächst sind es nur kleine, scheinbar zusammenhangslose Zwischenfälle, Schwimmer werden von Haien oder Quallenschwärmen attackiert, Schiffe kentern, ohne dass die Ursache offensichtlich ist. An Kanadas Westküste zeigen sich die Wale ungewöhnlich aggressiv und versenken ganze Schiffe. Später gerät die Situation immer stärker außer Kontrolle. In Norwegen destabilisieren Wurmkolonien den Kontinentalhang, was einen verheerenden Tsunami zur Folge haben könnte.

Ein Krisenstab aus Wissenschaftlern und Militärs kommt zu dem Schluss, dass man es mit einer bisher unbekannten Intelligenz aus den Meerestiefen zu tun hat, die sich das Ziel gesetzt hat, die Menschheit von den Meeren zu vertreiben oder gar auszulöschen. Es wird eine Expedition gestartet, um eine Katastrophe zu verhindern.

Ausführliche Handlung[Bearbeiten]

Erster Teil – Anomalien[Bearbeiten]

Der Biologe Sigur Johanson wird von einer guten Freundin, Tina Lund, welche für die norwegische Ölfirma Statoil arbeitet, in einer zunächst harmlos wirkenden Sache um Hilfe gebeten: Sie zeigt ihm einen Tiefseewurm, welchen ihre Firma bei Bauarbeiten in den Tiefen der Nordsee entdeckt hat. Zunächst ist er nur mäßig an den Tieren interessiert, holt aber Erkundungen von Kollegen ein, da es sich anscheinend um eine neue Art oder Mutation handelt. Sein Interesse wächst, als bei einer Forschungsexpedition mit den Forschungsschiffen Thorvaldson und Sonne in der Tiefsee entdeckt wird, dass diese Würmer innerhalb eines kurzen Zeitraumes die Methanhydrat-Vorkommen am norwegischen Kontinentalhang besiedelt haben und offenbar Methan abbauende Bakterien in das Methanhydrat einbringen. Zugleich ist auf dem Video eines Victor-Tauchroboters kurz ein nichtidentifizierbares, blau leuchtendes Wesen zu erkennen.

Zusammen mit dem deutschen Geologen Gerhard Bohrmann vom Institut GEOMAR stellt er fest, dass das Freisetzen des Methans aus dem Methanhydrat den Kontinentalabhang des norwegischen Schelfes destabilisiert. Johanson fliegt mit einem Hubschrauber zu den Shetlandinseln, um Karen Weaver abzuholen, welche sich zusammen mit einem deutschen Meeresforscher mit Anomalien der Meeresströmungen im Nordatlantik befasst hat, Johanson vermutet dort einen Zusammenhang mit den Würmern. Noch während man bei GEOMAR über einen Zeitpunkt über einen möglichen unterseeischen Erdrutsch diskutiert, gerät der Hang ins Rutschen und verursacht einen Tsunami, der große Teile der Küsten in Nordeuropa zerstört und zahlreiche Todesopfer fordert (einschließlich Tina Lund, zu der Johanson eine enge Verbindung hat). Johanson und Weaver entkommen dem Tsunami nur um Haaresbreite.

Währenddessen weiten sich die Ereignisse aus: Giftige Quallen treten an vielen Küsten auf, Muscheln befallen in großen Mengen Schiffe und bringen sie zum Kentern, und in Frankreich tragen von Fischern gefangene infizierte Hummer eine tödliche Pfiesterien-Epidemie in die Küstenstädte.

In einem parallelen Handlungsstrang hat der Intelligenzforscher Anawak, welcher nebenbei für eine Whale Watching-Station in Tofino an der kanadischen Westküste arbeitet, mit einem anderen, zunächst ebenfalls harmlos wirkenden Problem zu tun: Die Wale an der kanadischen Westküste bleiben weg. Als sie mit einiger Verspätung auftauchen, wirken sie dann ungewöhnlich aggressiv und feindselig dem Menschen gegenüber. Auf einer Tour wird das Boot von Anawak (auf welchem sich auch eine Studentin namens Delaware befindet) in einem koordiniert wirkenden Angriff von Orcas und Buckelwalen versenkt. Dem radikalen Umweltschützer und selbsternannten Indianer Jack „Greywolf“ O’Bannon, welcher zusammen mit einer kleinen Gruppe gegen das Whale Watching demonstriert, kommt dies zunächst gelegen, sieht er doch in dem Angriff die Rache der Natur am Menschen – doch auch seine Gruppe wird unvermittelt von den Walen angegriffen, zwei Schiffe werden versenkt und zahlreiche Menschen kommen ums Leben. In einem der toten Wale entdeckt Anawak die Reste einer Substanz, welche jedoch schnell zerfällt.

Greywolf kann sich als Held inszenieren, da er einige der Waltouristen rettet, später kommt es aber zur Aussöhnung zwischen ihm und Anawak. Greywolf und Delaware beginnen eine Liebesbeziehung miteinander.

Anawak wird von einem Reeder angesprochen, an dessen Schiff das Ruder offenbar von Muschelschwärmen blockiert wurde und sich nur knapp in den Hafen retten konnte. Bei einem Tauchgang zum Heck des Schiffes entdeckt er ein blau leuchtendes Wesen, welches aber im Hafenbecken entkommen kann. Man schafft es, einen Sender an einem der Wale zu befestigen, wobei Anawak nur knapp mit dem Leben davon kommt. Bei einem Tauchgang der Wale erfasst eine Kamera einen Kontakt mit einer blauen, pulsierenden Wolke. Als Anawak weitere Nachforschungen anstellen will, wird er jedoch von verschiedenen Seiten blockiert: Offenbar will man ihn aus etwas heraushalten. Als er auf eigene Faust einen weiteren Tauchgang zum Ruder des Schiffs wagt, wird er von US-Militärs erwischt.

Zweiter Teil – Château Disaster[Bearbeiten]

Im „Zweiten Teil“ des Buches formiert sich ein Team internationaler Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen und aus verschiedenen Nationen unter der Führung der USA, um der Bedrohung zu begegnen. In dem kanadischen Nobelhotel Château Whistler wird eine streng abgeschottete Konferenz organisiert. Neben Johanson, Anawak, Weaver und Bohrmann stoßen noch die Biologen Mick Rubin und Sue Oliveira, der Geologe Stanley Frost, Sonar-Fachmann Murray Shankar und später auch die SETI-Wissenschaftlerin Samantha Crowe zu dem Team. Organisatoren sind das US-Militär unter der Führung der US Navy- Angehörigen Judith Li und ihrem Assistenten Salomon Sal Peak sowie die CIA unter der Leitung des korpulenten, unsympathischen Jack Vanderbilt. Dieser vermutet zunächst Terroristen aus dem Nahen oder Fernen Osten hinter den Vorfällen.

Die Gruppe gelangt jedoch vor allem Dank Johanson zu der Theorie, dass hinter den globalen Katastrophen und dem aggressiven Verhalten der Meeresbewohner eine unbekannte intelligente Macht stecke, die sich gegen die drohende Zerstörung des ozeanischen Lebensraumes durch den Menschen zu wehren begonnen hat. Man beschließt, diese unbekannte Intelligenz oder Wesen Yrr (eine von Johanson bedeutungslose zufällig eingetippte Buchstabenfolge) zu nennen. Die Wissenschaftler erkennen, dass aufgrund des Treibhauseffekts des Methans das Weltklima beeinflusst wird und ohne eine erfolgreiche Gegenstrategie die Menschheit vom Aussterben bedroht wäre.

Währenddessen werden New York und weitere Orte der Ostküste der Vereinigten Staaten von Krabbenarmeen überrannt, welche zwar harmlos wirken, aber eine mutierte Version der Pfiesteria-Alge in sich tragen. Die Stadt wird zum Katastrophengebiet erklärt.

In einer Nebenhandlung wird vom Tod Anawaks Vaters berichtet, dieser fliegt daraufhin zu seinem Heimatort Cape Dorset und setzt sich mit seiner Herkunft auseinander.

Dritter Teil – Independence[Bearbeiten]

Man beschließt (heimlich beobachtet durch Li und Vanderbilt), mit der bisher unbekannten Intelligenz im Meer Kontakt aufzunehmen und kommt auf dem Hubschrauberträger USS Independence zusammen. Crowe und Shankar senden eine einfache Rechenaufgabe ins Meer, welche umgehend beantwortet wird. In einer zweiten Botschaft werden Informationen über die Menschheit ins Meer gesandt. Die Yrr antworten mit einem etwa 180 Millionen Jahre alten Bild der Kontinente (Pangaea). Es gelingt zwar, mit den Yrr Kontakt aufzunehmen, aber es wird – erfolglos – versucht, sie davon zu überzeugen, die Angriffe auf die Menschheit einzustellen.

Johanson und Oliveira sezieren eine der New Yorker Krabben und finden neben den Pfiesterien eine zweite, unbekannte DNS in den Tieren: Sie haben die Vermutung, dass es sich bei den Yrr um einen Einzeller handeln könnte. Währenddessen sammelt sich ein großer, blauer Ring aus Yrr um die Independence. Im letzten Augenblick kann die von Greywolf und Delaware trainierte Delphinstaffel zurück ins Schiff geholt werden. Der zunehmend nervös wirkende Rubin sieht jedoch seine Chance gekommen, größere Mengen von den Yrr zu bekommen: Er öffnet die Schleusentore erneut, woraufhin ein Orca in das Welldeck eindringt und Delaware zerfleischt. Li kann Greywolf im letzten Augenblick davon abhalten, Rubin dafür zu erwürgen. Rubin gelang es dennoch, große Mengen Yrr sicherzustellen. Da Rubin sich in der Folgezeit immer weniger blicken lässt, beschließt (der leicht angetrunkene) Johanson, ihn zu beschatten, erwacht aber am nächsten Morgen ohne Erinnerung im Lazarett.

Trotzdem können er, Anawak und Weaver die Forschungen an den Einzellern fortsetzen, mit einem Computermodell Raymond Kurzweils kann die Denkweise der Yrr weitgehend analysiert werden: Ein kollektiver Verstand, der durch Verbindung der Einzeller entsteht, Erinnerungen des Kollektivs werden dabei in hypervariablen Bereichen der DNA der Einzeller gespeichert und das über Jahrmillionen hinweg. Außerdem wird ein chemischer Botenstoff entdeckt, der das Verschmelzen der Einzeller bewirkt.

Johanson erlangt nach und nach seine Erinnerung zurück und vermutet, dass der Plan einer friedvollen Verständigung nicht die einzige Strategie ist, die das Militär unter der Führung von General Li verfolgt. Die Forschungserkenntnisse werden im Geheimen zur Entwicklung eines Giftes gegen die Yrr verwendet. Johanson findet heraus, dass ein weiteres Labor existiert, in welchem offenbar an der Vernichtung der Yrr mittels eines manipulierten Proteins, welches einen programmierten Zelltod hervorruft, gearbeitet wird. Er berät sich mit Weaver und konfrontiert später Rubin und Li, der er von Anfang an misstraut hat, damit. Li überredet ihn zwar, dem Team nichts von den Plänen des Militärs zu verraten, aber um auf Nummer Sicher zu gehen, beauftragt sie Vanderbilt und CIA-Mann Anderson damit, Johanson auszuschalten und es wie einen Unfall aussehen zu lassen.

Währenddessen versuchen Frost und Bohrmann, vor La Palma ein Abrutschen des Cumbre Vieja-Vulkans zu verhindern: Würmer haben das Methanhydrat am Sockel destabilisiert. Mit einem riesigen Unterwasserstaubsauger werden die Würmer angesaugt. Doch die Maschine fällt aus und Bohrmann und Frost müssen einen Tauchgang unternehmen, um den Saugrüssel zu reparieren. Dabei werden sie von Yrr-kontrollierten Hammerhaien attackiert. Frost verliert dabei sein Leben, Bohrmann kann sich in einer Felsspalte verstecken, bis er durch den Saugrüssel zurück an die Oberfläche geholt wird.

Vierter Teil – Abwärts[Bearbeiten]

Vanderbilt versucht, Johanson über Bord zu stoßen, jedoch eilen in letzter Sekunde Anawak und Greywolf zur Hilfe. Vanderbilt geht über Bord, allerdings wird Greywolf von einem Pistolenschuss tödlich getroffen.

Der Konflikt zwischen Wissenschaftlern und Militär auf der Independence eskaliert und wird von einer verheerenden Attacke der Yrr gegen die USS Independence überschattet: In einer Art Blase wird das bei dem Orca-Angriff gesunkene Deepflight, ein flugzeugähnliches Tauchboot (Die Beschreibung im Roman ähnelt dem Deepflight II), zusammen mit einer Gaswolke aus Methan zurück zur Meeresoberfläche geschickt, wo es mit der Independence kollidiert und explodiert. In dem Chaos, das daraufhin an Bord des havarierenden Schiffs ausbricht, versuchen beide Seiten, die Menschheit auf ihre eigene Weise vor der drohenden Vernichtung zu retten: die Wissenschaftler durch eine chemische Botschaft, die Menschen und Yrr als Einheit beschreiben soll, das Militär durch eine Chemikalie, die eine Kettenreaktion zum Ausrotten der Yrr einleiten soll. Das Ausrotten der Yrr wird von den Wissenschaftlern als potenziell fatal für alles Leben auf der Welt angesehen; die chemische Botschaft gilt General Li als ungeeignet, da sie ihren eigenen sowie den Interessen der USA widerspricht.

Bei einer Geiselnahme im Labor (Weaver will von Rubin alles über das Gift wissen, welches er in zwei Torpedos verstaut hat) erschießt Li Oliveira und Rubin wird von freigesetztem Yrr, welches sich zu einer muskelartigen Masse verbunden hat, getötet. Weaver, Anawak und Johanson spritzen große Mengen des Yrr-Botenstoffs in den toten Rubin: Die Yrr sollen so denken, dass Rubin (und somit alle Menschen) zu ihrer Spezies gehören und die Angriffe gegen die Menschheit einstellen, so die Hoffnung der drei. Rubins Leiche wird in einem der Deepflights verstaut und Weaver macht sich auf den Weg in Richtung Abyssal. Anawak will derweil Crowe retten, welche sich noch auf dem brennenden Deck befindet.

Währenddessen beschafft sich Li Rubins Gift und will es mit einem der verbleibenden Deepflights in die Tiefe zu den Yrr bringen, wo es diese in einer Art Kettenreaktion auslöschen soll. Da Peak sie wegen ihres rücksichtslosen Vorgehens ihres Amtes entheben will, tötet sie auch ihn. Sie trifft auf Johanson, welchen sie niederschießt. Er bleibt schwer verletzt im Deepflight liegen. Als Li das Tauchboot startet, aktiviert er einen Torpedo und tötet sie beide.

Anawak findet Crowe und kurz nachdem sie die Independence verlassen haben, sinkt der Flugzeugträger.

Fünfter Teil – Kontakt[Bearbeiten]

Weaver trifft in der Tiefe nahe dem Meeresboden auf das Yrr-Kollektiv und lässt Rubins Leichnam ins Wasser. Das Yrr beginnt, Rubin und das Deepflight abzutasten. Als es in Rubin den Botenstoff entdeckt, lässt es das Deepflight ziehen. Kurz darauf werden sämtliche Angriffe des Meeres gegen die Menschen eingestellt.

Am Schluss sind alle „bösen“ (allerdings auch viele „gute“) Protagonisten tot. Der Roman endet mit einem fragilen Waffenstillstand zwischen den Yrr und den Menschen. Ob dieser auf Dauer halten wird, ist ungewiss. Allerdings besteht die Chance zu einem Wiederaufbau der schwer angeschlagenen Infrastruktur der Länder und zu einer Neubesinnung der Überlebenden.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Roman ist wissenschaftlich durchaus anspruchsvoll geschrieben, aber auch für den Laien aufgrund von detaillierten Beschreibungen verständlich. Er vermittelt Einblick in Fragen zur Meeresbiologie, Geologie, Verhaltensforschung und künstlichen Intelligenz. Ein zentrales Thema des Romans ist die Meeresverschmutzung, die meist auch den Rahmen für diverse kritische philosophisch-theologische Erörterungen über den Anthropozentrismus der Menschen darstellt. Immer wieder kritisiert der Roman die Klischeehaftigkeit von Hollywood-Filmen sowie die Borniertheit US-amerikanischer Politiker in Bezug zum Beispiel auf die Weltherrschaft der USA.

In die Handlung im Stil eines Actionfilms sind Elemente der Science-Fiction und teilweise auch die eines Liebesromans eingeflochten. Die scheinbar geschlechtslosen, nur „dem gemeinsamen Kampf gegen die Yrr“ Verpflichteten beiderlei Geschlechts, die der scheinbar distanzierte Erzähler stets (mit Ausnahme von „Greywolf“ O’Bannon) nur mit dem Nachnamen bezeichnet (auch die Frauen unter ihnen), erweisen sich als anfällig für Romanzen aller Art.

Schauplätze[Bearbeiten]

Schätzing platzierte die Handlung an Orte in Großbritannien, Kanada und Norwegen sowie Kiel aufgrund des dortigen Forschungszentrum GEOMAR, wo Personen wie Gerhard Bohrmann und Erwin Suess tätig sind. Auf den Shetland-Inseln treffen sich die Protagonisten Sigur Johanson und Karen Weaver und entkommen knapp einem Tsunami, im westkanadischen Tofino am Rande des Clayoquot Sound befindet sich die Walbeobachtungsstation, in der Leon Anawak arbeitet; in Whistler wird der Krisenstab im gleichnamigen Chateau eingerichtet. Im norwegischen Trondheim lebt Sigur Johanson; in Sveggesundet auf der Insel Averøy will sich Tina Lund mit ihrem Freund treffen und wird vom Tsunami getötet.

Figuren[Bearbeiten]

Leon Anawak[Bearbeiten]

Anawak ist ein Doktor der Zoologie und Spezialist für Wale. Sein eigentlicher Job ist es, die Wale vor Vancouver Island zu beobachten und einzuordnen. Außerdem veranstaltet er Whale-Watching-Touren, um den Menschen die Faszination dieser Tiere vor Augen zu führen. Dabei gerät er oft in Konflikt mit dem selbsternannten Walbeschützer Greywolf, der dies als Kommerz abtut. Anawak ist ein Inuk, der sich aber in einem Identitätskonflikt bezüglich seiner Herkunft befindet, nachdem sein Vater den alten Traditionen abschwor und Alkoholiker wurde. Erst bei der Beerdigung seines Vaters ist Anawak wieder bereit, sich mit seinen eigenen Wurzeln zu beschäftigen. Es ist seine Aufgabe herauszufinden, wie die Yrr andere Wesen steuern, woran er vor allem zusammen mit Oliviera arbeitet. Er überlebt den Angriff der Yrr auf den Hubschrauberträger, rettet Samantha Crowe und kann mit ihr zusammen in einem motorisierten Schlauchboot von der sinkenden USS Independence fliehen.

Sigur Johanson[Bearbeiten]

Johanson ist ein norwegischer Biologieprofessor und ein ausgesprochener Genießer der schönen Dinge. Seine Aufgabe ist es, zusammen mit den anderen die fremde Intelligenz, die Yrr, zu identifizieren und zu klassifizieren. Außerdem ist er der Erste, der ein System hinter den Angriffen erkennt und eine intelligente, nichtmenschliche Lebensform hinter den Anschlägen vermutet, deshalb ist er es auch, der den Yrr ihren Namen gibt. Bei den Vorbereitungen zur Flucht aus der sinkenden USS Independence wird er von Li angeschossen, wobei er in eines der Tauchboote fällt, worauf hin er von Li für tot gehalten wird. Sie benutzt das U-Boot beim Versuch, die Yrr zu vergiften, stellt jedoch zu spät fest, dass Johanson noch lebt. Dieser übernimmt die Steuerung des Tauchbootes, feuert einen Torpedo innerhalb der USS Independence ab, tötet dadurch sich selbst und Li, und vernichtet das Gift.

Judith Li[Bearbeiten]

Li ist „General Commander“ der US Navy und Koordinatorin der amerikanischen Reaktionen auf die Angriffe der Yrr. Sie ist es auch, die das Team der Wissenschaftler zusammensucht und auf das Schiff bringt. Vordergründig will sie nur Kontakt zu den Yrr aufnehmen, in Wirklichkeit lässt sie von einem eigenen Wissenschaftler namens Mick Rubin die Ergebnisse seiner Kollegen zusammentragen und ein Gift gegen die Yrr entwickeln. Als Johanson ihren Plan aufdeckt und das Schiff gleichzeitig von Yrr angegriffen wird, tötet sie jeden, der sich ihr in den Weg stellt, darunter auch ihren Stellvertreter Major Salomon Peak, als dieser sie aufgrund wiederholten Mordens ihres Kommandos entheben will. Sie stirbt, als Johanson ihr Tauchboot sprengt.

Jack „Greywolf“ O’Bannon[Bearbeiten]

Der riesige Greywolf ist eine verkrachte Existenz. Seine Mutter ist Halb-Indianerin, der Vater irischer Abstammung, daher fühlt er sich in keiner der beiden Welten wohl. Da er sich wie ein Klischee-Indianer benimmt, gerät er oft mit Anawak aneinander, der zwar indianischer Herkunft ist, diese aber verleugnet. Trotzdem verbindet die beiden Figuren eine Art Hass-Liebe, die sich gegen Ende des Romans immer mehr in gegenseitiges Vertrauen entwickelt. Greywolf war Kampfschwimmer und Delfintrainer bei der Navy, reichte aber seinen Abschied ein, als diese begann die Tiere zu quälen; daraufhin wurde er Umweltaktivist und Walschützer. Seine Aufgabe ist es, die Delfine zu betreuen, die als Gefahrenabwehr an Bord der USS Independence sind. Während eines Angriffs der Yrr wird seine Freundin Alicia Delaware, eine Biologiestudentin, von einem manipulierten Orca getötet. Danach versinkt er in eine Phase der Depression und schürt seinen Hass auf Rubin, der den Tod seiner Freundin in Kauf nahm, um einen Yrr-Komplex einzufangen. Greywolf stirbt, als er Anawak und Johanson vor Jack Vanderbilt, sowie einem weiteren als Besatzungsmitglied der USS Independence getarnten CIA-Agenten rettet, dabei von Vanderbilt angeschossen wird und von Bord fällt. Er landet auf einem Sicherheitsnetz, stürzt sich jedoch in die Tiefe, damit Anawak nicht versucht, ihn zu retten, da für ihn (seit Alicia Delawares Tod) das Leben keinen Sinn mehr hat. In seinen letzten Sekunden erkennt er, dass es für einen Indianer keinen besseren Tod gibt, als in den Kreislauf der Natur zurückzukehren. Er findet seinen Frieden, bevor er ertrinkt, indem er selbst den Zeitpunkt bestimmt, ab dem er das Wasser in seine Lungen lässt.

Tina Lund[Bearbeiten]

Tina Lund ist die beste Freundin von Sigur Johanson und arbeitet im Auftrag von Statoil an der Prüfung der Bedingungen am Norwegischen Kontinentalschelf. Das norwegische Unternehmen widmet sich der Erschließung von Erdölvorkommen in größerer Tiefe. Tina entdeckt auf den Methanhydrat-Feldern am Schelf auffallend große Mengen mutierter Bohrwürmer, deren Existenz zuvor nicht bekannt war. Sie ist auch die jenige, die Sigur um eine genauere Untersuchung der Würmer bittet, wodurch sie ihn erstmals auf die seltsamen Veränderungen der marinen Tiefen aufmerksam macht. Das Verhältnis von Tina und Sigur ist zunächst unklar, da sie ein Wechselspiel zwischen Romanze und Freundschaft betreiben, letzt endlich beschließen sie allerdings, sich endgültig auf ein freundschaftliches Verhältnis zu einigen. Tina Lund stirbt schließlich bei dem Versuch, ihrer großen Liebe Kare Sverdrup während des durch den von den unterseeischen Würmern ausgelösten Tsunami das Leben zu retten.

Jack Vanderbilt[Bearbeiten]

Vanderbilt ist stellvertretender Direktor der CIA und Lis Partner bei der Suche nach einem Mittel gegen die Yrr. Obwohl er und Li sich hassen, arbeiten sie zusammen. Als Johanson das Geheimlabor an Bord der USS Independence findet, in dem das Gift entwickelt wird, erhält Vanderbilt von Li den Auftrag, Johanson zu töten. Bei dem Versuch, diesen Auftrag auszuführen, wird er von Greywolf über Bord geworfen und von einem Orca gefressen.

Samantha Crowe[Bearbeiten]

Crowe ist leitende Mitarbeiterin von SETI und hat die Aufgabe, den Kontakt zu den Yrr herzustellen, was ihr auch gelingt. Sie entkommt zusammen mit Anawak von der sinkenden USS Independence und interpretiert in einem Tagebuch, das im „Epilog“ wörtlich zitiert wird, das Geschehene am ersten Jahrestag nach dem Untergang der USS Independence, wodurch sie im Roman „das letzte Wort“ erhält. Die Figur Samantha Crowe weist Ähnlichkeiten mit Jill Tarter auf.

Karen Weaver[Bearbeiten]

Karen Weaver ist wissenschaftliche Journalistin und hat die Aufgabe, Informationen zusammenzutragen. Ihre Eltern starben früh bei einem Tauchunfall, wodurch sie erst einen Hass auf das Meer bekam. Später erkannte sie jedoch die Schönheit des Wassers und setzt sich seitdem für die Erforschung der Ozeane ein. In einem Monolog erfährt der Leser, dass sie eine schwere Kindheit durchgemacht hat, in der sie Drogen nahm und auf den Straßenstrich gegangen ist. Weaver arbeitete als PR-Vertreterin und Assistentin bei dem deutschen Forscher Lukas Bauer, dessen Forschungsschiff durch einen „Methan-Blowout“ versenkt wurde, als Weaver nicht an Bord war. Sigur Johanson wollte sich mit Weaver auf den Shetlandinseln treffen, um über die Entdeckungen des Forschers im Zusammenhang mit dem Golfstrom und den Methanvorkommen zu reden. Mit dem Helikopter, in dem Johanson dort eintraf, können beide vor dem Tsunami entkommen. Karen Weaver setzt am Ende den Plan um, unter Verwendung einer mit Pheromon präparierten Leiche (Rubin), den entscheidenden Durchbruch herbeizuführen. Ihr gelingt es dadurch, die Yrr zugunsten der Menschheit zum Rückzug aus der Offensive zu bewegen. Während des Aufenthalts auf der USS Independence verlieben sie und Leon Anawak sich. Im Epilog von Samantha Crowe wird berichtet, dass Karen Weaver und Leon Anawak nun zusammenleben. Sie ist ebenfalls eine der wenigen Überlebenden unter den Protagonisten.

Gerhard Bohrmann[Bearbeiten]

Bohrmann ist Tiefsee-Biologe und Experte für Würmer am Geomar-Institut in Kiel. Er wird von Johanson dazu kontaktiert, weil er im Tiefsee-Simulator des Instituts die Aktivitäten von Würmern in Methanhydrat nachstellen kann. Zusammen mit Frost betreut er den Einsatz eines zum Wurm-Absaugen umfunktionierten Diamant-Saugschlauches von einer Spezialplattform vor La Palma. Während Frost bei einer Tiefsee-Reparatur von Hammerhaien getötet wird, überlebt er versteckt in einer Tiefsee-Felsspalte.

Murray Shankar[Bearbeiten]

Der Sonar-Experte Murray Shankar analysiert alle unbekannten Geräusche, welche aus den Tiefen des Meeres kommen und kann einige davon den Yrr zuordnen. Er entschlüsselt auch deren Frequenz, wodurch Crowe den Kontakt aufnehmen kann. Er kommt beim Absturz eines Hubschraubers während des Untergangs der USS Independence ums Leben.

Bernard Roche und Sue Oliviera[Bearbeiten]

Roche aus Frankreich und Oliviera vom Forschungsinstitut in Nanaimo sind Molekularbiologen. Oliviera ist dort Laborleiterin. Zusammen entschlüsseln sie eine Angriffswaffe der Yrr: eine giftige Alge. Oliviera gelingt es außerdem, das Pheromon zu extrahieren, das die Yrr zur Kommunikation verwenden. Oliviera wird von Li erschossen.

Stanley Frost[Bearbeiten]

Der Vulkanologe Stanley Frost erkennt die Zusammenhänge zwischen dem Auftreten der Würmer und den Tsunamis. Er wird in der Tiefsee vor La Palma (Kanarische Inseln) von einem riesigen, manipulierten Hammerhai getötet.

Die Yrr[Bearbeiten]

Die Yrr sind eine fiktive, maritime, einzellige, aus Gallertmasse bestehende Lebensform, die im Buch als „Gegner“ der Menschheit in Erscheinung tritt. Den Namen erfindet einer der Protagonisten des Romans, der norwegische Wissenschaftler Sigur Johanson, während einer Fingerspielerei auf seinem Laptop. Jeder einzelne Yrr kann (in einem bestimmten Rahmen) denken. Über die hypervariablen Bereiche in ihrer DNA können sie mittels gezielter Nicht-Reparatur ihrer DNA-Struktur Informationen auf genetischer Basis speichern. Diese Informationen werden dann bei einem Zusammenschluss mehrerer Einzeller, der mit Hilfe von Pheromon als Botenstoff eingeleitet wird, an andere Yrr weitergegeben, indem die hypervariablen Bereiche die in der DNA-Sequenz gespeicherte Information übernehmen. Auf diese Weise „aktualisieren“ die Yrr-Zellen sich gegenseitig in ihrem Wissensstand und können sich durch die genetische Weitergabe der Informationen alle möglichen, auch Millionen Jahre zurückliegende, Ereignisse merken und mitteilen. Die Fähigkeit, den Willen anderer Lebewesen zu manipulieren und sie zu kontrollieren, besitzen sie allerdings nur im Kollektiv, also im zellulären Zusammenschluss. Sie verfügen dann über „Kollektivbewusstsein“ und „Kollektivintelligenz“ und können strategisch denken. Moral, im menschlichen Sinne, spielt für sie keine Rolle, dies macht sie zu einer für die Menschheit nur schwer berechenbaren intelligenten Lebensform. Durch ihre über Jahrmillionen angeeignete Kenntnis ihrer Umwelt können sie neben der Fähigkeit, andere Lebewesen zu kontrollieren auch deren Körperformen nachbilden.

Karen Weaver gelingt es schließlich, mittels Pheromonen Kontakt zu der „Königin“ eines Yrr-Schwarms aufzunehmen. Damit wird letztendlich eine Art vorläufiger „Waffenstillstand“ eingeleitet, der die Angriffe auf die Menschen erst einmal beendet.

Reale Personen als Figurenvorlagen[Bearbeiten]

Für mehrere Figuren des Romans waren reale Personen Vorbild: Gerhard Bohrmann[1] und Heiko Sahling sind Geologen, Erwin Suess ist Geochemiker und Ozeanograph. Samantha Crowe ähnelt der SETI-Leiterin Jill Tarter, die schon als Vorlage für die von Jodie Foster gespielte Ellie Arroway im Film Contact diente. Raymond Kurzweil ist ein Forscher und Visionär, der sich als Autor u.a. mit Neuronencomputern beschäftigt. General Commander Judith Li ähnelt der ehemaligen US-amerikanischen Außenministerin und Nationalen Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice. Wie Rice hat sie als eine der wenigen Frauen eine Spitzenposition in der Sicherheitspolitik inne; sie hat beste Beziehungen zum US-Präsidenten, ist nicht rein weißer Herkunft und liebt das Klavierspiel. Neben den Romanfiguren mit Bezug zu realen Personen existiert auch das im Roman Erwähnung findende Forschungsschiff Sonne tatsächlich.

Verhältnis zu Werken anderer Autoren[Bearbeiten]

Die Kernidee des Romans, die Existenz einer Spezies von kollektiv bewussten und intelligenten Einzelwesen oder Einzellern, welche dem Menschen feindselig gegenüber stehen, taucht bereits in den Science-Fiction-Romanen Niezwyciężony (1964, dt. Der Unbesiegbare) von Stanisław Lem, in Nemesis von Isaac Asimov und auch in Michael Crichtons Prey (2002, dt. Beute) auf. Die Ansiedlung dieses Kollektivbewusstseins in der Hydrosphäre erinnert ebenfalls an ein Werk Lems, Solaris, in dem ein intelligenter Ozean vorkommt. Schätzing verwendet in seinem Roman bei einer Beschreibung der Yrr explizit den Begriff „intelligente Ozeane“, obwohl dieser strikt genommen nicht zutrifft (da es sich bei den Yrr um ein Kollektiv von Lebewesen, die den Ozean bewohnen, handelt und nicht um ein Bewusstsein des Ozeans selbst, wie in Lems Roman).

Ähnlichkeiten bestehen auch mit Karel Čapeks Roman Der Krieg mit den Molchen aus dem Jahr 1936 und Alan Dean Fosters Cachalot von 1983.

Schätzing hat für das Buch nach eigenen Angaben fünf Jahre recherchiert und zwei Jahre daran geschrieben. Im April 2005 wurden Plagiatsvorwürfe laut; der Meeresbiologe und Wissenschaftsjournalist Thomas Orthmann stellte Strafantrag wegen Urheberrechtsverletzung.[2] Der Autor habe wörtliche Formulierungen von Orthmanns Website übernommen. Die Vorwürfe wurden von Autor und Verlag als gewöhnliche Recherchearbeit zurückgewiesen.[3] Die eingeschaltete Staatsanwaltschaft stellte im November 2005 die strafrechtlichen Ermittlungen ein.

Buchausgabe[Bearbeiten]

Die in der thüringischen Druckerei GGP Media produzierte Buchausgabe war das erste auf Papier mit FSC-Label gedruckte Schwarz-Weiß-Buch und das bis dahin größte FSC-zertifizierte Buchprojekt in Europa.

Hörspiel[Bearbeiten]

Im August 2004 brachte Der Hörverlag eine Hörspielversion des Romans heraus. Auf zehn CDs wird 723 Minuten lang eine gekürzte Fassung des Buches von verschiedenen Sprechern gelesen.

Sprecher:

Sachbuch[Bearbeiten]

Da Schätzing die umfangreichen Recherchen nicht komplett für das Buch verwenden konnte, schrieb er mit dem restlichen Material ein thematisch an Der Schwarm angelehntes Sachbuch mit dem Titel Nachrichten aus einem unbekannten Universum.

Verfilmung[Bearbeiten]

Im März 2006 bekundete Frank Schätzing am Rande der Leipziger Buchmesse gegenüber der Leipziger Volkszeitung, dass Hollywood sich um die Verfilmung des Bestsellers bemühe. Die Vertragsverhandlungen mit dem Filmstudio Paramount stünden kurz vor dem Abschluss, so Schätzing. Laut Pressestimmen sollte der Drehbeginn im Jahr 2009 erfolgen und der Film Weihnachten 2010 in den Kinos erscheinen[4], jene Vermutungen wurden aber nicht bestätigt. Als Regisseur wurde Ridley Scott gehandelt, der u. a. für Produktionen wie Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979) oder das mehrfach Oscar-preisgekrönte Werk Gladiator (2000) verantwortlich zeichnete.

Im Mai 2007 wurde bekannt, dass die Filmrechte an die Schauspielerin Uma Thurman und die deutschen Produzenten Ica Souvignier, Michael Souvignier und Till Grönemeyer[5] verkauft wurden. Thurman soll auch eine größere Rolle in dem Film übernehmen. Das Drehbuch schrieb der Oscar-Preisträger Ted Tally, der inzwischen verstorbene Dino de Laurentiis war als Co-Produzent genannt.[6]

Im September 2010 äußerte sich Schätzing in der Oktober-Ausgabe des Arte-Magazins zuversichtlich über einen Drehbeginn für das Jahr 2011. Im Moment wäre die Finanzierung des Films noch nicht gänzlich geklärt, so Schätzing.

Auf den Vorhalt, er schreibe seine Bücher so, dass sie leicht verfilmt werden könnten, antwortete Frank Schätzing: „Die Leute glauben, ich schriebe die Bücher so, dass sie verfilmt werden können. Es ist umgekehrt. Ich schreibe meine inneren Filme auf.“[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ausgaben[Bearbeiten]

  • Svärmen. Ekologisk thriller. (schwedisch, übersetzt von Frederik Sjögren), Bazar, Stockholm 2007, ISBN 978-91-7028-063-4.
  • Il quinto giorno. (italienisch, übersetzt von Sergio Vicini), Nord, Mailand 2005.
  • The swarm. A novel of the deep. (englisch, übersetzt von Sally-Ann Spencer), Hodder & Stoughton, London 2006, ISBN 978-03-4089-523-8.
  • Vzpoura oceánů. (tschechisch, übersetzt von Vítězslav Čížek), Knižní klub, Prag 2006.
  • El quinto día. (spanisch, übersetzt von Griselda Mársico), Planeta, Barcelona 2006.
  • O quinta dia. (portugiesisch, übersetzt von Dora Reis), Dom Quixote, Lissabon 2007, ISBN 978-972-20-3237-7.
  • Pedot. (finnisch, übersetzt von Heli Naski), Bazar, Helsinki 2007, ISBN 978-951-9107-57-8.
  • Abysses. (französisch, übersetzt von Danièle Darneau), Presses de la cité, Paris 2008, ISBN 978-2-258-06775-2.
  • Odwet oceanu. (polnisch, übersetzt von Anna Wziątek), Wydawnictwo Dolnośląskie, Wrocław 2006, ISBN 978-83-7384-580-0.
  • Raj. (ungarisch, übersetzt von Losonc Csaba), Athenaeum 2000 Kiadó, Budapest 2005, ISBN 978-963-9471-29-0.

Rezensionen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Berbeli Wanning: Yrrsinn oder die Auflehnung der Natur. Kulturökologische Betrachtungen zu „Der Schwarm“ von Frank Schätzing. In: Kulturökologie und Literatur. Beiträge zu einem transdisziplinären Paradigma der Literaturwissenschaft, herausgegeben von Hubert Zapf, Heidelberg 2008, S. 339–357, ISBN 978-3-8253-5486-2.
  • Patrick Ramponi: Globen, Fluten, Schwärme. Das kulturelle Wissen maritimer Globalisierung am Beispiel von Frank Schätzings „Der Schwarm“. In: Walter Delabar, Frauke Schlieckau (Hrsg.): Bluescreen. Visionen, Träume, Albträume und Reflexionen des Phantastischen und Utopischen. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-769-5, S. 262–273.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Ein Held, wie er im Buche steht“, Technology Review 9/2004
  2. „Aufwandsscheue Recherche – Strafantrag gegen Bestseller-Autor Frank Schätzing“ (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive), ozeane.de
  3. „Kann denn Recherche Sünde sein?“, Interview zu Plagiatsvorwürfen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. April 2005
  4. „Die Detektivin und die Söldner“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Mai 2008
  5. „Der Schwarm: Drehbuchautor für die Bestsellerverfilmung gefunden“, www.moviegod.de
  6. „Hochspannung im Doppelpack“, Kölner Stadt-Anzeiger, 16. Mai 2008
  7. Peter Unfried: Show des Autors Frank Schätzing. So könnte die Zukunft sein. In: taz. 5. März 2010