Kurd-Laßwitz-Preis

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Verleihung des Kurd-Laßwitz-Preises auf dem Elstercon 2008

Der Kurd-Laßwitz-Preis ist ein undotierter Preis, der jährlich von Autoren, Übersetzern, Herausgebern, Verlegern, Lektoren, Graphikern, Fachjournalisten der deutschsprachigen Science-Fiction vergeben wird. Mit Hilfe des Kurd-Laßwitz-Preises sollen herausragende Leistungen vor allem im Bereich der deutschsprachigen Science-Fiction geehrt werden, um damit die Preisträger und die deutschsprachige Science-Fiction zu unterstützen.

Der Preis wurde 1980 nach dem Vorbild des amerikanischen Nebula Award ins Leben gerufen und nach dem deutschen Science-Fiction-Autor Kurd Laßwitz benannt. Ausgezeichnet wird jährlich die jeweils beste Produktion des Vorjahres. Der Preis wurde zunächst in sechs Kategorien vergeben („Roman“, „Erzählung“, „Kurzgeschichte“, „Übersetzer“, „Graphiker“ sowie „Sonderpreis“); 1983 wurde die Kategorie „Bester ausländischer Roman“ eingeführt und 1997 in "Bestes ausländisches Werk" umbenannt. 1987 folgten die Kategorien „Hörspiel“ und „Film“. Während die Kategorie „Hörspiel“ seit 1993 eine eigene Jury besitzt, wurde die Kategorie „Film“ 1996 in die Kategorie „Sonderpreis“ integriert. 1997 wurden die Kategorien „Erzählung“ und „Kurzgeschichte“ zu einer zusammengefasst, und seit 2001 entscheidet in der Kategorie „Übersetzung“ eine Fachjury.

Nominierung und Abstimmung erfolgt durch die Abstimmungsberechtigten, d.h. der im Bereich der Science-Fiction professionell tätigen Autoren, Übersetzer, Graphiker, Lektoren, Verleger, Fachjournalisten und ehemaligen Preisträger. Die Abstimmungsberechtigung und das Abstimmungsverfahren wird in den Statuten des Kurd-Laßwitz-Preises festgelegt.

Preisträger[Bearbeiten]

Bester Roman[Bearbeiten]

Beste Erzählung[Bearbeiten]

  • 1981: Thomas Ziegler, Die sensitiven Jahre
  • 1982: Wolfgang Jeschke, Dokumente über den Zustand des Landes vor der Verheerung
  • 1983: Wolfgang Jeschke, Osiris Land
  • 1984: Thomas Ziegler, Die Stimmen der Nacht
  • 1985: Wolfgang Jeschke, Nekyomanteion
  • 1986: Hans Joachim Alpers und Ronald M. Hahn, Traumjäger
  • 1987: Karl Michael Armer, Umkreisungen
  • 1988: Karl Michael Armer, Die Endlösung der Arbeitslosenfrage
  • 1989: Karl Michael Armer, Malessen mitte Biotechnik
  • 1990: Werner Zillig, Siebzehn Sätze
  • 1991: Thomas Ziegler, Eine Kleinigkeit für uns Reinkarnauten
  • 1992: Horst Pukallus, Das Blei der Zeit
  • 1993: Erik Simon, Von der Zeit, von der Erinnerung
  • 1994: Wolfgang Jeschke, Schlechte Nachrichten aus dem Vatikan
  • 1995: Erik Simon, Angela und Karlheinz Steinmüller unter dem Pseudonym Simon Zwystein, Leichter als Vakuum
  • 1996: Norbert Stöbe, Der Durst der Stadt

Beste Kurzgeschichte[Bearbeiten]

Beste Kurzgeschichte/Erzählung (zusammengefasster Preis)[Bearbeiten]

Bestes ausländisches Werk[Bearbeiten]

Bester Übersetzer[Bearbeiten]

Bester Graphiker[Bearbeiten]

Bestes Hörspiel[Bearbeiten]

ab 1993 von einer Jury vergeben

Bester Film[Bearbeiten]

  • 1987: Rainer Erler, News - Bericht über die Reise in eine strahlende Zukunft
  • 1988: Wim Wenders, Der Himmel über Berlin
  • 1989: Terry Gilliam, Münchhausen
  • 1990: nicht vergeben
  • 1991: Peter Fleischmann, Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein
  • 1992: nicht vergeben
  • 1993: David Fincher, Alien 3
  • 1994: nicht vergeben
  • 1995: nicht vergeben
  • 1996: nicht vergeben

Sonderpreis[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Udo Klotz: Der Kurd-Laßwitz-Preis. In: Kurd Laßwitz: Auf zwei Planeten. Jubiläumsausgabe, hrsg. von Rudi Schweikert, Wilhelm Heyne Verlag, München 1998, S. 1046–1071. ISBN 3-453-13974-7

Weblinks[Bearbeiten]