Bidingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bidingen
Bidingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bidingen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 50′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Biessenhofen
Höhe: 768 m ü. NHN
Fläche: 36,32 km²
Einwohner: 1644 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87651
Vorwahl: 08348
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstrasse 8
87651 Bidingen
Webpräsenz: www.bidingen.de
Bürgermeister: Franz Martin
Lage der Gemeinde Bidingen im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild

Bidingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bidingen liegt in der Region Allgäu, im östlichen Landkreis Ostallgäu, im Tal des Hühnerbachs.

Mesnerhaus und Kirche in Bidingen

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernbach
  • Bidingen

Übrige Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geblatsried
  • Geislatsried
  • Königsried
  • Ob
  • Tremmelschwang
  • Weiler
  • Ämbisried
  • Ruderatsried
  • Ebenried
  • Korbsee
  • Langweid
  • Etzlensberg
  • Bernbach

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sippe eines Alemannen Bido zur Zeit der Landnahme im 6./7. Jahrhundert ist wohl namensgebend. Die älteste Nennung des Ortsnamens um 1150 lautet Bidigin. Das Geschlecht der Herren von Bidingen ist von 1256 bis 1341 bezeugt. Bidingen im heutigen Regierungsbezirk Schwaben gehörte zum Hochstift Augsburg, das 1506 die Dorf- und Gerichtsherrschaft in Bidingen erworben hatte. Zuvor war es im 14. und 15. Jahrhundert zu häufigerem Wechsel der Grundherren gekommen: das Reichskloster Stöttwang, das Kloster Kempten, die Ritter von Baisweil, die Herren von Schwarzenburg, die Burgberger Linie der Herren von Heimenhofen u. a. Im Bauernkrieg 1525 ist ein Hans Badwerker von Bidingen einer der Bauernführer in den Verhandlungen mit dem Hochstift. Im Dreißigjährigen Krieg und durch die Pest 1635 wurde die Bevölkerung von fast 500 auf 200 dezimiert. Doch bereits 1675 zählte der Ort erneut 430 Einwohner. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zum Kurfürstentum Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Das 1978 eingemeindete Bernbach hieß von 1875 bis 1912 offiziell "Bärnbach". Die Gemeinde gehörte bis zur Gebietsreform 1972 zum Landkreis Marktoberdorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bernbach eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1.514 Einwohner[2]
  • 1970: 1.477 Einwohner[2]
  • 1987: 1.383 Einwohner
  • 2000: 1.620 Einwohner
  • 2011: 1.648 Einwohner
  • 2014: 1.613 Einwohner
  • 2015: 1.644 Einwohner

Bidingen wuchs zwischen 1988 und 2008 um 286 Einwohner bzw. ca. 20 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Martin (zwei Wahlvorschläge).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 530.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 64.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt "in Rot drei gebogene silberne Flankenleisten."

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 122 und im Bereich Handel und Verkehr 14 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 27 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 475. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 101 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2132 ha. Davon waren 21 ha Ackerfläche und 2111 ha Dauergrünfläche.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mithilfe von Windkraft in kommunalem Eigentum generiert die Kommune Einnahmen, um damit Schulden abzubauen.[3]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1999 folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 50 Kindern
  • Volksschule: eine mit vier Lehrern und 101 Schülern

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Vereinsleben gehören u. a. der Eishockeyverein Eistiger Bidingen, die Musikkapelle Bidingen und der Pfeifenclub Bidingen.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bidingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  3. Kommunal Erneuerbar - Bidingen, Sept. 2014