Zell am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Zell a.Main
Zell am Main
Deutschlandkarte, Position des Marktes Zell a.Main hervorgehoben
49.8166666666679.8666666666667179Koordinaten: 49° 49′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 179 m ü. NN
Fläche: 9,96 km²
Einwohner:

4.335 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 435 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97299
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 209
Marktgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 8
97299 Zell a.Main
Webpräsenz: www.zell-main.de
Bürgermeisterin: Anita Feuerbach (CSU)
Lage des Marktes Zell a.Main im Landkreis Würzburg
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Zell am Main (amtlich: Zell a.Main) ist ein Markt im Landkreis Würzburg im Süden des Regierungsbezirks Unterfranken und liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich der Stadt Würzburg am Main.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Zell am Main hat zwei amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

Zell am Main, um 1847

Zell ist erstmals 1128 anlässlich der Gründung des Prämonstratenser-Klosters Oberzell urkundlich belegt. Allerdings wird dem Ort von verschiedenen Chronisten, zum Beispiel Peter Endrich (Vor- und Frühgeschichte der Stadt Würzburg) bereits für das Jahr 983 eine Pfarrkirche zugeschrieben. Das Landkreisbuch Würzburg beschreibt auch, dass im Jahr 985 der Heilige Laurentius als Kirchenpatron von Zell war. Das damalige Dörfchen der Fischer und Häcker ist also vermutlich einige Jahrhunderte älter.

Der Ort hat insbesondere durch das noch intakte Kloster Oberzell, wie auch durch das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kloster Unterzell eine wechselvolle Geschichte.

Das Amt des Hochstifts Würzburg fiel bei der Säkularisation an Bayern, wurde 1805 (Friede von Pressburg) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und kam mit diesem 1814 endgültig an Bayern.

Im Jahre 1817 gründeten Friedrich Koenig und Andreas Bauer in dem zu dieser Zeit säkularisierten Kloster Oberzell das Unternehmen Koenig & Bauer, welches sich heute auf der anderen Mainseite auf Würzburger Grund befindet.

[Bearbeiten] Religionen

Von der Bevölkerung sind 65,07 % katholisch, 21,24 % evangelisch und 13,69 % anderer Religionen zugehörig oder konfessionslos. Der Ausländeranteil der Bevölkerung beträgt 6,17 %. (Dezember 2005)

[Bearbeiten] Politik

Im Marktgemeinderat sitzen neben dem Ersten Bürgermeister 16 Marktgemeinderäte. Davon fallen auf die CSU/FZB (Freie Zeller Bürger) sieben, auf die SPD/WG (Wählergemeinschaft) fünf und auf die Zeller Mitte – Freie Wähler vier. Ab Oktober 2007 übernahm Anita Feuerbach nach dem Rücktritt von Franz Nagelstutz zunächst kommissarisch die Amtsgeschäfte und ist seit 3. März 2008 hauptamtliche 1. Bürgermeisterin.

Erste Bürgermeister des Marktes Zell a. Main:

1870–1876 Friedrich Koenig
1876–1877 Heinrich Pfaff
1877–1900 Kaspar Ettlinger
1900–1906 Ferdinand Albert
1906–1912 Franz Kuff
1912–1919 Heinrich Fasel
1919–1933 Stefan Ettlinger
1933–1935 Walter Kohl
1935–1945 Adolf Röhr
1945 Walter Kohl
1945 Stefan Ettlinger
1946–1956 Ludwig Seufert
1956–1964 Emil Kunzemann
1964–1984 Josef Meichsner (CSU)
1984–2002 Dieter Weidenhammer (SPD/Wählergemeinschaft)
2002–2007 Franz Nagelstutz (CSU/FZB) Rücktritt am 30.09.2007
seit 2007 Anita Feuerbach (CSU/FZB)

[Bearbeiten] Wirtschaft

Die Marktgemeinde ist seit 2004 schuldenfrei. Trotz umfangreicher Investitionen in die gemeindliche Infrastruktur in den letzten Jahren (Ankauf und Umbau Gasthaus Rose, Schiffsanlegestelle, Ankauf Anwesen Judenhof, Beteiligung an Seniorenwohnanlage, Sanierung der Friedhöfe, Neubau Maintalhallendach, Gestaltung Kelterhof und Stollenvorplatz etc.) konnten erhebliche Rücklagen gebildet werden.

[Bearbeiten] Verkehr

Die Buslinie 22 des (ÖPNV) bedient Zell vom Busbahnhof Würzburg über die Zellerau im 20- bzw. 30-Minuten-Takt, an Sonn- und Feiertagen verkehrt die Linie alle 60 Minuten (Fahrzeit 15–25 Minuten). Im Ort selbst verkehrt mehrmals in der Woche der Bürgerbus kostenfrei. Des Weiteren gibt es auf Würzburger Grund den Bahnhof Würzburg-Zell, von dem Regionalzüge zum Hauptbahnhof Würzburg oder in Richtung Gemünden verkehren. Von der Schiffsanlegestelle kann man in den Sommermonaten tagsüber ungefähr alle 60 Minuten nach Würzburg zum Alten Kranen oder nach Veitshöchheim fahren.

Am 26. März 2010 sperrte die Stadt Würzburg die Verbindungsstraße Zeller Bock aus Sicherheitsgründen. Statiker hatten festgestellt, dass die Straße nicht mehr sicher ist.[3]

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Im Gewerbegebiet befinden sich das Modeunternehmen Finn Karelia, die Automobile Breitenberger Chrysler Jeep und Dodge Vertragspartner, die Schreinerei Auinger sowie zahlreiche Handwerker und kleinere Firmen.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

Neben einer Grundschule (1.–4. Klasse) und einem Caritas-Kindergarten gibt es im Kloster Oberzell eine Montessori-Schule (Grund- und Hauptschule). Seit September 2007 besteht im Kloster Oberzell auch eine Montessori-Fachoberschule. Im November 2006 wurde eine Kinderkrippe (Montessori) in der Pfaffsmühle eröffnet.

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

Im Altort steht die der TG Zell gehörende Alte Turnhalle. Zwischen den Baugebieten Eli und Scheckert befindet sich die Maintalhalle mit italienischem Restaurant und einem Jugendraum. Auf dem Freigelände gibt es zwei Fußballplätze (FC Zell 1919), fünf Tennisplätze und ein Beachvolleyballfeld. Rund um den Rathausplatz gibt es einen Skateplatz und ein Streetballfeld.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Entwicklung des Ortsgebiets

Vornehmlich gilt es in den nächsten Jahren den Altort von Zell (Mittelzell) wieder aufzuwerten, welcher durch die Nähe zum Zeller Berg und die enge Bebauung noch bedingt recht feucht und dunkel erscheint.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Durch die Ausweisung neuer Bauplätze in den letzten Jahren wächst Zell langsam an (Mai 2004–Dezember 2005: ca. +120 Einwohner).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Feste: Die im Jahr 2002 eingeführte Zeller Kulturmeile findet jährlich am letzten Wochenende im Mai statt.[4]

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Kloster Oberzell mit Gebäuden von Balthasar Neumann
  • Wasserwerk Zell mit mehreren Stollen
  • Schützenhaus in der Feldscheune
  • Katholische Kirche St. Laurentius mit einer Pietà (Vesperbild) von Tilman Riemenschneider
  • Evangelische Versöhnungskirche, ehemals Klosterkirche von Unterzell
  • Pfaffsmühle
  • Laubhütte im Judenhof (ehemaliges Kloster Unterzell)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Zell am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/221504&attr=OBJ&val=1831
  3. http://www.main-media.de/lokales/wuerzburg/Vollsperrung-Aus-fuer-Zeller-Bock;art735,5513483
  4. Zeller Kulturmeile Abgerufen am 23. Mai 2011.
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