Islamfeindlichkeit

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Islamfeindlichkeit bezeichnet die Feindseligkeit gegenüber Muslimen sowie deren kategorische Abwertung und Benachteiligung. Daneben existieren die konkurrierenden Bezeichnungen und Konzepte Islamophobie und antimuslimischer Rassismus, die unterschiedliche Schwerpunkte und Wertungen bei der Betrachtung des Phänomens setzen. Umstritten ist, ob Islamfeindlichkeit als Form des Rassismus oder als eine nahe verwandte Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betrachtet werden sollte.[1]

Laut dem britischen Soziologen Chris Allen schafft die Islamfeindlichkeit eine Wirklichkeit, in der es als normal gilt, Muslime als grundsätzlich verschieden von Nichtmuslimen anzusehen und sie folglich auch ungleich zu behandeln.[2]

Islamfeindlichkeit gilt als relativ junges Phänomen und hat erst in den letzten Jahren mediale Aufmerksamkeit erfahren. Die Anfänge der modernen Islamfeindlichkeit reichen jedoch weit ins 20. Jahrhundert zurück und haben mehrere historische Vorläufer, etwa im mittelalterlich-christlichen Bild des Islams, aber auch im westlichen Orientalismus der Neuzeit.[3] Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Islamfeindlichkeit setzte vergleichsweise spät ein. Die erste umfassende Studie des Phänomens sowie der Versuch einer Definition stammen aus dem Jahr 1997. Benennung, Einordnung und Reichweite des Begriffes sind seitdem umstritten.[1]

Definition und Benennung[Bearbeiten]

Chris Allen definiert Islamfeindlichkeit als eine Ideologie, die Muslime und den Islam als das negativ konnotierte „Anderekonstruiert und damit von der Gruppe ausschließt, mit der man sich selbst identifiziert. Islamfeindlichkeit verbreite einseitig negative Sichtweisen über Islam und Muslime und diskriminiere Letztere gegenüber anderen Menschen. Muslime identifiziere sie anhand vermeintlicher oder tatsächlicher Merkmale und Eigenheiten des Islams, also nicht anhand des Selbstbildes der betroffenen Personen. Allen betont, dass Islamfeindlichkeit nicht immer explizit zum Ausdruck gebracht werde. Vielmehr sei sie auch in alltäglichen Praktiken und Diskursen vorhanden, ohne dass sich die darin Involvierten notwendigerweise als islamfeindlich verstehen müssen. Die Diskriminierung von Muslimen äußere sich folglich auch in Handlungen und Äußerungen, die von allen Beteiligten als selbstverständlich wahrgenommen werden. Islamfeindlichkeit ziele darauf ab, negative Wahrnehmungen von Muslimen und Islam als „Wissen“ zu etablieren, also als für objektiv wahr gehaltene Aussagen. Gleichzeitig strebe sie auch eine politische und soziale Benachteiligung von Muslimen in der Gesellschaft an. Laut Allen seien konkrete Inhalte deshalb auch von geringerer Bedeutung, da sie über die Zeit durch andere ersetzt werden könnten und Islamfeindlichkeit wandelbar sei – abgesehen von der negativen Bewertung des Islams und der Muslime an sich. Dennoch seien historische Kontinuitäten empirisch beobachtbar. [4]
Dabei bezeichnet Allen Islamfeindlichkeit als eine dem Rassismus verwandte Ideologie, die aber nicht mit diesem identisch ist, da zu ihrer Rechtfertigung vor allem kulturelle Argumentationsmuster verwendet würden. Ein solcher kultureller Rassismus sei nicht nur problematisch, weil er innerhalb der Rassismusforschung umstritten sei. Die „Kulturalisierung“ von Islam und Muslimen trage überdies dazu bei, dass beide als homogen und monolithisch gesehen würden. Da man bei der Definition einer islamischen Kultur von einer bestimmten Ausprägung des Islam beziehungsweise Verfassung der Muslime ausgehen müsse, nehme man in Kauf, sowohl die Religion als auch die Menschen über deren Kopf hinweg zu kategorisieren. [5]

In dieser Haltung findet Allen bei Robert Miles und Malcolm D. Brown Zustimmung, die in ihren Publikationen ebenfalls die Unterschiede zwischen Rassismus und Islamfeindlichkeit betonen: Zwar gebe es inhaltliche und funktionelle Überschneidung zwischen beiden Phänomenen, beide seien jedoch genauso voneinander zu trennen wie von Sexismus oder Homophobie, wenn man eine Inflation des Rassismuskonzepts vermeiden und die historischen Eigenheiten der Islamfeindlichkeit berücksichtigen wolle. [6][7] Im Gegensatz dazu haben vor allem Rassismustheoretiker wie Étienne Balibar und David Theo Goldberg die Ansicht vertreten, dass Islamfeindlichkeit ebenso wie moderner Antisemitismus lediglich eine von vielen Formen des Rassismus sei. Sie sehen sowohl Kultur als auch Rasse als sozial konstruierte Kategorien, denen keine reale Essenz zugrunde liege. Gleichzeitig betonen sie die Verschmelzung religiöser Aspekte mit klassischen biologisch-rassistischen Diskursen. [8][9]

Die englischen beziehungsweise französischen Begriffe „islamophobia“/„islamophobie“ lehnen sich an den dem Griechischen entlehnten Begriff „Xenophobia“ (Fremdenfeindlichkeit) an. Diese Bezeichnung gilt als problematisch, weil der Wortbestandteil der Phobie auf eine krankhafte beziehungsweise psychische Ursache des Phänomens hindeutet und es damit pathologisiert.[10] Teile der deutschsprachigen Forschung bevorzugen den (an Fremdenfeindlichkeit) angelehnten Begriff der Islamfeindlichkeit, um diesem Dilemma zu entgehen, nehmen dabei aber in Kauf, dass es sich dabei um eine international weniger anschlussfähige Bezeichnung handelt. Problematisch bei beiden Begriffen ist der Fokus auf den Islam statt auf die Muslime als eigentliche Betroffene. Yasemin Shooman befürwortet aus diesem Grund die Verwendung der Bezeichnung „antimuslimischer Rassismus“ beziehungsweise „anti-Muslim racism“. Damit sollen Parallelen zu klassischen Rassismen unterstrichen und Muslime ausdrücklich als Opfer des Phänomens benannt werden. [11] Allen weist ähnliche Vorschläge mit Verweis auf die Unterschiede zwischen Islamfeindlichkeit und Rassismus zurück und meint, dass keiner der Begriffe in der Lage sei, die komplexen Strategien zu erfassen, in denen Muslime indirekt über den Islam angegriffen würden oder der Islam als ganzes, nicht aber Muslime, im Fokus der Feindseligkeit stünden. Als Konsequenz argumentiert er dafür, vorerst bei den etablierten Begriffen zu bleiben. [12]

Inhalte, Funktion und Folgen[Bearbeiten]

Islamfeindlichkeit kann – je nach zeitlichem, regionalem und politischem Kontext – sehr verschiedene Formen annehmen. Ihre vordergründigen Inhalte können sich leicht wandeln, ohne dass dabei der anti-islamische und anti-muslimische Kern angetastet würde. Sie zeigt jedoch, ausgehend von ihrer ideologischen Grundannahme, stets ähnliche Funktionen und Wirkungsweisen. [4]

Für die Islamfeindlichkeit spielen äußere Zeichen und Symbole eine wichtige Rolle. Sie dienen nicht nur der Identifikation von Muslimen, etwa einer Kopftuchträgerin als Muslima, sondern auch der Repräsentation von Muslimen und Islam. So wird eine Moschee nicht nur als architekturelles Symbol für die Anwesenheit von Muslimen, sondern als Wahrzeichen aller negativen Eigenschaften des Islams und der Muslime wahrgenommen. Chris Allen bezeichnet die Moschee in diesem Fall als „Zeichen“, während die Negativbilder von Muslimen und Islam das „Bezeichnete“ beziehungsweise die Bedeutung darstellen. Die Islamfeindlichkeit kennt eine Vielzahl solcher Zeichen, etwa Hidschabs, Halal Food oder den Koran, die alle die gleiche Funktion erfüllen. Sie werden in einer „konzeptuellen Landkarte“ verortet, auf der ihnen eine spezifische Rolle in der Negativdeutung von Muslimen und Islam zukommt. Über diese Landkarte lassen sich einzelne Zeichen in den bestehenden ideologischen Kontext einordnen, mittels einzelner Zeichen können aber auch negative Vorstellungen zu ihrem Träger, dem Muslim, transportiert werden. [13]

Der Hidschab als Zeichen transportiert im Weltbild der Islamfeindlichkeit negative Deutungen von Islam und Muslimen, die zur Legitimation für deren Ablehnung dienen.

Chris Allen zieht einen Vergleich zwischen Islamfeindlichkeit und Rassismus gegenüber Schwarzen: Die Religion der Muslime, der Islam, habe einen ähnlichen Stellenwert wie die Hautfarbe für schwarze Männer. Beide würden primär durch die Brille dieses äußeren Zeichens verstanden, und zwar als homogene Gruppe. Damit würden negative Bedeutungen, die mit diesem Zeichen verbunden sind, auf alle seine Träger übertragen. Als eine Folge würden die betroffenen Gruppen diskriminiert: Während man etwa schwarze Männer unter den Generalverdacht der Kriminalität stelle und deshalb die Unschuldsvermutung missachte, würden Muslime durchweg als potentielle Terroristen gesehen und damit strengeren Sicherheitsvorkehrungen unterworfen als andere Menschen. Nach Allen bedeutet dies, dass weniger die diskriminierenden Praktiken islamfeindlich seien, sondern eher die Deutungsmuster, die ihnen zugrunde liegen und als Legitimation für die Diskriminierung herangeführt werden. Dieser Behandlung können Angehörige der betroffenen Gruppen nicht entgehen, ohne sich aller äußerlichen Zeichen zu entledigen, weil sie über diese stets auf die eine, negative Deutung ihrer selbst reduziert werden. Die Akzeptanz der Ungleichbehandlung mit Verweis auf die negativ konnotierten Deutungen macht Muslime somit zu einer äußeren, einer „anderen“ Gruppe, die sich essentiell von allen anderen Menschen unterscheidet. Im gleichen Zug wird die Eigengruppe positiv aufgewertet – sei es, weil ihr die negativ konnotierten Zeichen der muslimischen Außengruppe fehlen oder weil sie über positiv konnotierte Zeichen verfügt, die den Muslimen fehlen. So dient etwa der Hidschab im Kopftuchstreit dazu, seine muslimischen Trägerinnen als unemanzipiert und ihre Ehemänner und Väter als frauenfeindlich und rückwärtsgewandt darzustellen. [14] Was als Zeichen fungiert und was nicht, unterliegt stets einer Fluktuation und lässt sich deshalb nicht von vornherein festlegen. Die Zeichen lassen sich jedoch von außen stets durch ihren postulierten Bezug zum Islam identifizieren, auch wenn dieser Bezug nicht explizit formuliert werden muss. [15]

Studien haben gezeigt, dass religiöse Diskriminierung und die Wahrnehmung einer islamophoben Gesellschaft dazu führen, dass Muslime in Europa sich mehr mit ihrer Religion und weniger mit dem jeweiligen europäischen Staat identifizieren.[16][17] Zudem deuten Studien darauf hin, dass die Zunahme an negativen Haltungen gegenüber Muslimen die Gesundheit von Mitgliedern muslimischer Minoritäten in Europa negativ beeinflusst.[18] [19] Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 ist allein die Wahrnehmung einer feindlichen Umgebung ausreichend, um eine negative Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Muslimen zu bewirken, unabhängig davon, ob die Betroffenen persönliche Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht haben.[19]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Frage, inwiefern gegenwärtige Islamfeindlichkeit in der Tradition der mittelalterlichen Auseinandersetzung des christlichen Europa mit den muslimischen Reichen in Europa, Nordafrika und Asien zu sehen ist, wird in der Forschung kontrovers diskutiert. Ähnliches gilt für den Orientalismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Konsens ist aber, dass die zeitgenössische Islamfeindlichkeit viele Motive aus der Zeit der Kreuzzüge, der Türkenkriege und des Orientalismus übernommen hat. Zu den wichtigsten dieser Elemente gehören das generalisierende Bild vom Muslim als gewalttätig, übersexualisiert und unzivilisiert sowie die Vorstellung eines angeblich unüberwindbaren Antagonismus zwischen christlichem und aufgeklärtem Abendland und einem romantisierten und ursprünglichen, aber auch irrationalen muslimischen Orient. Da Islamfeindlichkeit auch innerhalb von gleichen Zeiträumen sehr unterschiedliche Formen annehmen kann, fällt es schwer, klare Start- oder Endpunkte für ihre Entwicklung festzulegen. Allerdings lassen sich grob zwei Phasen – spätes 20. und frühes 21. Jahrhundert – festmachen. [20]

20. Jahrhundert: Aufkommender Antagonismus[Bearbeiten]

Foto von Ruhalla Chomeini bei einer Kundgebung
Ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte der modernen Islamfeindlichkeit: Die Machtübernahme Ruhollah Chomeinis im Iran 1979. Die Islamische Revolution wurde als fundamentaler Konflikt zwischen westlichen und islamischen Werten interpretiert.

Der häufigen Annahme, die Geburtsstunde der modernen Islamfeindlichkeit seien die Anschläge vom 11. September 2001 gewesen, wird von Gottschalk/Greenberg widersprochen. Die einschneidenden Ereignisse für die heutige Form der Islamfeindlichkeit, so ihre Gegenthese, lägen vielmehr in den 1970er und 1980er Jahren und seien sowohl in den westlichen Gesellschaften als auch in der politischen Entwicklung der muslimischen Staaten zu suchen. Zu ersten Konflikten zwischen islamisch und westlich geprägten Staaten kam es im israelisch-palästinensischen Konflikt und während der Ölkrisen ab 1973. Beide Ereignisse wurden aber damals noch nicht primär in religiösen, sondern in nationalen Kategorien verstanden. [21] Für Aufsehen in der westlichen Öffentlichkeit sorgte vor allem die iranische Revolution von 1979, bei der die iranische Bevölkerung den vom Westen gestützten Reza Schah Pahlavi stürzte. In der Folge setzte sich ein radikal islamistisches Regime unter Ruhollah Chomeini an die Spitze des Staates. Von den westlichen Medien wurde die Revolution vor allem als Konflikt zwischen westlichen Werten und Interessen und denen des Islam interpretiert und dargestellt. Gleichzeitig wurde der Islam in dieser Berichterstellung mit den gleichen Attributen versehen wie bereits im Orientalismus: Rückständig, gewaltbereit, unaufgeklärt; eine Religion, die vor allem durch das Schwert verbreitet werde. Dieser aufkommende Antagonismus zwischen Westen und Islam blieb aber zunächst wenig wirkmächtig, unter anderem weil er von der kapitalistisch-kommunistischen Konfrontation im Kalten Krieg überdeckt wurde. 1988 erschien Salman Rushdies Buch Die satanischen Verse, in dem er auf die „Satanischen Verse“ Bezug nahm und den Propheten Mohammed auftreten ließ. Von vielen Muslimen wurde das Werk als blasphemisch und als Herabwürdigung des Islam interpretiert. Zwar verbot der Staat Indien das Buch als erstes, die größte Aufmerksamkeit erregte aber 1989 die Fatwa Chomeinis gegen Rushdie, in der er zu dessen Tötung aufrief. Rushdie musste untertauchen, Übersetzer des Buches wurden von Angreifern ermordet oder schwer verletzt. Weltweit kam es zu Protesten gegen die Satanischen Verse. Eine öffentliche Verbrennung des Buches durch eine Gruppe muslimischer Briten wurde von den Medien aufgegriffen und mit den Bücherverbrennung 1933 in Deutschland verglichen. Damit wurden nicht nur die Negativbilder des Islams befeuert, die zehn Jahre zuvor aufgekommen waren. Die christlich geprägten Mehrheiten im Westen entwickelten auch das erste Mal ein Bewusstsein dafür, dass Muslime nicht nur in Asien und Nordafrika, sondern auch in den nationalen Gesellschaften Europas und Nordamerikas lebten. Gleichzeitig wurden in der medialen Darstellung alle Muslime gleichgesetzt und in die Nähe Chomeinis gestellt. [22]

Eingefärbte Karte der Kulturkreise nach Huntington
Die Kulturkreise der Welt nach Samuel P. Huntington mit einer klaren Unterscheidung zwischen westlicher (dunkelblau) und islamischer Welt (grau schraffiert). Kulturalistische Theorien wie die vom Kampf der Kulturen stellen den Islam als inkompatibel mit westlicher Kultur dar und trugen gegen Ende des 20. Jahrhunderts entscheidend zum Bild von Muslimen als Aggressoren bei.
Der rechtspopulistische und 2002 ermordete Politiker Pim Fortuyn hatte sich bereits in den 1990ern gegen eine „Islamisierung“ der niederländischen Kultur ausgesprochen.

Etwa im gleichen Zeitraum kam es zu einem Wandel im Selbstbild vieler Minderheiten in Westeuropa. Die zahlreichen Gastarbeiter, Auswanderer aus den ehemaligen Kolonien und deren Nachkommen in westlichen Staaten hatten sich selbst lange Zeit anhand nationaler oder ethnischer Kategorien definiert. Hingegen wurden beispielsweise muslimische Pakistanis, buddhistische Singhalesen oder hinduistische Inder im Vereinigten Königreich seit den 1950er Jahren von Behörden und Regierungen unterschiedslos zunächst über Hautfarbe (colour), Rasse (race) und schließlich „Blackness“ definiert und zusammengefasst. Alle diese Kategorien waren von außen aufgeprägte Bezeichnungen und widersprachen dem Selbstbild der bisweilen miteinander im Konflikt stehenden Gruppen. Viele aus Südasien stammende Minderheiten verstanden sich nie als Schwarze und fühlten sich in diesem Minderheitendiskurs missachtet. Auch wenn die britische Rassendefinition später auch auf „monoethnische“ Religionsgemeinschaften ausgedehnt wurde (etwa Sikhs oder Juden), fanden etwa aus Pakistan stammende Briten weder als Pakistanis noch als Muslime oder gar Briten im eigentlichen Sinn Anerkennung. Gleichzeitig verzichtete der rassistische Diskurs ab den 1970er Jahren auf klassische rassistische Argumentationsmuster und bezeichnete nun Eigenschaften und Merkmale von Minderheiten, die sich nicht mit einem biologistischen Rassismus deckten. Sowohl das Bedürfnis der Minderheiten, sich selbst zu definieren, als auch das Aufkommen des „Neuen Rassismus“ führten dazu, dass sich Pakistanis, Bangladeshis oder Inder zunehmend entlang ihrer Religion definierten. Aus „Asians“ wurden so Muslime, Hindus und Sikhs. [23] Diese Redefinition der britischen Minderheiten ging in den westlichen Medien zeitlich mit der Wahrnehmung des Islams als äußere Bedrohung einher. Die Protestakte kleiner, radikaler Gruppen wurden als Haltung „des Islams“ beziehungsweise „der Muslime“ interpretiert und damit die nationalen muslimischen Minderheiten mit islamistischen Fundamentalisten gleichgesetzt. Ähnliche Entwicklungen spielten sich wenige Zeit später in Frankreich ab, wo die aus den ehemaligen Kolonien stammenden muslimischen Bevölkerungsgruppen zunehmend als Teil eines globalen, homogenen Islams wahrgenommen werden. [24]

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks fiel der Kommunismus als Bedrohung der westlichen Welt und als gemeinsamer Feind des Westens und islamistischer Bewegungen weg. Der Fokus verlagerte sich damit auf den supponierten Gegensatz zwischen westlicher und islamischer Kultur. Dazu trugen auch Werke wie Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen bei, das die Welt in monolithische, religiös-kulturell definierte und unvereinbare Blöcke einteilte und die Zunahme von Konflikten zwischen diesen Weltteilen voraussagte. Auseinandersetzungen wie der Zweite Golfkrieg, der Bosnienkrieg oder der erste Tschetschenienkrieg wurden zunehmend als Kampf zwischen christlichem Westen und islamischem Osten interpretiert. [25]

21. Jahrhundert: Erstarken der Islamfeindlichkeit[Bearbeiten]

Bild der Freiheitsstatue und dem brennenden World Trade Center
Die Anschläge vom 11. September 2001 wurden zum Ausgangspunkt einer neuen Welle der Islamfeindlichkeit: Sie wurden als Angriff auf westliche Werte wie Freiheit und Fortschritt verstanden und als Legitimation zum Kampf gegen den weltweiten Islamismus herangezogen. Gleichzeitig kam es zu einer Identifikation von Muslimen mit islamistischen Terroristen.

Obwohl die Stereotype und Bilder aus diesem Diskurs an Bedeutung gewonnen hatten, standen sie bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nicht im Zentrum öffentlicher und politischer Wahrnehmung. Die Irak-, Jugoslawien- und Tschetschenienkriege waren stark ethnisch und politisch dominiert, Religion spielte nicht notwendigerweise eine dominante Rolle. Dies änderte sich mit den Anschlägen vom 11. September 2001. Die Attacken islamistischer Terroristen schufen nicht nur ein Bewusstsein für die Existenz eines religiös motivierten Terrorismus. Sie boten in der Folge auch den Rahmen für einen Diskurs, in dem dieser Terrorismus, der Islam und die Muslime weltweit gleichgesetzt oder zumindest in eine große ideologische Nähe zueinander gesetzt wurden. Tendenzen dazu hatte es schon früher gegeben,[26] aber erst durch die enorme mediale Wirkung der Anschläge von 2001 gelangten diese Interpretationsmuster ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Die Terroranschläge dienten nicht nur als Legitimation für Militäreinsätze gegen vermeintlich oder tatsächlich islamistische Regimes und Terrorgruppen in der Welt. Sie boten über die Identifikation des Islams mit dem Terrorismus auch die Grundlage für einen islamfeindlichen Diskurs in den westlichen Staaten, der sich um die nationalen Minderheiten drehte. [27]

Beispiel für islamfeindliche Parolen von Rechtsextremisten (2008)

Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Westeuropa wandten sich Muslimen als neuem Feindbild zu und forderten ihre Entfernung aus der Gesellschaft, während ihnen in den 1990er Jahren noch Asylbewerber und Wirtschaftsflüchtlinge als zu bekämpfende Übel gegolten hatten. Der islamfeindliche Diskurs hielt aber auch in die etablierte Politik und in die Mainstream-Medien Nordamerikas, Australiens und Europas Einzug. So wurde die Frage nach der Vereinbarkeit des Islams und damit der Muslime mit den Grundsätzen westlicher Gesellschaften gestellt. Über Minderheiten wurde nicht länger als Albaner, Marokkaner oder Pakistanis gesprochen, sondern als Muslime. Die Darstellung islamisch geprägter Länder als unterentwickelt, das Bild des Islam als antiliberale Ideologie und die Vorstellung von Muslimen als tendenziell reaktionär, homophob und frauenfeindlich eingestellten Menschen dominierte in den Medien. Muslime wurden als potentielle Terroristen gesehen und etwa im Flugverkehr verschärften Sicherheitskontrollen unterworfen. Die Mohammed-Karikaturen führten 2005 zu gewalttätigen Ausbrüchen seitens muslimischer Gruppen, die von westlichen Medien mehrheitlich als Ausdruck eines Angriffs auf Meinungs- und Religionsfreiheit aufgefasst wurde. Die Islamfeindlichkeit beschränkte sich nach 2001 nicht nur auf Wortäußerungen, es kam zu Schändungen von Moscheen, Morden wie dem an Marwa El-Sherbini oder den Anschlägen von Anders Behring Breivik, der die „Islamisierung Europas“ als Grund für seine Taten angab. Die Opfer solcher Angriffe waren nicht nur Muslime, sondern auch Menschen, die für solche gehalten wurden, etwa Sikhs in Großbritannien. Der islamfeindliche Diskurs wurde dadurch befördert, dass er nicht auf erfundenen Ereignissen oder Haltungen basierte, sondern auf wirklich vorhandene Islamisten und Terroranschläge verweisen konnte. So konnte weitgehend unwidersprochen behauptet werden, dass die Ablehnung und Bekämpfung von Muslimen aus ihren Taten resultiere und somit die Muslime selbst für die Islamfeindlichkeit verantwortlich seien. Dies begann sich erst durch die Anstrengungen islamischer Verbände, antirassistischer Organisationen und staatlicher Stellen zu ändern, die Islamfeindlichkeit nicht nur als Diskriminierung anprangerten, sondern auch ihre wissenschaftliche Erforschung forderten und förderten. Dessen ungeachtet ist Islamfeindlichkeit weiterhin in allen Teilen der europäischen Gesellschaften verbreitet, [28] beispielsweise auch im Tourismus, wobei Reisende bei Aufenthalten in islamischen Ländern neben einer exotistischen Haltung durchaus auch islamfeindliche Positionen einnehmen.[29]

Forschungs- und Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung des Begriffs „Islamophobie“ lässt sich im französischen Sprachraum bis ins Jahr 1910 zurückverfolgen,[30] als der später oft kritisch hinterfragte Wortteil -phobie auch beim damals geläufigen Dysphemismus germanophobie Verwendung fand.[31] Angeblich benutzten die iranischen Mullahs den Begriff „Islamophobie“ in den 1980er Jahren, um säkular orientierte Oppositionelle als unislamisch zu brandmarken; sie lehnten Verordnungen wie das Verhüllungsgebot aufgrund einer Abneigung gegen den Islam ab. Im heutigen sozialwissenschaftlichen Kontext wurde der Begriff wohl zuerst Ende der 1980er Jahre von Tariq Modood, einem muslimischen Forscher am britischen Policy Studies Institute verwendet. Wahrscheinlich stammt er aber aus den britischen muslimischen Gemeinschaften selbst, die Anfang der 1980er Jahre mit diesem Terminus die ihnen entgegenschlagende Abneigung und Diskriminierung benannten. Der antirassistische britische Runnymede Trust war 1994 die erste nichtmuslimische Instanz, die den Begriff aufgriff und Islamfeindlichkeit in dem Bericht A Very Light Sleeper: The Persistence and Dangers of Anti-Semitism als dem Antisemitismus ähnlich einstufte. Dieser Bericht bildete unter anderem die Basis für die Schaffung der Commission on British Muslims and Islamophobia (CBMI), die sich mit dem Phänomen der Islamfeindlichkeit beschäftigen sollte. [32]

1997 erschien schließlich mit Islamophobia: A Challenge for Us All. Report of the Runnymede Trust Commission on British Muslims and Islamophobia die erste wissenschaftliche Publikation, die sich vorrangig mit der Definition, Beschreibung und Verortung von Islamfeindlichkeit beschäftigte.[33] Herausgeber des meist kurz Runnymede Report genannten Berichts waren der Runnymede Trust und die CBMI. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass Islamfeindlichkeit auf einer „geschlossenen Weltsicht“ beruhe. Damit nahm der Bericht auf ein Konzept des US-amerikanischen Sozialpsychologen Milton Rokeach Bezug – eine Herangehensweise, die nicht nur wegen ihres Hangs zum Behavioralismus kritisiert wurde. Chris Allen bemängelte unter anderem auch die fehlende historische Verortung, die vorgefassten Urteile der Studie und fehlende theoretische Grundlagen für die Herleitung der Islamfeindlichkeits-Definition. Weiterhin kritisierte er latent islamfeindliche Positionen in der Studie selbst, die Muslimen unterstelle, für Islamfeindlichkeit mitverantwortlich zu sein. [34] Der Runnymede Report wurde auch von vielen weiteren Soziologen kritisiert,[35] seine wegbereitende Rolle in der Erforschung der Islamfeindlichkeit gilt aber als unbestritten. Malcolm Brown nahm 2000 einen frühen Vergleich von Rassismus und Islamfeindlichkeit vor. Er kam zu dem Schluss, dass beide Phänomene unterschiedliche historische Wurzeln hätten. Sie seien zwar prinzipiell verschieden, beeinflussten sich aber gegenseitig. Brown kam zu dem Schluss, dass Rassismus und Islamfeindlichkeit getrennt voneinander analysiert werden sollten. Während Rassismus eine Erscheinung der Moderne sei, handele es sich bei Islamfeindlichkeit um einen Anachronismus aus vormoderner Zeit. [6] Browns Analyse wurde in seiner und Robert Miles’ Neuauflage des Standardwerkes Racism von 2003 aufgegriffen und vertieft. [36]

Nach dem 11. September 2001 und den darauf folgenden politischen Entwicklungen stieg die Aufmerksamkeit für Islamfeindlichkeit. Folglich stieg auch die Zahl wissenschaftlicher Werke an, die sich mit dem Phänomen beschäftigten. Die meisten dieser Publikationen arbeiteten jedoch mit relativ vagen und theoretisch nur wenig fundierten Definitionen. In der Regel beschränkten sie sich auf die Geschichte des Phänomens oder aber sie analysierten nur aktuelle Erscheinungsformen. Erst 2010 legte Chris Allen eine umfangreichere Monographie vor, die sich speziell mit der Definition, den ideologischen Grundlagen und der Theorie der Islamfeindlichkeit widmete.[37]

Historische Studien für einzelne Staaten liegen für Frankreich mit Thomas Deltombes L’Islam imaginaire[38] und für die Vereinigten Staaten mit Islamophobia. Making Muslims the Enemy[39] von Peter Gottschalk und Gabriel Greenberg vor. Die Geschichte der Islamfeindlichkeit im Vereinigten Königreich hat Chris Allen in mehreren Publikationen nachgezeichnet.[40][41][42] Achim Bühl hat einen Band Islamfeindlichkeit in Deutschland verfasst, [43] und Thorsten Gerald Schneiders von der Universität Münster hat zwei umfangreiche Fachbände zum Thema herausgegeben, die sich mit Islamfeindlichkeit und vergleichend dazu mit der ablehnenden Haltung von Islamkritik befassen.[44] Mit der aktuellen Situation in Deutschland beschäftigt sich unter anderem das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung; in Österreich gibt Farid Hafez das Jahrbuch für Islamophobieforschung heraus.

Die Rolle der Medien im Zusammenhang mit der wachsenden Islamfeindlichkeit ist zunehmend Thema auf gesellschaftspolitischer und wissenschaftlicher Ebene. Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte – Agency for Fundamental Rights (FRA), [45] die die Wahrung der Grundrechte in der EU überwacht, weist immer wieder auf islamfeindliche Haltungen von Medien hin. In den letzten Jahren belegen auch wissenschaftliche Erhebungen[46][47][48] islamfeindliche Positionen und Aussagen in verschiedenen Medien. Die Erforschung von Web 2.0-Inhalten steht noch an den Anfängen. Lohlker[49] und Schiffer[50] widmeten sich den Islaminhalten von Blogs, Thurner[51] untersuchte Online-Foren so genannter Qualitätszeitungen diskursanalytisch. Auch in journalistischem Rahmen wird das Hassposten diskutiert.[52]

In einer Stellungnahme des Jüdischen Kulturvereins Berlin wurde die Islamfeindlichkeit des 21. Jahrhunderts mit Antisemitismus verglichen: „Zunehmend scheinen Antisemitismus und Islamophobie zwei Seiten jener Medaille zu sein, in die stereotypes Handeln und neues Unverständnis mit großen Lettern eingraviert sind.“[53] Der Historiker Wolfgang Benz untersuchte im Jahr 2011 ebenfalls Gemeinsamkeiten zwischen neuer Islamfeindlichkeit und klassischem Antisemitismus.[54] Dabei vertritt er die These, dass zwischen beiden Phänomenen eine Verwandtschaft bestehe.[55]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chris Allen: Justifying Islamophobia: A Post-9/11 Consideration of the European Union and British Contexts. In: The American Journal of Islamic Social Sciences 21 (3), 2004. S. 1–14. (Volltext; PDF; 127 kB)
  • Chris Allen: A Brief History of Islamophobia. In: Arches Quarterly 4 (7), 2010. S. 14–23.
  • Chris Allen: Islamophobia. Ashgate Publishing, London 2010. ISBN 978-0-7546-5139-0.
  • Étienne Balibar: Is there a ’Neo-Racism’? In: Étienne Balibar, Immanuel Wallerstein: Race, Nation, Class: Ambiguous Identities. Verso, London und New York 1991. ISBN 0-86091-542-5, S. 17–28.
  • Wolfgang Benz: Antisemitismus und „Islamkritik“. Bilanz und Perspektive. Metropol, Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-012-7.
  • Malcolm D. Brown: Conceptualising Racism and Islamophobia. In: Jessica ter Wal, Maykel Verkuyten: Comparative Perspectives on Racism. Ashgate Publishing, Aldershot 2000. ISBN 0-7546-1123-X, S. 73–90.
  • Achim Bühl: Islamfeindlichkeit in Deutschland. Ursprünge, Akteure, Stereotypen. VSA-Verlag, Hamburg 2010. ISBN 978-3-89965-444-8.
  • Jocelyn Cesari: Introduction. In: Jocely Cesari: Muslims in the West after 9/11. Religion, Politics and Law. Routledge, Abingdon 2010. ISBN 0-415-77655-4, S. 1–6.
  • Thomas Deltombe: L’Islam imaginaire. Éditions La Découverte, Paris 2005. ISBN 2-7071-4672-2.
  • Clive D. Field: Islamophobia. In: Journal of Contemporary Religion 26 (3), 2011. doi:10.1080/13537903.2011.616070, S. 509–511.
  • David Theo Goldberg: Racial Europeanization. In: Ethnic and Racial Studies 29 (2), 2006. doi:10.1080/01419870500465611, S. 331—364.
  • Peter Gottschalk, Gabriel Greenberg: Islamophobia. Making Muslims the Enemy. Rowman & Littlefield, Lanham 2008. ISBN 0-7425-5286-1.
  • Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012. Wien, new academic press, 2012, ISBN 978-3-99036-001-9
  • Farid Hafez (Hg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2013. Wien, new academic press, 2013, ISBN 978-3-7003-1859-0
  • David Johnston, Grace Lordan: Discrimination makes me sick! An examination of the discrimination–health relationship. In: Journal of Health Economics 2011. doi:10.1016/j.jhealeco.2011.12.002.
  • Jonas Rønningsdalen Kunst, David Lackland Sam, Pål Ulleberg: Perceived islamophobia: Scale development and validation. In: International Journal of Intercultural Relations 2012. doi:10.1016/j.ijintrel.2012.11.001.
  • Jonas Rønningsdalen Kunst, Hajra Tajamal, David Lackland Sam, Pål Ulleberg: Coping with Islamophobia: The effects of religious stigma on Muslim minorities' identity formation. In: International Journal of Intercultural Relations 36 (4), 2012. doi:10.1016/j.ijintrel.2011.12.014, S. 518—532.
  • Margreth Lünenborg et al.: Migrantinnen in den Medien. Darstellungen in der Presse und ihre Rezeption. Bielefeld 2011. ISBN 978-3-8376-1730-6.
  • Robert Miles, Malcolm D. Brown: Racism. Second Edition. Routledge, London und New York 2003. ISBN 0-415-29677-3.
  • Sabine Schiffer: Die Darstellung des Islam in der Presse. Sprache, Bilder, Suggestionen. Eine Auswahl von Techniken und Beispielen. Würzburg 2005. ISBN 3-89913-421-4.
  • Sabine Schiffer: Grenzenloser Hass im Internet. Wie „islamkritische" Aktivisten in Weblogs argumentieren. In: Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.). Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2. Aufl. VS-Verlag, Wiesbaden 2010, S. 355-375. ISBN 978-3-531-16257-7.
  • Thorsten Gerald Schneiders (Hrsg.). Islamfeindlichkeit. Wenn die Grenzen der Kritik verschwimmen. 2. Aufl. VS-Verlag, Wiesbaden 2010. ISBN 978-3-531-16257-7
  • Yasemin Shooman: Islamfeindschaft im World Wide Web. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Islamfeindschaft und ihr Kontext. Dokumentation der Konferenz Feindbild Muslim - Feindbild Jude. Metropol, Berlin 2009, ISBN 978-3-940938-32-9
  • Ingrid Thurner: Die dunkle Seite des Postens. Diskursmuster und Diskursstrategien bei Islamthemen. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2012, S. 154-176. ISBN 978-3-99036-001-9.
  • Ingrid Thurner: Touristen und der Islam. In: Jahrbuch für Islamophobieforschung 2014, S. 46-161. ISBN 978-3-7003-1886-6
  • Maykel Verkuyten, Ali Aslan Yildiz: National (Dis)identification and Ethnic and Religious Identity: A Study Among Turkish-Dutch Muslims. In: Personality and Social Psychology Bulletin 33 (10), 2007, S. 1448—1462.
  • Thomas Schönberger: Der Islam im öffentlichen Bewusstsein. Ein empirisches Lagebild aus einer Kleinstadt in Österreich, hrsg. Ulrike Bechmann / Wolfram Reiss: Anwendungsorientierte Religionswissenschaft, Beiträge zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen, Tectum, Marburg 2013, ISBN 978-3-8288-2855-1
  • Sanna Plieschnegger: Islamkritik aus den eigenen Reihen, Hamed Abdel-Samad und Necla Kelek im Vergleich, hrsg. Ulrike Bechmann / Wolfram Reiss: Anwendungsorientierte Religionswissenschaft, Beiträge zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen, Band 5, Tectum, Marburg 2013, ISBN 978-3-8288-3212-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Islamfeindlichkeit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Allen 2010b, S. 151–153.
  2. Allen 2010b, S. 190.
  3. Allen 2010b, S. 141–142.
  4. a b Allen 2010b, S. 187–190.
  5. Allen 2010b, S. 151–157.
  6. a b Brown 2000, S. 88–89.
  7. Miles & Brown 2003, S. 164.
  8. Balibar 1992, S. 23–24.
  9. Goldberg 2006, S. 359–364.
  10. Allen 2010b, S. 136.
  11. Shooman 2011. Abgerufen am 31. März 2012.
  12. Allen 2010b, S. 135–138.
  13. Allen 2010b, S. 148–151.
  14. Allen 2010b, S. 163–167.
  15. Allen 2010b, S. 171–172.
  16. Kunst, Tajamal, Sam & Ulleberg 2012.
  17. Verkuyten & Yildiz 2007.
  18. Johnston & Lordan 2011.
  19. a b Kunst, Sam & Ulleberg 2012.
  20. Allen 2010a, S. 14–15.
  21. Gottschalk & Greenberg 2008, S. 37–40.
  22. Allen 2010b, S. 38–44.
  23. Allen 2010a, S. 16–18.
  24. Allen 2010b, S. 38–44.
  25. Allen 2010b, S. 38–44.
  26. Brown 2000, S. 82–83.
  27. Cesari 2010, S. 1–4.
  28. Allen 2010b, S. 101–111.
  29. Thurner 2014.
  30. Alain Quellien: La politique musulmane dans l'Afrique occidentale française, 1910, S. 133
  31. siehe Verwendungsnachweis für germanophobie bei Google books Ngram viewer
  32. Allen 2010b, S. 5–14.
  33. Allen 2010b, S. 52.
  34. Allen 2010b, S. 58–72.
  35. Miles & Brown 2003, S. 164–166.
  36. Miles & Brown 2003, S. 162–168.
  37. Field 2011, S. 511.
  38. Deltombe 2011.
  39. Gottschalk & Greenberg 2008.
  40. Allen 2010a.
  41. Allen 2010b.
  42. Allen 2004.
  43. Bühl 2010.
  44. Schneiders 2010.
  45. http://fra.europa.eu/fraWebsite/home/home_en.htm
  46. Schiffer 2005.
  47. Jäger/Halm 2007.
  48. Lünenborg et al. 2011.
  49. Lohlker 2009.
  50. Schiffer 2010.
  51. Thurner 2012.
  52. Ingrid Thurner: Alles ist erlaubt? Über das Hass-Posten. In: Die Presse, 25. November 2010.
  53. Wider die Islamophobie – Terror hat keine Religion (Ein Brief des Jüdischen Kulturvereins Berlin e.V. und eine Ansprache des Vorsitzenden des Muslimrats München, Berlin, 19. November 2004)
  54. Wolfgang Benz: Antisemitismus und „Islamkritik“. Bilanz und Perspektive. Metropol, Berlin 2011, ISBN 978-3-86331-012-7
  55. Wolfgang Benz: Hetzer mit Parallelen. In: Süddeutsche Zeitung, 21. März 2012.

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