Färöische Fußballmeisterschaft 2003

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1. deild 2003
Meister HB Tórshavn
Champions League HB Tórshavn
UEFA-Pokal B36 Tórshavn,
B68 Toftir
UI-Cup NSÍ Runavík
Pokalsieger B36 Tórshavn
Relegation ↓ Skála ÍF (1:1 und 7:0 gegen TB Tvøroyri)
Absteiger FS Vágar
Mannschaften 10
Spiele 90  + 2 Relegationsspiele
Tore 283  (ø 3,14 pro Spiel)
Torschützenkönig Hjalgrím Elttør
(KÍ Klaksvík)
1. deild 2002

Die Färöische Fußballmeisterschaft 2003 wurde in der 1. Deild genannten ersten färöischen Liga ausgetragen und war insgesamt die 61. Saison. Sie startete am 16. Mai 2003 und endete am 5. Oktober 2003.

Aufsteiger FS Vágar kehrte nach einem Jahr in die höchste Spielklasse zurück. Meister wurde Titelverteidiger HB Tórshavn, die den Titel somit zum 17. Mal erringen konnten. Absteigen musste hingegen FS Vágar nach einem Jahr Erstklassigkeit.

Im Vergleich zur Vorsaison verschlechterte sich die Torquote auf 3,14 pro Spiel, was den niedrigsten Schnitt seit 1993 bedeutete. Den höchsten Sieg erzielte KÍ Klaksvík mit einem 7:0 im Heimspiel gegen Skála ÍF am 15. Spieltag. Die torreichsten Spiele gab es mit einem 7:1 zwischen B36 Tórshavn und KÍ Klaksvík am sechsten Spieltag sowie mit einem 4:4 zwischen GÍ Gøta und EB/Streymur am 16. Spieltag.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 1. Deild spielte jede Mannschaft an 18 Spieltagen jeweils zwei Mal gegen jede andere. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende stand als Meister dieser Liga fest, die letzte Mannschaft stieg in die 2. Deild ab, bei Punktgleichheit entschied der direkte Vergleich. Der Neuntplatzierte musste zudem noch zwei Relegationsspiele gegen den Zweitplatzierten der 2. Deild um den Verbleib in der 1. Deild austragen.

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaftsentscheidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den ersten Spieltagen pendelte HB Tórshavn durch abwechselnde Siege und Unentschieden zwischen dem ersten und zweiten Platz. Ab dem fünften Spieltag konnte die Tabellenführung zunächst gehalten werden. Am achten Spieltag kam es zum Duell mit B36 Tórshavn, welches mit 1:2 verloren wurde, woraufhin die Führung zum Sieger wechselte. B36 holte aus den ersten drei Begegnungen lediglich einen Punkt und fand sich auf dem neunten Platz wieder. Danach folgten sieben Siege in Folge, nach der 1:3-Niederlage bei EB/Streymur am 11. Spieltag musste Platz eins jedoch wieder an HB Tórshavn abgegeben werden. Diese gaben sich keine Blöße mehr und blieben bis zum Saisonende ungeschlagen. Die Entscheidung um die Meisterschaft fiel am vorletzten Spieltag. Der Zweitplatzierte B36 Tórshavn verlor das direkte Duell gegen HB mit 0:2 und somit standen sie vorzeitig als Meister fest, da der direkte Vergleich gegen die nur drei Punkte entfernte Mannschaft von B68 Toftir für HB sprach.

Abstiegskampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skála ÍF stand von Beginn an auf dem letzten Platz und verlor die ersten sieben Spiele. Der erste Sieg gelang am achten Spieltag gegen FS Vágar mit 4:1. Danach folgten erneut sieben Niederlagen in Folge. Nach der 0:7-Auswärtsniederlage gegen KÍ Klaksvík am 15. Spieltag betrug der Rückstand auf den Achtplatzierten VB Vágur uneinholbare zehn Punkte, der Relegationsplatz war fünf Punkte entfernt. Nun startete Skála eine Serie und gewann alle drei noch folgenden Spiele. Am letzten Spieltag konnte EB/Streymur mit 3:2 bezwungen werden, womit der Relegationsplatz erreicht werden konnte. In der 50. Minute lag die Mannschaft durch ein Eigentor mit 1:2 zurück, ehe durch Treffer in der 64. und 73. Minute das Blatt noch gewendet werden konnte.

FS Vágar wies nach den ersten sechs Spielen eine Bilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen auf, was in der Tabelle zu Platz sieben reichte. In den nächsten neun Spielen konnte bis auf ein einziges Unentschieden kein weiterer Punktgewinn erzielt werden, so dass sich die Mannschaft seit dem elften Spielplatz auf dem neunten Platz wiederfand. Erst am 16. Spieltag konnte mit einem 3:1 gegen KÍ Klaksvík wieder gewonnen werden. Der Vorsprung auf den Letztplatzierten Skála ÍF betrug zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte, im nächsten Spiel trafen beide Mannschaften aufeinander. Ein Unentschieden hätte FS Vágar gereicht, um die Position bis zum Saisonende zu behaupten, das Spiel wurde jedoch vor heimischer Kulisse mit 3:4 verloren. Da zudem das letzte Spiel bei NSÍ Runavík mit 0:2 verloren wurde und Skála gleichzeitig gewann, stand der Abstieg somit fest. In der 58. Minute geriet FS Vágar in Rückstand, aber selbst ein Unentschieden hätte aufgrund des direkten Vergleichs nicht zum Klassenerhalt gereicht.

VB Vágur hingegen, die eine zeitlang den achten Platz belegten, konnte sich mit einem 1:0-Erfolg gegen B68 Toftir endgültig retten. Das Siegtor fiel erst in der 85. Minute, allerdings hätte aufgrund des direkten Vergleichs FS Vágar bei einer Niederlage von VB gewinnen müssen, um noch den achten Platz erreichen zu können.

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften der 1. Deild 2003
Platz Mannschaft Spiele S U N Tore Diff. Punkte
1 HB Tórshavn (M) 18 12 5 1 41:17 +24 41
2 B36 Tórshavn 18 12 1 5 38:20 +18 37
3 B68 Toftir 18 10 5 3 26:15 +11 35
4 NSÍ Runavík (P) 18 9 5 4 33:18 +15 32
5 KÍ Klaksvík 18 7 3 8 29:30  −1 24
6 EB/Streymur 18 6 6 6 33:36  −3 24
7 GÍ Gøta 18 5 5 8 26:33  −7 20
8 VB Vágur 18 4 4 10 16:30 −14 16
9 Skála ÍF 18 4 0 14 16:39 −23 12
10 FS Vágar (N) 18 3 2 13 25:45 −20 11

Erläuterung: S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, (M) = Meister des Vorjahres, (P) = Pokalsieger des Vorjahres, (N) = Aufsteiger

  • Platz 1: Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League.
  • Platz 2: Teilnahme als Pokalsieger an der Qualifikation zum UEFA-Pokal.
  • Platz 3: Teilnahme an der Qualifikation zum UEFA-Pokal.
  • Platz 4: Teilnahme am UI-Cup.
  • Platz 9: Teilnahme an der Relegation.
  • Platz 10: Abstieg in die 2. Deild. Aufsteiger war ÍF Fuglafjørður.

Spiele und Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B36 B68 EB/S FSV HB NSÍ Skála VB
B36 Tórshavn 0:2 1:3 4:1 4:0 0:2 7:1 2:0 2:1 2:1
B68 Toftir 1:0 4:2 0:1 3:2 1:1 3:1 3:2 1:0 2:0
EB/Streymur 3:1 2:2 4:2 4:2 1:1 0:1 1:1 2:0 2:0
FS Vágar 1:4 0:2 1:1 1:2 2:3 3:1 1:2 3:4 2:3
GÍ Gøta 1:4 0:0 4:4 2:2 0:4 0:1 1:1 2:1 3:0
HB Tórshavn 1:2 2:0 5:0 3:1 2:2 3:2 1:0 3:0 0:0
KÍ Klaksvík 1:2 0:0 4:1 2:0 1:0 1:2 2:2 7:0 2:2
NSÍ Runavík 1:2 1:1 3:0 2:0 1:0 2:2 4:0 2:0 4:0
Skála ÍF 0:1 0:1 3:2 4:1 0:2 1:3 0:2 1:3 1:0
VB Vágur 0:0 1:0 1:1 2:3 0:3 2:3 1:0 1:2 2:0

Relegation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Neunten der 1. Deild und dem Zweiten der 2. Deild wurden am 8. und 11. Oktober 2003 ausgetragen.

Datum Heim Ergebnis Gast Tore
8. Oktober 2003 TB Tvøroyri 1:1 (0:0) Skála ÍF 0:1 Dusan Jaic (53.), 1:1 Kaj Roest (71.)
11. Oktober 2003 Skála ÍF 7:0 (3:0) TB Tvøroyri 1:0 Jónhard Frederiksberg (16.), 2:0 Jónhard Frederiksberg (18.), 3:0 Alexandur Johansen (26.), 4:0 Jónhard Frederiksberg (58.), 5:0 Jónhard Frederiksberg (83.), 6:0 Hanus Thorleifsson, 7:0 Alexandur Johansen (90.)
Damit verblieb Skála ÍF in der 1. Deild.

Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.

Torschützenkönig Hjalgrím Elttør
Platz Spieler Mannschaft Tore
1 Hjalgrím Elttør KÍ Klaksvík 13
2 Andrew av Fløtum HB Tórshavn 10
John Petersen B36 Tórshavn
4 RumänienRumänien Sorin Anghel EB/Streymur 09
Heðin á Lakjuni B36 Tórshavn
6 Tór-Ingar Akselsen HB Tórshavn 07
Jákup á Borg B36 Tórshavn
Rógvi Jacobsen HB Tórshavn
Birgir Jørgensen VB Vágur
BrasilienBrasilien Clayton Nascimento FS Vágar
Helgi L. Petersen NSÍ Runavík

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Trainer Spieltage
B36 Tórshavn RumänienRumänien Ion Geolgău 01–18
B68 Toftir Petur Mohr 01–18
EB/Streymur PolenPolen Piotr Krakowski 01–18
FS Vágar Albert Ellefsen 01–18
GÍ Gøta PolenPolen Krzysztof Popczynski 01–18
HB Tórshavn DanemarkDänemark Frank Skytte 01–18
KÍ Klaksvík Jan Joensen 01–18
NSÍ Runavík Jógvan Martin Olsen 01–18
Skála ÍF Jóhan Nielsen 01–18
VB Vágur Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Predrag Živković 01–18

Während der gesamten Saison gab es keine Trainerwechsel.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Stadion Spielort
B36 Tórshavn Gundadalur Tórshavn
B68 Toftir Svangaskarð Toftir
EB/Streymur Á Mølini Eiði
FS Vágar Við Kirkjar Miðvágur
GÍ Gøta Sarpugerði Norðragøta
HB Tórshavn Gundadalur Tórshavn
KÍ Klaksvík Við Djúpumýrar Klaksvík
NSÍ Runavík Við Løkin Runavík
Skála ÍF Undir Mýruhjalla Skáli
VB Vágur Á Eiðinum Vágur

Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Schiedsrichter leiteten die 90 Erstligaspiele:

Name Stammverein Spiele
Lassin Isaksen KÍ Klaksvík 11
Niklas á Líðarenda GÍ Gøta 11
Oddmar Andreasen HB Tórshavn 10
Sune Johansen SÍF Sandavágur 10
Dagfinn Olsen NSÍ Runavík 101
Páll Augustinussen VB Vágur 09
Eiler Rasmussen Skála ÍF 09
Petur Skarðenni LÍF Leirvík 09
Birgir Sondum B36 Tórshavn 081
Jens Petur Brattalíð VB Vágur 03
1 Zusätzlich wurde ein Relegationsspiel geleitet.

Die Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern sind die Anzahl der Einsätze sowie die dabei erzielten Tore genannt.

1. HB Tórshavn
HB Torshavn.svg

Tór-Ingar Akselsen (17/7) | Martin Christensen (15/0) | Rani Debes Christiansen (4/0) | Jan Dam (10/0) | Hallur Danielsen (17/1) | Nicu Dogaru (10/0) | Símun Eliasen (18/1) | Andrew av Fløtum (14/10) | Karsten From (10/3) | Rógvi Jacobsen (18/7) | Rókur Jespersen (9/2) | Janus M. Joensen (16/0) | Páll Mohr Joensen (4/0) | Pól Næss Joensen (2/0) | Bárður Johannesen (16/0) | Bjarni Jørgensen (8/1) | Hans á Lag (10/2) | Kári Nielsen (5/0) | Rúni Nolsøe (17/5) | Bergleif Sólsker (3/0) | Eli Thorsteinsson (8/0)

ohne Einsatz: Høgni M. Joensen | Danny Rasmussen | Hendrik Rubeksen

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Saisonende gaben die Kapitäne und Trainer der zehn Ligateilnehmer sowie Pressemitglieder ihre Stimmen zur Wahl der folgenden Auszeichnungen ab [1]:

Nationaler Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Landespokal gewann B36 Tórshavn mit 3:1 gegen GÍ Gøta. Meister HB Tórshavn schied im Viertelfinale mit 1:3 gegen NSÍ Runavík aus.

Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003/04 spielte HB Tórshavn als Meister des Vorjahres in der Qualifikation zur Champions League gegen FBK Kaunas (Litauen) und schied mit 0:1 und 1:4 aus.

NSÍ Runavík spielte als Pokalsieger des Vorjahres in der Qualifikation zum UEFA-Pokal und schied dort gegen Lyn Oslo (Norwegen) mit 1:3 und 0:6 aus.

KÍ Klaksvík spielte ebenfalls in der Qualifikation zum UEFA-Pokal und schied gegen Molde FK (Norwegen) mit 0:2 und 0:4 aus.

GÍ Gøta nahm am UI-Cup teil. Das Hinspiel in der ersten Runde bei FC Dacia Chișinău (Moldawien) wurde mit 1:4 verloren, das Rückspiel in Gøta endete 0:1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ársins leikarar o.a. – Best í 2003 (färöisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]