Sojus 30

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Missionsemblem
Emblem der Mission
Missionsdaten
Mission: Sojus 30
NSSDC ID: 1978-65
Raumschiff: Sojus 7K-T (GRAU-Index 11F615A9)
Seriennummer 67
Masse: 6.800 kg
Trägerrakete: Sojus U (GRAU-Index 11A511U)
Rufzeichen: Кавказ (Kawkas - „Kaukasus“)
Besatzung: 2
Start: 27. Juni 1978, 15:27:21 UTC
Startplatz: Baikonur LC1
Raumstation: Saljut 6
Angekoppelt an Saljut 6: 28. Juni 1978, 17:07:50 UTC
Abgekoppelt von Saljut 6: 5. Juli 1978, 10:15:40 UTC
Landung: 5. Juli 1978, 13:30:20 UTC
Landeplatz: 300 km westlich von Zelinograd
Flugdauer: 7d 22h 2m 59s
Erdumkreisungen: 125
Umlaufzeit: 88,83 (91,31) min
Bahnneigung: 51,66°
Apogäum: 261,3 (363) km
Perigäum: 197,6 (337,6) km
Navigation
Vorherige
Mission:
Sojus 29
Nachfolgende
Mission:
Sojus 31

Sojus 30 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Es war der 5. Besuch eines Sojus-Raumschiffs bei dieser Raumstation und der 49. Flug im sowjetischen Sojusprogramm.

Besatzung[Bearbeiten]

Hauptmannschaft[Bearbeiten]

Nach Schatalow und Jelissejew (beide 1971) war Klimuk erst der dritte Kosmonaut, der zu einem dritten Raumflug kam.

Ersatzmannschaft[Bearbeiten]

Missionsüberblick[Bearbeiten]

Landekapsel von Sojus 30 in Warschau

Mit dem Start von Sojus 30 wurde der zweite Interkosmonaut Miroslaw Hermaszewski aus der Volksrepublik Polen zur Saljut-6-Station gebracht. Kommandant war der erfahrene Pjotr Klimuk. Dieser Flug hatte große politische Bedeutung vor dem Hintergrund der wachsenden antisowjetischen und antikommunistischen Grundhaltung in Polen.

Kern der relativ einheitlichen Interkosmos-Missionen waren Originalübertragungen des Starts, von Gesprächen mit den jeweiligen Partei- bzw. Staatschefs und Grüße an die Heimatbevölkerung. Daneben wurden Beobachtungen und Aufnahmen (mit der mit MKF-6-Kamera auch multispektral) des Heimatlandes des Gastes, medizinisch-biologische Untersuchungen und Experimente mit landestypischen Produkten durchgeführt. Der Gastbesuch war auf ca. sieben Tage und 21,5 h (mit nur einer Toleranz von +/- einer Stunde) ausgelegt. Die Vorbereitung dieser Missionen benötigte nicht besonders viel Zeit, da auf meist in der Sowjetunion ausgebildete (also sprachkundige) Militärflieger zurückgegriffen werden konnte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]