Pierre Joxe

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Pierre Joxe (* 28. November 1934 in Paris) ist ein französischer Politiker des Parti socialiste (PS). Zuletzt war er von 2001 bis 2010 Mitglied des Conseil constitutionnel, des Verfassungsrats.

Leben[Bearbeiten]

Pierre Joxe wurde als Sohn von Louis Joxe, einem Minister unter General de Gaulle, und Françoise-Hélène Halévy im 1. Arrondissement von Paris geboren. Er ist Enkel des Essayisten Daniel Halévy und Urenkel des Bühnenautors, Dramatikers und Librettisten Ludovic Halévy. Zu seinen weiteren Vorfahren zählt der Uhrmacher und Physiker Louis Breguet. Sein Bruder ist der Soziologe Alain Joxe.

Nach dem Erwerb einer Licence en droit begann er im Juni 1960 seine Ausbildung an der École Nationale d'Administration (ENA), die in Frankreich traditionell die Elite der Verwaltungsbeamten ausbildet. Diese Ausbildung schloss Joxe als Mitglied des ENA-Jahrgangs Albert Camus 1962 ab.

Im Juni 1962 begann Joxe seine Tätigkeit am Rechnungshof. Nach der Wahl François Mitterrands zum Präsidenten der französischen Republik 1981 wurde Joxe kurzzeitig Industrieminister. Im Mai 1988 wurde Joxe Innenminister. Nach dem Rücktritt Jean-Pierre Chevènements im Januar 1991 übernahm er das Amt des Verteidigungsministers, das er bis zum März 1993 behielt.

Am 26. Februar 2001 vom Präsidenten der Nationalversammlung zum Mitglied des Verfassungsrates ernannt. Dieses Amt hatte er bis zum 12. März 2010 inne.

Privates[Bearbeiten]

Joxe widmet einen Teil seines Privatlebens der Musik. Er spielt seit seiner Kindheit Klavier, das er von seiner Großmutter, einer Pianistin[1] und Cousine Georges Bizets, erlernte. Im Alter von 60 Jahren begann er mit dem Violoncello-Spiel mit der Motivation, die sechs Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach spielen zu können.

Werke[Bearbeiten]

  • Un socialisme du possible (1970, mit François Mitterrand)
  • Parti socialiste (1973, mit Jean François Mezières)
  • Atlas du socialisme (1973)
  • À propos de la France (1998)
  • L'édit de Nantes : Une histoire pour aujourd'hui (1998)
  • L'édit de Nantes : Réflexions pour un pluralisme religieux (2004)
  • Pourquoi Mitterand ? (2006)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Emmanuel Davidenkoff: Pierre Joxe. Radiosendung auf France Musique aus der Sendereihe Les enfants de la musique, 6. März 2010. (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]