Färöische Fußballmeisterschaft 2015

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Effodeildin 2015
Meister B36 Tórshavn
Champions-League-
Qualifikation
B36 Tórshavn
Europa-League-
Qualifikation
NSÍ Runavík
Víkingur Gøta
HB Tórshavn
Pokalsieger Víkingur Gøta
Absteiger FC Suðuroy
EB/Streymur
Mannschaften 10
Spiele 135
Tore 474  (ø 3,51 pro Spiel)
Torschützenkönig Klæmint Olsen
(NSÍ Runavík)
Effodeildin 2014

Die Färöische Fußballmeisterschaft 2015 war die 73. Saison der höchsten färöischen Fußballliga. Die Liga heißt offiziell Effodeildin nach dem Hauptsponsor, dem Energieunternehmen Effo. Sie startete am 1. März 2015, der früheste Beginn überhaupt,[1] und endete am 3. Oktober 2015.

Die Aufsteiger TB Tvøroyri und FC Suðuroy kehrten nach einem beziehungsweise zwei Jahren in die höchste Spielklasse zurück. Meister wurde Titelverteidiger B36 Tórshavn, die den Titel somit zum elften Mal erringen konnten. Absteigen mussten hingegen FC Suðuroy und EB/Streymur nach einem beziehungsweise 15 Jahren Erstklassigkeit.

Im Vergleich zur Vorsaison verbesserte sich die Torquote auf 3,51 pro Spiel, was den höchsten Schnitt seit 2011 bedeutete. Den höchsten Sieg erzielte NSÍ Runavík mit einem 8:0 im Auswärtsspiel gegen EB/Streymur am 13. Spieltag. Das torreichste Spiel absolvierten Víkingur Gøta und TB Tvøroyri mit einem 7:2 am 18. Spieltag.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Effodeildin spielte jede Mannschaft an 27 Spieltagen jeweils drei Mal gegeneinander. Aufgrund der Vorjahresplatzierung trugen B36 Tórshavn, HB Tórshavn, Víkingur Gøta, NSÍ Runavík und EB/Streymur ein zusätzliches Heimspiel aus. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende wurde Meister und nahm an der Qualifikation zur Champions League teil, während die letzten beiden Mannschaften in die 1. Deild, die färöische Zweitklassigkeit, absteigen mussten.

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaftsentscheidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit zehn Siegen aus den ersten 13 Spielen setzte sich NSÍ Runavík von Anfang an an die Spitze, lediglich die Auswärtsspiele am dritten Spieltag gegen B36 Tórshavn sowie am achten Spieltag gegen Víkingur Gøta wurden mit 0:3 beziehungsweise 1:5 verloren, dennoch betrug der Vorsprung vor B36, die bis dato nur am achten Spieltag bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen ÍF Fuglafjørður punktlos blieben bereits fünf Punkte. Nach vier Spielen ohne Sieg zog B36 an NSÍ vorbei. Vom 15. bis zum 24. Spieltag blieb B36 ohne Punktverlust, so dass die Meisterschaft bereits nach dem 24. Spieltag und einem 2:1-Heimsieg gegen TB Tvøroyri zugunsten von B36 entschieden war, da NSÍ nicht über ein 0:0 im Heimspiel gegen HB Tórshavn hinaus kam.

Abstiegskampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EB/Streymur musste bis zum zehnten Spieltag auf den ersten Sieg, einem 2:1-Auswärtserfolg gegen AB Argir, warten, ab dem achten Spieltag, zuvor war die Mannschaft noch punktgleich mit FC Suðuroy, belegten sie durchgängig den letzten Platz. Es dauerte wiederum bis zum 24. Spieltag, als der nächste Sieg eingefahren werden konnte, das 2:1 im Heimspiel gegen Víkingur Gøta reichte jedoch nicht mehr aus, da der direkte Konkurrent AB Argir mit 2:1 gegen FC Suðuroy erfolgreich war und der Abstand zum Achtplatzierten somit nicht mehr aufzuholen war.

AB Argir spielte die ersten fünf Partien unentschieden und verlor die nächsten drei. Am 19. Spieltag gelang durch einen 4:0-Auswärtssieg gegen EB/Streymur der erste Sieg. FC Suðuroy wiederum verlor die ersten fünf Spiele, der 3:1-Heimsieg gegen AB Argir brachte die ersten drei Punkte ein. Es folgten drei weitere Siege, so dass am 14. Spieltag fünf Punkte Abstand zum Tabellenneunten AB Argir vorlagen, nach dem 18. Spieltag waren es sechs Punkte. Am 22. Spieltag zog AB erstmals an FC Suðuroy durch einen 3:0-Heimsieg gegen TB Tvøroyri aufgrund der besseren Tordifferenz vorbei, durch zwei weitere Siege konnte der Abstand auf drei Punkte erhöht werden. FC Suðuroy kam noch auf zwei Punkte heran und hatte bis zum letzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt. Durch einen Sieg im Auswärtsspiel gegen HB Tórshavn wäre dieser erreicht worden, das Spiel wurde jedoch mit 0:2 verloren. AB Argir reichte somit eine 0:1-Heimniederlage gegen NSÌ Runavík zum Verbleib in der ersten Liga.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern sind bei mehreren aufgeführten Stadien die Anzahl der dort ausgetragenen Spiele angegeben.

Mannschaft Stadion Spielort
AB Argir Skansi Arena Argir
B36 Tórshavn Gundadalur Tórshavn
EB/Streymur við Margáir (12) Streymnes
Undir Mýruhjalla (2) Skáli
FC Suðuroy Á Eiðinum Vágur
HB Tórshavn Gundadalur Tórshavn
ÍF Fuglafjørður í Fløtugerði (11) Fuglafjørður
Sarpugerði (2) Norðragøta
KÍ Klaksvík Við Djúpumýrar Klaksvík
NSÍ Runavík við Løkin Runavík
TB Tvøroyri við Stórá Trongisvágur
Víkingur Gøta Sarpugerði Norðragøta

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften der Effodeildin 2015
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. B36 Tórshavn (M)  27  18  7  2 060:250 +35 61
 2. NSÍ Runavík  27  16  6  5 072:370 +35 54
 3. Víkingur Gøta (P)  27  15  8  4 068:350 +33 53
 4. HB Tórshavn  27  11  10  6 043:310 +12 43
 5. KÍ Klaksvík  27  11  8  8 050:410  +9 41
 6. ÍF Fuglafjørður  27  5  12  10 044:550 −11 27
 7. TB Tvøroyri (N)  27  4  14  9 036:470 −11 26
 8. AB Argir  27  4  12  11 034:420  −8 24
 9. FC Suðuroy (N)  27  6  4  17 039:680 −29 22
10. EB/Streymur  27  2  5  20 027:920 −65 11
  • Färöischer Meister und Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2016/17
  • Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2016/17
  • Abstieg in die 1. Deild 2016
  • (M) Meister des Vorjahres
    (P) Pokalsieger des Vorjahres
    (N) Aufsteiger aus der 1. Deild 2014

    Kreuztabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    AB Argir B36 Tórshavn EB/Streymur FC Suðuroy HB Tórshavn ÍF Fuglafjørður KÍ Klaksvík NSÍ Runavík TB Tvøroyri Víkingur Gøta
    AB Argir 1:3 1:2 2:1 0:1 1:1 2:2 0:4 1:2 0:1 1:1 3:0 0:0 0:0
    B36 Tórshavn 1:1 2:2 1:1 1:0 1:1 4:0 1:0 2:1 3:0 3:0 3:0 2:1 3:3 1:0
    EB/Streymur 0:0 0:4 0:2 0:5 3:5 0:3 2:2 0:3 4:4 0:8 0:3 2:2 1:2 2:1
    FC Suðuroy 3:1 1:1 1:3 1:3 2:1 3:2 1:2 5:2 0:2 1:3 1:3 2:2 1:3
    HB Tórshavn 2:2 3:1 1:3 1:2 4:2 6:0 0:0 2:0 1:0 3:1 1:1 0:0 2:2 2:1
    ÍF Fuglafjørður 3:3 3:1 1:3 4:1 2:3 3:3 1:1 2:2 3:1 1:1 0:3 2:0 1:3
    KÍ Klaksvík 2:1 1:3 2:1 4:0 6:1 3:0 2:1 0:2 2:0 0:0 3:3 1:0 3:2
    NSÍ Runavík 2:1 2:2 5:1 6:0 6:1 5:1 2:0 0:0 3:1 5:1 3:0 4:1 0:0 2:4
    TB Tvøroyri 1:1 1:3 3:2 4:1 1:1 1:1 1:1 1:1 1:1 2:3 2:2 2:2 0:2
    Víkingur Gøta 3:1 1:1 3:0 4:0 3:1 3:0 3:2 2:2 4:2 3:3 1:1 5:1 3:1 7:2

    Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.

    Pl. Name Team Tore
    01. Klæmint Olsen NSÍ Runavík 21
    02. Finnur Justinussen Víkingur Gøta 15
    03. Pól Jóhannus Justinussen NSÍ Runavík 12
    Andreas Olsen Víkingur Gøta
    05. Heðin Klakstein KÍ Klaksvík 11
    Jón Krosslá Poulsen FC Suðuroy
    07. GhanaGhana Albert Adu TB Tvøroyri 10
    PolenPolen Łukasz Cieślewicz B36 Tórshavn
    Árni Frederiksberg NSÍ Runavík
    10. Hans Pauli Samuelsen B36 Tórshavn 09

    Dies war nach 2013 und 2014 der dritte Titel für Klæmint Olsen.

    Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mannschaft Trainer Spieltage
    AB Argir Oddbjørn Joensen 01–14
    Sámal Erik Hentze 15–27
    B36 Tórshavn Eyðun Klakstein 01–27
    EB/Streymur Eliesar Olsen 01–27
    FC Suðuroy Jón Pauli Olsen 01–27
    HB Tórshavn Heðin Askham 01–20
    SerbienSerbien Milan Ćimburović 21–27
    ÍF Fuglafjørður SerbienSerbien Aleksandar Jovević 01–23
    Jákup Mikkelsen 24–27
    KÍ Klaksvík Mikkjal Thomassen 01–27
    NSÍ Runavík Trygvi Mortensen 01–27
    TB Tvøroyri IslandIsland Páll Guðlaugsson 01–27
    Víkingur Gøta Sigfríður Clementsen 01–27

    Während der Saison gab es drei Trainerwechsel. AB Argir verbesserte sich daraufhin um eine Position, für HB Tórshavn und ÍF Fuglafjørður hatte der Wechsel keine Auswirkungen auf die Tabellenposition.

    Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Folgende Schiedsrichter, darunter auch zwei aus Dänemark und jeweils einer aus Island, Norwegen und Schweden, leiteten die 135 Erstligaspiele:

    Name Stammverein Spiele
    Petur Reinert Víkingur Gøta 24
    Lars Müller Royn Hvalba 21
    Eiler Rasmussen AB Argir 20
    Alex Troleis B68 Toftir 19
    Rúni Gaardbo B68 Toftir 17
    Páll Augustinussen FC Suðuroy 14
    Kári Jóannesarson á Høvdanum Víkingur Gøta 14
    NorwegenNorwegen Sigurd Kringstad 01
    DanemarkDänemark Benjamin Leander 01
    SchwedenSchweden Kaspar Sjöberg 01
    IslandIsland Valgeir Valgeirsson 01
    DanemarkDänemark Benjamin Willaume-Jantzen 01

    Die Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Klammern sind die Anzahl der Einsätze sowie die dabei erzielten Tore genannt.

    1. B36 Tórshavn
    B36 Torshavn.svg

    Hørður Askham (12/1) | Trygvi Askham (4/0) | Jákup á Borg (19/7) | Robert Heðin Brockie (2/0) | Ibrahima Camara (16/5) | Łukasz Cieślewicz (23/10) | Gestur Dam (22/2) | Karl Martin E. Danielsen (1/0) | Andrias Eriksen (25/3) | Høgni Eysturoy (24/6) | Odmar Færø (27/1) | Benjamin Heinesen (18/2) | Róaldur Jakobsen (26/3) | Philip Lund (7/4) | Alex Mellemgaard (10/1) | Jónas Þór Næs (11/0) | Árni Nielsen (12/1) | Eli F. Nielsen (24/1) | Bjarni Petersen (1/0) | Pætur Petersen (3/0) | Hans Pauli Samuelsen (27/9) | Rasmus Dan Sørensen (2/0) | Tórður Thomsen (24/0) | Hanus Thorleifsson (20/3)

    ohne Einsatz: Egin Høgnesen | Thomas Knudsen | Magnus Emil Poulsen

    Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Nach dem Saisonende gaben die Kapitäne und Trainer der zehn Ligateilnehmer sowie Pressemitglieder ihre Stimmen zur Wahl der folgenden Auszeichnungen ab [2]:

    Zusätzlich wurde folgende Elf des Jahres gewählt:

    Tor: Tórður Thomsen (B36 Tórshavn)

    Abwehr: Høgni Eysturoy (B36 Tórshavn), Odmar Færø (B36 Tórshavn), Atli Gregersen (Víkingur Gøta), Pól Jóhannus Justinussen (NSÍ Runavík)

    Mittelfeld: Árni Frederiksberg (NSÍ Runavík), Sølvi Vatnhamar (Víkingur Gøta), Łukasz Cieślewicz (B36 Tórshavn), Hans Pauli Samuelsen (B36 Tórshavn)

    Sturm: Klæmint Olsen (NSÍ Runavík), Finnur Justinussen (Víkingur Gøta)

    Nationaler Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Landespokal gewann Víkingur Gøta mit 3:0 gegen NSÍ Runavík. Meister B36 Tórshavn schied im Halbfinale mit 1:0 und 0:2 gegen Víkingur Gøta aus.

    Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    2015/16 spielte B36 Tórshavn als Meister des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur Champions League und schied mit 1:2 und 1:4 gegen The New Saints FC (Wales) aus.

    HB Tórshavn spielte in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen FK Trakai (Litauen), die sich mit 3:0 und 4:1 durchsetzten.

    Víkingur Gøta spielte als Pokalsieger des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen Rosenborg Trondheim (Norwegen) und unterlag nach einem 0:2 und 0:0.

    NSÍ Runavík spielte ebenfalls in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen Linfield FC (Nordirland). Nach einem 0:2 im Hinspiel konnte im Rückspiel ein 4:3-Sieg erreicht werden, was dennoch das Ausscheiden bedeutete.

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. League kicks off 1 March (englisch), 30. November 2014. Abgerufen am 14. Januar 2015.
    2. Player of the Year Awards 2015 (englisch), 4. Oktober 2015. Abgerufen am 12. Januar 2016.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]