Positano

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Positano
Positano (Italien)
DEC
Positano
Staat: Italien
Region: Kampanien
Provinz: Salerno (SA)
Koordinaten: 40° 38′ N, 14° 29′ O40.63333333333314.4833333333330Koordinaten: 40° 38′ 0″ N, 14° 29′ 0″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 8 km²
Einwohner: 3943 (2006)
Bevölkerungsdichte: 483 Einw./km²
Postleitzahl: 84017
Vorwahl: 089
ISTAT-Nummer: 065100
Demonym: Positanesi
Schutzpatron: San Vito
Website: Positano
Positano von unten

Positano ist ein Ort an der Amalfiküste in der Provinz Salerno, Kampanien, Italien, mit 3.943 Einwohnern (Stand 31. Januar 2006). Der Ort ist vom Fremdenverkehr geprägt. Es existiert eine Städtepartnerschaft mit dem deutschen Ort Thurnau.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Nachbargemeinden sind: Agerola (NA), Pimonte (NA), Praiano und Vico Equense (NA).

Positano ist geprägt von steilen Gassen und vielen Treppen; dem Schriftsteller John Steinbeck zufolge ist Positano „der einzige senkrechte Ort der Welt“. Zum Gemeindegebiet gehört auch die kleine Inselgruppe Li Galli sowie die beiden Bergdörfer Montepertuso und Nocelle.

[Bearbeiten] Positano Moda

In Positano werden Textilien unter dem Namen Positano-Moda hergestellt. Der rustikale Modestil zeichnet sich durch farbenfrohe und intensive Buntheit, Einfallsreichtum und den reichhaltigen Einsatz von Spitze aus. Es werden hauptsächlich natürliche Materialien wie Leinen und Baumwolle verwendet.

[Bearbeiten] Sonstiges

Gilbert Clavel, ein Schweizer, der am frühen Futurismus mitwirkte, baute 1919–1927 einen verfallenen Wachturm des 16. Jahrhunderts zu einem Gesamtkunstwerk aus, das Siegfried Kracauer in seinem Text Felsenwahn in Positano beschrieb.

Der deutsche Dichter, Erzähler und Pazifist Armin T. Wegner verbrachte dort ab 1936 einige Jahre des Exils.

Auch der deutsche Schriftsteller Stefan Andres lebte von 1937 bis 1948 in Positano. Eines seiner Bücher trägt den Ortsnamen als Titel (Positano. Geschichten aus einer Stadt am Meer, München 1957. Auch mehrere anderer seiner Romane haben Positano (literarische Chiffre Città morta) zum Schauplatz. Die Stadt hat zu seinen Ehren die Straße, in welcher der Schriftsteller lebte via Stefan Andres benannt.

Zu den Emigranten, die während der Zeit des Nationalsozialismus für kürzere oder längere Zeit in Positano Zuflucht fanden, gehören u.a. auch die Maler Kurt Craemer, Bruno Marquart und Martin Wolff sowie die Schriftsteller Walter Meckauer, Joe Lederer und Elisabeth Castonier

Der deutsche Pianist Wilhelm Kempff lebte von 1968 bis zu seinem Tod in Positano.

Die Stadt ist Mitglied der Cittaslow, einer 1999 in Italien gegründeten Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Literatur

  • Adolf von Hatzfeld: Positano, Freiburg 1925.
  • Kurt Craemer: Mein Panoptikum, Hamburg 1965.
  • Giuseppe Vespoli: Storia di Positano, Salerno 1976.
  • Carlo Knight: La torre di Clavel, Capri 1999.
  • Klaus Voigt: Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945, 2 Bände, Stuttgart 1989.
  • Dieter Richter, Matilde Romito: Stefan Andres und Positano. Ein Schriftsteller und Künstler "am Rande der Welt", Salerno 2000.
  • Dieter Richter, Matilde Romito, Michail Talalay: In fuga dalla storia. Esuli dai totalitarismi del Novecento sulla Costa d´Amalfi, Salerno 2005.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Positano – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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