Dirk Rossmann GmbH

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Koordinaten: 52° 29′ 22,5″ N, 9° 49′ 52″ O

Dirk Rossmann GmbH

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1972
Sitz Burgwedel, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
  • Peter Dreher
  • Michael Rybak[1]
Mitarbeiterzahl 56.000 (2018)[2]
Umsatz 9,46 Mrd. Euro (2018)[3]
Branche Drogeriemärkte
Website www.rossmann.de

Die Dirk Rossmann GmbH, allgemein als Rossmann bezeichnet, ist die zweitgrößte Drogeriemarktkette Deutschlands mit Sitz im niedersächsischen Burgwedel bei Hannover. In Deutschland verfügt die von Dirk Roßmann 1972 gegründete Drogeriemarktkette über 2.150 Märkte mit 33.000 Mitarbeitern. Insgesamt gibt es 3.930 Rossmann-Filialen mit 56.000 Mitarbeitern.[4] Weitere Rossmann-Märkte sind in sechs europäischen Ländern (Albanien,[5] Polen, Tschechien, Kosovo, Ungarn und in der Türkei) ansässig.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge: 1970er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Rossmann-Drogeriemarkt in Hannover nahe dem Lister Platz; Eröffnung am 17. März 1972; mittlerweile geschlossen

Der gelernte Drogist Dirk Roßmann eröffnete im Alter von 25 Jahren am 17. März 1972 in Hannover unter der Bezeichnung Markt für Drogeriewaren sein erstes Drogeriegeschäft.Anlass der Geschäftsgründung war die Erkenntnis Dirk Roßmanns, dass ein Tresenverkauf für Drogeriewaren nicht mehr zeitgemäß war, sowie die bevorstehende Aufhebung der Preisbindung für Drogerieprodukte 1973. „Mir war klar, jetzt tut sich was im Handel.“[6] Das Geschäft mit 200 m² Verkaufsfläche befand sich in der Jakobistraße, einer Seitenstraße der Lister Meile unmittelbar am Lister Platz und war der erste Drogerie-Selbstbedienungsladen Deutschlands. Da es nicht mehr genug Verkaufsfläche für das Rossmann-Sortiment bot, musste es im Sommer 2010 geschlossen werden.[7] Zehn Jahre später besaß Roßmann bereits 100 Drogeriemärkte in Norddeutschland und gilt hier seither als „Pionier des Drogeriemarktes“.

Die Expansion: 1990er Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Wiedervereinigung von 1990 bescherte dem Unternehmen einen enormen wirtschaftlichen Erfolg. Die erste Rossmann-Verkaufsstelle in den neuen Bundesländern wurde am 2. Juli 1990 im thüringischen Sondershausen eröffnet. Im gleichen Jahr wurden mehr als 100 Filialen in den neuen Bundesländern eröffnet. Neben der flächendeckenden Expansion innerhalb Deutschlands begann die Erschließung des osteuropäischen Markts.

Derzeitige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell bestehen 2.150 Filialen in Deutschland, europaweit sind es 3.930 Märkte (Stand Januar 2019). Die 2000. Filiale und zugleich größte Europas wurde im März 2016 im Drachentöterhaus in Hannover eröffnet.

Es bestehen Filialen in Polen (1.304), Ungarn (215), der Türkei (112), Albanien (13), Kosovo (1) und Tschechien (135). Im Ausland wurden 2018 2,8 Milliarden Euro umgesetzt (Gesamtumsatz 9,46 Mrd. Euro/2019). Im Sommer 2009 wurden zusammen mit dem Fußballer Altin Lala in Albanien erste Rossmann-Läden eröffnet. Im Juli 2010 eröffnete Rossmann in Ankara die erste türkische Filiale. Seit 2018 ist Rossmann auch in der Republik Kosovo vertreten.[8]

Insgesamt 33 Filialen in Bahnhöfen, davon 20 nach Übernahme von Ihr Platz und deren IhrPlatz-Express-Märkten, werden seit September 2012 als Rossmann-Express betrieben[9] und führen neben den üblichen Drogerieartikeln auch Fein- und Tiefkühlkost sowie weitere Artikel für den Reisebedarf.

Marktstrategie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann Außenansicht Innenstadtlage
Rossmann Innenansicht eines Ladens

Das Ziel des Unternehmens ist eine schnelle, aber kontrollierte Expansion in Deutschland und in den östlichen Nachbarländern. Die einzelnen Märkte präsentieren sich innen und außen in den Farben Weiß und Rot. Seit Ende 2014 kommt ein neues Ladenbild zum Einsatz mit neuen Farben und Formen der Warenpräsentation. Die einzelnen Drogeriemärkte weisen eine durchschnittliche Verkaufsfläche von über 570 m² auf. In den Großstädten Berlin und Leipzig wurden Filialen mit über 1.300 m² eröffnet. Deutschlands und auch Europas größte Filiale mit 1.385 m² liegt in der Georgstraße 10 (s. Drachentöterhaus) in Hannover.[10]

Seit 1999 ist das Unternehmen im Versandhandel über das Internet aktiv und eröffnete als erstes Unternehmen der Branche eine „Internet-Drogerie“, welche heute das komplette Drogeriesortiment im Angebot hat.[11] 2016 wurde der Versandhandel (rossmannversand.de) mit der Hauptseite des Unternehmens in eine Plattform zusammengeführt.[12] Rossmann wurde 2019 mit dem Axia Best Managed Companies Award ausgezeichnet.[13]

Übernahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Wirkung zum 2. Mai 2000 übernahm Rossmann von der REWE-Gruppe 90 Idea-Märkte in Norddeutschland.[14] Im August 2003 folgte, finanziert aus dem Cashflow, die Übernahme von 400 KD (Kaiser’s Drugstore)-Drogeriefilialen der Tengelmann-Gruppe. Seit dem 1. Mai 2005 ist die Übernahme abgeschlossen. Sämtliche KD-Filialen wurden mit Unterstützung der Tengelmann-Gruppe auf das Rossmann-Sortiment umgestellt. Damit ist Rossmann erstmals bundesweit vertreten und schaffte einen Umsatzsprung auf über 2 Milliarden Euro. Die Anzahl der Beschäftigten wuchs auf über 10.000 Mitarbeiter, davon 2.500 ehemalige Angestellte von KD.

Im Jahre 2008 übernahm Rossmann die norddeutsche Handelskette Kloppenburg.[15] Von den 160 Filialen wurden 30 größere sofort auf Rossmann umgebaut. Die anderen Kloppenburg-Filialen firmierten bis Ende März 2013 unter der Marke Kloppenburg, danach wurde diese Marke aufgegeben.

Die Drogeriekette Rossmann übernahm 2012 rund 104 Läden des insolventen Konkurrenten Ihr Platz.[16]

Besitzverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dirk Roßmann

Dirk Roßmann hält 60 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Sein Gesamtvermögen, welches allerdings im Unternehmen gebunden ist, wird auf etwa 4,1 Mrd. Euro geschätzt. Der Hongkonger Geschäftsmann Li Ka-shing ist nach der Übernahme der an Rossmann beteiligten niederländischen Drogeriemarktkette Kruidvat im Jahr 2002 mit seiner Hongkonger Unternehmensgruppe Hutchison Whampoa über seine Einzelhandels-Tochtergesellschaft A.S. Watson mit 40 Prozent beteiligt. Seit Frühjahr 2014 ist die staatliche singapurische Temasek Holdings mit 24,95 % an A.S. Watson beteiligt und damit indirekt auch an Rossmann.

Produktmanagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann Schriftzug mit Zentaur

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Logo von „Rossfrau“ anlässlich des Weltfrauentags 2018

Das Firmenlogo ist ein roter Schriftzug mit dem Unternehmensnamen „Rossmann“. Im Buchstaben O ist symbolhaft ein Zentaur abgebildet. Dieses Fabelwesen, vom latinisierten Centaurus abgeleitet, ist ein Pferdemensch und steht symbolisch für den Namen des Gründers und Inhabers Dirk Roßmann.

