SuperLiga (Serbien)

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SuperLiga
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Voller Name Jelen SuperLiga
Abkürzung JSL
Verband Serbischer Fußballverband
Erstaustragung 5. August 2006
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 16
Meister Roter Stern
Rekordmeister Roter Stern (26 Titel)
Rekordspieler SerbeSerbe Nikola Bogić (149)
Rekordtorschütze SenegaleseSenegalese Andrija Kaluđerović (57)
Website www.superliga.rsVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für Champions League
Europa League
Prva Liga (II)

Die SuperLiga (serbisch kyrillisch: Суперлига, deutsch: Superliga) ist die höchste Spielklasse im serbischen Fußball. Sie wurde mit der Saison 2006/07 nach der Auflösung des Staatenbundes Serbien und Montenegro gebildet. Davor war die 1. Liga von Serbien und Montenegro die höchste Spielklasse. Hauptsponsor ist die Apatiner Brauerei, nach deren bekanntestem Bier, das Jelen Bier, die Liga offiziell Jelen SuperLiga heißt.

Serbische Verein spielten zuvor in den Ligen des Königreich Serbien und in der 1. jugoslawischen Liga, die im Jahr 1923 gegründet und bis 2003 andauerte. Nach dem Auflösung Jugoslawiens im Jahr 1992 wurde ein neues Jugoslawien gegründet, welches aus den Teilrepubliken Serbien und Montenegro bestand. Sie behielt den Namen Jugoslawien bis 2003, als das Land seinen Namen in Serbien und Montenegro änderte.

Diese Vereinigung dauerte bis 2006, als Montenegro seine Unabhängigkeit erlangte und schließlich seine eigene Liga bildete. Seitdem ist es ein Wettbewerb ausschließlich für Mannschaften aus Serbien. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde Serbien alleiniger Rechtsnachfolger der 1992 gegründeten Bundesrepublik Jugoslawien. Somit gelten alle gewonnen Titel als gültig und werden weiterhin in Fußball-Wertungen mit einbezogen. Rekordmeister ist Roter Stern Belgrad mit 26 Meistertiteln.

Spielsystem[Bearbeiten]

Seit der Bildung der SuperLiga änderte sich das Spielsystem mehrfach. In den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 wurde in zwei Teilen gespielt. Im ersten Teil wurde die normale Saison mit 22 Spieltagen (Hin- und Rückrunde) ausgespielt. Danach wurden die Spielpaarungen für elf Spieltage einer dritten Runde neu ausgelost. Nach Abschluss der Saison 2007/08 stiegen die letzten zwei Mannschaften direkt in die Prva Liga ab, während die zehntplatzierte Mannschaft ein Relegationsspiel gegen den Drittplatzierten aus der Prva Liga bestritt. Ab der Saison 2009/10 entfällt der zweite Teil, das heißt, es wird nur noch eine Hin- und Rückrunde mit insgesamt 30 Spieltagen ausgetragen.

Im Zuge des Übergangs vom bisherigen System auf das neue mit 16 Mannschaften, stieg nach der Saison 2008/09 nur der Letztplatzierte ab, während die Mannschaften auf den ersten fünf Plätzen der Prva Liga in die SuperLiga aufgestiegen sind. Der Meister der SuperLiga startet die Qualifikation für die UEFA Champions League in der zweiten Runde. Die Mannschaften auf dem zweiten und dritten Platz beginnen die Qualifikation der Europa League in der zweiten Runde, der nationale Pokalsieger in der dritten.

Im Gegensatz zu Deutschland müssen zu Saisonanfang und zur Winterpause jeweils maximal 25 Spieler für die Saison lizenziert werden. Spieler die über diese Kadergröße hinausgehen, können nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Zusätzlich dürfen zwei U21-Spieler zum erweiterten Kader hinzugefügt werden.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Königreich Serbien Teil des 1918 gegründeten Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das sich 1929 in Königreich Jugoslawien umbenannte. Von nun an konkurrierten serbische Vereine im Fußballsystem des neune Landes, dessen 1. Liga 1923 startete und bis 2003 unter der Bezeichnung 1. jugoslawische Fußballliga andauerte. Nach dem Auflösung Jugoslawiens im Jahr 1992 wurde ein neues Jugoslawien gegründet, welches aus den Teilrepubliken Serbien und Montenegro bestand. Sie behielt den Namen bis 2003, als das Land seinen Namen in Serbien und Montenegro änderte. Diese Vereinigung dauerte bis 2006, als Montenegro seine Unabhängigkeit erlangte und schließlich seine eigene Liga bildete. Bis dahin spielten man in der 1. jugoslawischen Liga bzw. 1. Liga von Serbien und Montenegro. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde Serbien alleiniger Rechtsnachfolger der 1992 gegründeten Jugoslawiens. Somit sind die bis dahin gewonnenen Titel serbischer Vereine weiterhin gültig und werden in Fußball-Wertungen mit einbezogen. Rekordmeister sind Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad mit je 25. Meistertiteln.

Saison 2014/15[Bearbeiten]

Die folgenden 16 Klubs spielen während der Saison 2014/15 in der SuperLiga:

Meister[Bearbeiten]

Jugoslawische Liga (1923–1940)[Bearbeiten]

Die Staatsbezeichnung war Königreich Jugoslawien. Zwischen 1923 und 1940 gewann der SK Jugoslavija zwei Meisterschaften, während der BSK mit fünf Titeln und vier Vizemeisterschaften als erfolgreichste Fußballclub des Königreich Jugoslawien gilt.

Verein Titel Jahr
Belgrader SK 5 1931, 1933, 1935, 1936, 1939
SK Jugoslavija 2 1924, 1925

Jugoslawische Liga (1945–1992)[Bearbeiten]

Die Staatsbezeichnung war die Föderative Volksrepublik Jugoslawien, und ab 1963 wurde der Staat in die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien umbenannt.

Verein Titel Jahr
Roter Stern Belgrad 19 1951, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960, 1964, 1968, 1969, 1970, 1973, 1977, 1980, 1981, 1984, 1988, 1990, 1991, 1992
Partizan Belgrad 11 1947, 1949, 1961, 1962, 1963, 1965, 1976, 1978, 1983, 1986, 1987
Vojvodina Novi Sad 2 1966, 1989

Jugoslawische Liga/Serbien und Montenegro Liga (1992–2006)[Bearbeiten]

Die Staatsbezeichnung war Bundesrepublik Jugoslawien, und ab 2003 wurde der Staat in Serbien und Montenegro umbenannt.

Saison Meister Vizemeister 3. Platz Torschützenkönig Tore
1992/93 Partizan  Roter Stern  Vojvodina Anto Drobnjak (Roter Stern)
Vesko Mihajlović (Vojvodina)
22
1993/94 Partizan Roter Stern Vojvodina Savo Milošević (Partizan) 21
1994/95  Roter Stern  Partizan Vojvodina Savo Milošević (Partizan) 30
1995/96 Partizan Roter Stern Vojvodina Vojislav Budimirović (Čukarički) 23
1996/97 Partizan Roter Stern Vojvodina Zoran Jovičić (Roter Stern) 21
1997/98 Obilić Roter Stern Partizan Saša Marković (Železnik / Roter Stern) 27
1998/99 Partizan Obilić  Roter Stern  Dejan Osmanović (Hajduk Kula) 16
1999/00 Roter Stern Partizan Obilić Mateja Kežman (Partizan) 27
2000/01 Roter Stern Partizan Obilić Petar Divić (OFK Belgrad) 27
2001/02 Partizan Roter Stern Sartid Zoran Đurašković (Mladost Lučani) 27
2002/03 Partizan Roter Stern OFK Zvonimir Vukić (Partizan) 22
2003/04 Roter Stern Partizan Železnik Nikola Žigić (Roter Stern) 19
2004/05 Partizan Roter Stern Zeta Marko Pantelić (Roter Stern) 21
2005/06 Roter Stern Partizan Voždovac Srđan Radonjić (Partizan) 20
Verein Titel Jahr
Partizan 8 1993, 1994, 1996, 1997, 1999, 2002, 2003 and 2005
Roter Stern 5 1995, 2000, 2001, 2004 and 2006
Obilić 1 1998

Serbische SuperLiga (seit 2006)[Bearbeiten]

Seit 2006 ist der Staat Serbien eigenständig.

Saison Meister Vizemeister 3. Platz Torschützenkönig(e) Tore
2006/07 Roter Stern Partizan Vojvodina Srđan Baljak (Banat) 18
2007/08 Partizan Roter Stern Vojvodina Nenad Jestrović (Roter Stern) 13
2008/09 Partizan Vojvodina Roter Stern Lamine Diarra (Partizan) 19
2009/10 Partizan Roter Stern OFK Dragan Mrđa (Vojvodina) 22
2010/11 Partizan Roter Stern Vojvodina Ivica Iliev (Partizan)
Andrija Kaluđerović (Roter Stern)
13
2011/12 Partizan Roter Stern Vojvodina Darko Spalević (Radnički) 19
2012/13 Partizan Roter Stern Vojvodina Miloš Stojanović (Jagodina) 19
2013/14 Roter Stern Partizan FK Jagodina Dragan Mrđa (Partizan) 16
Verein Titel Jahr
Partizan 6 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013
Roter Stern 2 2007, 2014

Alle Serbischen Meister (1924–2014)[Bearbeiten]

Serbiens jüngere Geschichte ist geprägt durch seine Rolle als größter Teilstaat Jugoslawiens. Es ist nach dem endgültigen Zerfall Jugoslawiens auch alleiniger Rechtsnachfolger der 1992 gegründeten Bundesrepublik Jugoslawien (ab 2003 Staatenunion Serbien und Montenegro). Somit gelten alle gewonnen Titel als gültig und werden weiterhin in Fußball-Wertungen mit einbezogen. Rekordmeister ist Roter Stern Belgrad mit 26 Meistertiteln.

Verein Titel Jahr
Roter Stern 26 1951, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960, 1964, 1968, 1969, 1970, 1973, 1977, 1980, 1981, 1984, 1988, 1990, 1991, 1992, 1995, 2000, 2001, 2004, 2006, 2007, 2014
Partizan 25 1947, 1949, 1961, 1962, 1963, 1965, 1976, 1978, 1983, 1986, 1987, 1993, 1994, 1996, 1997, 1999, 2002, 2003, 2005, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013
BSK/OFK 5 1931, 1933, 1935, 1936, 1939
Vojvodina 2 1966, 1989
SK Velika Srbija/SK Jugoslavija 2 1924 , 1925
Obilić 1 1998

Ausländer in der SuperLiga[Bearbeiten]

In der Saison 2009/10 spielten 56 Ausländer in der SuperLiga. Über die meisten ausländischen Spieler verfügte die Vojvodina (10 Spieler). Es folgten Roter Stern Belgrad, Partizan Belgrad und Rad Belgrad mit je sechs Spielern. Die meisten ausländischen Spieler stammten aus Montenegro (15 Spieler), allerdings spielten in der SuperLiga auch zehn Brasilianer mit.

Ab der Saison 2010/11 dürfen pro Mannschaft nur noch maximal fünf Spieler mit nichtserbischen Pässen lizenziert werden, ab der Saison 2011/12 nur noch vier.[2]

Sponsoren[Bearbeiten]

Die SuperLiga hat drei Sponsoren:

TV-Rechte[Bearbeiten]

Bis zur Saison 2014/15 hat die Hauptrechte der private Pay-TV-Sender Arenasport die Rechte für die Übertragungen der Jelen SuperLiga. Zusätzlich haben der öffentlich-rechtliche Sender Radio-Televizija Srbije und der Privatsender Prva (nur Heimspiele von Roter Stern Belgrad) die Rechte für je ein Spiel pro Spieltag erworben.[3]

UEFA-Fünfjahreswertung[Bearbeiten]

Platzierung in der UEFA-Fünfjahreswertung (in Klammern die Vorjahresplatzierung). Die Kürzel CL und EL hinter den Länderkoeffizienten geben die Anzahl der Vertreter in der Saison 2014/15 der Champions League bzw. der Europa League an.

  • 23. +1 (24) SchwedenSchweden Schweden (Liga, Pokal) – Koeffizient: 15,625CL: 1, EL: 3
  • 24. −6 (18) SchottlandSchottland Schottland (Liga, Pokal) – Koeffizient: 15,191CL: 1, EL: 3
  • 25. +2 (27) SerbienSerbien Serbien (Liga, Pokal) – Koeffizient: 14,625CL: 1, EL: 3
  • 26. −1 (25) SlowakeiSlowakei Slowakei (Liga, Pokal) – Koeffizient: 14,208CL: 1, EL: 3
  • 27. −1 (26) NorwegenNorwegen Norwegen (Liga, Pokal) – Koeffizient: 14,175CL: 1, EL: 3

Stand: Ende der Europapokalsaison 2012/13[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. JSL: Zvezda licencirala 27, a Partizan 26 igrača (Roter Stern lizenziert 27 und Partizan 26 Spieler) Vesti-online.com 24. Februar 2010.
  2. Zvanično ograničen broj stranaca u klubovima. (Zahl der Ausländer in den Klubs offiziell begrenzt.) sportal.rs, 15. Juli 2009
  3. FSS, Telekom, Arena Sport i Zajednica Superligaša potpisali ugovor o saradnji. Auf: www.tvarenasport.com, 21. März 2012
  4. Bert Kassies: Aktuelle UEFA-Fünfjahreswertung 2013. Abgerufen am 16. Mai 2013 (englisch).