Zell am Main

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Zell a.Main
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Zell a.Main hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 179 m ü. NN
Fläche: 9,96 km²
Einwohner: 4254 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 427 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97299
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 209
Adresse der Marktverwaltung: Rathausplatz 8
97299 Zell a.Main
Webpräsenz:
Bürgermeister: Anita Feuerbach (CSU)

Zell am Main (amtlich: Zell a.Main) ist ein Markt im Landkreis Würzburg im Süden des Regierungsbezirks Unterfranken und liegt etwa 5 km nordwestlich der Stadt Würzburg am Main.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Zell wurde erstmals 1128 anlässlich der Gründung des Prämonstratenser-Klosters Oberzell urkundlich erwähnt. Der Ort hat insbesondere durch das noch intakte Kloster Oberzell, wie auch durch das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kloster Unterzell eine wechselvolle Geschichte.

Das Amt des Hochstiftes Würzburg fiel bei der Säkularisation an Bayern, wurde 1805 (Friede von Pressburg) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und kam mit diesem 1814 endgültig an Bayern.

Im Jahre 1817 gründeten Friedrich Koenig und Andreas Bauer in dem zu dieser Zeit säkularisierten Kloster Oberzell das Unternehmen Koenig & Bauer, welches sich heute auf der anderen Mainseite auf Würzburger Grund befindet.

[Bearbeiten] Religionen

Von der Bevölkerung sind 65,07 % katholisch, 21,24 % evangelisch und 13,69 % anderer Religionen zugehörig oder konfessionslos. Der Ausländeranteil der Bevölkerung beträgt 6,17 %. (Dezember 2005)

[Bearbeiten] Politik

Im Marktgemeinderat sitzen neben dem Ersten Bürgermeister 16 Marktgemeinderäte. Davon fallen auf die CSU/FZB (Freie Zeller Bürger) sieben, auf die SPD/WG (Wählergemeinschaft) fünf und auf die Zeller Mitte – Freie Wähler vier. Erster Bürgermeister war bis 30. September 2007 Franz Nagelstutz (CSU/FZB), der im Jahr 2002 Dieter Weidenhammer (SPD/Wählergemeinschaft) abgelöst hatte. Die bisherige stellvertretende Bürgermeisterin Anita Feuerbach (CSU/FZB), die seit Oktober 2007 kommissarisch die Amtsgeschäfte nach dem Rücktritt von Franz Nagelstutz übernommen hatte, ist seit dem 03. März 2008 hauptamtliche 1. Bürgermeisterin.

1. Bürgermeister des Marktes Zell a. Main:

1870-1876 Friedrich Koenig; 1876-1877 Heinrich Pfaff; 1877-1900 Kaspar Ettlinger; 1900-1906 Ferdinand Albert; 1906-1912 Franz Kuff; 1912-1919 Heinrich Fasel; 1919-1933 Stefan Ettlinger; 1933-1935 Walter Kohl; 1935-1945 Adolf Röhr; 1945 Walter Kohl; 1945 Stefan Ettlinger; 1946-1956 Ludwig Seufert; 1956-1964 Emil Kunzemann; 1964-1984 Josef Meichsner (CSU); 1984-2002 Dieter Weidenhammer (SPD/Wählergemeinschaft); 2002-2007 Franz Nagelstutz (CSU/FZB); seit 2007 Anita Feuerbach (CSU/FZB)

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die Marktgemeinde ist seit 2004 schuldenfrei. Darüber hinaus konnten in den letzten Jahren trotz umfangreicher Investitionen in die gemeindliche Infrastruktur (Ankauf und Umbau Gasthaus "Rose", Schiffsanlegestelle, Ankauf Anwesen Judenhof, Beteiligung an Seniorenwohnanlage, Sanierung der Friedhöfe, Neubau Maintalhallendach, Gestaltung Kelterhof und Stollenvorplatz etc.) erhebliche Rücklagen gebildet werden.

[Bearbeiten] Verkehr

Die Buslinie 22 der ÖPNV (Nahverkehr in Würzburg) bedient Zell vom Busbahnhof Würzburg über die Zellerau im 20- bzw. 30-Minuten-Takt, an Sonn- und Feiertagen verkehrt die Linie alle 60 Minuten (Fahrzeit 15–25 Minuten). Im Ort selbst verkehrt mehrfach die Woche der „Bürgerbus“ kostenfrei. Des Weiteren gibt es auf Würzburger Grund den Bahnhof Würzburg-Zell, von dem Regionalzüge zum Hauptbahnhof Würzburg oder in Richtung Gemünden verkehren. Von der Schiffsanlegestelle kann man in den Sommermonaten tagsüber ungefähr alle 60 Minuten nach Würzburg zum Alten Kranen oder nach Veitshöchheim fahren.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Im Gewerbegebiet finden sich das Modeunternehmen Finn Karelia, die Automobile Breitenberger Chrysler Jeep und Dodge Vertragspartner sowie zahlreiche Handwerker und kleinere Firmen.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

Neben einer Grundschule (1.–4. Klasse) und einem Caritas-Kindergarten gibt es im Kloster Oberzell eine Montessori-Schule (Grund- und Hauptschule). Seit September 2007 gibt es im Kloster Oberzell auch eine Montessori-Fachoberschule. Im November 2006 eröffnete eine Kinderkrippe (Montessori) in der Pfaffsmühle.

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

Im Altort steht die der TG Zell zugehörige Alte Turnhalle. Zwischen den Baugebieten Eli und Scheckert findet sich die Maintalhalle mit italienischem Restaurant sowie einem Jugendraum. Auf dem umgebenden Freigelände sind zwei Fussballplätze (FC Zell 1919), fünf Tennisplätze und ein Beachvolleyballfeld. Rund um den Rathausplatz gibt es außerdem ein Skateplatz sowie ein Streetballfeld.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Entwicklung des Ortsgebiets

Vornehmlich gilt es in den nächsten Jahren den Altort von Zell (Mittelzell) wieder aufzuwerten, welcher durch die Nähe zum Zeller Berg und die enge Bebauung noch bedingt recht feucht und dunkel erscheint.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Durch die Ausweisung neuer Bauplätze in den letzten Jahren wächst Zell langsam an (Mai 2004–Dezember 2005: ca. +120 Einwohner).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Feste: Die Zeller „Kunstmeile“ findet jährlich Mitte/Ende Juli statt.

[Bearbeiten] Bauwerke


Persönliche Werkzeuge