Barbara Auer

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Barbara Auer beim Filmfest Hamburg 2009

Barbara Auer (* 1. Februar 1959 in Konstanz) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Anfänge[Bearbeiten]

Als Älteste von drei Geschwistern wuchs Barbara Auer in einem katholisch geprägten Elternhaus auf.[1] Nach dem Abitur an dem altsprachlichen Heinrich-Suso-Gymnasium in Konstanz studierte sie 1978 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg. Ihr Studium schloss sie 1981 mit dem Diplom ab. Ihr Debüt als Schauspielerin gab sie im gleichen Jahr am Stadttheater Mainz in dem Stück Der Diener zweier Herren. 1983 folgte ein Engagement in Osnabrück und 1986 am Schauspielhaus Wuppertal.

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

1982 war Barbara Auer erstmals in einem Kinofilm zu sehen: Die Macht der Gefühle von Alexander Kluge. Bekannter wurde sie 1988 in ihrer Rolle als DDR-Kranführerin Jessica in Vivian Naefes Fernsehfilm Der Boss aus dem Westen. Ihr Durchbruch gelang ihr 1995, wo sie in der Erich-Loest-Romanverfilmung Nikolaikirche die Hauptrolle der Astrid Protter verkörperte. Es folgten weitere Rollen in Film und Fernsehen in den 1990er Jahren. So in dem erotischen Psychokrimi Solo für Klarinette als Lydia Kominka und in dem Zweiteiler Warten ist der Tod (1999) mit Ulrich Tukur als Gertrud Venske. Dem Theater blieb Barbara Auer trotz zahlreicher Kino- und Fernsehfilme verbunden, so gab sie von 1999 bis 2001 am Wiener Burgtheater unter der Regie von Sven-Eric Bechtolf die Roxanne in dem Theaterstück Cyrano de Bergerac des französischen Autors Edmond Rostand.

In den 2000ern spielte Barbara Auer weiterhin Rollen, unter anderem war sie in der Rolle der kranken Schauspielerin Caroline Wiethoeft in Schiller (2005) zu sehen. Im selben Jahr erhielt Auer als Lisa Brenner eine durchgehende Serienrolle in der ZDF-Kriminalreihe Nachtschicht. 2009 sah man sie in der Rolle der Margarethe Krupp in dem ZDF-Dreiteiler Krupp – Eine deutsche Familie.

2011 war sie in dem Märchenfilm Aschenputtel als böse Stiefmutter zu sehen.[2] Ihre Rolle der Katarina Weiss in Matti Geschonnecks Das Ende einer Nacht (2012) brachte ihr und ihrer Filmpartnerin Ina Weisse unter anderem den Grimme-Preis ein. Mit Matthias Brandt sah man Auer 2013 in den Fernsehfilmen Vier sind einer zuviel und Verratene Freunde jeweils in der Hauptrolle. In dem ARD-Fernsehfilm Mona kriegt ein Baby (2014) war sie neben Dominic Raacke als Mutter Monas zu sehen. Im Februar 2015 sah man sie im ZDF-Zweiteiler Tod eines Mädchens an der Seite von Heino Ferch als Hella Christensen.

Auer betätigt sich auch als Hörbuchsprecherin. Sie las aus einem Kriminalroman von Anna Kalman, Pseudonym zwei deutscher Journalistinnen. Das Hörbuch wurde 2006 unter dem Titel Winter in Kanada veröffentlicht.

Privates[Bearbeiten]

Aus einer Beziehung mit dem Schauspieler Kai Maertens stammt Barbara Auers erster Sohn. Mit 44 bekam sie ihren zweiten Sohn. Mit dem Kameramann Martin Langer und dessen Tochter lebt sie in einer Patchwork-Familie in Hamburg.[3][4]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1983: Die Macht der Gefühle
  • 1986: Lenz oder die Freiheit (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1987: Felix
  • 1988: Der Boss aus dem Westen (Fernsehfilm)
  • 1988: Das Milliardenspiel (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1989: Mit Leib und Seele (Fernsehserie, 13 Folgen)
  • 1990: Herzlich willkommen
  • 1990: Verfolgte Wege
  • 1990: Café Europa
  • 1990: Eine Wahnsinnsehe (Fernsehfilm)
  • 1991: Herz in der Hand
  • 1991: Die Arbeitersaga – Das Lachen der Maca Darac (Fernseh-Mehrteiler)
  • 1991: Im Kreise der Lieben
  • 1992: Meine Tochter gehört mir
  • 1992: Moritz (Fernsehfilm)
  • 1993: Probefahrt ins Paradies
  • 1993: Tödliche Lügen (Fernsehfilm)
  • 1993: Madre Gilda
  • 1993: Brandnacht
  • 1994: Zuhause wird gegessen!
  • 1994: Der letzte Kosmonaut (Fernsehfilm)
  • 1994: Frauen sind was wunderbares
  • 1995: Bismarckpolka
  • 1995: Ein falscher Schritt
  • 1995: Der große Abgang (Fernsehfilm)
  • 1995: Nikolaikirche (Fernsehfilm)
  • 1996: Reise nach Weimar (Fernsehfilm)
  • 1996: Die brennende Schnecke (Fernsehfilm)
  • 1997: Vergewaltigt – Die Wahrheit und andere Lügen (Fernsehfilm)
  • 1997: Maria
  • 1997: Weihnachtsfieber
  • 1998: Irrlichter
  • 1998: Solo für Klarinette
  • 1998: Picknick im Schnee (Fernsehfilm)
  • 1998: Der Hurenstreik – Eine Liebe auf St. Pauli (Fernsehfilm)
  • 1999: Die Liebesdienerin (Fernsehfilm)
  • 1999: Warten ist der Tod (Fernsehfilm)
  • 1999: Stille Nacht – Heilige Nacht (Fernsehfilm)
  • 2000: Kein Weg zurück (Fernsehfilm)
  • 2000: Scheidung auf Rädern (Fernsehfilm)
  • 2000: Die innere Sicherheit
  • 2000: Liebesengel (Fernsehfilm)
  • 2000: Donna Leon – Vendetta (Fernsehreihe)
  • 2000: Donna Leon – Venezianische Scharade
  • 2000: Cyrano von Bergerac (Fernsehfilm)
  • 2001: Planet der Kannibalen
  • 2001: Liebe. Macht. Blind.
  • 2002: Weihnachtsmann gesucht (Fernsehfilm)
  • 2002: Donna Leon – In Sachen Signora Brunetti

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barbara Auer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Barbara Auer prisma.de
  2. Aschenputtel (BRD 2011) bei maerchenfilm.pytalhost.com. Abgerufen am 23. März 2015.
  3. Brigitte Woman 12/2006, S.33
  4. Barbara Auer „Ich bin eine ganz weiche Mutter“ Interview mit Bunte.de, 20. März 2009, abgerufen am 24. Dezember 2011
  5. Grimme-Institut: Grimme-Preis Fiktion 2013, abgerufen am 16. April 2013