Freigericht (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freigericht
Freigericht (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freigericht hervorgehoben
50.1386111111119.1338888888889150Koordinaten: 50° 8′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 33,42 km²
Einwohner: 14.264 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 427 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 63579,
63776 (Hüttelngesäß)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06055,
06029 (Hüttelngesäß),
06051 (Birkenhain)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, SLÜ
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 009
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 13
63579 Freigericht
Webpräsenz: www.freigericht.de
Bürgermeister: Joachim Lucas (UWG)
Lage der Gemeinde Freigericht im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Freigericht

Freigericht ist eine ländliche Gemeinde im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie liegt unmittelbar an der bayerischen Grenze. Die Gemeinde Freigericht ist nicht zu verwechseln mit der historischen Region Freigericht Alzenau, zu der außer der hessischen Gemeinde Freigericht folgende, heute bayerische Gemeinden oder Ortsteile gehörten: Stadt Alzenau, Gemeinde Kahl am Main, die Ortsteile Mömbris und Hemsbach der Gemeinde Mömbris sowie der Ortsteil Großwelzheim der Gemeinde Karlstein am Main.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Freigericht liegt nahe dem Rhein-Main-Gebiet, an den Ausläufern des Spessarts, unmittelbar an der hessisch-bayerischen Grenze. Über 40 % des Gemeindegebietes sind bewaldet. Die höchste Erhebung mit 371 m ü. NN ist der Heidkopf in der Sölzert, der niedrigste Punkt liegt auf 140 m ü. NN.

Freigericht liegt zwischen 50°5' und 50°13' nördlicher Breite sowie 9°5' und 9°13' östlicher Länge. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 33,42 km² in einem Seitental der Kinzig.

Blick über das Freigericht vom Aussichtsturm auf dem Rodfeld bei Neuses

Geologie[Bearbeiten]

Im südlichen Teil der Gemeinde wurden diverse Hügelgräber gefunden.

Am 19. Juni 1930 fand man bei Bauarbeiten im Ortsteil Somborn einen etwa 40.000 Jahre alten Mammutzahn, der in die damalige Kreisstadt Gelnhausen verbracht wurde. Mit Errichtung des Heimatmuseums im Freigericht drang die Gemeinde (bisher vergebens) auf Rückgabe.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde Hasselroth
Gemeinde Rodenbach Windrose klein.svg Gemeinde Linsengericht
Landkreis Aschaffenburg
Stadt Alzenau Markt Mömbris Gemeinde Geiselbach und
Geiselbacher Forst (gemeindefreies Gebiet)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Freigericht (Somborn), im Hintergr. m. Neuses, l. tlw. Altenmittlau, im Vordergr. tlw. Gondsroth

Die Gemeinde besteht aus 5 Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Die vier Zentgerichte von Wilmundsheim (heute Alzenau), Hörstein, Mömbris und Somborn (mit einigen weiteren Dörfern) teilten sich früher ein zusammenhängendes Waldgebiet, die sogenannte Hohe Mark. Um 1200 erhielten die Wilmundsheimer Zenten Selbstverwaltungsrechte und wurden zu freien, reichsunmittelbaren Gerichten. Daher stammt der Name Freigericht. Im Jahr 1500 erhielten das Kurfürstentum Mainz und die Grafschaft Hanau-Münzenberg das Freigericht als Reichslehen.[3] Die Gemarkung der heutigen Gemeinde Freigericht besteht überwiegend aus dem Teil des mittelalterlichen Freigerichts, der nach einer Realteilung zwischen Kurmainz und der Landgrafschaft Hessen-Kassel – letztere hatte die Grafschaft Hanau-Münzenberg 1736 geerbt – 1740 an Hessen fiel.

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats zwischen Hanau und Mainz die kirchliche Jurisdiktion bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die Reformation – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – hier nicht durchsetzen. Anders als in den Nachbargemeinden sind hier auch heute noch etwa 66 % der Bevölkerung römisch-katholisch.

Über Jahrhunderte hinweg gab es nur eine Pfarrei in Somborn, zu der neben den heutigen Freigerichter Orten auch Albstadt gehörte. Dieser Ort blieb bei der Teilung des Freigerichts 1740 bei Kurmainz und gehört seit 1972 zu Alzenau. Im 18. Jahrhundert wurden in den einzelnen Orten Kapellen gebaut, aus denen sich nach und nach eigenständige Pfarreien bildeten.

Durch die päpstliche Bulle Provida solersque vom 16. August 1821 kam das hessische Freigericht zur Diözese Fulda.

Im Zuge des Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda (unter anderem bedingt durch den Mangel an Priestern) haben sich die Kirchengemeinden des Freigerichts mit der Kuratie in Hasselroth am 2. Juli 2006 zu einem Pastoralverbund „St. Peter und Paul“ zusammengeschlossen.

Jeweils zwei Gemeinden werden von einem Pfarrer betreut, in Somborn/Hasselroth wirkt darüber hinaus noch ein Kaplan. „Moderator“ (Vorsitzender) des Verbundes ist der Pfarrer von St. Anna und St. Maria, Hasselroth, Ulrich Schäfer.

In Freigericht, das zum Dekanat Kinzigtal gehört, gibt es folgende fünf Gemeinden, deren Pfarrsprengel deckungsgleich mit den Ortsteilen sind:

  • Pfarrei St. Anna, Somborn – Die Mutterpfarrei des Freigerichts (ehemals St. Peter und Paul)
  • Pfarrei St. Bartholomäus, Bernbach
  • Pfarrei St. Markus, Altenmittlau
  • Kuratie St. Michael, Horbach
  • Pfarrei St. Wendelin, Neuses

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Turm der Evangelischen Johanneskirche Freigericht in Somborn

Gut 17 % der Freigerichter sind evangelisch. Sie gehören zur Johannesgemeinde, die alle Ortsteile umfasst. Die Gemeinde wurde 1980 selbstständig, zuvor war sie Filiale der Gemeinde in Niedermittlau. Die evangelische Johannesgemeinde zählt heute ca. 2500 Mitglieder.

Zur Evangelischen Johanneskirche im Ortsteil Somborn wurde am 16. Juni 1963 der Grundstein gelegt. Typisch für die Johanneskirche ist ein hohes Walmdach und ein separat stehender Glockenturm. Am 4. Oktober 1964 wurde die Kirche eingeweiht. Nachdem die Zahl der Protestanten im Freigericht in den Folgejahren stark anstieg, errichtete die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck 1982 für Freigericht eine eigene Pfarrstelle. 1985 wurde vom Kirchenvorstand mit dem Gemeindehaus eine Erweiterung in Auftrag gegeben und an die Kirche angebaut. Über die folgenden zwei Jahrzehnte wurde der Innenraum der Kirche umgestaltet. Herausragende künstlerische Arbeiten sind die den gesamten Innenraum umschließenden farbigen Glasfenster. Die Ausstattung des Sakralraums ist denkbar ungewöhnlich mit der reliefartigen Wandgestaltung und den eigenwilligen Holzskulpturen von Altar, Ambo und Taufbecken. Hinzu kommen ein einfaches Holzkreuz mit Dornenkrone, der riesige geschmiedete Deckenleuchter sowie der Osterkerzenleuchter. Den harmonischen Gesamteindruck tragen die warmen Holztöne des Parkettbodens und des sich weit nach oben öffnenden Deckenraums mit seinem farbigen Giebelfenster.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es im Ortsteil Somborn eine kleine jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge. Die Synagoge wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 durch das Einschreiten des Somborner Bürgermeisters gerettet und überstand auch die Kriegswirren. Später wurde das Gebäude in ein Wohnhaus umgebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freigericht entstand am 1. Januar 1970 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Freigericht: Einwohnerzahlen von 1820 bis 2012
Jahr Einwohner
1820
  
2.584
1834
  
3.693
1840
  
3.755
1846
  
3.964
1852
  
3.877
1858
  
3.721
1864
  
3.786
1871
  
3.634
1875
  
3.885
1885
  
3.768
1895
  
4.142
1905
  
4.951
1910
  
5.604
1925
  
6.175
1939
  
6.833
1946
  
9.144
1950
  
9.737
1956
  
9.686
1961
  
10.464
1967
  
11.791
1970
  
12.145
1980
  
12.642
1990
  
13.248
2000
  
14.662
2005
  
14.982
2006
  
15.017
2008
  
14.873
2009
  
14.704
2010
  
14.630
2011
  
14.344
2012
  
14.288
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.

Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.
Bevölkerungsstatistik des Hessischen Statistischen Landesamts

Politik[Bearbeiten]

Rathaus in Somborn

Die politischen Gremien der hessischen Gemeinde Freigericht bestehen laut Magistratsverfassung aus der Gemeindevertretung, dem Bürgermeister und dem Gemeindevorstand. Der Bürgermeister sitzt dabei dem Gemeindevorstand vor. In den Ortsteilen bestehen Ortsbeiräte. Seit der Kommunalwahl 2001 ist es in Hessen möglich, bei Gemeinde- und Ortsbeiratswahlen zu kumulieren und zu panaschieren, d. h. einer Person bis zu drei Stimmen zu geben bzw. Stimmen auf verschiedene Parteien zu verteilen.
Zur besseren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die sie berühren, gibt es in der Gemeinde Freigericht ein Kinder- und Jugendparlament.
Auf Bundesebene gehörte Freigericht bis 2009 dem Bundestagswahlkreis Hanau an, ab 2013 dem Bundestagswahlkreis Main-Kinzig – Wetterau II – Schotten; im Hessischen Landtag ist die Gemeinde dem Wahlkreis Main-Kinzig I zugeordnet.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Gemeindevertretungswahl 2011
 %
30
20
10
0
27,9 %
22,9 %
19,3 %
13,3 %
12,4 %
2,4 %
1,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-20,0 %p
+1,6 %p
-9,0 %p
+13,3 %p
+12,4 %p
+2,4 %p
-0,8 %p

Die Freigerichter Gemeindevertretung besteht aus 37 Mitgliedern. Seit Gründung der Gemeinde 1970 ist die CDU die stärkste Partei innerhalb der Gemeindevertretung, jedoch musste sie seit ihrem Wahlsieg 2001 erhebliche Verluste verzeichnen. Mit der Kommunalwahl 2011 wurden insgesamt sieben politische Gruppierungen in die Gemeindevertretung gewählt.

FDP und die Liste freier Bürger mit je einem Gemeindevertreter bilden eine Fraktionsgemeinschaft. Anfang 2012 trat ein Gemeindevertreter der BfF in die UWG über, sodass sich die Sitzverteilung entsprechend geändert hat. Im Mai 2012 trat die Fraktionsvorsitzende der BfF in die Fraktionsgemeinschaft Liste freier Bürger/FDP über. Die BfF verfügten somit nur noch über drei Sitze in der Gemeindevertretung. 2013 trat ein weiteres Mitglied der BfF in die Fraktionsgemeinschaft Liste freier Bürger/FDP über, sodass die BfF nur noch zwei Gemeindevertreter stellen, die Fraktionsgemeinschaft Liste freier Bürger/FDP vier.

Parteien und Wählergemeinschaften 2011 2006 2001 1997
 % Sitze  % Sitze  % Sitze  % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,9 10 47,9 18 59,0 22 45,3 17
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 19,3 7 28,3 10 24,2 9 28,8 11
FDP Freie Demokratische Partei 1,8 1 2,6 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,3 5 7,6 3 8,9 3
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht 22,9 8 21,3 8 9,2 3 17,0 6
BfF Bürger für Freigericht 12,4 5
Die Unbestechlichen Die Unbestechlichen - Liste freier Bürger 2,4 1
gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 51,6 48,4 52,2 68,4


Bürgermeister[Bearbeiten]

Als Nachfolger für den nach 18 Jahren ausscheidenden Bürgermeister Franz wurde am 24. September 2006 der damalige Altenmittlauer Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Joachim Lucas (UWG) zum neuen Bürgermeister gewählt und 2012 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Die bisherigen Bürgermeister der Gemeinde Freigericht waren:

  • Georg Kreis (Staatsbeauftragter, 1. Januar 1970 bis 10. Juli 1970) (UWG)
  • Dr. Horst Eberhard Theis (11. Juli 1970 bis 22. November 1971) (CDU)
  • Robert Braatz (12. Mai 1972 bis 30. April 1975) (CDU)
  • Franz Schilling (9. Oktober 1975 bis 15. März 1986) (CDU)
  • Walter Streb (11. Juni 1986 bis 31. Dezember 1988) (CDU)
  • Manfred W. Franz (1. Januar 1989 bis 31. Dezember 2006) (CDU)
  • Joachim Lucas (seit 1. Januar 2007) (UWG)

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Der Gemeindevorstand wird durch die Gemeindevertretung zu Beginn der Legislaturperiode gewählt und besteht aus dem hauptamtlichen Bürgermeister und zehn ehrenamtlichen Beigeordneten. Er ist das Verwaltungsorgan der Gemeinde, das die Beschlüsse der Gemeindevertretung vorbereitet und ausführt.

Kinder- und Jugendparlament[Bearbeiten]

Zur stärkeren Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Entscheidungen der Gemeinde wurde ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. In diesem Parlament sind Jugendliche aus allen Ortsteilen vertreten, insgesamt hat das Kinder- und Jugendparlament 11 Mitglieder. Die Wahlen finden alle zwei Jahre statt, wobei die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren wahlberechtigt sind.[5]

Parteien[Bearbeiten]

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)[Bearbeiten]

Die Christlich Demokratische Union (CDU) Freigericht existiert seit 1945, als sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit Sondergenehmigung der Alliierten Besatzungsmacht die ersten demokratischen Parteien organisieren durften. Die CDU wurde damals nach den Bamberger Richtlinien der heutigen CSU gegründet und schloss sich kurze Zeit später dem neu gegründeten Landesverband Hessen an. Die CDU hat sich in Freigericht nach der Gebietsreform zu einem Gemeindeverband zusammengeschlossen und ist einer der mitgliederstärksten Verbände der CDU Main-Kinzig. Die CDU ist seit Gründung der Gemeinde Freigericht die stärkste politische Kraft in den gemeindlichen Gremien. Seit 1951 gibt es die Junge Union (JU) Freigericht, sie stellt in Freigericht die größte politische Jugendorganisation. Die JU Freigericht ist der mitgliederstärkste Verband im Main-Kinzig-Kreis und einer der mitgliederstärksten in Hessen.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)[Bearbeiten]

Bereits in den 1950er Jahren traten erste Vertreter der SPD auf Wahllisten in den heutigen Ortsteilen Freigerichts auf. Mit dem Zusammenschluss der Ortsteile durch die Gemeindegebietsreform gründete sich die SPD Freigericht. Über die Jahre hinweg konnte sich die SPD im konservativ geprägten Freigericht etablieren und gehört heute zu den aktivsten politischen Gruppierungen in Freigericht. Die Jusos Freigericht sind stark am politischen Geschehen der Gemeinde beteiligt und stellen auch nach der Kommunalwahl 2011 wieder 2 Gemeindevertreter.

Bündnis 90/Die Grünen (Grüne)[Bearbeiten]

In Freigericht gab es eine Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen, die erstmals bei der Kommunalwahl 1993 in die Gemeindevertretung einzog. Bis 2001 bildeten die Grünen mit SPD und UWG eine Koalition in der Gemeindevertretung. Mangels Mitgliedern musste sich der Ortsverband 2005 auflösen. Im Herbst 2010 haben sich die Grünen wiedergegründet mit dem Ziel, bei der bevorstehenden Kommunalwahl anzutreten.

Freie Demokratische Partei (FDP)[Bearbeiten]

Seit 2006 gibt es in Freigericht und Hasselroth einen Ortsverband der FDP, der beim erstmaligen Antreten zur Kommunalwahl 2006 einen Sitz in der Gemeindevertretung erringen konnte und in Somborn einen Sitz im Ortsbeirat. Seit dem Januar 2009 gibt es den Jungen Liberalen Ortsverband Freigericht (kurz: JuLis Freigericht).

Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)[Bearbeiten]

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht (UWG) besteht in ihrer derzeitigen Form seit der Gebietsreform 1970, als sich die in den einzelnen Ortsteilen bestehenden Gruppen zu einer einzigen Gemeinschaft zusammenschlossen. Vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Freigericht waren die Wählergruppen (teils UWG, teils FWG) treibende politische Kräfte in den einzelnen Gemeindevertretungen der fünf Orte. Mit der Gründung der Gemeinde Freigericht verlor die UWG diese Rolle an die CDU. Seit der Kommunalwahl 2006 kommt der UWG wieder ein stärkeres Gewicht zu, zudem stellt sie mit Joachim Lucas den Bürgermeister.

Bürger für Freigericht (BfF)[Bearbeiten]

Im Dezember 2010 gründete sich aus der Bürgerbewegung zur Verhinderung einer Golfplatzerweiterung die Wählergruppe „Bürger für Freigericht“.

Die Unbestechlichen – Liste freier Bürger[Bearbeiten]

Aus der gleichen Bewegung entstand eine weitere Wählerliste, „die Unbestechlichen – Liste freier Bürger“.

Wappen[Bearbeiten]

Freigerichter Gemeindewappen

Blasonierung: In Silber ein gradarmiges schwarzes Tatzenkreuz, kreuzweise belegt mit einem blauen Schlüssel und einem blauen Schwert.

Bedeutung: Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund symbolisiert die alten Beziehungen der Gemeinde zum Bistum Fulda.

Schlüssel und Schwert sind die Symbole der Heiligen Petrus und Paulus, der beiden ältesten Patrone der Somborner Pfarrkirche.

Im weiteren Sinne kann das Schwert auch symbolisch als Gerichtsschwert des Freigerichts gedeutet werden. Diese geschichtlichen Zusammenhänge wurden bei der Wappengebung für die Gemeinde Freigericht herangezogen.

Bereits 1967 wurde dieses Wappen der Gemeinde Somborn verliehen. Die Führung des Wappens wurde der Gemeinde Freigericht am 6. Oktober 1971 durch das Land Hessen genehmigt.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde Freigericht ist eine blaue Bannerflagge mit weißen Seitenstreifen und dem Gemeindewappen.

Die Führung der Flagge wurde am 16. Juni 1972 durch den hessischen Innenminister genehmigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Freigericht ist seit 1972 verschwistert mit St. Quentin-Fallavier, einer Gemeinde nahe Lyon. Seit 2004 bestehen auch freundschaftliche Beziehungen mit Gallicano nel Lazio in Italien. Diese wurden 2011 mit der offiziellen Verschwisterungsfeier gefestigt.

Zusätzlich sind einige der örtlichen Vereine mit anderen Vereinen in Europa befreundet.

Die örtliche Kopernikusschule pflegt zudem Partnerschaften mit über 20 Partnerschulen weltweit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Heimatmuseum

In Somborn gibt es ein Heimatmuseum, in dem das Leben im Freigericht in vergangenen Tagen gezeigt wird. Dieses Museum soll eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart sein und Erinnerungen an die Vorfahren festhalten. Zurzeit wird das Heimatmuseum erweitert, um eine Nachbildung der Freigerichter Kleinbahn aufzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Zigarrenherstellung im Freigericht. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden im Freigericht in Fabriken und in Heimarbeit Zigarren hergestellt.

Musik[Bearbeiten]

Das kulturelle Leben der Gemeinde wird zum großen Teil von den zahlreichen Vereinen gepflegt. Fünf Orchester, ein Spielmanns- und Fanfarenzug, zahlreiche Chöre und weitere Gruppierungen geben jährlich mehrere Konzerte und sind weit über die Grenzen Freigerichts bekannt und geschätzt. Seit Mai 2008 beheimatet die Gemeinde Freigericht mit dem Musikverein „Viktoria“ Altenmittlau 1897 e. V. unter der Leitung seines Dirigenten, Prof. Hans Rückert, den 1. Preisträger des deutschen Orchesterwettbewerbes. Hinzu kommen noch Aufführungen diverser Theatergruppen und weitere Veranstaltungen. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch die Freigerichter „Babbelowende“, Abende, an denen die verschiedenen Freigerichter Dialekte gepflegt werden.

Sommerliche Musiktage[Bearbeiten]

Jährlich im August veranstalten die Gemeinden Freigericht und Rodenbach die „Sommerlichen Musiktage“ auf Hof Trages; an mehreren Abenden werden Konzerte mit Musik aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen gegeben, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Markante Bauwerke in den Freigerichter Ortsteilen sind die Kirchen und ihre Vorgänger-Kapellen.

Hof Trages[Bearbeiten]

Der Hof Trages, ein barockes Hofgut, entwickelte sich Anfang des 19. Jahrhunderts zum Treffpunkt und Rückzugsort zahlreicher Persönlichkeiten der deutschen Romantik.

Hauptartikel: Hof Trages

Fernblick[Bearbeiten]

Rodfeldturm

Am Waldrand, auf dem Rodfeld, entstand 2000 zur 1000-Jahr-Feier des Ortsteils Neuses ein Aussichtsturm. Die Stahlkonstruktion ist öffentlich zugänglich. Der Rodfeldturm bietet Ausblicke auf die Hügel der Wetterau. Auch die Ronneburg ist von hier zu sehen. Des Weiteren sind von dort die Türme der Stadt Frankfurt und die dahinter ansteigenden Taunushöhen gut zu erkennen. Neben dem Aussichtsturm befindet sich eine Gaststätte. Der Ort ist in der Umgebung auch unter dem Namen „Fernblick“ bekannt.

Wetterau-Main-Tauber-Stellung[Bearbeiten]

Entlang der durch natürliche Gräben und Furchen geformten Wälder nahe Bernbach, Horbach und Neuses verläuft die Wetterau-Main-Tauber-Stellung. Dabei handelt es sich um eine Bunkerstellung, die ihren Ursprung in den 1930er Jahren als Ergebnis der Verträge von Versailles hatte. Sie sollte einen französischen Angriff auf das militärisch geschwächte Deutsche Reich verzögern, um Zeit für eine Formierung des auf 100.000 Mann beschränkten Feldheeres zu gewinnen. Gemeinsam mit der Neckar-Enz-Stellung (zwischen Eberbach und den Ausläufern des Schwarzwaldes) sollte einer Teilung des deutschen Reiches an seiner schmalsten Stelle entgegengewirkt werden. Während der Bauzeit vom Frühjahr 1936 bis Sommer 1938 entstanden insgesamt 308 Bunkerbauwerke und 21 Fundamentplatten für Hochstände. Zwei nasse Panzerabwehrgräben wurden im Kinzigtal und im Kahltal ausgehoben. Sechs Panzersperren durch mehrreihige Pfahlhindernisse wurden bei Hain-Gründau, Meerholz, Bernbach, Horbach, Altenmittlau und Neuses angelegt. Auf Freigerichter Gemarkung befanden sich etwa 45 Bunker, drei Fundamentplatten für Maschinengewehr-Hochstände und vier der insgesamt nur sechs Pfahlhindernisse. Dieser Stellungsabschnitt weist die größte Bauwerksdichte in der gesamten Stellung auf. Nur wenige Meter trennen die Bauwerke an manchen Stellen voneinander. Bei den 45 Bunkern handelt es sich vornehmlich um MG-Schartenstände und Unterstände mit ursprünglich vorgesehenen Besatzungsstärken von fünf bis 21 Mann. Kurz nach Beendigung der Bauarbeiten wurden alle Bauwerke ihrer gesamten Einrichtung beraubt, welche für den Bau des späteren Westwalls benötigt wurde. Danach standen die Bauwerke leer. Die Stellung verlor gänzlich an Bedeutung. Erst im Herbst 1944 wurde beschlossen, die Stellung gegen die heranrückenden Amerikaner zu nutzen. Der Mangel an Ausrüstung, Gerätschaften und geschultem Personal führte jedoch dazu, dass die Stellung zu keiner Zeit ein ernst zu nehmendes Hindernis geworden ist. Nach Kriegsende wurden nahezu alle Bauwerke gesprengt. Mittlerweile ist die Natur auf dem besten Weg, sich ihr geraubtes Land zurückzuerobern.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Rodfeldeiche[Bearbeiten]

Die Rodfeldeiche (fälschlicherweise auch als „Rotfelseiche“ bezeichnet) war eine etwa 400 Jahre alte deutsche Eiche und stand auf dem namensgebenden Rodfeld, einem ehemals bewaldeten und im vorigen Jahrhundert gerodeten Hang nahe dem Ortsteil Neuses. Sie gilt als Freigerichter, im Speziellen als Neuseser Wahrzeichen. Der durch einen über Jahre andauernden Pilzbefall geschwächte Baum fiel im Januar 2007 dem Orkan Kyrill zum Opfer. An seiner Stelle wurden eine neue Eiche gepflanzt und ein Gedenkstein errichtet.

Sport[Bearbeiten]

Im Freigericht gibt es neben den Kultur pflegenden Gruppen und Vereinen auch eine große Zahl an Sportvereinen. Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Badminton, Volleyball, asiatische Sportarten, und vieles mehr wird angeboten.

Der im Ortsteil Bernbach beheimatete SV 1919 Bernbach spielte in der Oberliga Hessen und galt als einer besten „Dorfvereine“ Hessens.

Am Hof Trages bei Somborn entstand in den 1990ern ein 18-Loch-Golfplatz.

Wasserliebende Freigerichter kommen im Hallenbad „Platsch“ auf ihre Kosten; auch eine Sauna steht dort zur Verfügung.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Freigericht finden regelmäßig kleinere und größere Feste statt, die von den ansässigen Vereinen organisiert werden.

Am Kerb-Wochenende, dem ersten Wochenende im September, finden in allen Ortsteilen Feste statt, das größte davon im kleinsten Ortsteil Horbach. Der Veranstalter hier ist seit 25 Jahren der „Gesangverein Eintracht Edelweiß e. V.“ und die Fördervereine des Gesangvereins. Die Horbacher Kerb ist die größte Kerb im Main-Kinzig-Kreis.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die Freigerichter Küche ist herzhaft. Eine Spezialität sind hausgemachte Kuchen, hier zuallererst der Freigerichter Hefekuchen vom Blech.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Nördlich des Freigerichts verläuft die A 66 von Frankfurt nach Fulda. Im südlichen Bereich verläuft die L3202 von Gelnhausen nach Alzenau.

Freigerichter Kleinbahn[Bearbeiten]

Die Freigerichter Kleinbahn verkehrte zwischen 1904 und 1955 zwischen den Bahnhöfen Langenselbold und Gelnhausen an der Strecke Frankfurt am Main–Fulda und erschloss die Ortsteile des Freigerichts und Hasselroths. Für das Wirtschaftsleben der kleinen Orte hatte sie entscheidende Bedeutung, denn die Einwohner konnten nun in das Rhein-Main-Gebiet pendeln (Hanau, Offenbach am Main, Frankfurt). Gleichzeitig siedelten sich im Freigericht Betriebe an, in denen hauptsächlich Frauen (unter anderem in Heimarbeit) tätig waren. Mit Zunahme des Straßenverkehrs in den 1950er Jahren war der Betrieb der Bahnlinie nicht mehr wirtschaftlich und wurde eingestellt.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten]

  • Bischof-Dr.-Christian-Schreiber-Schule (Ortsteil Somborn)
  • Schule am Dorfplatz (Ortsteil Altenmittlau)
  • Regenbogenschule (Ortsteil Bernbach)
  • Schule der bunten Raben (Ortsteil Horbach)
  • Konrad-Neumann-Schule (Ortsteil Neuses)

