Maintal

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der hessischen Stadt Maintal. Für den gleichnamigen Stadtteil von Schweinfurt, siehe Maintal (Schweinfurt), für das Tal des Flusses Main siehe Main#Flusslauf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Maintal
Maintal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Maintal hervorgehoben
50.158.8333333333333100Koordinaten: 50° 9′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 32,4 km²
Einwohner: 36.254 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1119 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63477
Vorwahlen: 06181; 06109 in BischofsheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 019
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Klosterhofstraße 4–6
63477 Maintal
Webpräsenz: www.maintal.de
Bürgermeister: Erhard Rohrbach (CDU)
Lage der Stadt Maintal im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Maintal liegt am Main zwischen Frankfurt am Main und Hanau und gehört dem Main-Kinzig-Kreis als dessen zweitgrößte Stadt nach Hanau an.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Maintal grenzt im Norden an die Gemeinden Niederdorfelden und Schöneck, im Osten an Hanau, im Süden – jeweils durch den Main getrennt – an Mühlheim am Main (Kreis Offenbach) und die Stadt Offenbach (Offenbach-Rumpenheim) sowie im Westen an die Frankfurter Stadtteile Fechenheim und Bergen-Enkheim.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Maintal gliedert sich in die Stadtteile Bischofsheim, Dörnigheim, Hochstadt (Sitz der Stadtverwaltung) und Wachenbuchen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde am 1. Juli 1974 im Zuge der Hessischen Gebietsreform aus der Stadt Dörnigheim und den Gemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Wachenbuchen gebildet.[2] In einer Umfrage vor der Zusammenlegung schlugen die meisten Bürger den Namen „Mainstadt“ vor.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus Maintal

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
33,2 %
31,8 %
16,4 %
11,6 %
4,5 %
2,6 %
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,7 %p
-5,6 %p
+7,4 %p
+4,4 %p
-3,1 %p
-0,7 %p
-0,7 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 33,2 15 34,9 16
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,8 14 37,4 17
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,4 8 9,0 4
WAM Wahlalternative Maintal - Soziale Gerechtigkeit 11,6 5 7,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,5 2 7,6 3
REP Die Republikaner 2,6 1 3,3 2
InJu Initiative Jugend 0,7 0
gesamt 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 39,9 37,6

Bürgermeister[Bearbeiten]

Amtszeit Name Partei
1974–1983 Erwin Henkel SPD
1983–1995 Walter Unger SPD
1995–2001 Erhard Rohrbach CDU
2001–2003 Dorothee Diehl CDU
seit 2004 Erhard Rohrbach CDU

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Luisant (Frankreich), seit 11. April 1974
  • Moosburg (Österreich), seit 21. Oktober 1976
  • Esztergom (Ungarn), seit 15. Juli 1993
  • Katerini (Griechenland), seit 20. März 1994

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die wahrscheinlich bekannteste Maintaler Firma ist die Rasmussen GmbH (seit 2006 Norma Germany GmbH), deren Schlauchschellen und Schlauchverbinder in vielen Autos zu finden sind. Große Gewerbegebiete mit Autozuliefer-, Metall-, Einzelhandel- und Dienstleistungsbetrieben, auch zur Versorgung von Hanau. Ebenfalls, aber recht neu ist der chinesische Relaishersteller Xiamen Hongfa Electroacoustic, mit seiner im Jahr 2003 gegründeten Niederlassung Hongfa Europe GmbH. Hier wird das komplette Angebot aus 110 Relaisfamilien mit allen Gütesiegeln auf den Markt angeboten. Weitere wichtige Unternehmen in Maintal sind:

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Maintal ist über die Bahnstrecke Frankfurt–Hanau (auch „Hanauer Bahn“ genannt) mit Frankfurt am Main und Hanau verbunden. Der Haltepunkt Maintal West (bis Juni 1997 Bischofsheim-Rumpenheim) und der Bahnhof Maintal Ost (bis Juni 1997 Hochstadt-Dörnigheim) liegen im Stadtgebiet.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Über die Autobahn A 66 ist Maintal an Frankfurt am Main und über das Hanauer Kreuz mit der A 45 (Dortmund–Aschaffenburg) verbunden.

Fährverkehr[Bearbeiten]

Fähre Dörnigheim - Mühlheim

Zwei Autofähren über den Main verbinden Maintal mit Mühlheim am Main und Rumpenheim, einem Stadtteil von Offenbach am Main.

Busverkehr[Bearbeiten]

Weiterhin verfügt Maintal über ein Stadtbusnetz, welches die Maintaler Stadtteile untereinander verbindet und Maintal mit der Frankfurter U-Bahn-Station Enkheim. Von dort besteht allerdings während der letzten drei Stunden des Frankfurter U-Bahnverkehrs (werktags) keinerlei Busverbindung mehr nach Maintal. Von den insgesamt 10 Buslinien, die in Maintal fahren, werden 7 von dem Stadtverkehr Maintal betrieben.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Frankfurt.
Nächstgelegener Verkehrslandeplatz ist der Flugplatz Gelnhausen. Ein Segelfluggelände ist der Flugplatz Langenselbold in Langenselbold.

Bildung[Bearbeiten]

Werner-von-Siemens-Schule in Dörnigheim

Im Stadtteil Bischofsheim befinden sich die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, zwei Grundschulen (Villa Kunterbunt Schule und Waldschule) sowie eine Gesamtschule (Erich-Kästner-Schule) und ein Gymnasium (Albert-Einstein-Schule). Zudem ist in diesem Stadtteil auch die Europäische Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung (ESaK) beheimatet, sowie mehrere freie Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen für Vor- und Grundschulkinder. Der Elternverein Bischofsheim e.V. betreibt einen privaten Montessorikindergarten, der nach den Grundsätzen der italienischen Ärztin Maria Montessori arbeitet.

Im Stadtteil Dörnigheim befindet sich eine Grundschule (Wilhelm-Busch-Schule), eine kombinierte Grund-, Haupt-, Realschule (Werner-von-Siemens-Schule), sowie eine Förderschule (Friedrich-Fröbel-Schule).

Die Stadtteile Hochstadt und Wachenbuchen verfügen jeweils über eine Grundschule (Fritz-Schubert-Schule, bzw. Büchertalschule). In Hochstadt ansässig ist auch die Stiftung MainTaler für Demokratieentwicklung von unten mit Bildungsprojekten im Bereich Politik und Wirtschaft.

Kultur[Bearbeiten]

Das kulturelle Leben wird von den Vereinen, den Kirchengemeinden, vom Kulturbüro der Stadt Maintal und dem SeniorenOffice gestaltet. Weit über die Region hinaus sind die Kirchenkonzerte, die Straßenfeste, der Weihnachtsmarkt von Hochstadt und der Ironman bekannt.

Maintals Senioren sind ehrenamtlich aktiv. Über die vielfältigen Betätigungsfelder informiert eine Seniorenzeitung und ein Internetauftritt.

Maintal ist des Weiteren eine Karnevals-Hochburg mit traditionellen Vereinen in allen vier Stadtteilen sowie einem Fastnachtsumzug, der alljährlich am Fastnachtsamstag in Dörnigheim stattfindet.

Umwelt[Bearbeiten]

Am 29. November 2010 unterzeichnete Bürgermeister Erhard Rohrbach die Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen hat sich Maintal damit zum Ziel gesetzt, Potenziale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz weiter auszuschöpfen und die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzubringen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 367.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maintal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien