Bundesautobahn 648

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Bundesautobahn 648 in Deutschland
Bundesautobahn 648
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 5 km

Bundesland:

Hessen

Ausbauzustand: 2/2

Die Bundesautobahn 648 (Abkürzung: BAB 648) – Kurzform: Autobahn 648 (Abkürzung: A 648) – ist eine Autobahn im deutschen Bundesland Hessen. Sie dient vorrangig als Zubringerstrecke von der A 66 sowie der A 5 nach Frankfurt am Main und wird auch als Wiesbadener Straße bezeichnet.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobahn zweigt am Eschborner Dreieck von der A 66 ab. Im Dreieck selbst fehlt die Verbindung von der A 66 aus Richtung Nordwestkreuz Frankfurt zur A 648. Will man diese Richtung befahren, muss man einen kleinen Umweg über das Westkreuz Frankfurt und die A 5 nehmen oder alternativ die im Dreieck integrierte und von der A 66 erreichbare Anschlussstelle Eschborn. Die A 648 führt östlich am Frankfurter Stadtteil Sossenheim vorbei und besitzt dort die Anschlussstelle Frankfurt-Rödelheim, die ebenso den gleichnamigen Frankfurter Stadtteil anbindet.

Es folgt das Westkreuz Frankfurt. Diese bindet die Autobahn an die A 5 an, einen der wichtigsten Verkehrswege in Deutschland. Da die A 648 den wichtigsten Zubringer in die Frankfurter Innenstadt darstellt, ist der Knotenpunkt dementsprechend stark befahren. Die Überleitungen von der A 5 zur A 648 in Richtung Osten, also ins Stadtzentrum hinein, sind zweistreifig ausgebaut. Weiterhin ist das Kreuz nicht in der klassischen Kleeblattform ausgeführt, sondern verfügt über zwei Direktrampen (je von der A  zur A 648). Darüber hinaus fließt der Fluss Nidda mitten durch das Kreuz, weshalb zusätzlich zahlreiche Brückenbauwerke vorhanden sind.

Nach dem Westkreuz führt die Autobahn durch den Stadtteil Bockenheim und bindet mit der Anschlussstelle Frankfurt-Rebstock das gleichnamige Gelände, das aus einem Park, Sportanlagen sowie einem Freizeitbad besteht, an. In die Anschlussstelle integriert ist zu beiden Seiten eine Tankstelle. Auf dem Gelände der südlichen Autobahntankstelle (Richtung Stadtmitte) befindet sich ebenfalls eine Geschäftsstelle des ADAC. Zwischen dem Westkreuz Frankfurt und der Ausfahrt Frankfurt-Rebstock sind fünf Fahrstreifen in Richtung Zentrum markiert. Dies ist eine Seltenheit in Deutschland. Der Abschnitt ist aber abzüglich der Zufahrtsrampen lediglich ca. 250 m lang. Eine weitere Besonderheit ist, dass dieser Abschnitt bis zum Autobahnende als einer der ganz wenigen in Deutschland mit Beleuchtungsanlagen versehen ist.

An der nächsten Anschlussstelle Katharinenkreisel endet die Autobahn und geht in die B 8 über, die auf an den Messehallen vorbei führt und an der Ludwig-Erhard-Anlage, einem großen ampelgeregelten Kreisverkehr auf die 44 trifft. Der Katharinenkreisel hieß bis 2004 inoffiziell Opel-Rondell, der Name bezog sich auf ein bis Ende der 1980er Jahre am Kreisverkehr befindliches Opel-Autohaus.

Folgt man ab der Ludwig-Erhard-Anlage der B 44 weiter, gelangt man zum Frankfurter Hauptbahnhof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen Eschborn und dem Westkreuz Frankfurt entstand bereits 1954, als die B 40 von Wiesbaden-Erbenheim zum Westkreuz autobahnähnlich ausgebaut wurde. Dieser wurde 1965 zur Autobahn heraufgestuft[1] und intern als Bundesautobahn 80 bezeichnet. Das heutige Eschborner Dreieck gab es zu dieser Zeit noch nicht, sodass die Straße eine durchgehende Kurve aus Richtung Wiesbaden in die Frankfurter Innenstadt machte (Eschborner Kurve). Erst 1972 entstand das Autobahndreieck im Zuge des Weiterbaus der Autobahn Wiesbaden–Frankfurt–HanauFulda über das Nordwestkreuz Frankfurt bis zum heutigen Autobahnende an der Miquelallee, die nun die durchgehende Strecke bildete, von der die Autobahn zum Westkreuz abzweigte.

Als im Jahr 1974 eine neue, einheitliche Autobahnummerierung eingeführt wurde, nannte man den Teil der Bundesautobahn 80 westlich von Eschborn und die Fortsetzung zur Miquelallee in Bundesautobahn 66 um. Die abzweigende Autobahn zum Westkreuz trug fortan den Namen Bundesautobahn 648.

Der Abschnitt vom Westkreuz bis zum Autobahnende am Katharinenkreisel wurde in den 1970er Jahren als Autobahn ausgebaut und 1975 fertiggestellt.[2] Seitdem ist die A 648 auf ihrer kompletten Länge befahrbar.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 648 ist der wichtigste Zubringer in die Frankfurter Innenstadt und zum Messegelände und wird daher auch umgangssprachlich Messeautobahn genannt. Im Durchschnitt wird sie von etwa 60.000 Fahrzeugen pro Tag auf ganzer Länge befahren.[3]

An Messetagen ist die Verkehrsführung meistens geändert und das Parkhaus am Rebstock direkt erreichbar. Die Autobahn ist in östliche Richtung daher auf ganzer Länge mit Wechselwegweisern (Prismenwender) ausgestattet, die bei Bedarf weitere Ziele anzeigen oder die Fahrtrichtungen für bestimmte Ziele ändern können. Die Autofahrer werden in einem solchen Fall durch je zwei abwechselnd gelb blinkende Leuchten zu beiden Seiten der Wegweiser aufmerksam gemacht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 648 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neubau 1965, autobahn-online.de, abgerufen am 2. Juli 2016
  2. Neubau 1975, autobahn-online.de, abgerufen am 2. Juli 2016
  3. Manuelle Straßenverkehrszählung 2010 des BVM