Weiterführende Schulen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Christian Schreiber (* 3. August 1872 in Somborn; † 1. September 1933 in Berlin), Bischof von Meißen und erster Bischof von Berlin
  • Adam Müller, genannt Millerche (* 9. Oktober 1883 in Somborn; † 26. Dezember 1932 in Frankfurt am Main), Volksdichter, Sänger und Humorist hessischer Mundart
  • Konrad Trageser (* 18. Mai 1884 in Altenmittlau; † 14. Januar 1942 im KZ Dachau) war katholischer Priester. Aufgrund „wehrkraftzersetzender Äußerungen“ wurde er 1941 inhaftiert und verstarb nach einer Blutvergiftung im KZ Dachau.
  • Gerhard Benzing (* 22. März 1939 in Freigericht-Neuses; † 10. Mai 2008 in Fulda) war von 1973 bis 2006 Pfarrer in der Pfarrei „St. Goar“ in Flieden, von 1988 bis 2002 Dekan im Dekanat Neuhof und ab 2006 Ehrenbürger der Gemeinde Flieden.
  • Karlheinz Diez (* 1954 in Horbach), Titularbischof von Villa Regis und Weihbischof in Fulda

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • General Orlow, russischer Fürst und Feldherr, soll im Zuge der Napoleonischen Kriege im Somborner Gasthaus Freigericht übernachtet haben; dort wurde ein Zimmer nach ihm benannt.
  • Adolf Amberg, 1874 als Sohn Neuseser Eltern in Hanau geboren, gestorben 1913 in Berlin-Grunewald, Künstler, unter anderem Aachener Ratssilber, Porzellanarbeiten zur preußischen Kronprinzenhochzeit 1905.
  • Irina Mikitenko, Langstreckenläuferin
  • Marcos Álvarez, Fußballspieler, ging hier zur Schule.

Persönlichkeiten, die mit Hof Trages in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die von der Gemeinde Freigericht verliehenen Ehrungen und Auszeichnungen umfassen:

  • Ehrenbürger, für Menschen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinde bemüht haben
  • Ehrenbezeichnungen wie Ehrenbürgermeister oder Gemeindeältester, für Menschen, die mindestens 20 Jahre ihr Mandat ausgeübt haben
  • Bürgermedaille „Bischof-Dr.-Christian-Schreiber-Medaille“, für langjährige politische Tätigkeit, vorbildliches bürgerschaftliches Verhalten, Verdienste um die Völkerverständigung, Verdienste auf wissenschaftlichem, kulturellem, sportlichem oder sozialem Gebiet
  • Jährliche Auszeichnungen (jeweils mit € 300 dotiert)
    • „Bürgerpreis der Gemeinde Freigericht für ehrenamtliche Sozialarbeit“
    • „Anerkennungspreis der Gemeinde Freigericht für besondere Aktivitäten und Leistungen in der Jugendarbeit“
    • „Umweltpreis der Gemeinde Freigericht“
    • „Kulturpreis der Gemeinde Freigericht für künstlerische und kulturelle Leistungen“

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rudolf Schilling: Die jüdische Gemeinde Somborn im Freigericht. C. Frohberg, Freigericht 2002, ISBN 3-9805982-9-2.
  •  Emil Stock: Freigerichter Lexikon. C. Frohberg, Freigericht 2001.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gesamtliste aller prädikatisierter Orte in Hessen 2008 (PDF; 39 KB)
  3. Das freie Gericht von Wilmundsheim
  4. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 17. Dezember 1969 — IV A 22 — 3 k 08/05 — 4/69 — Betrifft: Zusaamenschluß der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn im Landkreis Gelnhausen zu der neuen Gemeinde „Freigericht“ (StAnz. 1/1970 S. 5)
  5. siehe Geschäftsordnung für das Kinder- und Jugendparlament der Gemeinde Freigericht, 27. März 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freigericht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Friedrich Carl von Savigny – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien