Hochschule Karlsruhe

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Hochschule Karlsruhe
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Gründung 1878
Trägerschaft staatlich
Ort DEU Karlsruhe COA.svg Karlsruhe
Bundesland Baden-WürttembergBaden-Württemberg Baden-Württemberg
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Rektor Frank Artinger (seit 2018)[1]
Mitarbeiter 749
davon Professoren 205
Netzwerke DFH[2], HAWtech
Website www.h-ka.de
Portal der HKA
Portal der HKA
Mensa Moltke, 2007 nach einem Entwurf von Jürgen Mayer H. fertiggestellt.

Die Hochschule Karlsruhe ist mit ca. 8.000 Studierenden eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) in Baden-Württemberg.

Das Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studiengänge umfassen technisch-ingenieurwissenschaftliche, Informatik- und Wirtschafts- und bauspezifische Disziplinen und führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master. Als erster berufsqualifizierender Abschluss lässt sich der Bachelor-Abschluss nach sieben Semestern Regelstudienzeit erwerben, der Master-Abschluss nach weiteren drei Semestern. Diese Abschlüsse wurden an der Hochschule Karlsruhe im Rahmen der Bologna-Reform seit 1999 eingeführt.

Teil des Studiums sind Laborübungen, praktische Studiensemester und Abschlussarbeiten, die meistens in einem externen Unternehmen angefertigt werden. In mehreren Studiengängen werden seit dem Jahr 2000 zunehmend Forschungsaktivitäten integriert, einige Studiengänge werden als forschungsorientiert angesehen.

Fakultäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hochschule Karlsruhe gibt es folgende Fakultäten

  • Architektur und Bauwesen
  • Elektro- und Informationstechnik
  • Informatik und Wirtschaftsinformatik
  • Informationsmanagement und Medien
  • Maschinenbau und Mechatronik
  • Wirtschaftswissenschaften

Internationale Kontakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule verfügt weltweit über Kontakte zu circa 100 Partnerhochschulen in 30 Ländern, die zentral über das International Office gepflegt werden. Über Austauschprogramme sind Auslandssemester möglich.

Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen dienen darüber hinaus zur Planung und Durchführung von internationalen Forschungsprojekten, und es werden Gastdozenten zu Vorlesungen eingeladen. Der Masterstudiengang Sensor Systems Technology wird vollständig, der Masterstudiengang Geomatics überwiegend auf Englisch als Unterrichtssprache durchgeführt. Zusammen mit Partnerhochschulen in Frankreich und in der Schweiz wird ferner der trinationale Bachelor- und Masterstudiengang Bauingenieurwesen angeboten, der neben einem deutschen zu einem französischen und einem schweizerischen Hochschulabschluss führt.

Doppelabschlüsse in den Studiengängen Informatik, Bauingenieurwesen, Baumanagement und Baubetrieb, Fahrzeugtechnologie, Geomatik, Wirtschaftsinformatik, International Management und Elektrotechnik können mit Partnerhochschulen in Frankreich, Großbritannien, den USA, der Schweiz, Spanien und Kanada erworben werden.

Der viersemestrige ERASMUS-Mundus-Masterstudiengang Mechatronic and Micro-Mechatronic Systems (EU4M) startete erstmals zum Wintersemester 2008/09 und findet an drei europäischen Hochschulen in Spanien, Frankreich und Deutschland statt. Studierende können hier Kenntnisse in Mechatronik und Mikromechatronik vertiefen und Sprache und Kultur der anderen Länder erlernen.

Angewandte Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule Karlsruhe ist in der Forschung die drittmittelstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Mittelpunkt. Der Ausbau der praxisorientierten Forschung ist ein strategisches Ziel der Hochschule.

Im September 2019 wurde die efeuAkademie durch das Institut für Energieeffiziente Mobilität gestartet. Als Teil des EU-geförderten Leuchtturmprojekts efeuCampus[3] stellt die efeuAkademie eine kommunikative Schnittstelle zwischen den Projektpartnern und der breiten Öffentlichkeit dar. Dazu bietet sie regelmäßige Informationsveranstaltungen an und präsentiert Lösungen zum Thema Smart City.

Forschungsinstitute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Hochschule Karlsruhe gibt es folgende Forschungsinstitute:[4]

  • Institut für Angewandte Forschung
  • Institut für Digitale Materialforschung
  • Institut für Energieeffiziente Mobilität
  • Institut Intelligent Systems Research Group
  • Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik
  • Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken
  • Institute of Materials and Processes
  • Institut für Sensor- und Informationssysteme
  • Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme
  • Institut für Verkehr und Infrastruktur

Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wissenschaftliche Weiterbildung an der Hochschule Karlsruhe ist neben der Lehre und Forschung eine Kernaufgabe – so regelt es das Hochschulgesetz des Landes Baden-Württemberg. In vielen Disziplinen schreitet die technologische Entwicklung immer schneller fort. Gerade das Berufsbild des Ingenieurs unterliegt einem schnellen Wandel. In der Praxis sind zusätzliche Kenntnisse, beispielsweise in den Bereichen Management, Kommunikation oder im Investitionsgütervertrieb und Exportgeschäft dringend erforderlich. Lebensbegleitendes Lernen ist zur Regel geworden.

Die Hochschule Karlsruhe bietet deshalb ein Weiterbildungsprogramm auf anspruchsvollem Niveau, um dem neuen Bedarf gerecht zu werden. Dabei widmen sich Hochschullehrer dem Transfer neuer Erkenntnisse in die Praxis. Das Weiterbildungsangebot der Hochschule ist im Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung gebündelt.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Technologieregion Karlsruhe kooperiert die Hochschule mit dem KIT (dem Zusammenschluss von Universität Karlsruhe (TH) und Forschungszentrum Karlsruhe), hier sind ein gemeinsames Graduiertenkolleg sowie die Anbindung der Fachbibliothek Hochschule Karlsruhe an die KIT-Bibliothek zu nennen. Enge Kontakte bestehen auch zum Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB, früher IITB) und der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule weist eine lange Tradition auf. Ihre Entwicklung lässt sich an den jeweiligen Namen ablesen:

  • 1878: Gründung als Großherzogliche Badische Baugewerkeschule
  • 1919: Badische Höhere Technische Lehranstalt (Staatstechnikum)
  • 1963: Staatliche Ingenieurschule Karlsruhe
  • 1971: Fachhochschule Karlsruhe
  • 1995: Fachhochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik
  • 2003: Fachhochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik und Wirtschaft
  • 2005: Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
  • 2021: Hochschule Karlsruhe (University of Applied Sciences)[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dozenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Bauer (1961–2018), Physiker
  • Sissi Closs (* 1954), Informatikerin
  • Detlev Fischer (* 1950), Richter am Bundesgerichtshof, Lehrbeauftragter für Bürgerliches Recht
  • Werner Fischer (* 1939), Maschinenbauingenieur und Hochschuldidaktiker, von 1980 bis 1990 Prorektor und von 1990 bis 2005 Rektor der Hochschule, seit 2005 Ehrenkurator
  • Ernst Frietsch (1905–2001), Professor und Leiter der Abteilung Maschinenbau
  • Peter A. Henning (* 1958), Physiker, Professor für Informatik, „Professor des Jahres 2007“, Landeslehrpreis Baden-Württemberg 2009.
  • Dirk Hoffmann (* 1972), Informatiker
  • Ludwig Levy (1854–1907), Architekt, Professor an der Baugewerkeschule Karlsruhe
  • Britta Nestler, Mathematikerin, Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2008, Landeslehrpreis Baden-Württemberg 2009
  • Christian Pape, Informatiker
  • Michael Rotert (* 1950), Wirtschaftsingenieur, Unternehmer und Internetpionier (Empfänger der ersten E-Mail in Deutschland)
  • Erich Schelling (1904–1986), Architekt (u. a. Generalbebauungsplan für das Kernforschungszentrum Karlsruhe), studierte hier auch
  • Gerd Schwandner (* 1951), Chirurg und Politiker, Professor für International Management & Marketing Strategies
  • Karl Hermann Zahn (1865–1940), Botaniker, Professor für darstellende Geometrie, Chemie und Baustofflehre

Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Eichler, Ingenieur, Ehrensenator der Hochschule Karlsruhe und Gründer der Alldos Eichler GmbH, Pfinztal
  • Peter Fritz (* 1952), Kerntechniker, Mitglied im Hochschulrat der Hochschule Karlsruhe
  • Erwin Vetter (* 1937), Politiker, Landtagsabgeordneter und Landesminister für die CDU, Kuratoriumsmitglied der Hochschule Karlsruhe
  • Werner Möhle, Ehrenbürger[6]
  • Richard Stober, Ehrenbürger[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hochschule Karlsruhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand des IUMS bei der Übergabe des Rektoramtes an Prof. Dr. Frank Artinger. In: www.h-ka.de. Hochschule Karlsruhe, 22. März 2018, abgerufen am 21. April 2021.
  2. Netzwerk. Liste der Hochschulen im Netzwerk der DFH. In: www.dfh-ufa.org. Deutsch-Französische Hochschule, abgerufen am 4. Oktober 2019.
  3. efeuCampus Bruchsal. Abgerufen am 13. Dezember 2019 (deutsch).
  4. HS-Karlsruhe: Forschungsinstitute. HS-Karlsruhe, abgerufen am 8. Mai 2021.
  5. HS-Karlsruhe: Neues Corporate Design der HKA. In: www.h-ka.de. Hochschule Karlsruhe HKA, 21. April 2021, abgerufen am 21. April 2021.
  6. a b Persönlichkeiten – Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA). Abgerufen am 24. Dezember 2018.

Koordinaten: 49° 0′ 56″ N, 8° 23′ 27″ O