Hopferau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hopferau
Hopferau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hopferau hervorgehoben
Koordinaten: 47° 37′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 811 m ü. NHN
Fläche: 13,16 km2
Einwohner: 1126 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87659
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 135
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 8
87659 Hopferau
Webpräsenz: www.hopferau.de
Bürgermeister: Gregor Bayrhof (CSU / Überpart.Wgem. / Fr.Wgem.)
Lage der Gemeinde Hopferau im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild
Blick auf die Katholische Pfarrkirche St. Martin

Hopferau ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hopferau grenzt an den Hopfensee (Westufer) und liegt rund zehn Kilometer entfernt vom Stadtzentrum Füssens und von Pfronten.

Es existiert nur die Gemarkung Hopferau. Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile: • Bach • Benzen • Brandegg • Buchen • Dornach • Gunzenberg • Hafenegg • Haslach • Heimen • Hinterberg • Hopferried • Hopferwald • Lehern • Oberdill • Reinertshof • Riederwies • Schraden • Unterdill • Urbenthal • Wiedemen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hopferau war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der gleichnamigen Herrschaft und gehörte den Freiherren Freyberg-Eisenberg zu Hopferau. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0699 Einwohner
  • 1970: 0724 Einwohner
  • 1987: 0972 Einwohner
  • 1991: 1072 Einwohner
  • 1995: 1078 Einwohner
  • 2000: 1062 Einwohner
  • 2005: 1074 Einwohner
  • 2010: 1080 Einwohner
  • 2015: 1126 Einwohner

Hopferau wuchs von 1988 bis 2008 um 91 Einwohner bzw. ca. 9 %.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 1990 Gregor Bayrhof (CSU/Überparteiliche Wählergemeinschaft / Freie Wählergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Hopferau setzt sich aus 12 Gemeinderäten zusammen:

FWG CSU Überparteiliche Wählergemeinschaft   Gesamt
2014 5 4 3 12 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben unter silbernem Schildhaupt in Blau drei zwei zu eins gestellte goldene Kugeln, unten in Gold ein schwarzes, schwarzgehörntes Stierhaupt (Grind) mit heraushängender roter Zunge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss
Innenansicht der Kirche
  • Sennerei Lehern
Im Ortsteil Lehern ist eine Schaukäserei zu besichtigen. Im „Informationszentrum für Allgäuer Milchwirtschaft und Käsehandwerk“ wird ein Film über die Käseherstellung im Allgäu gezeigt. Der gesamte Betrieb kann anschließend besichtigt werden und zum Abschluss wird Käse verkostet.
Das restaurierte Schloss der Familie Freyberg-Eisenberg zu Hopferau befindet sich direkt im Ort. Es ist im Jahre 1468 erbaut worden und befindet sich seit 1803 in Privatbesitz, davon 1846–1910 im Besitz der Freiherren von Ponickau. Es wird heute als Hotel und Veranstaltungshaus genutzt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 148 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 87 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 828. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1052 ha. Alle landwirtschaftlichen Betriebe sind spezialisierte Milchviehbetriebe, die ausschließlich Dauergrünland bewirtschaften. Ackerbau - auch Maisanbau - ist aufgrund der klimatischen Gegebenheiten unwirtschaftlich. Die produzierte Milch wird in Käsereien überwiegend zu Hartkäse (Emmentaler, Bergkäse) verarbeitet. Elf Landwirtschaftliche Betriebe sind zu einer Sennereigenossenschaft zusammengeschlossen, die im Ortsteil Lehern Käse zur Direktvermarktung herstellt. Der hier produzierte Emmentalerkäse erfüllt die Anforderungen des Allgäuer Emmentaler (g. U.).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Weizern-Hopferau liegt an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2012):

  • Kindertageseinrichtung: 50 Plätze, alle belegt (darunter acht Kinder unter drei Jahren, sieben Kinder ab sechs Jahre)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad Zuse Brunnen in Wiedemen

Von 1946 bis 1949 wohnte Konrad Zuse mit seiner Familie in Wiedemen bei Hopferau. Die vollautomatische Rechenmaschine Z4 konnte er von 1946 bis 1949 in einem ehemaligen Mehllager der Bäckerei Martin in Hopferau unterstellen und zum Funktionieren bringen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hopferau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hellmut Fritz: Gemeinde Hopferau.
  3. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014. Bayerische Landesamt für Statistik (LfStat), 2014, abgerufen am 24. September 2017.