Yozgat (Provinz)

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Yozgat
Nummer der Provinz: 66
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Über dieses Bild
Landkreise
Yozgat districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 40° N, 35° O39.66944444444435.269166666667Koordinaten: 40° N, 35° O
Provinzhauptstadt: Yozgat
Region: Zentralanatolien
Fläche: 14.123 km²
Einwohnerzahl: 465.696 (2011)
Bevölkerungsdichte: 32,97 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Abdulkadir Yazıcı
Sitze im Parlament: 4
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0354
Kennzeichen: 66
Website
www.yozgat.gov.tr (Türkisch)

Yozgat ist eine türkische Provinz in Mittelanatolien. Sie liegt zwischen der Hauptstadt Ankara und Sivas. Verwaltungssitz der Provinz ist die gleichnamige Stadt Yozgat. Im Norden grenzt Yozgat an Çorum, Amasya und Tokat, im Osten an Sivas, im Süden an Kayseri und Nevşehir und im Westen an Kırşehir und Kırıkkale. Yozgat liegt auf einer Höhe von 1.300 Metern, das Klima ist trocken, die Winter streng und die Sommer mild.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region ist durch den Weizenanbau geprägt, wobei vereinzelt auch industrielle Strukturen vorhanden sind. In Yozgat gibt es die Tuborg-Brauerei, das Yibitaş – Lafarge Zementwerk und Yimpaş, bis in die späten 90er Jahre eines der führenden Kaufhäuser der Türkei, das auch in Deutschland Filialen eröffnete. Die Fernstraße von Ankara nach Kayseri führt durch Yozgat und weiter in den Iran und den Nahen Osten. Die Eisenbahn führt durch Yerköy, Şefaatli und Sarıkent. Şefaatli wurde in den 1940er Jahren wegen der Eisenbahn gegründet und hat mittlerweile über 30.000 Einwohner.

Landkreise[Bearbeiten]

Die Provinz Yozgat hat 14 Landkreise mit insgesamt 492.127 Einwohnern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Sie war vermutlich zumindest im Norden, hattisch, gehörte dann zum hetithischen Reich. 1398 wurde sie von den Osmanen eingenommen. Nach einer kurzzeitigen Annexion durch die Truppen von Timur Lenk gehört die Region seit 1408 endgültig zum Osmanischen Reich. Die Stadt Yozgat wurde im 18. Jahrhundert gegründet.

Im Distrikt Yozgat, der damals zur Provinz Ankara gehörte, lebten 1914 etwa 33.000 Armenier, die fast alle getötet oder vertrieben wurden. Der Völkermord an den Armeniern war Anfang 1919 Gegenstand des sogenannten Yozgat-Verfahrens, eines Kriegsgerichtsverfahrens. [2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Çapanoğlu Camii (Große Moschee)
  • Çamlık-Nationalpark
  • Saatkulesi (Uhrturm)
  • Kaplıca Hamam, Heilquelle in Sarikaya
  • Kerkenes, Hethitischer Siedlungsplatz
  • Gelingülü-Staudamm (Esenli Kasabası)
  • Osman Pascha Tekkesi (Moschee)

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik (Abgerufen am 14. Dezember 2012)
  2. Das geleugnete Verbrechen - WELT ONLINE (Abgerufen am 18. Februar 2012)

Literatur[Bearbeiten]

  • Armenier in der Türkei vor 100 Jahren - Mit Postkarten des Sammlers Orlando Carlo Calumeno. Hg. von Osman Köker, Verlag Birzamanlar, Istanbul 2005. 400 Seiten, ISBN 975-6158-01-8.

Weblinks[Bearbeiten]