Oberuckersee (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Oberuckersee führt kein Wappen
Oberuckersee (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberuckersee hervorgehoben
Koordinaten: 53° 13′ N, 13° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Gramzow
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 84,97 km²
Einwohner: 1698 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039863
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 430
Adresse der Amtsverwaltung: Poststraße 25
17291 Gramzow
Webpräsenz: www.amtgramzow.de
Bürgermeisterin: Roswitha Müller
Lage der Gemeinde Oberuckersee im Landkreis Uckermark
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Oberuckersee ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie gehört dem Amt Gramzow an. Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Blankenburg, Potzlow, Seehausen und Warnitz.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die uckermärkische Moränenlandschaft im und um das Gebiet der Gemeinde Oberuckersee ist durch die Eiszeit geprägt worden. Die zurückweichenden Eismassen hinterließen ein hügeliges Flachland, das mit vielen Seen übersät ist (siehe Uckermärkische Seen). Diese Seen sind die Überbleibsel von Resteisbeständen, die beim Abtauen in den Mulden und Senken größere Wassermassen sammelten. Viele zurückgebliebene Felsblöcke, sogenannte Findlinge, sind ein Beleg für die gewaltigen Eisbewegungen vor 15.000 Jahren.

Einer der größeren Seen der Umgebung – der Oberuckersee, der von der Ucker durchflossen wird – war Namensgeber der 2001 neu entstandenen Gemeinde, die sich halbkreisförmig um den See erstreckt.

Der außergewöhnliche Reichtum an Seen ist ein besonderes Charakteristikum der Jungmoränenlandschaft im Nordosten Brandenburgs.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Ortsteilen Blankenburg, Potzlow, Seehausen und Warnitz gehören weitere Wohnplätze zu Oberuckersee: Berghausen, Brandmühle, Dreiecksee, Forsthaus Warnitz, Grünheide (bis 1951 Wedellsberg), Heidehof, Hügelhof, Melzow, Neuhof, Potzlow Abbau, Potzlow Ausbau, Quast, Strehlow, Strehlow Vorwerk, Trumpf sowie Turnersruh.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2001 1 956
2002 1 981
2003 1 971
2004 1 943
2005 1 937
2006 1 905
2007 1 868
2008 1 833
Jahr Einwohner
2009 1 803
2010 1 763
2011 1 716
2012 1 706
2013 1 701
2014 1 687

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Oberuckersee besteht aus 12 Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[5]

  • Wählergruppe Mittelpunkt der Uckermark: 3 Sitze
  • Wählergruppe Pro Seehausen: 2 Sitze
  • Wählergruppe Bauern-Ländlicher Raum: 1 Sitz
  • Die Linke: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Mario Kreßmann: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Christoph Bergholz: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Ralf Hoy: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Johann Ruff: 1 Sitz
  • Einzelbewerber Dietmar Grapentin: 1 Sitz

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roswitha Müller wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 51,6 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[6] gewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Oberuckersee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Pfingstberg an der A 11.

Die Haltepunkte Seehausen (Uckerm) und Warnitz (Uckerm) liegen an der Bahnstrecke Angermünde–Stralsund. Der ehemalige Haltepunkt Quast wird nicht mehr bedient und von den Zügen ohne Halt passiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberuckersee (Gemeinde) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 22–25
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  5. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  6. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014