Denizli (Provinz)

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Denizli
Nummer der Provinz: 20
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Über dieses Bild
Landkreise
Denizli districts.png
Basisdaten
Koordinaten: 38° N, 29° O37.74333333333329.291388888889Koordinaten: 38° N, 29° O
Provinzhauptstadt: Denizli
Region: Ägäisregion
Fläche: 11.868 km²
Einwohnerzahl: 950.557[1] (2012)
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Politisches
Gouverneur: Abdülkadir DEMİR
Sitze im Parlament: 7
Strukturelles
Telefonvorwahl: 0258
Kennzeichen: 20
Website
www.denizli.gov.tr (Türkisch)

Denizli ist eine türkische Provinz im westlichen Kleinasien mit 11.868 km² Fläche und einer Bevölkerung von rund 950.000 Menschen, von denen etwa 510.000 in der Provinzhauptstadt Denizli leben.

Die KFZ-Kennzeichen der Provinz und der Stadt beginnen mit der Nummer 20.

Geographie[Bearbeiten]

Landschaft in Denizli

Die Provinz wird im Norden von Manisa und Uşak, im Osten von Afyonkarahisar und Burdur, im Süden von Muğla und im Westen von Aydın begrenzt. Die Landschaft wird besonders von Bergen geprägt. Es gibt acht Berge, die über 2000 m hoch sind sowie fünf Berge, die über 1000 m hoch sind. Der höchste ist der Honaz Dağı, der 2528 m hoch ist, gefolgt von den Gipfeln Akdağ (2449 m), Bozdağ (2419 m), Babadağ (2308 m), Karcı Dağı (2308 m), Sandıras Dağı (2294 m), Eşeler Dağı (2254 m) und Kızılhisar Dağı (2241 m). Der höchste Eintausender ist der Berg Beşparmak Dağı (1.612 m).

Die Provinz Denizli wird vom breiten Tal des Großen Mäander (türkisch: Büyuk Menderes) dominiert, der bei Denizli eine markante Talgabelung mit drei Zuflüssen hat. Der dortige Oberlauf des Großen Mäander bildete im antiken Kleinasien den Übergangsbereich der früheren Reiche (bzw. Provinzen) von Phrygien und Karien.

Durch die Provinz führt die Europastraße E87 und auch eine ähnlich verlaufenden Bahnlinie. Die E87 verläuft von Izmir über Aydın und Denizli nach Antalya.

Der Flughafen Denizli Çardak ist seit kurzem nationaler Verkehrsflughafen. Ein neuer Terminal wurde vor kurzem eröffnet und der Rest des Flughafens wurde erneuert und modernisiert.

Klima[Bearbeiten]

Im Allgemeinen hat die Region ein mildes Klima. Jedoch wird es in der Höhe rauer. Die Temperaturen können während des Sommers bis zu 45˚C erreichen und im Winter bis zu -10˚C fallen. Es gibt ungefähr 80 Tage mit Niederschlägen, hauptsächlich während des Winters.

Landkreise[Bearbeiten]

Die Provinz wird in 19 Landkreise geteilt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

In der Provinz leben mehrheitlich sunnitische Türken. Daneben gibt es alevitische Türken in den Ortschaften Ada, Dereçiftlik, Kızılyer, Kocabaş und Uyanık. Außerdem sind in den zwei Ortschaften Hayriye und Sığma Tscherkessen sowie in den zwei Ortschaften Aşağışamlı und Yukarışamlı Araber und Kurden beheimatet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine der Sinterterrassen von Pamukkale

Die wichtigste Touristenattraktion der Provinz ist Pamukkale (türkisch für Baumwollschloß). Nahe dieser Kleinstadt nördlich des Flusstales haben sich durch Kalkablagerungen aus ergiebigen Thermalquellen eine Reihe beeindruckender Kalksinterterrassen gebildet.

Diese Terrassen am Hang des Berges Çökelez stehen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes; bis vor einigen Jahren durfte man in ihnen baden. Das austretende Wasser hat 35 °C und einen pH-Wert von 6.

Das nahegelegene Hierapolis (griechisch für Heilige Stadt) ist eine weitere Sehenswürdigkeit. Der antike Ort hat eine ausgedehnte, gut erhaltene Nekropole mit verschiedensten Gräbertypen. Zu sehen sind ferner ein großes Theater für 15.000 Personen, Apollotempel, Plutonium, die Philippus-Kirche sowie Stadtmauer, Bäder und Gymnasium.

In der Provinz liegen auch einige der Sieben Gemeinden des Urchristentums, unter anderem Laodikeia am Lykos sowie die antike Stadt Kolossai im Hochland bei Honaz. An die dortige Gemeinde hat der Apostel Paulus um das Jahr 60 einen seiner Briefe gerichtet.

Beim Dorf Yenice findet man Überreste der antiken Stadt Tripolis.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Karawansereien von Akhan und Çardak sowie der Siedlungshügel von Beycesultan mit seinen Ausgrabungen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Provinz und die Stadt Denizli ist in der Türkei für die Denizli-Kräher (türk. Denizli Horozu) genannten Hähne berühmt. Der Denizli-Kräher ist zusammen mit den Kalksinterterrassen von Pamukkale das Wahrzeichen der Provinz. Diese Rasse ist einer der ältesten Langkräherrassen der Welt. Der typische Denizli-Hahn hat schwarze Augen, dunkle graue Beine, einen langen Hals und einen roten Kamm. Er wiegt 3 bis 3,5 kg und hat ein charakteristisches Krähen.

In der Provinz wird Wein angebaut und Textilindustrie betrieben.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 19. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Provinz Denizli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien