Baisweil

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baisweil
Baisweil
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baisweil hervorgehoben

Koordinaten: 47° 57′ N, 10° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Eggenthal
Höhe: 676 m ü. NHN
Fläche: 26,29 km2
Einwohner: 1300 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87650
Vorwahl: 08340
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 114
Gemeindegliederung: 3 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Anna-Str. 24
87650 Baisweil
Website: www.baisweil.de
Erster Bürgermeister: Stefan Seitz (Bürgerblock / FWG Lauchdorf[2])
Lage der Gemeinde Baisweil im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Lauchdorf an der B 16

Baisweil ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baisweil liegt am Rand des Allgäus im Nordwesten des Landkreises Ostallgäu im Dreieck zwischen Kaufbeuren, Mindelheim und Bad Wörishofen. Die Höhenlage der Gemeinde beträgt 646 m ü. NHN am Nordrand bis 755 m ü. NHN im Südosten des Gemeindegebiets. Es gibt drei amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baisweil liegt im Nordwesten des Ostallgäus in einem Tal, eingerahmt von Seitenmoränen, auf ca. 680 m über Meereshöhe. Dort verlief ehemals die Römerstraße Kempten – Augsburg. Spuren einer frühen Besiedelung entlang des südöstlich gelegenen Hügels reichen bis in diese Zeit zurück.

Eine erstmalige Erwähnung fand der Ort bzw. die Burg der Herren von Baisweil mit dem Namen „Beizwile“ im Jahre 1130. Nachdem der Ortsadel, der am nordwestlichen Höhenrand siedelte, schon früh ausgestorben war, gehörte Baisweil von 1496 bis 1803 zur Reichsabtei Irsee.[4] Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Kirchturmeinsturz in der Osternacht 1886 wurde eine Kirche im neuromanischen Stil erbaut und 1906 eingeweiht.

Bis heute weist der Ort eine ländliche Struktur auf. Doch in den vergangenen Jahrzehnten verringerte sich auch hier die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe erheblich. Die Gemeinde gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lauchdorf mit ihrem Gemeindeteil Großried eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1148 Einwohner[5]
  • 1970: 1093 Einwohner[5]
  • 1987: 1127 Einwohner
  • 1991: 1181 Einwohner
  • 1995: 1236 Einwohner
  • 2000: 1296 Einwohner
  • 2005: 1322 Einwohner
  • 2010: 1296 Einwohner
  • 2015: 1289 Einwohner

Die Bevölkerung wuchs von 1988 bis 2008 um 124 Einwohner bzw. ca. elf Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1159 auf 1313 um 154 Einwohner bzw. um 13,3 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Stefan Seitz[6] (Bürgerblock Baisweil/Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Thomas Steinhauser und am 15. März 2020 mit 87,53 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl am 15. März 2020 lag die Wahlbeteiligung bei 77,6 %; es wurden zwölf Gemeinderäte neu gewählt. Die Sitzverteilung ist wie folgt:

  • Bürgerblock Baisweil: 6 Sitze (53,45 %)
  • Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf: 4 Sitze (32,48 %)
  • Frauen im Gemeinderat: 2 Sitze (14,07 %).

Gegenüber der Wahl vom 16. März 2014 verlor der Bürgerblock zwei Sitze, die an die neu vertretene Gruppe Frauen im Gemeinderat fielen. Neben den Vertreterinnen dieser neuen Gruppe ist eine dritte Frau über den Wahlvorschlag Freie Wählergemeinschaft Lauchdorf in den Gemeinderat gewählt worden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung:

„„In Blau ein silberner Schwanenrumpf.““

Haus der Bayerischen Geschichte: Amtliche Wappenbeschreibung [7]

Es geht auf das Wappen der Herren von Baisweil zurück.[8]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baisweil

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 37 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 16 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 398. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 74 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1706 ha. Davon waren 314 ha Ackerfläche und 1392 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindergarten:

  • 1999: 50 Kindergartenplätze mit 51 Kindern
  • 2006: Erweiterung des Kindergartens durch eine Kinderkrippe; zwölf Plätze mit sechs Kindern
  • 2009: 50 Kinder, davon sechs Krippenkinder

Grundschule: zwei Klassen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Baisweil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Die Gemeinde. Gemeindeverwaltung Baisweil, abgerufen am 26. Mai 2020.
  3. Gemeinde Baisweil in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  4. Ortsgeschichte Baisweil - Lauchdorf - Grossried (PDF) auf vgem-eggenthal.de, abgerufen am 28. November 2017.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  6. Die Gemeinde. Gemeindeverwaltung Baisweil, abgerufen am 26. Mai 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Baisweil in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. Eintrag zum Wappen von Baisweil in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte