AWS (Band)

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AWS
AWS Band logo.svg

AWS beim A Dal, 2018.
AWS beim A Dal, 2018.
Allgemeine Informationen
Herkunft Budakeszi
Genre(s) Metalcore, Post-Hardcore
Gründung 2006
Aktuelle Besetzung
Örs Siklósi
Bence Brucker
E-Gitarre
Dániel Kökényes
Soma Schiszler
Áron Veress

AWS (Kürzel für Alternative Wine Selection[1]) ist eine 2006 gegründete ungarische Metal-/Post-Hardcore-Band.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AWS wurde 2006 von Bence Brucker, Dániel Kökényes, Örs Siklósi und Áron Veress in Budakeszi, einer Gemeinde westlich von Budapest, gegründet.[2] Zu diesem Zeitpunkt gingen die Musiker noch zur Schule.[1]

Seit 2011 hat die Band drei Alben und eine EP veröffentlicht. AWS spielten in mehreren europäischen Staaten, darunter Slowenien, Österreich, Rumänien und das Vereinigte Königreich. Im Jahr 2010 spielte die Band auf dem Sziget.[3] Ende des Jahres 2018 ist die Herausgabe des inzwischen vierten Studioalbums geplant.[1]

2018 gewann sie mit dem Titel Viszlát nyár das Festival A Dal und vertraten ihr Heimatland im Mai 2018 beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Am 10. Mai 2018 startete die Gruppe im zweiten Halbfinale und erreichte mit ihrem Beitrag das Finale, welches zwei Tage später stattfindet.[4] Das Weiterkommen hat die Gruppe unter anderem den Veranstaltern des Wacken Open Air zu verdanken, die die Metalfans baten für die Band zu stimmen.[5][6] Tatsächlich schafften AWS den Einzug ins Finale hauptsächlich durch das Televoting. Die Gruppe landeten in ihrem Halbfinale auf dem zehnten Platz, mit lediglich vier Punkten Vorsprung auf den rumänischen Teilnehmer The Humans. Im Finale erhielt die Gruppe insgesamt 93 Punkte, was den 21. Platz von 26 Teilnehmern entsprach. Auch dort war es dem Publikum zu verdanken, nicht schlechter abgeschnitten zu haben.[7]

AWS wird nach dem Eurovision Song Contest beim Wacken Open Air im August 2018 auftreten.[8][9]

Musik und Texte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Örs Siklósi performed auf dem A Dal, 2018.

Die Musiker erklärten in einem Interview mit der Budapester Zeitung, dass sie bereits im Kleinkindalter in Berührung mit Rock- und Metal-Musik gekommen seien. Darunter waren Gruppen wie Nirvana, Metallica und diverse ungarische Bands. Neben diesen zählen die Musiker Gruppen wie Pantera, System of a Down, Korn, Linkin Park, sowie die ungarischen Musikgruppen Superbutt, Subscribe und Isten Háta Mögött zu den musikalischen Einflüssen.[1]

Auf dem Debütalbum Fata Morgana aus dem Jahr 2011 sind die Liedtexte größtenteils in englischer Sprache verfasst, allerdings entschieden sich die Musiker mit der Herausgabe des zweiten Albums Égésföld drei Jahre darauf ihre Texte in Ungarisch zu verfassen.[1] Beim ersten Album wurden die Texte zunächst auf Ungarisch geschrieben und dann übersetzt. Die Liedtexte handeln von persönlichen Erfahrungen der Bandmitglieder, aber auch auf soziale und ökonomische Fragen wird in den Texten Bezug genommen.[1]

Bandname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AWS ist ein Kürzel und steht für Alternative Wine Selection.[1] In mehreren Interviews während des Eurovision Song Contests an dem die Gruppe teilnahm wurde das Kürzel scherzhaft mit And With Slippers und später mit Aron Went Shopping übersetzt.[10] Jim Shelley vom britischen Daily Mail schrieb das Kürzel ironischerweise Anti White Sheeps aus.[11]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Fata Morgana (Album, EDGE Records)
  • 2012: Világposztolás (EP, EDGE Records)
  • 2014: Égésföld (Album, EDGE Records)
  • 2016: Kint a vízből (Album, EDGE Records)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MTV Brand Award
    • 2011: MTV Brand Award for Winning Band
  • International Live Award
    • 2011: Best Foreign Band
  • Gumizsiráf Díj
    • 2016: Album des Jahres für Kint a vizböl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Bianca Härtzsch: Budapester Zeitung: Interview mit den Mitgliedern des ESC-Kandidaten AWS: Ein großer Moment für Ungarns Metal-Szene
  2. Stefanie Grossmann: Eurovision.de: Headbangen mit AWS aus Ungarn
  3. Eurovoix: Hungary: Who Are AWS?
  4. Berliner Zeitung: ESC in Lissabon: Finale ohne Russland – Wiedersehen mit Ex-Sieger Rybak
  5. Eurovision.de: Wacken Open Air unterstützt AWS
  6. Wolfram Neidhard: n-tv: Metal, Mystisches und Feuer: Osteuropäer rocken den ESC
  7. Eurovision.tv: Detaillierte Punktevergabe aller Jurys und Zuschauer im gesamten Wettbewerb
  8. Frank Jaeger: Powermetal.de: AWS wird in Wacken spielen und heute Abend im TV - mitwählen!
  9. Jan Feddersen: Taz.de: 63. Eurovision Song Contest in Lissabon – Engtanz und Extensions
  10. NDR: AWS: Biografie der ESC-Teilnehmer aus Ungarn. Abgerufen am 19. Mai 2018.
  11. Eurovision reviewed by Jim Shelley. In: Mail Online. (dailymail.co.uk [abgerufen am 19. Mai 2018]).