Waldkappel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldkappel
Waldkappel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldkappel hervorgehoben
51.159.8833333333333257Koordinaten: 51° 9′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 257 m ü. NHN
Fläche: 96,48 km²
Einwohner: 4482 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37284
Vorwahlen: 05656, 05658 (Bischhausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 012
Stadtgliederung: 15 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Leipziger Straße 34
37284 Waldkappel
Webpräsenz: www.waldkappel.de
Bürgermeister: Reiner Adam (SPD)
Lage der Stadt Waldkappel im Werra-Meißner-Kreis
Werra-Meißner-Kreis Hessen Sontra Waldkappel Hessisch Lichtenau Gutsbezirk Kaufunger Wald Großalmerode Berkatal Meißner Neu-Eichenberg Witzenhausen Herleshausen Ringgau Wehretal Weißenborn Eschwege Wanfried Meinhard Bad Sooden-Allendorf Niedersachsen Thüringen Landkreis Hersfeld-Rotenburg Schwalm-Eder-Kreis Landkreis KasselKarte
Über dieses Bild

Waldkappel ist eine Kleinstadt im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Waldkappel liegt zwischen Hessisch Lichtenau im Westen und Eschwege im Osten. Es befindet sich im Osthessischen Bergland zwischen dem sich im Norden anschließenden Naturpark Meißner-Kaufunger Wald und dem Stölzinger Gebirge im Süden an der Mündung des Schemmerbachs in die Wehre.

Südsüdöstlich der Waldkappeler Kernstadt liegt der Mäuseberg (415,4 m) mit dem Pionierturm. Ein weiterer Aussichtsturm steht auf dem wenige Kilometer südsüdwestlich befindlichen Ziegenküppel (445,4 m); ein anderer Berg namens Ziegenküppel (405,8 m) liegt nordwestlich. Wenige Kilometer nördlich erhebt sich der Hohe Meißner (753,6 m)

Waldkappel liegt im Schnittpunkt der Verbindungslinie der Zipfelbundgemeinden.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht neben der Kernstadt Waldkappel aus den folgenden Stadtteilen:

Geschichte[Bearbeiten]

Waldkappel – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian 1655

Waldkappel wurde im Jahre 1226 erstmals urkundlich erwähnt, 1414 wurden dem Ort die Stadtrechte verliehen. Die Stadt erlebte ihre wirtschaftliche Blüte während des späten Mittelalters durch ihre Lage an der alten Handelsstraße „durch die langen Hessen“, die von der Wetterau nach Thüringen und weiter nach Leipzig führte. Als Zeichen des ehemaligen Reichtums der Stadt erhebt sich im Ortsmittelpunkt die spätgotische Kirche. Auf der Reise zum Marburger Religionsgespräch mit Ulrich Zwingli übernachtete Martin Luther am 27./28. September und 6./7. Oktober 1529 in Waldkappel. Der Dreißigjährige Krieg setzte dem Wohlstand Waldkappels ein jähes Ende; die Stadt konnte nie mehr an ihre frühere Bedeutung anknüpfen.

Die Stadt Waldkappel gehörte keinem Amt an, sondern es gab besondere Schultheißen der Ganerben. Erst 1780 beauftragte man den Justizbeamten zu Bischhausen, die Justizpflege zu versehen.[2] Während der französischen Besetzung gehörte der Ort zum Kanton Bischhausen im Königreich Westphalen (1807-1813). Waldkappel gehörte ab 1821 zum hessischen Landkreis Eschwege.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform wurde am 1. Februar 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Mäckelsdorf eingegliedert. Am 1. Oktober 1971 kamen Burghofen, Friemen, Rechtebach und Rodebach hinzu. Bischhausen, Gehau, Harmuthsachsen, Hasselbach (beide aus dem Landkreis Witzenhausen), Kirchhosbach, Schemmern sowie Stolzhausen aus dem Landkreis Melsungen folgten am 31. Dezember 1971. Mit der Eingliederung von Eltmannsee und Hetzerode wurde am 1. Januar 1974 die Reihe der Eingemeindungen abgeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,8 %
30,5 %
13,0 %
8,7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,6 %p
-1,7 %p
+1,1 %p
+4,2 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 47,8 11 51,4 12 49,7 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,5 7 32,2 7 24,9 8
ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft 13,0 3 11,9 3 18,6 6
GAL Grün-Alternative-Liste Waldkappel 8,7 2 4,5 1
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 6,8 2
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 60,5 58,1 63,4
Die Ullenfänger (Uhlenfänger, Eulenfänger), Sage zum Ortsnecknamen der Waldkappeler

Partnerschaften[Bearbeiten]

Waldkappel unterhält Partnerschaften mit der französischen Stadt Carhaix in der Bretagne und mit der niederländischen Gemeinde Rijnwoude.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Waldkappel führt die B7. Die A44 ist im Bau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Glass: Das vergessene Denkmal von Harmuthsachsen oder wie Waldkappel zu Beginn des 2. Weltkrieges von evakuierten Saarländern überschwemmt wurde. Eine Spurensuche, in: Zeitschrift [Jahrbuch] des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde [ZHG], Band 117/118, 2012/13, Kassel 2013, S. 247–268, 6 Abb.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Waldkappel im LAGIS Hessen
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388 und 389.
  4. Wahlergebnis auf hsl.de.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldkappel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Waldkappel – Reiseführer