Anlässlich des Weltfrauentages 2018 nutzte Rossmann in seinem Online-Shop, in den sozialen Medien sowie an seiner größten Filiale in Hannover ein Logo mit einem weiblichen Zentaur sowie dem Schriftzug „ROSSFRAU“.[17] Die Kampagne wurde von einigen als klischeehaft kritisiert.[18]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rossmann-Drogeriesortiment der größten Verkaufsstellen umfasst 21.400 Artikel. Der Sortimentsumfang ist unterschiedlich – je nach Größe der Verkaufsfläche und Standort des Marktes. Neben dem Drogeriewaren-Sortiment mit den Schwerpunkten Haut, Körper, Haare, Baby und Gesundheit führt Rossmann ausgewählte Aktionsartikel der "Ideenwelt", Tiernahrung, den Fotoservice sowie ein umfangreiches Naturkost- und Weinsortiment. Im Parfüm-Sortiment werden rund 200 bekannte Marken mit 1.000 unterschiedlichen Referenzen geführt.

  • Naturkosmetik. Sämtliche Produkte der Eigenmarke Alterra entsprechen den Richtlinien des BDIH (Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e. V.) und tragen das Natrue-Siegel.
  • Wein. Seit dem Jahr 2000 führt Rossmann ein umfangreiches Weinsortiment, das seit 2011 in Cordula Eichs Weinkaufsführer "Superschoppen-Shopper" ausgezeichnet wird. Jedes Jahr aufs Neue verkostet Cordula Eich Supermarktweine. Im letzten Einkaufsführer von 2016 sind es 96 Weine, von denen 19 mit Bestnoten bewertet wurden.
  • Fotodienst. Sämtliche Filialen sind mit Fotodruckern ausgestattet, an denen sofort von allen gängigen Speichermedien sowie über Bluetooth (Handys) die Dateien als Fotos ausgedruckt werden können. Kostengünstiger ist das Überspielen der Daten an den Foto-Stationen, um dann nach 2–3 Werktagen die Fotos abzuholen. Auch im Internet kann man Fotos, Fotobücher und Fotogeschenke bestellen. Außerdem können fotografische Filme abgegeben und entwickelt werden.
  • Eigenmarken. Rossmann führt heute 29 Eigenmarken mit 4.600 Produkten. 1997 wurden die ersten Eigenmarken "Babydream", "facelle", "Sunozon" und "Winston" eingeführt. Die bekanntesten Rossmann-Marken sind „Isana“ (Haut-, Haar- und Körperpflege), „domol“ (Reinigungs- und Waschmittel) sowie „alouette“ (Papiertaschentücher, Haushaltsrollen und Toilettenpapier). In den vergangenen 20 Jahren gab es über 550-mal „sehr gut“ und „gut“ von Öko-Test und Stiftung Warentest.

Kundenzeitschrift „Centaur“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann Kundenmagazin Centaur

Seit dem 30. Firmengeburtstag im März 2002 gibt das Unternehmen das Kundenmagazin Centaur (in Anlehnung an die Zentaur-Darstellung auf dem Firmenlogo) heraus. Das Heft mit über 100 Seiten wird kostenlos über die Filialen an die Kunden verteilt. Es erscheint zehnmal im Jahr und hat eine Auflage von über 900.000 Stück (Stand 2019). Seit Januar 2018 erscheint das Kundenmagazin in einem neuen Design. Die vier Rubriken "leben", "lieben", "staunen" und "machen" geben die Ausrichtung der Artikel vor. Zu den ständigen Autoren des Magazins gehören beispielsweise der langjährige Leiter des KFN Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Christian Pfeiffer, und der Leiter des Institutes für Geobotanik der Universität Hannover, Richard Pott.

Verwaltung und Logistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann Hochregallager in Burgwedel

Der Unternehmenssitz mit rund 1.800 Mitarbeitern befindet sich seit 1992 in Burgwedel unmittelbar an der A 7. 2003 wurde im angeschlossenen Verteilzentrum ein Hochregallager in Betrieb genommen, das 30 Meter hoch, 127 Meter lang und 15 Meter breit ist. Es bietet auf 20 Ebenen Platz für 13.000 Europaletten. Nach vier Erweiterungen des Zentralneubaus von 2000 bis 2007, durch die die Gebäudenutzfläche auf rund 40.000 m² Lager- und 8.000 m² Bürofläche vergrößert wurde, fiel 2009 die Entscheidung für einen kompletten Verwaltungsneubau. Der Neubau wurde, mit 5.000 m² Bürofläche für 450 Arbeitsplätze sowie 520 m² Fläche für Konferenz- und Besprechungsräume geplant und Anfang 2011 bezogen.

Die Funktionen der Logistik-Zentrale hat seit 2007 das Logistikzentrum in Landsberg in Sachsen-Anhalt übernommen. Es ging im August 2002 in Betrieb und wurde von 2005 bis 2007 auf insgesamt 68.000 m² Gesamtlagerfläche erweitert. 50 Mio. Euro wurden in die neue Logistik-Zentrale investiert. Das war nach Angaben des Unternehmens die bislang größte Bauinvestition der Firmengeschichte und zugleich die zweitgrößte Lagerlogistik-Investition in Sachsen-Anhalt überhaupt. 2013 wurde die Gesamtlagerfläche auf rund 100.000 m² vergrößert.

Weitere regionale Verteilzentren gibt es in Bergkirchen bei München (20.000 m²), Bürstadt, Kiel, Köln, Malsfeld und Wustermark.[20]

Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Drogeriebranche ist seit der Jahrtausendwende von einem starken Konzentrationsprozess gekennzeichnet. Von ehemals 10 Drogeriemarktunternehmen gibt es heute neben Rossmann nur noch dm, Müller und Budnikowsky in Hamburg. Gleichwohl kann nicht von einer Monopolisierung gesprochen werden, denn die Drogeriemärkte decken nur etwa ein Drittel des Kanals Drogeriewaren in Deutschland ab.[21] Rossmann wuchs in den vergangenen 14 Jahren durch systematische Expansion und Zukäufe. Seit über 10 Jahren werden jährlich 120 bis 150 neue Verkaufsstellen bundesweit eröffnet. Gleichzeitig werden jährlich 50 bis 70 zu klein gewordene und daher unrentable Märkte geschlossen. Bis zur Wiedervereinigung gingen sich die Wettbewerber dm und Rossmann geografisch aus dem Wege. dm expandierte im Süden und Westen, Rossmann im Norden. Das änderte sich mit der Expansion in die neuen Bundesländer. Hier trafen die Konkurrenten erstmals direkt aufeinander. Seit der kd-Übernahme 2003 bis 2005 ist Rossmann auch im Süden und Westen stark vertreten. Im Gegenzug begann dm eine beschleunigte Expansion im Norden, durch die jüngst vor allem Budnikowsky in Hamburg in Bedrängnis gerät.[22]

Gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann beteiligt sich nach eigenen Angaben an zahlreichen sozialen Projekten, Einrichtungen, Verbänden, Vereinen und Stiftungen. Partner eines langjährigen Unternehmensengagements sind die Stiftung Weltbevölkerung, das Deutsche Kinderhilfswerk, das Projekt Mentor – Die Leselernhelfer und der Verein Singen e.V. mit dem Projekt Klasse! Wir singen. Außerdem unterstützt Rossmann die Informations-Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“ und die Initiative „Naturkinder“.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter unterhält Rossmann seit 1980 ein eigenes Seminarzentrum, den „Waldhof“ in der Lüneburger Heide. Er wird als Ort der Begegnung über alle Unternehmensbereiche hinweg intensiv genutzt. Individuelle Förderprogramme wie die Jahresgruppen (Gruppenarbeit und Selbstfindung im unternehmenseigenen Weiterbildungszentrum Hützel), ein umfangreiches Seminarangebot zur fachlichen Weiterbildung oder die Kulturfahrten für Mitarbeiter ins Dessau-Wörlitzer Gartenreich sind nur einige Angebote des Unternehmens zur persönlichen Weiterentwicklung. Rossmann derzeit rund 1.600 Azubis. Mehr als 80 Prozent der Auszubildenden werden nach der Ausbildung übernommen. Rossmann belegte im Schülerbarometer 2018 unter den 100 beliebtesten Ausbildungsunternehmen in Deutschland Platz 41.[23]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rossmann setzt für die Befüllung der Regale in jeder zweiten Filiale Arbeitnehmer mit Werkverträgen des Subunternehmens „Instore Solution Services GmbH“ ein.[24] Außerdem beschäftigt Rossmann Billiglöhner der Firma „Instore Solutions Personell GmbH“ und ihres polnischen Ablegers „Invent“ bzw. „ISS Polska“ als Leiharbeiter. Rossmann ist über seine „Rossmann Beteiligungs GmbH“ mit 49 Prozent an der Instore Solution Services GmbH und mit 22,5 Prozent an der Instore Solutions Personell GmbH beteiligt.[25] Die Gewerkschaft Ver.di spricht von Lohnwucher. Die von der Gewerkschaft geübte Kritik am Einsatz von Werkverträgen konterte das Unternehmen mit dem Hinweis, dass 93 Prozent aller bei Rossmann geleisteten Arbeitsstunden von den eigenen Mitarbeitern und nicht von Subunternehmen geleistet werden. Letztlich brauche ein Handelsunternehmen Dienstleister für spezielle Aufgaben und um flexibel auf punktuelle Arbeitsanforderungen reagieren zu können.[26]

Wegen verbotener Preisabsprachen mit der Kaffeerösterei Melitta verhängte das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von 5 Millionen Euro gegen Rossmann. Auf die Klage des Unternehmens erhöhte der Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf im Februar 2018 die Geldbuße auf 30 Millionen Euro.[27] Auf die Revision hob der Bundesgerichtshof im August 2019 das Urteil wegen eines Formfehlers (Versäumen der Urteilsabsetzungsfrist) auf und verwies das Verfahren an einen anderen Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf zurück.[28]

Zeitweilige Abschaltung von PayPal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2011 wurde die Zusammenarbeit mit PayPal eingestellt und Produkte bei Rossmann online können nicht mehr darüber bezahlt werden. Begründet wurde dies seitens Paypal mit dem Kuba-Embargo der US-amerikanischen Regierung. Nach dieser Begründung ist der Verkauf kubanischer Produkte ein Verstoß gegen US-Recht und damit auch gegen die Geschäftsbedingungen von Paypal. Am 1. August bekam Rossmann einen „aggressiven“ Hinweis von PayPal.[29] Insbesondere kubanische Zigarren und Rum wurden im Onlineangebot bemängelt und das Entfernen der Produkte innerhalb von drei Tagen gefordert, andernfalls werde die Zusammenarbeit aufgekündigt. Die Geschäftsleitung beschloss daraufhin am 3. August 2011, PayPal als Zahlungsmöglichkeit zu streichen, die Kunden wurden sofort online über den Vorgang informiert. Seit 2014 sind PayPal-Zahlungen im Rossmann-Onlineshop wieder möglich.[30]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rossmann (Unternehmen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum. Rossmann, abgerufen am 8. April 2017.
  2. geschaeftszahlen. Dirk Rossmann GmbH, 3. Januar 2018, abgerufen am 31. August 2018.
  3. Geschäftsentwicklung 2018 und Ausblick 2019. (PDF; 1,4 MB) Jahrespressekonferenz . Dirk Rossmann GmbH, 4. April 2019, abgerufen am 14. Juli 2019.
  4. Rossmann Geschäftsentwicklung 2017. Dirk Rossmann GmbH, 3. Januar 2018, abgerufen am 31. Mai 2018.
  5. Rossmann-Drogerien – Der Herr der kleinen Preise. In: Bild.de, 16. Dezember 2009. Abgerufen im 8. Januar 2009. 
  6. Rossmann-Drogerien – Der Herr der kleinen Preise. In: sueddeutsche.de, 5. April 2006. Abgerufen am 5. Juli 2011. 
  7. Köpfe: Dirk Roßmann - Köpfe - Wirtschaftswoche. 6. April 2014, abgerufen am 25. November 2019.
  8. Geschäftsentwicklung 2016
  9. Drogeriekonzept für Bahnhöfe heißt „Rossmann-Express“. (Nicht mehr online verfügbar.) Rossmann, 27. August 2012, archiviert vom Original am 18. September 2013; abgerufen am 8. April 2017 (Pressemitteilung).
  10. Größte Filiale Europas in Hannover eröffnet
  11. ROSSMANN Unternehmensbroschüre 2017. DIRK ROSSMANN GmbH Öffentlichkeitsarbeit, abgerufen am 14. August 2018.
  12. Content trifft Commerce. In: ROSSMANN Unternehmen. (rossmann.de [abgerufen am 13. August 2018]).
  13. Award 2020 – RÜCKBLICK – Axia Best Managed Companies. Abgerufen am 26. November 2019 (deutsch).
  14. Hamburger Abendblatt- Hamburg: Rossmann übernimmt Idea-Märkte. 22. März 2000, abgerufen am 26. November 2019 (deutsch).
  15. „Rossmann schluckt Kloppenburg“, Die Welt, 29. November 2007
  16. Pressemitteilung „Kartellamt stimmt zu“. (Nicht mehr online verfügbar.) Rossmann, 25. Juli 2012, archiviert vom Original am 10. September 2012; abgerufen am 8. April 2017.
  17. Rossmann wird zu RossFRAU: Drogerie benennt sich um – das steckt dahinter. In: derwesten.de. 7. März 2018, abgerufen am 8. März 2018.
  18. „Frauen kommen erst am Abend richtig auf Touren“. In: WELT. 8. März 2018, abgerufen am 8. März 2018.
  19. Denner verkauft wieder Bio-Lebensmittel. In: blick.ch. 9. Februar 2019, abgerufen am 13. Februar 2019.
  20. rossmann.de: Logistik
  21. Drogeriemärkte zwischen Versorgungslücken und Standortverdichtung. (Nicht mehr online verfügbar.) IPH, 2014, archiviert vom Original am 12. Oktober 2014; abgerufen am 8. April 2017.
  22. Bob Geisler: Budni geht das richtige Risiko ein. Hamburger Abendblatt, 31. Januar 2014, abgerufen am 8. April 2017.
  23. Top 100 Arbeitgeber | Schüler. Abgerufen am 26. November 2019.
  24. Die neue Leiharbeit Die Zeit, 29. August 2011
  25. „Lohnwucher“: Die verborgene Seite des Rossmann-Reiches Handelsblatt, 15. Februar 2012
  26. Konkurrent Dirk Roßmann. „Anton Schlecker hatte mehr als dreißig Jahre Erfolg“ Handelsblatt 2. Juni 2012
  27. Christian Wölbert: Kartellverfahren: Rossmann zu 30 Millionen Euro Strafe verurteilt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 28. Februar 2018
  28. BGH hebt Millionenstrafe gegen Rossmann wegen Preisabsprachen auf - Handelsblatt
  29. „Lassen uns nicht erpressen“: Rossmann schmeißt Paypal raus. In: heise.de, 9. September 2011. Abgerufen am 22. Februar 2011. 
  30. Webseite über Bezahlungsmöglichkeiten von Rossmannversand.de. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 27. Februar 2014; abgerufen am 14. September 2014.