Hard Rock Cafe

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Hard Rock Cafe International, Inc.

Logo
Rechtsform Inc.
Gründung 14. Juni 1971 in London,
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Sitz Davie, Florida,
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten[1]
Leitung Jim Allen
(Präsident/CEO)[2]
Branche Gastronomie, Spielbanken, Hotellerie
Website www.hardrock.com

Hard Rock Cafe in Berlin
Hard Rock Cafe in San Francisco
Hard Rock Cafe in Hollywood, Kalifornien
Ausgestellte Original-Anzüge der Beatles im Hard Rock Cafe in New York City

Hard Rock Cafe, kurz HRC, ist eine durch Hard Rock Cafe International, Inc. betriebene Kette von Restaurants sowie seltener auch Hotels und Casinos sowie Namensgeber des American-Football-Stadions in Miami Gardens.

Weltweit existieren 178 Filialen in 71 Ländern, im deutschsprachigen Raum befinden sich Hard Rock Cafes in Berlin, Hamburg, Innsbruck, Köln, München und Wien sowie ein Hard Rock Hotel in Davos.[3]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hard Rock Cafes sind nicht in erster Linie wegen ihres Essens, sondern vor allem wegen ihrer Atmosphäre bekannt. Die Kette verfügt mit ihren über 70.000 Ausstellungsstücken über die größte Musikexponatensammlung der Welt. Alle Ausstellungsstücke werden auf Auktionen gekauft oder direkt von Musikern zur Verfügung gestellt. So dienen unter anderem signierte Gitarren, Bühnenkleidung, seltene Fotos oder Goldene Schallplatten als Wanddekoration in den verschiedenen Cafes.

Den einzelnen Hard Rock Cafes sind Verkaufsstände oder Läden angeschlossen, in denen Kleidung und Souvenirs verkauft werden. Viele Besucher sammeln Anstecknadeln (Pins), die die Kette regelmäßig in limitierten Auflagen herausgibt. Auch für die dort verkauften T-Shirts mit dem Hard-Rock-Cafe-Logo und dem Namen der Stadt, Gläser, Teddybären, Drumsticks, Zippo-Feuerzeuge und Puppen existiert ein reges Kauf- und Sammelinteresse. Das Hard-Rock-Cafe-Logo wurde von Alan Aldridge gestaltet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Hard Rock Cafe wurde am 14. Juni 1971 am Old Park Lane in London, in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Rolls-Royce-Vertretung, von den beiden US-Amerikanern Isaac Tigrett und Peter Morton eröffnet.

Zu ihren Stammgästen zählte auch Eric Clapton, der einen festen Platz bevorzugte. Um sich diesen zu sichern, ließ er eine E-Gitarre, eine ab 1979 gebaute rote Fender Lead II,[4] dort an die Wand hängen. Sie befindet sich nun im „Safe“ des HRC London und ist dort zu besichtigen. Einige Wochen später schickte Pete Townshend (Mitglied von The Who) eine schwarze Gibson Les Paul[5] an das Cafe, und so vergrößerte sich die Sammlung.

1982 begannen Tigrett und Morton, weltweit neue Cafes zu eröffnen. Die ersten Hard Rock Cafes wurden von Morton in Los Angeles, San Francisco, Chicago und Houston gegründet. Tigrett gründete Filialen in New York City, Dallas, Boston, Washington, Orlando, Paris und Berlin. Tigrett verkaufte schließlich seine Anteile an „Mecca Leisure“. „Mecca“ wiederum wurde 1990 von „The Rank Organisation“ aufgekauft. „Rank“ fuhr damit fort, weitere Filialen zu eröffnen und erwarb schließlich die Cafes hinzu, die Morton gegründet hatte, sowie die inzwischen von Nick Bitove gegründete kanadische Kette.

