Granatapfel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Pflanze Granatapfel, zur anderen Bedeutung siehe Granatapfel (Heraldik).
Granatapfel
Granatapfel (Punica granatum)

Granatapfel (Punica granatum)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
Unterfamilie: Punicoideae
Gattung: Granatäpfel (Punica)
Art: Granatapfel
Wissenschaftlicher Name
Punica granatum
L.
Granatapfel, geschlossen und im Schnitt
Granatapfelbaum in Israel
Blütendiagramm von Punica granatum
Geöffnete Blüte mit vielen Staubblättern
Blüte im Endstadium
Granatapfel mit Blüten
Aufgebrochener Granatapfel
Samen

Der Granatapfel oder Grenadine (Punica granatum) ist eine Pflanzenart, die heute bei weiter Fassung der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) zugerechnet wird. Die aus zwei Arten bestehende Gattung Punica bildet alleine die Unterfamilie Punicoideae (Horan.) S.A.Graham, Thorne & Reveal, manche Autoren führen sie auch noch als eigene monotypische Familie Punicaceae Horan. Ihre rote Frucht wird als Obst gegessen. Die Heimat des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im Mittelmeerraum angebaut.

Der Gattungsname Punica leitet sich von lateinisch puniceus, „purpurrot“ ab und geht auf die die rote Farbe der Blüten und Früchte zurück. Der Artname granatum (von lateinisch granum, „Korn“, „Kern“, „Samen“) wurde wegen der zahlreichen in den Früchten enthaltenen Samenkörner geprägt.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Habitus und Blätter[Bearbeiten]

Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner Baum und wird oft als Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern, wird bis zu 3 Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden. Die Rinde ist rotbraun bis grau. Die jungen Zweige sind oft vierkantig. Die Blattstiele sind 2 bis 10 Millimeter lang. Seine überwiegend gegenständigen, glänzenden, lederigen Laubblätter sind – je nach Sorte – etwa 2 bis 10 Zentimeter lang und 1 bis 2 Zentimeter breit. Nebenblätter fehlen.

Blüten[Bearbeiten]

Im Frühjahr und Sommer trägt er an den Zweigenden große, urnen- bis glockenförmige Blüten. Die zwittrigen Blüten sind fünf- bis neunzählig mit doppeltem Perianth. Ihre Farbe reicht von orangerot bis hellgelb. Es sind viele Staubblätter vorhanden.

Frucht[Bearbeiten]

Die apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht ist der Grenzfall einer Beere, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, aber nicht verholzt. Sie hat einen Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich bis zu 15 Millimeter große, kantige Samen befinden, die von einem glasigen, saftig-prallen, tiefrot bis blassrosa gefärbten Samenmantel (Arillus) umgeben sind, der bei Druck leicht zerplatzt. Die Frucht enthält etwa 400 Samen. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten.

Der Granatapfel enthält größere Mengen von Flavonoiden wie Anthocyane und Quercetin, Polyphenole, vor allem Ellagitannine wie Punicalagin sowie Phenolsäuren wie Ellagsäure und Gallussäure. Er ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Calcium und Eisen.

Kalorien und Nährwerte der frischen Frucht[Bearbeiten]

Der frische Granatapfel ist von ca. Juni bis Dezember bei uns erhältlich. In den ersten Monaten stammt er meist aus Marokko, Israel oder Tunesien, ab Oktober aus Spanien und Italien. Nachfolgend die Kalorien und Nährwerte des frischen Granatapfel auf 100 Gramm:

310 kJ / 74 kcal
0,75 Gramm Eiweiß
0,63 Gramm Fett
16,75 Gramm Kohlenhydrate.

Der im Granatapfel enthaltene Zucker teilt sich auf in 7,9 Gramm Fruktose und 7,2 Gramm Glukose. Weiter sind ca. 2 Gramm Ballaststoffe im Granatapfel enthalten.[2]

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt im westlichen bis mittleren Asien, von der Türkei über den Kaukasus (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Südrussland) sowie Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan östlich bis in den Iran, Afghanistan,Pakistan und China.

Im Mittelmeerraum und im Nahen Osten, beispielsweise im Iran, in Armenien, Ägypten, Spanien, Marokko, Tunesien, Syrien, Palästina, Israel und in Anatolien, wird der Granatapfel seit Jahrtausenden kultiviert (siehe auch Gartenkunst). In Indien wird der Granatapfel als Gewürz angebaut. Auch in Fernost-Asien tritt der Granatapfel auf. In Indonesien ist er als delima bekannt.

Einige Sorten des Granatapfels gedeihen in wintermilden Regionen Mitteleuropas. Ein Strauch blüht zum Beispiel im Vorgarten des Museums für Kunstgewerbe in Budapest. Im Zuge der spanischen Kolonialisierung gelangte der Granatapfel in die Karibik und nach Lateinamerika.

Nutzung[Bearbeiten]

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Granatapfelbaum aus dem Jahr 1653 in den Herrenhäuser Gärten

Die archäologischen Überlieferungsbedingungen für Granatäpfel sind schlecht, da die Frucht meist frisch verzehrt wird und die wasserreiche Schale beim Erhitzen explosionsartig zerbirst. Versuche zeigten, dass lediglich alte Granatäpfel mit relativ ausgetrockneter Schale die Chance haben, zu verkohlen und so überliefert zu werden.[3] Ein verkohlter Granatapfel wurde in den frühbronzezeitlichen Schichten des Tel es-Sa'idiyeh in Jordanien gefunden.[4] Auf Zypern und in Ägypten wurden in der späten Bronzezeit farbige Glasgefäße in Form eines Granatapfels hergestellt.[5] Das bei Kaş in der Türkei gefundene Ulu Burun-Schiff enthielt zyprische Vorratskrüge mit über 1000 Granatapfelsamen.[6] Es ist nach den geborgenen Gefäßen in die Periode SM IIIA2 zu datieren. Granatäpfel wurden als Grabbeigabe in einer Grabkammer eines hohen ägyptischen Beamten aus der Zeit von Ramses IV. gefunden. Im jordanischen Tell Deir ʿAllā im Jordantal[7] wurden Granatäpfel in eisenzeitlichen Schichten geborgen. Im Opferschacht (Favissa) eines eisenzeitlichen Tempels bei ʾEn Hazeva in Edom fanden sich Steinanhänger in Granatapfelform.[8] In der Abiʾor Höhle bei Jericho, die den Rebellen des Bar-Kochba-Aufstandes im Herbst 135 n. Chr. als Unterschlupf diente, wurde unter anderem ein Stück Granatapfelrinde gefunden[9], ein ähnlicher Fund stammt aus der Cave of the Spear in der Nähe von ʾEn Gedi in Israel[10]. In Deutschland ist der Granatapfel etwa im mittelalterlichen Konstanz archäologisch nachgewiesen.[11]

Obstbau[Bearbeiten]

Es sind eine Vielzahl von Formen gezüchtet worden, wobei teils die Blüten, teils die Früchte das Zuchtziel darstellten. Der Zwerggranatapfelbaum (als natürliche Zwergform Punica granatum var. nana, als Zuchtform Punica granatum 'Nana') ist ein kleiner Strauch von bis zu einem Meter Wuchshöhe.

Die Früchte werden von September bis Dezember geerntet. Die fleischig ummantelten Samen kann man mit den Fingern oder mit einem Löffel herauslösen, man kann die Frucht auch horizontal halbieren, die Schale an den dünnen Häutchen einritzen und die Frucht sternförmig zerbrechen oder indem man den Strunk abschneidet und den Granatapfel in einer Schüssel mit Wasser aufbricht. Die Kerne sinken ab, während die Schale und die weißen Häutchen auf dem Wasser schwimmen und leicht zu separieren sind. Außerdem lassen sich die Kerne durch Schlagen auf die Außenschale der halbierten Frucht lösen.

Verwendung[Bearbeiten]

Granatäpfel und deren gepresster Saft sind im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in den USA, in Südeuropa und seit einigen Jahren auch in Mittel- und Nordeuropa weit verbreitet. Aus dem Saft wird auch Granatapfelwein gewonnen, der vor allem von Armenien und Israel exportiert wird. Das Fruchtfleisch oder der Saft des Granatapfels werden in der feinen Küche zur Verfeinerung von Wild- oder Geflügelgerichten oder in Obstsalaten verwendet.

Die Schale des Granatapfels war traditionell Farbstoff für Orientteppiche. Auch in Indien wurde sie zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.

Grenadinesirup, der früher aus Granatapfelsaft hergestellt wurde, gibt dem Tequila Sunrise und verschiedenen anderen Cocktails seinen fruchtigen Geschmack und seine rote Färbung.

Medizinische Bedeutung[Bearbeiten]

Die Wurzel, die Rinde und die gekochte Schale wurden bis ins Mittelalter als Anthelminthikum gegen Bandwürmer eingesetzt.

Über 250 wissenschaftliche Studien[12] zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen[13], Krebs und Arthritis[14] haben könnte. Allerdings sind die meisten Studien Versuche mit Zellkulturen oder Tieren. Die Übertragbarkeit auf den Menschen ist daher fraglich. Bisher wurden sieben klinische Studien (zum Teil randomisierte Doppelblind-Studien) zur Wirkung des Granatapfelsafts veröffentlicht – eine Phase-3-Studie mit 250 Patienten mit Prostatakrebs ist noch nicht abgeschlossen.[15][16][17][18][19][20][21][22]

Der Granatapfel verfügt, selbst im Vergleich zu Rotwein und Blaubeeren, über besonders viele Polyphenole[23], welche möglicherweise für die vermuteten positiven gesundheitlichen Effekte verantwortlich sind. Bei Granatapfelprodukten gibt es beträchtliche Unterschiede bezüglich Qualität und Gehalt an wirksamen Polyphenolen.[24]

In einer In-Vitro-Studie wurde festgestellt, dass Granatapfelsaft die Bildung von körpereigenen Östrogenen hemmte und bei östrogenrezeptor-positiven Brustkrebszellen zu einer Wachstumshemmung von 80 Prozent führte, ohne das Wachstum der gesunden Zellen zu beeinträchtigen. Fermentierter Granatapfelsaft war dabei doppelt so wirksam wie frischer Saft.[25] Auch auf Leukämiezellen wirken die Polyphenole aus fermentiertem Granatapfelsaft: Die Zellen bilden sich entweder zu gesunden Zellen zurück (Redifferenzierung) oder werden in den programmierten Zelltod (Apoptose) getrieben. Außerdem verhindern die Polyphenole, dass sich neue Blutgefäße bilden (Neoangiogenese) - das erschwert die Ausbreitung des Tumors.[26]

Auch gegen Prostatakrebs scheinen die Polyphenole aus fermentiertem Granatapfelsaft besonders wirkungsvoll zu sein, wie eine Reihe von präklinischen Studien zeigt.[27][28] In einer Studie konnten Prostatakrebs-Patienten durch den täglichen Konsum von Granatapfelsaft (570 mg Polyphenole) ihren PSA-Wert, den zentralen Biomarker bei Prostatakrebs, viermal länger konstant halten als vor der Behandlung: In der sechsjährigen Nachbeobachtungsphase stieg die PSA-Verdopplungszeit von 15,4 auf 60 Monate.[29] Nach diesem Erfolg wird die Studie nun ausgeweitet.[30]

In einer Zellkultur-Studie aus dem Jahr 2008 konnte außerdem gezeigt werden, dass auch im Spätstadium des Prostatakrebses Granatapfelsaft noch einen positiven Effekt auf die Zellstruktur haben kann - die Übertragung der Ergebnisse auf den Krankheitsverlauf eines Menschen ist allerdings ohne weitere Untersuchungen nicht möglich.[31] Ähnliche positive Effekte mit hormonunabhängigem Prostatakrebs traten in Tierstudien auf.[32][33]

In einer doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie an 45 Patienten mit koronarer Herzkrankheit erhöhte die tägliche Gabe von 240 ml des Saftes des Granatapfels die Herzmuskeldurchblutung signifikant.[34] Positive Effekte zeichneten sich auch bei einer Studie mit Patienten mit verengter Halsschlagader ab: Nach einem Jahr Granatapfelverzehr verminderten sich die Ablagerungen an der Halsschlagader um 35 %, während sie in der Kontrollgruppe deutlich zunahmen.[35]

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Der Granatapfel ist das Symbol der syrischen Göttin Atargatis.

Griechische Mythologie[Bearbeiten]

Im antiken Griechenland wurde der Granatapfel den Gottheiten der Unterwelt, Hades und Persephone zugeschrieben. Der Unterweltgott Hades entführte Persephone und nahm sie mit in die Unterwelt. Göttervater Zeus beschloss, das Mädchen dürfe zurück zu ihrer Mutter Demeter, wenn sie in der Unterwelt nichts gegessen habe. Kurz vor ihrer Rückkehr drückte Hades ihr sechs Granatapfelkerne in den Mund. Da sie nun doch etwas in der Unterwelt gegessen hatte, musste sie ein Drittel des Jahres in der Unterwelt mit Hades regieren und durfte die anderen zwei Drittel mit ihrer Mutter Demeter verbringen.

Den Streit der Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite, wer die Schönste von ihnen sei, beendete der Trojaner Paris, indem er Aphrodite einen Apfel (Granatapfel) überreichte (siehe Urteil des Paris).

Bibel[Bearbeiten]

Die Frucht wird mehrfach im Alten Testament der Bibel erwähnt. Der Granatapfel soll 613 Kerne haben, genauso viel, wie das Alte Testament Gesetze enthält. Granatäpfel waren laut der Schilderung in 2 Mos 28,33f. Lut Teil des Efods des Hohepriesters, dessen Anfertigung Gott den Israeliten befohlen haben soll. Die abschließenden Knäufe der beiden erzernen Säulen Jachin und Boas vor dem Salomonischen Tempel wurden laut 1 Kön 7,18 Lut von zwei Reihen Granatäpfeln geschmückt. Der erste König Israels, Saul, verweilte nach 1 Sam 14,2 Lut zeitweilig unter einem Granatapfelbaum. Im Hohelied Salomos wird das Wort Granatapfel mehrere Male verwendet, um die Schönheit einer Frau zu untermalen (4,3 Lut, 4,13 Lut, 6,7 Lut). Schließlich findet sich der Granatapfelbaum noch bei den Propheten Joel 1,12 Lut und Hag 2,19 Lut.

Koran[Bearbeiten]

Die Frucht wird auch im Koran erwähnt. Das Vieh (6. Sure), 99: „Und Er ist es, Der Wasser niedersendet aus der Wolke, damit bringen Wir alle Art Wachstum hervor; mit diesem bringen Wir dann Grünes hervor, daraus Wir gereihtes Korn sprießen lassen, und aus der Dattelpalme, aus ihren Blütendolden, (sprießen) niederhängende Datteltrauben, und Gärten mit Trauben, und die Olive und den Granatapfel - einander ähnlich und unähnlich. Betrachtet ihre Frucht, wenn sie Früchte tragen, und ihr Reifen. Wahrlich, hierin sind Zeichen für Leute, die glauben.“

Das Vieh (6. Sure), 141: „Er ist es, Der Gärten wachsen lässt, mit Rebspalieren und ohne Rebspaliere, und die Dattelpalme und Getreidefelder, deren Früchte von verschiedener Art sind, und die Olive und den Granatapfel, einander ähnlich und unähnlich. Esset von ihren Früchten, wenn sie Frucht tragen, doch gebet Ihm die Gebühr davon am Tage der Ernte und überschreitet die Grenzen nicht. Wahrlich, Er liebt die Maßlosen nicht.“

Der Aufenthaltsort der Rechtgläubigen nach ihrem Tode ist ein Garten, "durcheilt von Bächen" (Sure 2, 25), in denen zahlreiche Früchte wachsen. An Pflanzen werden Palmen, Rebstöcke (2, 266; 17, 91; 36, 34) und Granatäpfel (55, 68) erwähnt. „In beiden werden Früchte sein, und Datteln und Granatäpfel.“

Der Granatapfel in der Symbolik[Bearbeiten]

Madonna mit dem Granatapfel (Gemälde von Sandro Botticelli, 1487)

Der Granatapfel ist ein Symbol für Leben und Fruchtbarkeit, aber auch für Macht (Reichsapfel), Blut und Tod. In der christlichen Symbolsprache kann der Granatapfel für die Kirche als Ekklesia stehen, als Gemeinschaft der Gläubigen. Er symbolisiert auch das Enthaltensein der Schöpfung in Gottes Hand bzw. Vorsehung.[36] Er ist außerdem auch Symbol des Priesterstandes, weil er in seiner harten Schale (= Askese des Priesterstandes) reiche Frucht trägt. Aufgrund dieser Symbolik taucht der Granatapfel in zahlreichen mittelalterlichen Tafelgemälden auf. Auf der von Matthias Grünewald 1517/1519 geschaffenen Stuppacher Madonna spielt das Jesuskind mit einem Granatapfel, den ihm seine Mutter Maria reicht. Diese Darstellung steht in der Tradition der seit dem Hochmittelalter nachgewiesenen Marientitel als „Mutter der Kirche“ (mater ecclesiae).

Der Orden der Barmherzigen Brüder hat als Emblem einen Granatapfel mit Kreuz. Der Orden wurde in der spanischen Stadt Granada gegründet, die den Granatapfel in ihrem Wappen führt, außerdem ist der Granatapfel in der katholischen Kirche ein Symbol für Jesus.

Die Stadt Granada, die gleichnamige Provinz und vieler ihrer Orte, sowie Teile des Wappens von Spanien führen den Granatapfel im Wappen, der das alte Königreich Granada nach der Übernahme durch die christlichen Herrscher Spaniens repräsentiert. Möglicherweise ist die Stadt Granada auch nach dem Granatapfel benannt; die umliegende Landschaft ist heute noch ein wichtiges Anbaugebiet.

In China gilt der Granatapfel wegen seiner vielen Kerne als Symbol für Fruchtbarkeit und Kinderreichtum.

Literatur[Bearbeiten]

Der Philosoph Jacques Derrida verweist in einem seiner Texte[37] auf die religiöse Symbolik des Granatapfels.

Der Schriftsteller Stefan Andres veröffentlichte 1950 einen Gedichtband mit dem Titel „Der Granatapfel“.

