Hemmingen (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hemmingen
Hemmingen (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hemmingen hervorgehoben
52.3205555555569.747555Koordinaten: 52° 19′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 31,58 km²
Einwohner: 18.445 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 584 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 30953–30966
Vorwahlen: 0511 und 05101 (stadtteilabhängig)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 007
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 01
30966 Hemmingen
Webpräsenz: www.stadthemmingen.de
Bürgermeister: Claus-Dieter Schacht-Gaida (SPD)
Lage der Stadt Hemmingen in der Region Hannover
Region Hannover Niedersachsen Wedemark Burgwedel Neustadt am Rübenberge Burgdorf Uetze Lehrte Isernhagen Langenhagen Garbsen Wunstorf Seelze Barsinghausen Sehnde Hannover Gehrden Laatzen Wennigsen Ronnenberg Hemmingen Pattensen Springe Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Schaumburg Landkreis Nienburg/Weser Landkreis Heidekreis Landkreis Celle Landkreis Peine Landkreis Gifhorn Landkreis HildesheimKarte
Über dieses Bild
Logo der Stadt Hemmingen
Das Rathaus in Hemmingen

Hemmingen ist eine Stadt (seit dem 1. März 1999) südlich von Hannover in Niedersachsen und gehört zur Region Hannover.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Hemmingen besteht aus den sieben Stadtteilen Arnum (Fläche: 4,62 km²), Devese (3,27 km²), Harkenbleck (3,49 km²), Hemmingen-Westerfeld (5,32 km²), Hiddestorf (8,69 km²), Ohlendorf (3,56 km²) und Wilkenburg (2,68 km²). Mit 31,58 km² ist sie der Fläche nach die kleinste Kommune der Region Hannover.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Arnum, Devese, Harkenbleck, Hemmingen-Westerfeld, Hiddestorf, Ohlendorf und Wilkenburg zur neuen Gemeinde Hemmingen zusammengeschlossen.[2] Die sieben ehemaligen Gemeinden haben sich schnell zu einer örtlichen Gemeinschaft zusammengefunden. Charakteristisch für die Ortsteile ist die schnelle Entwicklung nach 1945. Wohnten im Gebiet der heutigen Stadt Hemmingen im Jahre 1939 nur 4.334 Einwohner, sind es heute rund 18.500. Moderne Wohnbauten bestimmen das Ortsbild.

Im Ortsteil Hemmingen-Westerfeld zeigte sich eine stärkere bauliche Entwicklung schon 1935 bis 1939. Zwischen dem dörflichen Bereich Hemmingen und der Bundesstraße 3 entstand die „Siedlung“, neben der Bundesstraße 3 das Wohngebiet Westerfeld.

1956 begannen Rat und Gemeindedirektor der Gemeinde Hemmingen-Westerfeld eine weitsichtige Maßnahme, die im Bundesgebiet und auch im Ausland Beachtung fand: Auf 18 ha wurde von 1958 bis 1962 der Bereich „Ortsmitte“ mit fast 400 Eigenheimen und 300 Mietwohnungen in 3- und 7-stöckigen Gebäuden geschaffen. Gleichzeitig entstand ein Einkaufszentrum mit Geschäften aller Branchen. Mit der ev.-luth. Kirche und dem Rathaus bildete es den Ortsmittelpunkt von Hemmingen-Westerfeld. Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Hemmingen zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Weitere Baugebiete setzten die Entwicklung fort und machten Hemmingen-Westerfeld zu einem bevorzugten Wohngebiet. Neuartige Wohnformen wurden frühzeitig geboten und fanden Anklang. Dies gilt für Gartenhofhäuser ebenso wie für ein Terrassenhaus. In einem neuen Baugebiet an der Berliner Straße entstand 1992 die Seniorenresidenz „Am Rosengarten“.

In den Jahren 2003 und 2004 wurden der Rathausplatz und ein Teil der angrenzenden Gebäude saniert und modernisiert. Das Rathaus wurde teilweise abgerissen und im Neubau erweitert und aufgestockt, um den Anforderungen an eine moderne Verwaltung gerecht zu werden.

Der Neubau einer Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Hemmingen-Westerfeld vor rund 30 Jahren setzte auch im Schulbereich sichtbare Zeichen. Nach einer rund dreijährigen Grundsanierung erstrahlt diese seit 2003 in neuen Farben.

Politik[Bearbeiten]

Rat der Stadt[Bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl 2011 umfasst der Rat der Stadt Hemmingen 26 Sitze; davon fielen 8 an die SPD, 7 an die CDU, 5 an Bündnis 90/Die Grünen, 4 an die Liste DUH (Die Unabhängigen Hemminger), 1 an die PIRATEN und 1 an die Liste BfH (Bürger für Hemmingen).

Partnerstädte[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

In Hemmingen befinden sich drei Grundschulen, die die ersten Jahrgänge betreuen, in Arnum, Hemmingen-Westerfeld und in Hiddestorf.

Die Carl-Friedrich-Gauß-Schule als Kooperative Gesamtschule (KGS) befindet sich in Hemmingen-Westerfeld.

Des Weiteren gibt es in Hemmingen-Westerfeld die Musikschule Hemmingen e.V. Dort können Kinder ab vier Jahren eine sogenannte musikalische Früherziehung oder Grundausbildung erhalten.

Die Stadt Hemmingen verfügt mit dem Jugend-Kultur-Haus in Hemmingen-Westerfeld, sowie den Kinder- und Jugendräumen Arnum über zwei Jugendzentren, in denen Angebote für Kinder und Jugendliche im kreativen, erlebnispädagogischen und außerschulischen Bereich angeboten werden.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 3 führt durch Hemmingen-Westerfeld und Arnum. Für eine seit vielen Jahren geplante Ortsumgehung erging 2004 ein Planfeststellungsbeschluss. Dagegen eingereichte Klagen wurden im Juni 2009 vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg abgewiesen.[3] Im August 2013 erklärte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies, dass die Ortsumgehung für das Land Niedersachsen die höchste Priorität aller Bundesstraßenmaßnahmen habe. Dies sei bei der Vorgängerregierung unter McAllister nicht der Fall gewesen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird wahrscheinlich zum Ende des Haushaltsjahres[veraltet] die dafür benötigten 50 Millionen Euro freigeben.[4]

Hemmingen wird von mehreren Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) erschlossen und mit Nachbargemeinden verbunden.

Die Region Hannover plant, Hemmingen an die Stadtbahn Hannover anzuschließen. Der Bau soll nach der Fertigstellung der Ortsumgehung der B 3 beginnen. Die Region plant einen Baubeginn für das Jahr 2014. Für den Abzweig in Oberricklingen ist die Stadtbahn-Station Wallensteinstraße beim Bau des Hochbahnsteigs bereits verlegt worden.

Die Teile Hemmingens sind untereinander und mit einigen Nachbarorten durch ein annehmbares Wander- und Radwegenetz abseits des Autoverkehrs verbunden, das ein gewisses Maß an Naherholungspotential birgt.

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten]

Im Gewerbegebiet westlich der Bundesstraße 3 findet sich u.a. ein großes Lager der Igepa mit etwa 220 Beschäftigten. Ebenso ist im Ortsteil Arnum ein großes Gewerbegebiet (Hoher Holzweg) mit unter anderen einer renommierten Firma für Straßenabsperrungen und mehrere Familien geführte Unternehmen. An der Bundesstraße befinden sich viele Supermarktketten für den täglichen Bedarf.

Sonstige Einrichtungen[Bearbeiten]

Der Sender Hemmingen des NDR ist eine Sendeanlage für Radio (Mittelwelle und UKW, DAB) sowie digitalem TV (DVB-T) mit einem abgespannten Stahlfachwerkmast von 149,5 Metern Höhe. Ein weiterer 108 Meter hoher Mast wurde 2006 gesprengt, da er nicht mehr benötigt wurde.


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hemmingen (Niedersachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.
  3. Informationen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Ortsumgehung der B 3
  4. Stefan Wittke: B-3-Umgehung Hemmingen, mw.niedersachsen.de, 1. November 2013, abgerufen am 17. November 2013