Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Logo
Motto Nah dran. Weit voraus.
Gründung 1954
(seit 1979 Fachhochschule)
Trägerschaft staatlich
Ort Rottenburg am Neckar
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Rektor Bastian Kaiser
Studenten 1.100 WS 2016/17[1]
Mitarbeiter 110
davon Professoren 31[2]
Website www.hs-rottenburg.net

Die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften in Rottenburg am Neckar in Baden-Württemberg. Ziel der insgesamt acht Studiengänge ist ein nachhaltiges Management bei der Nutzung natürlicher Ressourcen. Im April 2008 war die Hochschule Gewinner des Wettbewerbs „Profil und Kooperation – Exzellenzstrategien für kleine und mittlere Hochschulen“, der durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung ausgeschrieben wird.[3][4]

Die Hochschule für Forstwirtschaft (HFR) erhielt erstmals im Februar 2006 das Prädikat Offizielles Projekt der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ durch die Deutsche UNESCO-Kommission. Die Weltdekade ist ein Projekt der Vereinten Nationen, mit dem Ziel die Werte und Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung in der Erziehung und Bildung weltweit zu integrieren. Das Projekt begann 2005 und endete 2014. Das Prädikat „Offizielles Projekt der Weltdekade“ wird für zwei Jahre vergeben. 2014 entschied die Deutsche UNESCO-Kommission, dass die HFR nach 2006, 2008, 2010 und 2012 auch für das Jahr 2014 Projekt der Weltdekade bleibt. Damit gehört die Hochschule zu den wenigen Projekten, die seit 2006 lückenlos von der UNESCO ausgezeichnet wurden.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1954 gründete das Land Baden-Württemberg im Schadenweilerhof bei Rottenburg eine Forstschule, die 1979 in die Fachhochschule für Forstwirtschaft umgewandelt wurde. Zunächst diente die Fachhochschule nur als „verwaltungsinterne Ausbildungsstätte“ für Forstbeamte des gehobenen Forstdienstes der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und der Bundesvermögensverwaltung. Seit 1995 ist die Hochschule öffentlich zugänglich.

Schadenweilerhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schadenweilerhof
Schadenweilerhof, Toreinfahrt

Die Hochschule befindet sich im Schadenweilerhof, etwa zwei Kilometer südlich der Stadt nahe dem Rammert. Auf dem Gelände befand sich bis ins 15. Jahrhundert das Dorf Schadenweiler, das um 1100 dem Kloster Hirsau gestiftet wurde. Das Dorf verschwand im 15. Jahrhundert. 1570 wurde auf der Markung durch die Herren Werner von Themar ein Adelssitz errichtet. Während einer Belagerung wurde der Adelssitz im 17. Jahrhundert fast vollständig zerstört. Später ging er in den Besitz des Spitals und der Stadt Rottenburg über. Der Hof brannte mehrere Male ab.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war das SA-Hochschulamt Tübingen Pächter des Hofes. Es wurde eine SA-Schule eingerichtet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs diente das Gut als Unterkunft für französische Truppen.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B.Sc. Forstwirtschaft
  • B.Sc. Erneuerbare Energien
  • B.Sc. Ressourcenmanagement Wasser
  • B.Sc. Holzwirtschaft
  • B.Sc. Nachhaltiges Regionalmanagement
  • M.Sc. SENCE (Sustainable Energy Competence, Nachhaltige Energiewirtschaft und -technik)
  • M.Sc. Ressourceneffizientes Bauen
  • M.Sc. Forstwirtschaft

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006/2007: Projekt der Weltdekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • 2008: Gewinner der Exzellenzinitiative „Profil und Kooperation“
  • 2008/2009: Projekt der Weltdekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • 2010/2011: Projekt der Weltdekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • 2012/2013: Projekt der Weltdekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • 2014: Projekt der Weltdekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Wohlleben (* 1964), Förster und Buchautor, ehemaliger Vorsitzender der ANW (Landesgruppe RLP)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66–113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. Auflistung der Professuren an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
  3. Informationsdienst Wissenschaft zum Wettbewerbsgewinn
  4. BioRegio Stern - „Hochschule Rottenburg gewinnt Wettbewerb um Exzellenzstrategien“
  5. Eigenbericht der Hochschule zum Weltdekade-Projekt

Koordinaten: 48° 27′ 29″ N, 8° 56′ 39″ O