Olympische Sommerspiele 1956/Reiten

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Olympische Ringe
Olympisches Symbol der Sportart Reiten

Die Reiterspiele der Spiele der XVI. Olympiade fanden 1956 im schwedischen Stockholm statt. Vom 10. bis 17. Juni wurden im Stockholmer Stadion aus dem Jahr 1912 die sechs olympischen Wettbewerbe des Reitsportes ausgetragen.

Eine Auslagerung der Reiterspiele von Melbourne in Australien nach Stockholm war notwendig, da die strengen Quarantänebedingungen Australiens eine halbjährige Quarantäne für die Pferde bedeutet hätten. Andere Kandidatenstädte waren Paris (Frankreich), Rio de Janeiro (Brasilien), Berlin (Deutschland), Los Angeles (USA) und Buenos Aires (Argentinien).

Teilnehmer[Bearbeiten]

An den Reiterspielen nahmen 164 Sportler aus 29 Ländern teil.[1] 5 Länder - Ägypten, Kambodscha, Niederlande, Schweiz und Spanien - boykottierten die fünf Monate späteren Spiele in Melbourne und nahmen an weiteren Wettbewerben nicht mehr teil.

Dressur[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferd Punkte
1 SWE Henri Saint Cyr
auf „Juli“
860
2 DAN Lis Hartel
auf „Jubilee“
850
3 EUA Liselott Linsenhoff
auf „Adular“
832


Mannschaft[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferde Punkte
1 SWE Gustaf Adolf Boltenstern jr.
auf „Krest“
Gehnäll Persson
auf „Knaust“
Henri Saint Cyr
auf „Juli“
2475
2 EUA Liselott Linsenhoff
auf „Adular“
Anneliese Küppers
auf „Afrika“
Hannelore Weygand
auf „Perkunos“
2346
3 SUI Henri Chammartin
auf „Woehler“
Gustav Fischer
auf „Vasello“
Gottfried Trachsel
auf „Kursus“
2346


Springreiten[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferd Fehler / Zeit
1 EUA Hans Günter Winkler
auf „Halla
4
2 ITA Raimondo D’Inzeo
auf „Merano“
8
3 ITA Piero D’Inzeo
auf „Uruguay“
11

Im letzten Springen dieses Wettbewerbs zeigte Hans Günter Winkler den berühmten Ritt auf seiner „Wunderstute“ Halla. Er ritt mit einem Leistenbruch unter starken Medikamenten, angeblich ohne Kontrolle über das Pferd zu haben, das ihn aus eigenem Antrieb fehlerfrei über den Parcours trug, zur Goldmedaille. Winkler selbst räumte dieses Gerücht später aus; er habe stets die Kontrolle über sein Pferd gehabt, wenn auch mit großen Schmerzen.

Mannschaft[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferde Fehlerpunkte
1 EUA Alfons Lütke-Westhues
auf „Ala“
Fritz Thiedemann
auf „Meteor
Hans Günter Winkler
auf „Halla“
40
2 ITA Piero D’Inzeo
auf „Uruguay“
Raimondo D’Inzeo
auf „Merano“
Salvatore Oppes
auf „Pagoro“
66
3 GBR Peter Robeson
auf „Scorchin“
Patricia Smythe
auf „Flanagan“
Wilfred White
auf „Nizefela“
69


Vielseitigkeit[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferd Strafpunkte
1 SWE Petrus Kastenman
auf „Iluster“
66,53
2 EUA August Lütke-Westhues
„Trux von Kamax“
84,87
3 GBR Francis Weldon
auf „Kilbarry“
85,48


Mannschaft[Bearbeiten]

Platz Land Reiter und Pferde Strafpunkte
1 GBR Albert Hill
auf „Countryman III“
Arthur Rook
auf „Wild Venture“
Francis Weldon
auf „Kilbarry“
355,48
2 EUA August Lütke-Westhues
auf „Trux von Mamax“
Otto Rothe
auf „Sissi“
Klaus Wagner
auf „Prinzeß“
475,91
3 CAN Jim Elder
auf „Colleen“
Brian Herbinson
auf „Tara“
John Rumble
auf „Cilroy“
572,72


Medaillenspiegel[Bearbeiten]

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 SchwedenSchweden Schweden 3 3
2 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch 1956Gesamtdeutsche Mannschaft Deutschland 2 3 1 6
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 2 3
4 ItalienItalien Italien 2 1 3
6 DanemarkDänemark Dänemark 1 1
7 Kanada 1921Kanada Kanada 1 1
SchweizSchweiz Schweiz 1 1

Quellen[Bearbeiten]

  1. Offizieller IOC Report 1956 Reiten (PDF; 52,7 MB) S. 23