Untrasried

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Untrasried
Untrasried
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Untrasried hervorgehoben

Koordinaten: 47° 50′ N, 10° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Obergünzburg
Höhe: 819 m ü. NHN
Fläche: 25,76 km2
Einwohner: 1584 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87496
Vorwahl: 08372
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 176
Gemeindegliederung: 29 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 23
87496 Untrasried
Website: www.untrasried.de
Erster Bürgermeister: Alfred Wölfle (CSU)
Lage der Gemeinde Untrasried im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Untrasried im Winter
Untrasried – Kirche von Süden
Untrasried von Südwesten

Untrasried ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untrasried liegt in der Region Allgäu im Günztal und ist die am westlichsten gelegene Gemeinde des Landkreises Ostallgäu. Am südlichen Ortsrand entspringt die Westliche Günz. Nach etwa neunzehn Kilometern vereinigt sie sich bei Lauben (Landkreis Unterallgäu) mit der Östlichen Günz zur Günz, die bei Günzburg in die Donau mündet. Die Gemeinde liegt zwischen 725 m ü. NHN (westliche Günz) und 902 m ü. NHN (Eschers Höhe) hoch. Es existieren folgende Gemarkungen: Hopferbach, Untrasried.

Die Gemeinde hat 29 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untrasried gehörte einst zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1974 ließ sich die Gemeinde Hopferbach freiwillig nach Untrasried eingemeinden.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961[3] 1970[3] 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1226 1131 1231 1313 1380 1443 1520 1528 1570

Untrasried wuchs von 1988 bis 2008 um 269 Einwohner bzw. ca. 21 %.Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1257 auf 1590 um 333 Einwohner bzw. um 26,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Alfred Wölfle. Er wurde für eine fünfte Amtszeit von der Wählergruppe Eintracht Untrasried nominiert und am 15. März 2020 mit 88,88 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Eintracht Untrasried: 7 Sitze (60,60 %)
  • Wählerblock Hopferbach: 5 Sitze (39,40 %).

Die Wahlbeteiligung lag bei 69,94 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DEU Untrasried COA.svg
Blasonierung:Gespalten von Silber und Blau; vorne ein aufspringender Rappe, hinten auf grünem Dreiberg ein silberner Zinnenturm.“[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Höhe von Eschers (mit 902 m ü. NHN nördlichster Punkt über 900 m Höhe südlich der Donau in Bayern) bietet an klaren Tagen ein Alpenpanorama vom Karwendel bis zu den Ostschweizer Alpen.

Eschers Höhe (902 m) – Alpenpanorama

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untrasried ist für den Rockfrühling im ganzen Allgäu und darüber hinaus bekannt. Jedes Jahr im Frühjahr findet dieses Fest statt und lockt an zwei Abenden knapp 10000 Besucher nach Untrasried.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 71 und im Bereich Handel und Verkehr fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 24 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 466. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 80 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1883 ha, davon waren 1867 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Untrasried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Untrasried in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  4. Eintrag zum Wappen von Untrasried in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte