Rückholz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rückholz
Rückholz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rückholz hervorgehoben

Koordinaten: 47° 39′ N, 10° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 869 m ü. NHN
Fläche: 17,23 km2
Einwohner: 892 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87494
Vorwahl: 08369
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 168
Gemeindegliederung: 25 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ortsstraße 10
87494 Rückholz
Website: www.rueckholz.de
Erster Bürgermeister: Franz Erl (keine Parteizugehörigkeit)
Lage der Gemeinde Rückholz im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Rückholz – Kirche mit Aggenstein und Breitenberg
Rückholz von Nordosten

Rückholz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückholz liegt in der Region Allgäu im Seenland am Fuß der Allgäuer Alpen.

Das Gemeindegebiet liegt rund 900 m ü. NHN hoch und weist eine Reihe idyllischer Weiher auf, u. a. den Grundweiher, Luimooser Weiher, Neuweiher, Schönewalder Weiher, Schwaltenweiher und Trollweiher.

Es gibt nur die Gemarkung Rückholz.

Die Gemeinde hat 25 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Im Hauptort leben rund 450 Einwohner, weitere 400 Einwohner in den 24 umliegenden Orten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückholz war im Mittelalter Sitz einer Herrschaft, die seit 1474 dem Kloster Sankt Mang gehörte. Der Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Fürsten Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Rückholz.

Die Herrschaft Falkensberg, um 1512 im Besitz Kaiser Maximilians, umfasste bis zu ihrer Auflösung 1610 ebenfalls einen Teil des heutigen Gemeindegebiets von Rückholz. Das Schloss selbst wurde 1593 abgebrochen, am Hof Schlossbauer erinnern ein Bild und ein Gedenkstein.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 590 600 726 776 820 827 837 790 845

Rückholz wuchs von 1988 bis 2008 um 60 Einwohner bzw. etwa acht Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 746 auf 877 um 131 Einwohner bzw. um 17,6 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören acht Personen an, die über eine gemeinsame Liste gewählt wurden.[3] Erster Bürgermeister ist seit 2014 Franz Erl (parteilos).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Rückholz
Blasonierung: „In Rot ein aus silbernem Dreiberg wachsender goldener Abtstab.“[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Georg (erbaut vor 1465, erweitert 1740) und Pfarrhaus
  • Mariengrotte (erbaut 1893)

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 90 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 259. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1447 ha, davon waren 1446 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 27 Kindergartenplätze mit 24 Kindern

Wasserversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hatte bis 2018 eine eigene Wasserversorgung im Ortsteil Schönewald und ist seither an die kommunale Wasserversorgung des Marktes Nesselwang angeschlossen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rückholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Rückholz – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Rückholz in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.. Dort fälschlicherweise 26 Gemeindeteile. Ein Gemeindeteil Brost existiert nicht.
  3. Gemeinde Rückholz - Ratsinformationssystem. Abgerufen am 27. Dezember 2020.
  4. Eintrag zum Wappen von Rückholz in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte