Eggenthal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Eggenthal
Eggenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Eggenthal hervorgehoben

Koordinaten: 47° 55′ N, 10° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Eggenthal
Höhe: 713 m ü. NHN
Fläche: 28,12 km2
Einwohner: 1357 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 87653, 87782
Vorwahl: 08347
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 124
Gemeindegliederung: 20 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Römerstr. 12
87653 Eggenthal
Website: www.eggenthal.de
Erste Bürgermeisterin: Karina Fischer[2] (CSU/Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Eggenthal im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
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Eggenthal

Eggenthal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Rand des Allgäus. In Romatsried befindet sich der Burgstall Romatsried, ein möglicherweise schon in der Bronzezeit besiedelter Ort.

Die Höhenlage der Gemeinde beträgt 690 bis 820 m ü. NHN.

Es existieren die Gemarkungen Bayersried und Eggenthal.

Es gibt 20 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eggenthal dürfte mit der Römerstation Navoa oder Nawe identisch sein. Noch im Mittelalter werden die Ortsnamen Eggenthal und Nawe nebeneinander verwendet. Der Ort liegt an der Römerstraße Augsburg-Kempten. Vermutlich haben vor den Römern bereits die Kelten hier gesiedelt. Die Herren von Eggenthal werden zwischen 1130 und 1457 urkundlich bezeugt. Um 1300 kaufte Bischof Wolfhart von Augsburg die Burg von Eggenthal für seine dortige Kirche. 1316 befindet sie sich als kemptisches Lehen im Besitz der Ritter von Rohrbach, 1366 verkaufen sie sie an die Herren von Schwarzenburg. Eggenthal gehörte später zur Reichsabtei Irsee und kam mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Der Bauernkrieg 1525, der Dreißigjährige Krieg und die Pest zogen den Ort und seine Bewohner beträchtlich in Mitleidenschaft. 1628 entstand auf dem Seelenberg ein Pestfriedhof und in der Folge die Maria Seelenkapelle südlich des Ortes. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform 1972 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Kaufbeuren, seither zum Landkreis Ostallgäu. Eggenthal bildet mit den Nachbargemeinden Baisweil und Friesenried die Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde die Gemeinde Bayersried eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2016
Einwohner 1299 1124 1186 1257 1314 1284 1290 1288 1341 1329

Von 1988 bis 2008 wuchs Eggenthal um 99 Einwohner bzw. etwa acht Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1195 auf 1368 um 173 Einwohner bzw. um 14,5 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist seit Mai 2020 Karina Fischer (CSU). Diese wurde mit 58,9 % der Stimmen gewählt.[4] Ihr Vorgänger war Harald Polzer (Freie Wählervereinigung), im Amt von Mai 2008 bis April 2020.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • CSU: 5 Sitze (39,42 %)
  • Freie Wählervereinigung Eggenthal: 5 Sitze (42,20 %)
  • Freie Wählergemeinschaft Bayersried-Holzstetten: 2 Sitze (18,38 %).

Die Wahlbeteiligung lag bei 77,85 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Eggenthal.svg
Blasonierung: „In Rot auf grünem Grund ein silberner Meilenstein mit dem Wort NAWE auf dem Sockel, begleitet von zwei fünfmal von Silber und Schwarz geteilten Streitkolben mit goldenen Stielen.“[5]

Wappengeschichte: Eggenthal liegt an der Römerstraße Augsburg-Kempten, einer der wichtigsten Straßen des römischen Reichs. In Eggenthal oder in unmittelbarer Nähe befand sich die Römerstation Navoa oder auch Nawe. Ein Ortsadelsgeschlecht nannte sich nach beiden Ortsnamen, woraus man schließenb kann, dass es sich dabei um ein und denselben Ort handelte. Die Herren von Eggenthal werden 1130 erstmals erwähnt und sind nach 1457 nicht mehr bezeugt. Aus ihrem Wappen stammen die goldenen Streitkolben in rotem Feld.[6] Dieses Wappen wird seit 1950 geführt.[7]

[8]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapelle Maria Seelenberg in Eggenthal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 115 und im Bereich Handel und Verkehr sieben sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 38 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 364. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1628 ha. Davon waren ha Ackerfläche und 1592 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 36 Kindern

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eggenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Grüß Gott und herzlich willkommen auf der Webseite der Gemeinde Eggenthal. Gemeinde Eggenthal, abgerufen am 11. Juni 2020.
  3. Gemeinde Eggenthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  4. Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal: Gemeinderat : Verwaltungsgemeinschaft Eggenthal. Abgerufen am 14. Mai 2020.
  5. Eintrag zum Wappen von Eggenthal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Zitat Eintrag zum Wappen von Eggenthal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Eintrag zum Wappen von Eggenthal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.
  8. Eintrag zum Wappen von Eggenthal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte