Gramzow

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gramzow (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gramzow
Gramzow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gramzow hervorgehoben
53.216671465Koordinaten: 53° 13′ N, 14° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gramzow
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 66,26 km²
Einwohner: 1918 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039861
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 225
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststraße 25
17291 Gramzow
Webpräsenz: www.amtgramzow.de
Bürgermeister: Karl Heimann
Lage der Gemeinde Gramzow im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Gramzow gehört zum Landkreis Uckermark im Norden Brandenburgs und liegt etwa 13 km von der Kreisstadt Prenzlau entfernt. In Gramzow befindet sich der Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes, dem weitere fünf Gemeinden angehören.

Ortsteile[Bearbeiten]

Zu Gramzow gehören die Ortsteile Gramzow, Lützlow, Meichow und Polßen sowie die Wohnplätze Ausbau, Forsthaus, Karlshof, Koboltenhof, Neumeichow, Randowhöhe und Zehnebeck.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wird Gramzow im Jahr 1168 als villa Gramsowe (Dorf) urkundlich erwähnt und ist damit „ältester urkundlich überlieferter Ort der Uckermark (Lieselott Enders). Im Jahr 1177/78 wurde das Prämonstratenserkloster gegründet.[2] 1714 brannte die Klosterkirche nieder. Bis heute ist nur noch ein Teil der Westwand erhalten geblieben. Die Klosterruine ist ein Wahrzeichen Gramzows. Im Jahr 1288 wird Gramzow erstmals als Stadt erwähnt, seit 1586 nur noch als Flecken. Stadtherr war das Kloster, ab 1542/43 der Landesherr (Kurfürst).

1687 wurde die französische Kolonie gegründet. Die Réfugiés erhielten die Klosterkirche, die 1714 abbrannte, für ihre Gottesdienste.

Am 31. Dezember 2001 wurden Lützlow, Meichow und Polßen eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 2 302
1890 2 164
1910 2 133
1925 1 923
1933 1 841
1939 1 778
1946 2 152
1950 2 343
1964 1 850
1971 1 774
Jahr Einwohner
1981 1 507
1985 1 432
1989 1 355
1990 1 331
1991 1 324
1992 1 292
1993 1 268
1994 1 287
1995 1 293
1996 1 276
Jahr Einwohner
1997 1 295
1998 1 290
1999 1 273
2000 1 264
2001 2 220
2002 2 177
2003 2 145
2004 2 147
2005 2 110
2006 2 048
Jahr Einwohner
2007 2 081
2008 2 057
2009 1 997
2010 1 986
2011 1 972
2012 1 950
2013 1 923
2014 1 918

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Gramzow besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • CDU: 7 Sitze
  • Wählergruppe "Bürgernahe Kommunalpolitik" 4 Sitze
  • Einzelbewerber Karl Scholz: 1 Sitz

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 26. Januar 2000 genehmigt.

Blasonierung: „In einer silbern gefugten roten Ziegelmauer ein spitzbogiges, silbern gerahmtes blaues Fenster, oben beseitet von zwei silbernen Dreipässen, darin ein stehender, widersehender rot-bewehrter Storch in natürlichen Farben.“[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Marien Gramzow
Gut Polßen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

In der Liste der Baudenkmale in Gramzow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Seen[Bearbeiten]

Das Dorf Gramzow liegt an den Seen Klostersee (auch Haussee) und Kantorsee. Im Ort befindet sich der Schulzensee.

In südlicher Richtung (an der B 198 nach Angermünde) liegt der Glambecksee.

Südwestlich von Gramzow (in Richtung Melzow/Warnitz) befinden sich die Kuhseen (Großer und Kleiner Kuhsee). Die Badestelle am Großen Kuhsee erreicht man von Karlshof aus.

Der Klostersee in Gramzow. Im Hintergrund (linker Bildrand) der Gramzower Sportplatz. Am rechten Bildrand die Klosterruine.


Verkehr[Bearbeiten]

Im Jahr 1906 wurde die Kreisbahn Schönermark–Damme eingeweiht. Bis 1979 fuhren Züge in Richtung Schönermark und bis 1995 in Richtung Damme und Prenzlau. Auf dem Streckenteil zwischen Gramzow und Damme und zwischen Damme und Eickstedt betreibt das Eisenbahnmuseum Gramzow heute eine eigene Strecke. Ausgangspunkt ist das Museum in Gramzow.

Die Anschlussstelle Gramzow der Bundesautobahn 11 verbindet die Gemeinde mit dem Autobahnnetz. Etwa 5 km nördlich der Gemeinde befindet sich das Kreuz Uckermark, an der die A 20 von der A 11 abzweigt. Die Bundesstraßen 166 und 198 durchqueren das Gemeindegebiet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2

Siehe auch[Bearbeiten]

Uckermärkische Seen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gramzow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Franz Winter: Die Prämonstratenser des 12. Jahrhunderts und ihre Bedeutung für das nordöstliche Deutschland. Berlin 1865, S. 210-212.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg