Osterzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Osterzell
Osterzell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osterzell hervorgehoben
Koordinaten: 47° 53′ N, 10° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Westendorf
Höhe: 729 m ü. NHN
Fläche: 10,8 km2
Einwohner: 685 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87662
Vorwahl: 08345
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 157
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulplatz 6
87662 Osterzell
Webpräsenz: www.osterzell.de
Bürgermeister: Bernhard Bucka (CSU/Freie Wählergruppe)
Lage der Gemeinde Osterzell im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild

Osterzell ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Westendorf.

Osterzell von Südosten

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osterzell liegt als eigene Gemarkung am Rand der Allgäuer Landschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osterzell war die „östliche Zelle“ des Klosters Kempten, daher der Name. Im 13. Jahrhundert befand sich der Hauptanteil im Besitz der Herrschaft Kemnat. Verschiedene geistliche und weltliche Herren hatten über die Jahrhunderte Rechte und Güter in Osterzell. Ab dem 17. Jahrhundert gehörte Osterzell dem Kloster Rottenbuch. Das Kloster war zwar nicht reichsunmittelbar, sondern unterstand der bayerischen Landeshoheit. Seine Besitzungen in Schwaben wie die Herrschaft Osterzell waren jedoch reichsunmittelbar und fielen erst 1803 mit der Säkularisation an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die Gemeinde.

Am 14. Januar 1771 wurde Matthias Klostermayr, genannt der „Bayrische Hiasl“, der sich dort mit neun Bandenmitgliedern versteckt hielt, im Gasthaus „Zur Post“ gefangen genommen. Der Theater- und Schützenverein sind heute nach ihm benannt. 1949 wurde die Skisprungschanze Osterzell errichtet, auf der von 1950 bis 1961 gesprungen wurde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 640 Einwohner
  • 1970: 607 Einwohner
  • 1987: 615 Einwohner
  • 1991: 634 Einwohner
  • 1995: 645 Einwohner
  • 2000: 657 Einwohner
  • 2005: 667 Einwohner
  • 2010: 644 Einwohner
  • 2015: 682 Einwohner

Osterzell, die kleinste Gemeinde im Landkreis Ostallgäu, wuchs von 1988 bis 2008 um 36 Einwohner bzw. um ca. 6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2018 Bernhard Bucka (CSU/Freie Wählergruppe), der die Nachfolge des krankheitsbedingt zurückgetretenen Johann Strohhacker (CSU) antrat. [2] Dessen Vorgänger war bis 2008 Josef Fleschutz (SPD).

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen 2013 betrugen 356 T€, davon waren 34 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rot ein silbernes Zehnendergeweih mit kleeblattförmigem Grind, überhöht von einem silbernen Buchenblatt. In dieser Form ist es seit 1950 amtlich.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 320 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 228 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 3 Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 53 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2673 ha. Davon waren 2115 ha Ackerfläche und 558 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osterzeller Viadukt

Ab 1923 gab es im Osterzeller Ortsteil Stocken einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Kaufbeuren–Schongau. 1972 wurde der Personenverkehr eingestellt und die Strecke stillgelegt. Nördlich des Haltepunkts überquerte die Strecke mit dem bis heute erhaltenen dreibogigen Osterzeller Viadukt einen Feldweg.

Heute verlaufen auf dem ehemaligen Bahndamm der Nebenstrecke Kaufbeuren-Schongau die beiden Themenradwege Dampflokrunde sowie das Sachsenrieder Bähnle. Letzteres wurde Ende September 2013 eröffnet und führt auf bzw. neben der Bahnstrecke weiter bis zum Bahnhof Schongau.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2014):

  • Kindergarten: 39 Kindergartenplätze mit 38 Kindern, darunter elf Kinder unter drei Jahren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Osterzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.all-in.de, abgerufen am 26.02.2018.