Shinagawa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Shinagawa-ku
品川区
Shinagawa
Geographische Lage in Japan
Shinagawa (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Tokio
Koordinaten: 35° 37′ N, 139° 44′ O35.609183333333139.73014722222Koordinaten: 35° 36′ 33″ N, 139° 43′ 49″ O
Basisdaten
Fläche: 22,72 km²
Einwohner: 371.768
(1. Februar 2014)
Bevölkerungsdichte: 16.363 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 13109-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Shinagawa
Baum: Shii-Castanopsis, Ahorn
Blume: Rhododendron indicum
Vogel: Lachmöwe
Rathaus
Adresse: Shinagawa City Hall
2-1-36, Hiro-machi
Shinagawa-ku
Tōkyō 140-8715
Webadresse: http://www.city.shinagawa.tokyo.jp
Lage Shinagawas in der Präfektur Tokio
Lage Shinagawas in der Präfektur
Ebara-Schrein
Blick aus einem Gebäude auf Tennōzu Isle

Shinagawa (jap. 品川区, -ku) ist einer der 23 Bezirke der japanischen Präfektur Tokio. Er liegt im Süden Tokios, der Hauptstadt Japans.

Geographie[Bearbeiten]

Shinagawa gliedert sich in die Teile Ebara (荏原地区, -chiku), Ōi (大井地区, -chiku), Ōsaki (大崎地区, -chiku), Shinagawa (品川地区, -chiku) und Yashio (八潮地区, -chiku).

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige „Sonderbezirk“ Shinagawa entstand am 3. Mai 1947 in der Besatzungszeit bei der Ausweitung (bzw. Wiederherstellung) der seitdem auch in der Verfassung garantierten Selbstverwaltung der Gebietskörperschaften, wobei noch für Jahrzehnte umstritten blieb, ob diese Garantie sich auch auf die „Sonderbezirke“ (Tokio) erstreckt. Kurz zuvor war am 15. März 1947 der Bezirk Shinagawa aus dem Zusammenschluss der seit 1943 präfekturunmittelbaren Bezirke Ebara und Shinagawa der im Krieg abgeschafften Stadt Tokio entstanden. Die beiden Stadtbezirke waren 1932 entstanden, als die Städte (-machi) Shinagawa, Ebara, Ōsaki und Ōi aus dem Landkreis Ebara in die Stadt Tokio eingemeindet wurden. Die Stadt Shinagawa war bis zur Abschaffung der Kreisverwaltungen in den 1920er Jahren Sitz der Kreisverwaltung gewesen. In der frühen Meiji-Zeit war das Gebiet Teil der Präfektur Shinagawa, die bis 1871 Teile der Provinz Musashi verwaltete.

Während der Edo-Zeit war Shinagawa die erste Poststation der Tōkaidō. Mit den vielen Hotels mit 6000 Zimmern um den Bahnhof – der höchsten Konzentration in ganz Tokio – setzt sich diese Poststationsfunktion in die Gegenwart fort.

Verkehr[Bearbeiten]

Der gleichnamige Bahnhof befindet sich im benachbarten Stadtbezirk Minato.

Bildung[Bearbeiten]

In Shinagawa befinden sich die Hoshi-Universität, die Risshō-Universität, die Seisen-Universität, die Shōwa-Universität und die Sugino-Frauenuniversität.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zahlreiche japanische Unternehmen haben ihren Unternehmenssitz in Shinagawa.

Politik[Bearbeiten]

Fraktionen im Parlament
(Stand: 14. Juni 2013)[1][2]
     
Von 36 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister von Shinagawa ist seit 2006 Takeshi Hamano, vorher Beamter und ab 2002 Vizebürgermeister (joyaku). Seine zweite Amtszeit läuft im Oktober 2014 aus.[3][4] Das Parlament von Shinagawa hat regulär 40 Mitglieder und wird bei einheitlichen Regionalwahlen (letzte Runde: 2011) gewählt.

Bei Präfekturparlamentswahlen bildet der Bezirk einen Viermandatswahlkreis, der bei der letzten Wahl 2013 zwei Liberaldemokraten und je ein Mitglied von Kōmeitō und KPJ wählte.

Für das Unterhaus bildet Shinagawa zusammen mit einem Teil von Ōta sowie den Kleinstädten und Dörfern auf den Izu- und Ogasawara-Inseln den Wahlkreis Tokio 3. Seit der Wahl 2000 vertraten den Wahlkreis im Wechsel der Demokrat Jin Matsubara (2000–2005 und 2009–2012) und der Liberaldemokrat Hirotaka Ishihara (2005–2009 und seit 2012).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shinagawa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bezirksparlament Shinagawa: Fraktionen
  2. Fraktionswebsites: LDP, Kōmeitō, Minshu Kaikaku Net, Minna Mushozoku, KPJ
  3. Offizielle Website Hamanos
  4. Bezirksverwaltung Shinagawa: Mitteilungen des Bürgermeisters