Zentrales Museum der Seekriegsflotte

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Museumsgebäude an der Strelka

Das Zentrale Museum der Kriegsflotte bezeichnet eine politische Aufklärungs- und wissenschaftliche Forschungseinrichtung der Seekriegsflotte der UdSSR in Sankt Petersburg, Russland. Auch ihre Nachfolgerin, die Russische Marine, benutzt diese Einrichtung in ähnlichem Sinne.

Geschichte[Bearbeiten]

Es wurde 1709 gegründet. Das Museum verfügte 1982 über etwa 650 000 Exponate, darunter 1 700 Schiffsmodelle und mehr als 7 000 Modelle von Waffen und Technik u.a.

Außenstellen des Museums sind die Festung Kronstadt, der Kreuzer Aurora, Weg des Lebens und Sieg bei Tschesma.

Am Museum arbeitet eine militärwissenschaftliche Gesellschaft. Das Museum wurde 1975 mit dem Orden des Roten Sterns ausgezeichnet.

Gebäude[Bearbeiten]

Das imposante Gebäude befindet sich an der „Strelka“ genannten Ostspitze der Wassiljewski-Insel, wo sich die Newa in die Große Newa und Kleine Newa gabelt. Der tempelartige Bau entstand 1805-1810 und beherbergte die St. Petersburger Effektenbörse. Seit 1940 wird es als Seekriegsmuseum genutzt.

Zukunft[Bearbeiten]

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Im Jahre 2007 wurde beschlossen, die künftige Rohstoffbörse in dem historischen Bau unterzubringen. Seitdem wird ein neuer Standort für das Kriegsmarinemuseum gesucht. Ein neues Museumsgebäude sollte am Unterlauf der Smolenka-Flüsschens am Finnischen Meerbusen errichtet werden, der Plan wurde verworfen. Stattdessen soll die fast leerstehende Krjukow-Kaserne gegenüber der Insel Neu-Holland umgebaut, in der einst Matrosen der Kriegsmarine untergebracht waren. Der 1844-1852 errichtete Ziegelbau gilt also hervorragend geeignet für museale Zwecke, da die Ausstellungsfläche mit 31.000 m² fast viermal so groß sein würde wie an der Strelka. Ende 2009 sollen dort die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen sein. Allerdings fehlt dem Verteidigungsministerium das Geld für die Übersiedlung. Schätzungen zufolge sind nur für Verpackung und Transport der Exponate (darunter Schiffe in Originalgröße) etwa eine Milliarde Rubel (23 Mio. Euro) erforderlich.[1]

Seit 2011 ist das Museum am neuen Standort eröffnet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

  1. Russland aktuell (3. Juli 2009): Kriegsmarinemuseum zieht auf das linke Newa-Ufer um (abgerufen am 16. August 2009)
  2. Geschichte der Museumsgebäude mit Bericht vom Umbau und Neueröffnung (rus.)

Siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: Zentrales Museum der Seekriegsflotte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

59.94351944444430.304502777778Koordinaten: 59° 56′ 37″ N, 30° 18′ 16″ O