Sonstiges[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michaela Döll: Heilfrucht Granatapfel. E. A. Herbig, München 2008, ISBN 978-3-7766-2548-6.
  • Stephanie Grabhorn: Granatapfel – Frucht der Götter. Joy-Verlag Oy-Mittelberg 2007, ISBN 978-3-928554-63-3.
  • Der Granatapfel – wirkungsvolle Gesundheitsfrucht für Herz, Gehirn, Prostata und allgemeine Zellgesundheit Verband für ganzheitliche Gesundheitsberatung e.V., 2008, ISBN 978-3981356199.
  • Navindra P. Seeram, Risa N. Schulman, David Heber: Pomegranates: Ancient Roots to Modern Medicine (Medicinal and Aromatic Plants – Industrial Profiles). CRC Press, 2006, ISBN 978-0-8493-9812-4.
  • Aviram et al.: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. In: Clinical Nutrition. Band 23, 2004, S. 116, 423–433, (PDF-Datei; 259 kB).
  • Ignarro et al.: Pomegranate juice protects nitric oxide against oxidative destruction and enhances the biological actions of nitric oxide. In: Nitric Oxide. Band 15, 2006, S. 93–102.
  • Lansky, RA Newman: Punica granatum (pomegranate) and its potential for prevention and treatment of inflammation and cancer. In: Journal of Ethnopharmacology. Band 109, 2007, S. 177–206.
  • Pantuck et al.: Phase II Study of Pomegranate Juice for Men with Rising Prostate-Specific Antigen following Surgery or Radiation for Prostate Cancer. In: Clin Cancer Res. Band 12, 2006, S. 13.
  • Rosenblat, T Hayek, M Aviram: Anti-oxidative effects of pomegranate juice (PJ) consumption by diabetic patients on serum and on macrophages.' In: Atherosclerosis. Band 187, 2006, S. 363–371.
  • Klaus Thiele-Dohrmann: "Die gekrönte Venusfrucht. Geschichten um den Granatapfel." Wilhelm Heyne, 1999, ISBN 3-453-16397-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Granatapfel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Granatapfel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wissenschaft-Online-Lexika: Eintrag zu „Punica granatum L.“ im Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen, abgerufen am 7. November 2013.
  2. Kalorien und Nährwerte abgerufen am 14. November 2013
  3. Caroline R. Cartwright, Grapes or raisins? An early Bronze Age larder under the microscope. Antiquity 296, 2003, 347
  4. Caroline R. Cartwright, Grapes or raisins? An early Bronze Age larder under the microscope. Antiquity 296, 2003, 345-348
  5. http://www.britishmuseum.org/explore/highlights/highlight_objects/gr/g/glass_pomegranate_vessel.aspx
  6. C. Bachhuber, Aegean interest on the Uluburun ship. American Journal of Archaeology 110/3, 2006, 345-363; Cheryl Haldane, Direct evidence for organic cargoes in the Late Bronze Age. World Archaeology 24/3, 1993, 335
  7. R. Neef, Planten. Opgravingen te Deir Alla in de Jordaanvallei. Leiden, Rijksmuseum van Oudheden 1989, 30-37
  8. Sara Ben-Arieh, Temple Furniture from a Favissa at ʾEn Hazeva. ʾAtiqot 68, 2011, 107-175
  9. Kislev, M. E., 1992. Vegetal food of Bar Kokhba rebels at Abi'or Cave near Jericho. In: J. P. Pals, J. Buurman und M. van der Veen (Herausgeber), Festschrift for Professor van Zeist. Review of Palaeobotany and Palynology 73, Tafel 1.
  10. Orit Simchoni and Mordechai E. Kislev, Relict Plant Remains in the 'Caves of the Spear'. Israel Exploration Journal 59/1, 2009, 47. Stable URL: http://www.jstor.org/stable/27927214
  11. H. Küster: Mittelalterliche Pflanzenreste aus Konstanz am Bodensee. In: U. Körber-Grohne, H. Küster (Hrsg.), Archäobotanik. Dissertationes Botanicae 133, 1989, 201-216
  12. Auswahl an Studien durch Pressetext (PDF; 48 kB)
  13. Aviram M., Rosenblat M., Gaitini D., et al: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. In: Clin Nutr. 23, Nr. 3, Juni 2004, S. 423–33. doi:10.1016/j.clnu.2003.10.002. PMID 15158307.
  14. Shukla M, Gupta K., Rasheed Z., Khan K. A., Haqqi T. M. May (2008a) Consumption of hydrolyzable tannins-rich pomegranate extract suppresses inflammation and joint damage in rheumatoid arthritis. Nutrition. 2008 May 17,Online-Publikation vor Druck.
  15. Aviram M et al.: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. Clinical Nutrition (2004) 23: 423–433. PMID 15158307
  16. Esmaillzadeh A et al.: Cholesterol-lowering effect of concentrated pomegranate juice consumption in type II diabetic patients with hyperlipidemia. Int J Vitam Nutr Res (2006) 76:147–151. PMID 17048194
  17. Davidson MH et al.: Effects of consumption of pomegranate juice on carotid intima-media thickness in men and woman at moderate risk for coronary heart disease. Am J Cardiol (2009) 104:936–942. PMID 19766760
  18. Forest CP et al.: Efficacy and safety of pomegranate juice on improvement of erectile dysfunction in male patients with mild to moderate erectile dysfunction: a randomized, placebo-controlled, double-blind, crossover study. International Journal of Impotence Research (2007) 19:564–567. PMID 17568759
  19. Rosenblat M et al.: Antioxidative effects of pomegranate juice (PJ) consumption by diabetic patients on serum and on macrophages. Atherosclerosis. (2006) 187(2):363–371. PMID 16226266
  20. Sumner MD et al.: Effects of pomegranate juice consumption on myocardial perfusion in patients with coronary heart disease. Am J Cardiol. (2005) 96(6):810–814. PMID 16169367
  21. Pantuck AJ et al.: Phase II Study of Pomegranate Juice forMen with Rising Prostate-Specific Antigen following Surgery or Radiation for Prostate Cancer. Clin Cancer Res. (2006) 12;13:4018–4026. PMID 16818701
  22. Pantuck AJ et al.: Long term follow up of phase 2 study of pomegranate juice for men with prostate cancer shows durable prolongation of PSA doubling time. The Journal of Urology (2009) 181(4):295
  23. Comparison of Antioxidant Potency of Commonly Consumed Polyphenol-Rich Beverages in the United States - Volltext pdf
  24. M. Fischer-Zorn, V. Ara: Granatapfelsaft – Chemische Zusammensetzung und mögliche Verfälschungen. In: Flüssiges Obst (2007) 08:386-393.
  25. Kim ND et al.: Chemopreventive and adjuvant therapeutic potential of pomegranate (Punica granatum) for human breast cancer. In: Breast Cancer Res Treat. (2002) 71(3):203-17. PMID 12002340
  26. Kawaii S & Lansky EP: Differentiation-promoting activity of pomegranate (Punica granatum) fruit extracts in HL-60 human promyelocytic leukemia cells. Journal of Medicinal Food. (2004) 7: 13–18. PMID 15117547
  27. Lansky EP et al. Possible synergistic prostate cancer suppression by anatomically discrete pomegranate fractions. Investigational New Drugs. (2005) 7: 13–18. PMID 15528976
  28. Lansky EP et al. Pomegranate (Punica granatum) pure chemicals show possible synergistic inhibition of human PC-3 prostate cancer cell invasion across Matrigel. Investigational New Drugs. (2005) 23: 121–122. PMID 15744587
  29. Pantuck AJ et al.: Long term follow up of phase 2 study of pomegranate juice for men with prostate cancer shows durable prolongation of PSA doubling time. The Journal of Urology (2009) 181 (4): 295.
  30. Pantuck AJ et al. (2006) Phase II Study of Pomegranate Juice forMen with Rising Prostate-Specific Antigen following Surgery or Radiation for Prostate Cancer. Clin Cancer Res. 12;13: 4018–4026.
  31. Hong MY, Seeram NP, Heber D. May (2008). Pomegranate polyphenols down-regulate expression of androgensynthesizing genes in human prostate cancer cells overexpressing the androgen receptor. J Nutr Biochem. Epub ahead of print - PMID 18479901
  32. Malik A et al.: Pomegranate fruit juice for chemoprevention and chemotherapy of prostate cancer. Proceedings of the National Academy of Sciences USA (2005) 102: 14813–14818. PMID 16192356
  33. Albrecht M et al.: Pomegranate extracts potently suppress proliferation, xenograft growth, and invasion of human prostate cancer cells. Journal of Medicinal Food (2004) 7: 274–283. PMID 15383219
  34. Sumner MD et al.(2005) Effects of pomegranate juice consumption on myocardial perfusion in patients with coronary heart disease. Am J Cardiol. 96 (6): 810–814. PMID 16169367
  35. Aviram M et al.: Pomegranate juice consumption for 3 years by patients with carotid artery stenosis reduces common carotid intima-media thickness, blood pressure and LDL oxidation. Clinical Nutrition. (2004) 23: 423–433. PMID 15158307
  36. z.B. bei Theophilus von Antiochien, Ad Autolyticum 1, 4
  37. Jacques Derrida: Glaube und Wissen - Die beiden Quellen der „Religion“ an den Grenzen der bloßen Vernunft. In: Jacques Derrida/Gianni Vattimo (Hrsg.), Die Religion. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2001, S. 9–106, hier: S. 77 und 105.