Diana Rigg

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Dame Diana Rigg, DBE (* 20. Juli 1938 in Doncaster, England) ist eine britische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Diana Rigg wurde in den 1960er Jahren, neben Patrick Macnee als John Steed, als scharfzüngige, schlagkräftige, emanzipierte und oft in Leder gekleidete Emma Peel in der britischen Fernsehserie Mit Schirm, Charme und Melone, im Original The Avengers, weltweit bekannt. Ihre Interpretation der Rolle gab das Vorbild ab für unzählige Nachahmerinnen. So gelten die unabhängigen, selbstbewussten Companions in Doctor Who als Antwort der Produzenten auf den Erfolg der Emma Peel.[1]

Im Kino kam ihr Talent wenig zur Geltung. Am bekanntesten ist noch ihre Rolle als Ehefrau von James Bond in dem Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969), der ursprünglich beim Publikum als Enttäuschung innerhalb der Filmserie um den britischen Geheimagenten galt und erst nach Jahren Anerkennung bei Kritik und Fangemeinde fand. In dem Film Hospital geriet 1971 eine Szene zum Skandal, in der sie einen vermeintlich impotenten Chefarzt durch verbale Erniedrigungen heilen konnte. Die Nackt- und Sexszene wurde dann zu einer jugendfreien Darstellung zusammengeschnitten.

In der britischen Kult-Serie Doctor Who war Rigg 2013 in einer von Mark Gatiss geschriebenen Folge erstmals neben ihrer Tochter Rachael Stirling zu sehen. Beide spielen Mutter und Tochter.[2][1] Ebenfalls 2013 tritt Rigg in der dritten Staffel der mehrfach ausgezeichneten Fantasy-Serie Game of Thrones als Olenna Redwyne, die Queen of Thorns, auf.[3]

Theater[Bearbeiten]

Mehr Erfolg hatte Diana Rigg auf der Theaterbühne in klassischen wie in modernen Rollen, für die sie vielfach ausgezeichnet wurde. 1967 wurde sie Mitglied der Royal Shakespeare Company und 1971 Mitglied des National Theatre of Great Britain. Diana Rigg zählt zu den ersten Schauspielerinnen, die nackt auf der Bühne auftraten (im Stück Abelard and Heloise, 1970). 1979 wurde sie in einer Titelstory des Time Magazine als „Großbritanniens beste Schauspielerin“ gefeiert. 1982 veröffentlichte sie das Buch No Turn Unstoned, eine Sammlung der schlechtesten (und am schlechtesten geschriebenen) Theaterkritiken. Das Buch war zugleich eine Abrechnung mit den Kritikern, die ihr oft übel mitspielten.

Persönliches[Bearbeiten]

Rigg war Vorstandsmitglied der Royal Academy of Dramatic Art und von 1998 bis 2008 Kanzlerin der University of Stirling. 1999 war sie Cameron Mackintosh Visiting Professor of Contemporary Theatre an der University of Oxford. 1987 erhielt sie den Titel "Commander of the Order of the British Empire", 1994 wurde sie von Königin Elisabeth II. zur Dame Commander ernannt.

Rigg war zweimal verheiratet, zunächst mit dem israelischen Maler Menachem Gueffen (1973–76) und später mit dem schottischen Großgrundbesitzer Archibald Stirling (1982–90). Aus der Beziehung mit letzterem stammt ihre Tochter Rachael Stirling (* 1977), die auch Schauspielerin ist. Diana Rigg lebt in Chelsea und in einem französischen Dorf im Département Landes.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Deutsche Synchronstimmen von Diana Rigg auf Synchronkartei.de

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kathleen Tracy: Diana Rigg: The Biography. BenBella Books, Dallas (Texas), 2004, ISBN 1-932100-27-X.
  • Franziska Fischer: "Mrs. Peel, wir werden gebraucht!" Mit Schirm, Charme und Melone - Das Buch zur Serie. Bertz + Fischer Verlag, 2009, ISBN 978-3-86505-159-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Diana Rigg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Christian Junklewitz: Doctor Who: Diana Rigg kommt zu Besuch. Serienjunkies.de, 4. Januar 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  2. Dame Diana Rigg and Rachael Stirling to Star in New Series! BBC, 2. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012 (englisch).
  3. Bernd Michael Krannich: Game of Thrones: Startdatum und 14 neue Darsteller für Staffel 3. Serienjunkies.de, 14. Juli 2012, abgerufen am 15. Juli 2012.
  4. Webseite der Universität. Abgerufen am 20. Juli 2013.
  5. Biographie. Abgerufen am 20. Juli 2013.