Es gibt heute nicht nur Hard Rock Cafes, sondern auch Hotels, Bars, Casinos, eine Veranstaltungshalle und eine Ausstellung von nicht in Cafes befindlichen Exponaten. Diese befindet sich in einem alten Bankgebäude und bekam deshalb den Namen „Vault“ (engl. für Tresor). Das Vault in Orlando, welches die Form einer auf dem Kopf stehenden Pyramide hat, ist nach einem Jahr geschlossen worden. Im April 2008 eröffnete der Freizeitpark Hard Rock Park in Myrtle Beach (South Carolina), der nach einer Saison geschlossen wurde.

Hard Rock Cafe International Inc. gehörte von 1990 bis Ende 2006 zu „The Rank Group Plc“ mit Sitz in London und betreibt seine Cafes sowohl unter eigener Führung (primär in den USA und Europa) als auch nach dem Franchise-System (insbesondere in Asien). Im Dezember 2006 wurde der Verkauf von Hard Rock International an den Seminole Tribe of Florida für 965 Millionen US-Dollar bekannt gegeben, mit dem gemeinsam bereits einige der Hard Rock Casinos und Hard Rock Hotels betrieben wurden.[6] Ausgenommen hiervon sind das Hard Rock Casino in London (dessen Name in G Casino Piccadilly geändert wurde) und das Hard Rock Hotel und Casino in Las Vegas. Seit 2004 ist Hamish Dodds der CEO des Unternehmens.[7] Seit dem Verkauf an den Indianerstamm floriert das Unternehmen trotz Wirtschaftskrise.[8]

Cafe-Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 6. November 2020[9]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Seite 1 des Doors-Albums Morrison Hotel aus dem Jahr 1970 trägt den Titel Hard Rock Cafe. Auf der Rückseite des Albums ist ein Café dieses Namens abgebildet.
  • 1977 schrieb Carole King den Song Hard Rock Café. In ihrer Autobiografie A Natural Woman berichtet sie, dass sie von einer Bar in Downtown Los Angeles und einem kleinen Restaurant in Idaho mit eben jenem Namen inspiriert wurde. Damals war sie sich der Namensgleichheit mit der Restaurantkette nicht bewusst. Angeblich wurden aber auch die HRC-Gründer Morton und Tigrett von derselben Bar in Los Angeles zur Namensgebung angeregt.[10] Olivia Molina hat die deutschsprachige Version des Stücks gesungen.
  • In Heidelberg existierte bis Februar 2017 ein Café, das Hard Rock Café hieß, aber nicht zum Konzern gehörte; nach einer Reihe von Gerichtsverfahren musste das Restaurant seinen Namen ändern. Zwischenzeitlich musste lediglich der Verkauf von Souvenirs eingestellt werden.[11][12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hard Rock Cafe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hardrock.com/corporate
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 2. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hardrock.com
  3. hardrock.com: Locations
  4. hardrock.com Hard Rock Cafe Memorabilia – How it Began …; abgerufen am 28. Oktober 2008 (Memento vom 4. Juni 2008 im Internet Archive)
  5. http://www.thewho.net/whotabs/gear/misc/museumpieces.html
  6. www.usatoday.com: Seminole Tribe of Florida buys Hard Rock cafes, hotels, casinos., abgerufen am 10. September 2012.
  7. investing.businessweek.com: Executive Profile Hamish A. Dodds., abgerufen am 10. September 2012.
  8. www.handelsblatt.com: Indianerstamm reitet auf Erfolgswelle., abgerufen am 10. September 2012.
  9. EXPLORE OUR LOCATIONS; hardrock.com, englisch, abgerufen am 6. November 2020
  10. [Carole King,A Natural Woman, Virago Press, 2013, S. 300 u. 301]
  11. Hard Rock Cafe darf keine Hard-Rock-Cafe-Artikel verkaufen, auf handelsblatt.de vom 15. August 2013
  12. Heidelberger "Hard Rock Café" ist ab März Geschichte. (rnz.de [abgerufen am 8. Juli 2018]).