Bidingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bidingen
Bidingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bidingen hervorgehoben

Koordinaten: 47° 50′ N, 10° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Biessenhofen
Höhe: 768 m ü. NHN
Fläche: 36,32 km2
Einwohner: 1756 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87651
Vorwahl: 08348
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 118
Gemeindegliederung: 13 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstrasse 8
87651 Bidingen
Website: www.bidingen.de
Bürgermeister: Franz Martin
Lage der Gemeinde Bidingen im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild

Bidingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bidingen liegt in der Region Allgäu, im östlichen Landkreis Ostallgäu, im Tal des Hühnerbachs. Die Höhenlage beträgt 718 bis 904 m NHN.

Mesnerhaus und Kirche in Bidingen

Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben; Höhe des Ortes und Einwohnerstand: 2016):[2]

Daneben gibt es die Einöden Ambisried, Mooswirth und Zeller, die jedoch keine amtlich benannten Gemeindeteile sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sippe eines Alemannen Bido zur Zeit der Landnahme im 6./7. Jahrhundert ist wohl namensgebend. Die älteste Nennung des Ortsnamens um 1150 lautet Bidigin. Das Geschlecht der Herren von Bidingen ist von 1256 bis 1341 bezeugt. Bidingen im heutigen Regierungsbezirk Schwaben gehörte zum Hochstift Augsburg, das 1506 die Dorf- und Gerichtsherrschaft in Bidingen erworben hatte. Zuvor war es im 14. und 15. Jahrhundert zu häufigerem Wechsel der Grundherren gekommen: das Reichskloster Stöttwang, das Kloster Kempten, die Ritter von Baisweil, die Herren von Schwarzenburg, die Burgberger Linie der Herren von Heimenhofen u. a. Im Bauernkrieg 1525 ist ein Hans Badwerker von Bidingen einer der Bauernführer in den Verhandlungen mit dem Hochstift. Im Dreißigjährigen Krieg und durch die Pest 1635 wurde die Bevölkerung von fast 500 auf 200 dezimiert. Doch bereits 1675 zählte der Ort erneut 430 Einwohner. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zum Kurfürstentum Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Bernbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1978 eingemeindete Bernbach hieß von 1875 bis 1912 offiziell "Bärnbach". Die Gemeinde gehörte bis zur Gebietsreform 1972 zum Landkreis Marktoberdorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bernbach eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bidingen wuchs von 1988 bis 2008 um 286 Einwohner bzw. ca. 20 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1415 auf 1756 um 341 Einwohner bzw. um 24,1 %.

Jahr Einwohner
1840 1160
1900 1350
1939 1268
1950 2003
1961 1514
1970 1477
1987 1383
1991 1437
Jahr Einwohner
1995 1539
2000 1636
2002 1667
2004 1687
2005 1704
2006 1693
2007 1698
2008 1701
Jahr Einwohner
2009 1687
2010 1668
2011 1644
2012 1640
2013 1620
2014 1613
2015 1644
2016 1702

Quelle: BayLSt

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2. Juni 2008 Franz Martin (Wählergemeinschaft Bernbach/Dorfgemeinschaft).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt "in Rot drei gebogene silberne Flankenleisten."

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 insgesamt 129 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 720 Beschäftigte mit Wohnsitz in der Gemeinde. Der Auspendler-Überschuss betrug damit 591 Personen. 2016 bestanden 55 landwirtschaftliche Betriebe, landwirtschaftlich genutzt 1930 ha, davon 188 ha Ackerfläche und 1742 ha Dauergrünfläche.

Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mithilfe von Windkraft in kommunalem Eigentum generiert die Kommune Einnahmen, um damit Schulden abzubauen.[5]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2018 folgende Einrichtungen:

  • Kindertageseinrichtungen: zwei mit 56 Plätzen und 40 Kindern
  • Volksschule: eine mit vier Klassen und 72 Schülern

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Vereinsleben gehören u. a. der Eishockeyverein Eistiger Bidingen, die Musikkapelle Bidingen und der Pfeifenclub Bidingen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard Dertsch (1894–1981), Historiker und Archivar, wurde im Ortsteil Ob geboren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bidingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. GemeindeBidingen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.
  4. Webseite Bidingen, Gemeinderat
  5. Kommunal Erneuerbar - Bidingen, Sept. 2014 (Memento des Originals vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kommunal-erneuerbar.de